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Dini stellt sich vor (verzweifelt bin)

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Dini, 23. Mai 2006.

  1. Dini

    Dini Neues Mitglied

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    Habe nun seit ein paar Tagen hier gelesen und möchte mich "kurz" vorstellen
    und mich „ausheulen“

    Ich bin 36 Jahre alt, verheiratet und habe eine 8 ½-jährige Tochter.
    Arbeite als Verwaltungsangestellte im öffentlichen Dienst. (Büro)

    Im Oktober 1997 habe ich meine Tochter geboren.
    Ca. 2 Monate später hatte ich extrem starke Schmerzen im rechten Handgelenk.
    Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt. Erst habe ich eine Gipsschiene bekommen.
    Es wurde nicht besser, dann zum röntgen, dann zum MRT… nichts !
    Die Schmerzen hielten an und ich habe mich irgendwann damit abgefunden.

    Im Februar 98 ging es dann richtig los.
    Von heute auf morgen konnte ich nicht mehr laufen (Schmerzen im Lendenwirbelbereich bis über den Po)
    Darauf hin bin ich zu einem recht guten Facharzt für Chirurgie gegangen.
    Er gab mir gegen die Schmerzen eine Spritze (die leider nicht half) und hat mich sofort an
    einen Radiologen überwiesen mit dem Verdacht auf Bandscheibenvorfall.
    (Dachte immer man müsste deshalb in die Röhre *schulterzuck*)

    Der hatte allerdings keinen Bandscheibenvorfall feststellen können.

    In den Klinischen Angaben des Radiologen stand:
    V. a. M. Bechterew
    Bereits frühszintigraphisch mäßig intensivierte Anreicherung in Projektion auf
    die caudalen Anteile des rechten ISG.
    In den übrigen, mit dargestellten Gelenken keine eindeutige pathologische Frühanreicherung (diskrete Betonung bd. Kniegelenke).
    Spätszintigraphisch auffallend, umschrieben verstärkte Anreicherung im caudalen Verlauf des rechten ISG (Quotient rechts: 2, Quotient links: 1,7).
    Flächige Mehrspeicherung auch in bd. Hüftgelenken (rechts>links) sowie (diskret) in bd. Schultern und Kniegelenken.
    Nur geringer Reizzustand im Bereich der Metatarso-tarsal-Gelenke des rechten Fußes.
    Diffuse Betonung des rechten Handgelenkes und der angrenzenden Handwurzel (asymptomatisch) sowie im Bereich der Grundgelenke des 2. und 3. Fingers bds.
    Unauffällige Darstellung des symptomatischen linken Handgelenkes.


    Im Befund bzw. der Beurteilung stand:
    „Arthritischer Reizzustand des rechten ISG.
    Zusätzlich (z. Zt. Nicht eindeutig entzündlich aktivierte) Reizzustände bd. Hüftgelenke, der rechten Matatarso-tarsal-Region, des rechten Handgelenkes und einzelner Fingergrundgelenke. Unauffällige Darstellung der kleinen Zwischenwirbelgelenke insbesondere der LWS.
    Weitere, differentialdiagnostische Abklärung (DD Bechteres/cP/Arthritis anderer Genesee) unter Berücksichtigung der noch ausstehenden Laborparameter.“

    Für mich klang das alles sehr komisch. Habe nichts verstanden.

    Mein Chirurg hat mich daraufhin zur Kernspintomographie geschickt.
    Nach den Aufnahmen rief die Ärztin mich auf, und sah wie ich „angeschlichen“ kam.
    Sie war ganz erstaunt, denn sie meinte, es wäre nichts zu sehen, wo denn genau
    die Schmerzen seien.
    Ich zeigte es ihr und musste noch mal in die Röhre.
    Ganz speziell dort, wo ich die Schmerzen hatte.
    Der Befund war dann sehr eindeutig. (Leider finde ich den Schriftkram nicht mehr … naja besser für Euch ) :D

    Total starke Entzündung in beiden Ilio-Sakral-Gelenken. Im rechten stärker.

    Dann gings zum Hausarzt zur Blutentnahme.
    Dieser HLA-B27 Wert (der wohl bei Morbus Bechterew erscheint), wurde nicht gefunden.
    Jedoch kam raus, dass ich eine erhöhte Entzündung in mir habe.

    Dann ab zum Rheumatologen. Ich konnte ihm auf alle Fragen die Antworten meiner Beschwerden geben, die sehr deutlich zu einer rheumatischen Krankheit passen.
    Immer wenn er speziell nachfragte, ob ich da und auch dort Beschwerden hätte, konnte ich es leider mit einem klarem „Ja“ beantworten.
    Nun stellte er mich auf den Kopf.
    Untersuchung, noch mal Blutabnahme, Röntgen etc.
    Beim Anschauen des Röntgenbildes fragte er mich: „ja, wo ist denn ihr Ilio-Sakralgelenk?“
    (Scherzkeks. Wenn er es nicht weiß… ich wusste noch nicht mal, dass ich so was besitze *g*)
    Er erklärte mir, dass es total abgenutzt sei. Ein gesundes würde so aussehen, wie eine Kurbel vom Fleischwolf. (Nur für mich zum Verständnis)
    Meine Finger und auch die Füße deuteten für ihn deutlich darauf hin, dass ich Rheuma hätte. (Meine Oma hatte wohl so „Altersrheuma“)
    Dann bekam ich von ihm VIOXX verschrieben.

    Nun bin ich so ein Tablettenverächter. Habe sie mir zwar geholt, allerdings selten genommen. Doch dann musste ich schon die Erfahrung machen, oftmals wieder starke Schmerzen in den Ilio-Sakralgelenken zu haben.
    Nachdem mich mein Hausarzt (wohl zu recht) geschimpft hat (wenn ich schmerzen habe,
    solle ich auch die Tabletten nehmen), habe ich sie im Akutfall auch genommen.
    Damit bin ich ganz gut gefahren. Schmerzen, eine VIOXX genommen, halbe Stunde später waren die Schmerzen weg und ich fühlte mich wie neu geboren.
    Ich war nie wieder bei dem Rheumatologen, weil ich immer noch nicht glauben wollte,
    dass ich Rheuma habe (ich doch nicht, und überhaupt so ein „bisschen“ Schmerzen
    gehen auch wieder weg).


    Ich hatte im Dezember 2003 aufgehört zu rauchen.
    Klar, dass ich 12 Kilo zunahm. *augenroll*
    Aber ich fand, dass meine Schmerzen besser bzw. weniger wurden.
    VIOXX wurde vom Markt genommen und ich bekam Ibuprofen 800 mg, die ich bis
    Ende letzten Jahres nicht gebraucht hatte.

    Anfang dieses Jahres ging es wieder los.
    Schmerzen in den Ellenbogen, Handgelenken, Fußgelenken und
    nun kamen auch noch die Knie hinzu.
    Habe die Schmerzen eher für mich ausgehalten, und auch keinem etwas
    darüber erzählt. (Ich wollte es schon wieder nicht wahr haben)
    Nun war es aber so, dass ich bis März 2006 mehrmals für ein bis zwei Tage
    zu Hause bleiben musste, weil ich gar nicht erst aufstehen konnte.
    Im Liegen hatte ich schmerzen, und das Gefühl, in meinen Gelenken
    würde ein Feuer entstehen.
    Also doch an die Ibuprofen gegangen. Magenschmerzen und Durchfall bekommen.
    Eine Besserung war leider auch nicht zu spüren.
    Wieder weggelassen. Schmerzen stärker, wieder genommen etc.
    Das ging ständig so.

    Darauf hin haben mich nicht nur meine Kolleginnen, sondern auch mein Mann
    ermahnt, endlich zum Arzt zu gehen und mir zusätzlich bei einem Rheumatologen
    einen Termin geben zu lassen.
    Das habe ich getan. Den Termin habe ich telefonisch im März gemacht.
    Und zwar für 28. August 2006 *SCHOCK*

    Beim Hausarzt war ich dann am 15. Mai, nachdem ich schon wieder einen Tag zu Hause war.
    Der hat mir dann Omeprazol als Magenschutz, Diclofenac 50 gegen die Schmerzen
    und Prednisolon 5mg (Kortison) gegeben. Ich sollte gleich am nächsten Tag erst mal schnell
    zur Blutabnahme und vorher auf keinen Fall mit dem Kortison beginnen. Und ich sollte
    mir bei einem anderen Rheumatologen einen früheren Termin geben lassen.
    Alles habe ich gemacht, bis auf die Kortisontabletten. (Habe so eine Angst vor den ganzen Nebenwirkungen)

    Gestern Nachmittag fing es dann so an, wie ich es noch nie erlebt hatte.
    Mir tat auf einmal alles weh.
    Fußgelenke, Knie (total stark), Ilio-Sakralgelenk, Ellenbogen, Handgelenke und die
    Schultern fingen auch noch an.
    Es wurde dann auf einmal so schlimm, dass mir nicht nur die Gelenke weh
    taten, sondern auch zwischen den Gelenken. Also die kompletten Beine.
    Bin eigentlich sehr leidensfähig, habe dann aber doch 3 Diclos genommen, aber keine Besserung trat ein.
    Ich musste eine Schlaftablette nehmen, um überhaupt schlafen zu können.

    Heute Morgen rief ich meinen Arzt verzweifelt an.
    Er könne leider nicht vorbei kommen, aber ich sollte jetzt folgendes machen:
    Magenschutz nehmen, anschließend was essen und dann 5 von den Prednisolon nehmen.
    (morgen 4, übermorgen 3 bis nur noch zu einer halben, und dann weglassen)
    Gegen die Schmerzen dann halt noch eine Diclo. Und ganz viel trinken.
    Das Blutbild schaut er sich gleich morgen früh an (die Sprechstundenhilfe teilte mir gestern schon mit, dass der Arzt selbst mit mir sprechen müsse, da erhöhte Entzündungswerte zu sehen sind)

    Ich habe sie genommen, diese dämlichen Kortisontabletten. *grummel*
    Daran erkenne auch ich, dass es mir wirklich sehr schlecht geht ;-)

    Nun ist gegenüber gestern Abend eine leichte Besserung eingetreten,
    allerdings bin ich mit den Nerven langsam am Ende und kann und will es einfach
    nicht glauben, dass ich Rheuma haben soll.
    Vor allem gibt es so viele unterschiedliche Arten (wie ich hier gelesen habe) und ich
    überhaupt nicht zuordnen könnte, von welcher ich betroffen bin.

    Habe zwar auch in Büchern schon gelesen und viel hier im Forum, dennoch kommen die Fragen auf:

    • Woher kommt denn eigentlich Rheuma bzw. was ist der Auslöser?
    • Und vor allem, warum hatte ich lange Ruhe und auf einmal bekomme ich es wieder?
    • Sind denn verschiedene Lebensmittel Auslöser dafür?
    Bitte verzeiht mir meine ellenlange Erklärung hier, aber ich musste mir einfach mal alles von der Seele schreiben. Zumal ich gesehen habe, dass dies einige hier tun und es so viele Parallelen zu mir gibt.

    Liebe Grüße
    Dini
     
  2. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Hallo Dini,

    herzlich willkommen im "Club" ... [​IMG]

    Scheinst ja eine ziemlich störrische "Befallene" :cool: zu sein - doch alles wehren, ignorieren und Zähnezusammenbeißen nützt wohl nix - leider.

    Ich glaube, wenn das auch überhaupt nur annähernd sicher zu beantworten wäre, hätten wir hier alle wesentlich weniger Probleme ... Eine richtige Diagnose und dann die richtige Behandlung scheint überhaupt echte Glückssache ... weil man eben so wenig über Rheuma weiß und wie hier so schön jemand sagte, hat außerdem noch jeder sein "eigenes Rheuma" ... Von 0 bis 100 ist alles drin.

    Schau mal links in der Leiste gibts eine Menge Menge Menge Informationen über alles mögliche rund um das Thema Rheuma ... Ich hab viel gelesen, weil ich mich natürlich das gleiche fragte wie du und andere Betroffene und vor allem, wie das denn weitergeht ... Doch irgendwie bin ich zu keinem Ergebnis gelangt. Außer: wir leben heute und müssen das beste aus dem Tag rausholen - denn unter Umständen, geht es uns morgen so bescheiden, dass wir mal wieder nicht aufstehen können ... Oder plötzlich tut es zusätzlich noch irgendwo anders weh oder die Haut bekommt allergische Reaktionen oder die Augen sind plötzlich betroffen und und und - was man hier von "Rheumis" liest, kann einem schon Angst machen. Aber nützt ja alles nix, man muss da durch ... Auf jeden Fall sind hier viele mächtig nett :D - und es ist gut, hier zu sein und sich Rat und Trost zu holen - aber auch mal ordentlich abzulachen.

    Nun ja, ich schlucke auch nicht gerne Medis - war 42 Jahre im Prinzip kerngesund - Ärzte sind mir eher unheimlich, als dass ich ihnen vertraue ... Aber, wenn ich vor einigen Wochen nicht eine riesen Ladung Cortison bekommen hätte, wäre ich wohl verrückt geworden vor Schmerz. Auch über meine Basis-Therapie, die sehr gut anschlägt, bin ich glücklich.

    Weil ohne Medikamente, wäre bei mir nix mehr gegangen. Gar nix. Ich lag im Bett wie ein Brett und jede kleinste Bewegung war Horror pur ... Abgesehen von aufstehen, rumlaufen und arbeiten - das war eigentlich aussichtslos ...

    Man liest sich ... bis dahin viele Grüße
    Rosarot
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Dini,

    1. sei ganz herzlich willkommen bei uns!
    2. Sei mir nicht bös, dass ich Deinen Mega-Beitrag nur überflogen habe.
    3. versuche ich Dir gerne eine Antwort auf Deine Fragen zu geben.

    Woher kommt denn eigentlich Rheuma bzw. was ist der Auslöser?
    Woher es kommt, weiß man bisher nicht. Die Auslöser sind oft körperlicher (Unfall, Schwangerschaft, OP, Infektion) oder psychischer Stress (persönliche Krise, Mobbing u.ä.). Oft besteht auch eine familiäre Disposition. Wirklich vererbbar ist es nicht.

    Und vor allem, warum hatte ich lange Ruhe und auf einmal bekomme ich es wieder?
    Chronisch entzündlich-rheumatische Erkrankungen verlaufen typischerweise in Schüben. Dazwischen ist man mehr oder weniger beschwerdefrei.

    Sind denn verschiedene Lebensmittel Auslöser dafür?
    Für mich ganz klar NEIN.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  4. Sabrina12682

    Sabrina12682 Ich sage was ich denke.

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    Hallo Dini,

    herzlich Willkommen hier auf RO!!!
    [​IMG]

    Deine Fragen hat dir Monsti ja schon beantwortet und deshalb noch mal ein Hallo von mir.

    Kurz noch etwas zu mir!
    23 Jahre alt und habe seit 10 Jahren cP. Ich bekomme seit 7.2005 humira und MTX und eigentlich geht es mir damit gut.

    Lieben Gruß
    Bine
     
  5. Dini

    Dini Neues Mitglied

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    hmmm.... :rolleyes: [​IMG]

    Vielen dank für die "Aufnahme" hier im Forum.
    Bin total froh, dass schon 3 Leute geantwortet haben. [​IMG]

    Genau so ging es mir leider auch. Es ist so vielseitig und schwammig.
    Dennoch vielen dank für den Tip. [​IMG] Ich werde auf jeden Fall weiter darin stöbern.

    Und das ist hier im Forum das "schöne" (hört sich ja echt doof an), aber man sieht, dass es einem nicht alleine so geht. Drüber reden und der Erfahrungsaustausch ist meines Erachtens sehr wichtig. Mir tut es bestimmt gut.

    Das bin ich auf keinen Fall. Ich hätte es vielleicht auch nicht ganz gelesen, wenn ich schon länger hier wäre. :D
    Nur weil ich hier neu und auch in Bezug auf Rheuma absoluter Neuling bin, lese ich solche kurzen [​IMG] Beiträge schon. ;)

    Vielen Dank nochmal an alle.
    Bin gerade wieder guter Hoffnung. [​IMG]
     
  6. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hallo Dini,
    ich glaube jeder ist mit der Diagnose Rheuma überfordert. Am Anfang konnte ich es auch nicht glauben, auch weil die Ärzte selbst oft nicht viel wissen, wenn man nicht gleich zu Anfang einen guten Rheumatologen hat. Viele Hausärzte doktern an einem rum, nicht unbedingt aus bösem Willen und man ist ja vielleicht auch froh, wenn man Vogel-Strauss-Politik betreiben kann,- aber letztendlich gehört man in die Hände eines Rheumatologen. Das ist leider meine bittere Erfahrung. Am Anfang habe ich auch alles Mögliche ausprobiert, aber ich glaube im Nachhinein ist dadurch viel kostbare Zeit verstrichen- je eher man gut behandelt wird, um so eher können Rheumamed. gezielt wirken.
    Ich mußte auch begreifen, dass ich wirklich krank bin. Rheuma ist leider wirklich beschi.....
    Wünsche Dir alles Gute
    Grüße von Padost
     
  7. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    Antwort

    Hallo Dini,

    HERZLICH WILLKOMMEN


    Rheuma: Ein Begriff – über 400 Erkrankungen!
    Rheuma ist nicht gleich Rheuma: Hinter diesem Begriff verbergen sich viele Krankheiten, die prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten können. Mithilfe einer frühzeitigen Diagnostik und Behandlungsplanung durch einen rheumatologisch erfahrenen Facharzt lässt sich der Krankheitsverlauf meist positiv beeinflussen.

    Rheumatische Erkrankungen umfassen Krankheiten des Bewegungsapparates, die mit Schmerzen und Bewegungseinschränkung einhergehen können, so die Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Zum Bewegungsapparat zählen die Wirbelsäule, Knochen, Gelenke und die sie umgebenden Weichteile, wie z.B. die Muskulatur und die Sehnen. Bei einem Teil der Erkrankungen besteht die Gefahr, dass weitere Organe (u.a. Herz, Lunge, Niere, Auge) erkranken.

    In allen Altersgruppen – vom Kind bis zum älteren Menschen – können rheumatische Erkrankungen auftreten. Die Ursachen für ihre Entstehung sind vielfältig, zu einem Teil noch unbekannt. Das Erscheinungsbild der verschiedenen Krankheiten gestaltet sich deshalb sehr bunt. Anhand ihrer unterschiedlichen Genese lassen sich rheumatische Erkrankungen vier Hauptgruppen zuordnen, die im Folgenden beschrieben sind.

    Entzündlich-rheumatische Erkrankungen

    Den entzündlichen-rheumatischen Erkrankungen liegt eine Entzündung – vielfach der Gelenke – zugrunde, ursächlich ist häufig eine Fehlreaktion des Immunsystems. Des Weiteren spielen bei der Krankheitsentstehung neben einer individuellen angeborenen Veranlagung (genetische Prädisposition) äußere und innere Faktoren eine Rolle wie Entzündungen durch bestimmte Erreger oder psychische Belastungen.

    Zu den entzündlich rheumatischen Erkrankungen gehören:

    Rheumatoide Arthritis (RA, auch chronische Polyarthritis)
    Spondylarthropathien (u.a. Morbus Bechterew, Psoriasis-Arthritis)
    Kollagenosen (Entzündungen des Bindegewebes) und Immunvaskulitiden (Gefäßentzündungen), z.B. Lupus erythematodes, Sklerodermie, Arteriitis temporalis etc.
    Juvenile Arthritiden (entzündliche rheumatische Erkrankung unbekannter Ursache im Kindes- und Jugendalter, z.B. Juvenile idiopathische Arthritis)
    Degenerative rheumatische Erkrankungen

    Erkrankungen, die durch einen Gelenkverschleiß entstehen, gehören zu den degenerativen rheumatischen Erkrankungen. Ursächlich sind beispielsweise Fehl- oder Überbelastung, Alterung, Bewegungsmangel und Übergewicht. Individuelle Voraussetzungen wie eine angeborene Veranlagung spielen auch hier eine Rolle.

    Ein bekannter Vertreter der degenerativen rheumatischen Erkrankungen ist die Arthrose (Verschleißrheuma, oft als Hüft- oder Kniegelenksarthrose).

    Rheumatische Erkrankungen der Weichteile

    Diese Form betrifft die Weichteile des Bewegungsapparates. Verschiedene Krankheitsbilder mit Symptomen wie Schmerzen im Bereich von Muskulatur und Sehnen, vermehrter Erschöpfbarkeit oder verminderter Belastbarkeit zählen dazu. Die bei uns am weitesten verbreitete weichteilrheumatische Erkrankung ist die Fibromyalgie.

    Stoffwechselstörungen, die mit rheumatischen Beschwerden einhergehen

    Eine häufige Stoffwechselstörung, die mit rheumatischen Beschwerden einhergeht ist in unseren Breiten die Gicht, der eine anlage- und ernährungsbedingte Störung des Harnsäurestoffwechsels zu Grunde liegt.

    Auf Grund der sehr vielfältigen Erscheinungsformen ist eine sorgfältige Diagnostik und Behandlungsplanung der rheumatischen Erkrankungen durch einen rheumatologisch erfahrenen Facharzt empfehlenswert. Durch eine möglichst frühe Diagnose und einen raschen Beginn einer Therapie entsprechend den neuesten Erkenntnissen lässt sich der Krankheitsverlauf in der Mehrzahl der Fälle positiv beeinflussen. So können bei den Betroffenen Schmerzen gelindert, die Beweglichkeit verbessert sowie der fortschreitende Krankheitsprozess aufgehalten oder sogar gehemmt werden. Zur Behandlung stehen Medikamente, Krankengymnastik und psychologische Therapieformen zur Verfügung.

    Rheuma als Chance sehen
    Die Diagnose der rheumatoiden Arthritis und ihr Krankheitsverlauf beeinflusst die Lebensqualität eines jeden Betroffenen. Sich der Krankheit beugen oder die Herausforderungen des Lebens auch mit Rheuma aktiv bewältigen - zwei individuelle Herangehensweisen, die den Therapieverlauf und die Lebensqualität entscheidend beeinflussen können

    Diagnose rheumatoide Arthritis

    Am Anfang der rheumatoiden Arthritis steht der Schmerz und die Diagnose einer chronischen Erkrankung. Viele Betroffene sind verunsichert. Was passiert mit meinen Gelenken? Welche Therapie ist die Richtige? Werde ich beruflich wie bisher arbeiten können? Wie kann ich meine Freizeit gestalten? Einige Fragen können mit Ärzten und Therapeuten geklärt werden. Allein die medizinischen Möglichkeiten haben sich binnen weniger Jahre vielfach verbessert, so dass die Folgen der Erkrankung weitaus effektiver behandelt werden können. Die Information über die eigene Erkrankung ist ein wichtiger erster Schritt der Bewältigung.

    Das Leben mit Rheuma in die Hand nehmen

    Entscheidend bei den weiteren therapeutischen und lebenspraktischen Schritten ist allerdings auch der optimistische Blick in die Zukunft. Im Verlauf der Erkrankung kann es auch zu Einschränkungen im gewohnten Tagesverlauf kommen. Der Rheumatiker ist unter Umständen gefordert Haushalt, Freizeit und Beruf anders zu organisieren. Es gilt systematisch zu überlegen, wie Dinge verteilt werden müssen, damit lebenspraktische Aufgaben bewältigt werden können. Dabei kann er unter Umständen auch auf Unterstützung durch andere angewiesen sein, z.B. bei der Applikation von Medikamenten. Der selbstbestimmt handelnde Rheumatiker wird dabei immer die größtmögliche Autonomie bewahren oder gewinnen wollen. Zum selbstständigen Leben mit Rheuma gehört auch eine aktive Freizeitgestaltung. Sie beinhaltet alles was gut tut: Bewegung hält die Gelenke mobil und mildert Schmerzen, Hobbys wirken entspannend und ausgleichend, Freunde und Geselligkeit fördern Wohlbefinden und schenken Lebensfreude.

    Persönlichkeitsentwicklung mit Rheuma

    Jeder Rheumatiker wird im Verlauf der Erkrankung Einschränkungen im gewohnten Leben hinnehmen müssen. Der eine darf kein Tennis mehr spielen, im anderen Fall können Absatzschuhe nicht mehr getragen werden, das Liebesspiel muss angepasst, vielleicht sogar der bisherige Beruf aufgegeben werden.

    Aber in jeder Einschränkung liegt auch eine neue Chance: die Entdeckung eines neuen Hobbys, die Veränderung von Vorlieben oder alten Beziehungsmustern, oder das Erlernen eines neuen Berufs. In diesem Sinne kann der Krankheitsprozess auch als Entwicklungsprozess gesehen werden, aus dem die Persönlichkeit gestärkt hervorgeht.

    Lernen, die rheumatische Erkrankung anzunehmen

    Rheuma verändert das Leben: Beruf und Freizeit müssen neu organisiert, Behandlungen integriert werden. Besonders wichtig ist es, der Krankheit positive Erlebnisse entgegenzusetzen. Einige Regeln helfen dabei, den Alltag harmonisch zu gestalten. Selbsthilfegruppen vermitteln Erfahrungen und Ermutigung.

    Die Rheuma-Erkrankung akzeptieren - das sagt sich leicht. Doch was heißt das eigentlich? Es bedeutet vor allem, die Folgen der Krankheit zu bezwingen. Ganz konkret: Wie lassen sich Rheumatherapie, Beruf und Freizeit vereinbaren? Wie gelingt es, die nötige Balance zwischen Belastung und Ruhe zu finden? Wie motiviert ein Rheumakranker sich täglich neu, um nicht zu resignieren? Es gibt keine Patentrezepte, nur eins steht fest: Der Antrieb zum Bewältigen der rheumatischen Beschwerden muss vom Patienten ausgehen. Partner, Familie, Freunde und Arbeitskollegen können ihn dabei unterstützen - aufraffen muss sich der Betroffene jedoch selbst. Nach der Diagnose fällt das vielen zunächst schwer. Jeder sollte sich so viel Zeit geben, wie er eben braucht. Doch: Langfristig kann niemand vor den Auswirkungen der Erkrankung davonlaufen. Es ist medizinisch äußerst sinnvoll, schnell mit der Rheumatherapie zu beginnen.

    Regeln für ein erfülltes Leben mit Rheuma

    Um trotz Rheumabeschwerden ein erfülltes Leben zu führen, sind befriedigende Aufgaben in Job und Freizeit ebenso wichtig wie gute soziale Kontakte und harmonische Beziehungen. Sie schaffen einen positiven Gegenpol zur Krankheit, spenden Kraft und Freude. Jeder Mensch sollte seine Lebensumstände kritisch danach durchleuchten, ob sie ihm gut tun - aber für einen Kranken ist das noch wichtiger.

    Überarbeitung und Übermüdung vermeiden. Auf Körpersignale achten und sich beizeiten ausruhen. Überanstrengung kann einen Krankheitsschub einleiten!
    Hilfe von Mitmenschen annehmen. Immer genau sagen, was man nicht allein kann. So lassen sich Überforderung durch Haushalt und Familie verhindern.
    Berufliche Zufriedenheit prüfen. Gespräche mit Kollegen und Vorgesetzten verstärken Verständnis für Handicaps. Ist die berufliche Situation unbefriedigend, sollte man etwas ändern oder notfalls kündigen.
    Neinsagen lernen. Sich zu nichts drängen lassen. Das gilt auch für Verabredungen, die man kurzfristig absagen muss, weil es einem schlecht geht.
    Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden. Unnötige Belastungen vermeiden; Hausputz beispielsweise reduzieren.
    Stress verhindern. Belastungen zurückschrauben, Entspannungsübungen machen, sich pflegen.
    Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten verbessern. Fragen bewusst zurechtlegen, Beschwerden präzise beschreiben und Anweisungen der Behandler befolgen.
    Mit Ängsten auseinandersetzen. Sich über die rheumatische Erkrankung informieren. Probleme mit Nahestehenden besprechen und Handicaps akzeptieren.
    Nicht unterkriegen lassen. Selbstmitleid bringt nichts. Jeden Tag bewusst etwas unternehmen, was Spaß macht. Kreativität und Frohsinn fördern.
    Kontakte knüpfen. Aktiv und selbstbewusst am Leben teilnehmen.
    Eine Rheuma-Erkrankung bringt zahlreiche Änderungen mit sich. Um Belastungen auszugleichen, sollten sich Patienten bewusst Gutes tun. Was steigert Wohlbefinden und Lebenslust? Um Vorsätze Wirklichkeit werden zu lassen, hilft es, sie aufzuschreiben und mit sich selbst einen Vertrag zu machen. Noch mehr Gewicht bekommt so eine Vereinbarung, wenn man sie mit einem anderen Menschen schließt.

    Hilfe zur Selbsthilfe in der Gruppe

    Im Alltag fällt es Rheumatikern nicht immer leicht, sich zu ermutigen. Selbsthilfegruppen sind hier eine große Stütze. Patienten können sich gegenseitig motivieren, um Rat fragen oder aus den Erlebnissen anderer lernen. Manche scheuen dennoch vor Selbsthilfegruppen zurück, fürchten etwa, dass das Thema "Rheuma" hochgeschaukelt wird. Dem stehen positive Erfahrungen gegenüber: Mitglieder von Selbsthilfegruppen kommen mit ihrem Krankheit deutlich besser zurecht als andere Rheumatiker. Eine geeignete Gruppe finden Patienten z.B. durch den Bundesverband der Deutschen Rheuma-Liga. Oft können auch die behandelnden Ärzte und Therapeuten weiterhelfen.

    Informationen helfen, Rheuma zu bewältigen

    Nach der Diagnose "Rheuma" beschäftigen Erkrankte und Angehörige viele Fragen und Ängste. Dagegen helfen seriöse Auskünfte über die Krankheit, ihre Folgen und Therapieoptionen. Wer beginnt, bei Therapeuten und anderen Patienten nachzufragen, hat den ersten Schritt zur Bewältigung "seiner" Rheuma-Erkrankung bereits getan.

    Für die meisten Betroffenen ist die Diagnose "Rheuma" erst einmal ein Schock. Sie wissen nicht, was sich hinter der Erkrankung verbirgt, und wie sie mit den Folgen umgehen sollen. Wie verändert das Rheuma mein Leben? Kann ich meinen Beruf weiter ausüben? Werde ich irgendwann im Rollstuhl sitzen? Wie werden mein Partner und meine Familie mit der Krankheit klarkommen? Plötzlich stellen sich viele Fragen. Ganz unterschiedliche Ängste plagen den Patienten und seine Angehörigen. Doch Furcht lähmt. Ein Zustand, der niemandem weiterhilft. Der erste Schritt zur Bewältigung der Krankheit ist, sich genau darüber zu informieren. Das nimmt das Gefühl, der rheumatischen Krankheit ausgeliefert zu sein. Patienten und Angehörige lernen, wie sie ihr begegnen können, welche Therapien es gibt, und wie das Leben trotz Schmerzen und Einschränkungen erfüllt bleibt.

    Zum Experten für sein Rheuma werden

    Um sich ein umfassendes und richtiges Bild seiner Rheumaerkrankung machen zu können, braucht ein Patient gute Informationen. Gerade zu Beginn der Krankheit fällt es vielen schwer, seriöse Angaben von Augenwischerei und sogar Scharlatanerie zu unterscheiden. Da werben Anzeigen für fernöstliche Wundermittel und andere alternative Verfahren gegen Rheumabeschwerden. Im günstigsten Fall sind solche Methoden unwirksam, im schlimmsten verursachen sie böse Nebenwirkungen. Vorsicht auch vor gut gemeinten Tipps von Laien. Der beste Weg ist, selbst zum Experten seiner rheumatischen Erkrankung zu werden. Doch wo bekommt ein Rheumatiker sachliche und korrekte Informationen? Eine Möglichkeit sind Gespräche mit den behandelnden Ärzten und Therapeuten. Sie sind ebenfalls gute Ansprechpartner, wenn es um Empfehlungen für Fachliteratur zur jeweiligen Rheumaerkrankung geht.

    Andere Betroffene können Erfahrungen weitergeben, z.B. wo sich im Internet brauchbare Auskünfte und Patientenforen finden. Gute Informationsbörsen sind Selbsthilfegruppen. Adressen finden sich etwa bei der Deutschen Rheuma-Liga, die selbst ein Zusammenschluss von Patienten ist mit mehr als 250.000 Mitgliedern und über 800 Gruppen bundesweit. Die Deutsche Rheuma-Liga hat eine Reihe von Broschüren und Merkblättern herausgebracht, die über verschiedene Aspekte von Rheuma wie "Gelenkschutz im Alltag" oder "Ihre Rechte im Sozialsystem" aufklären. Zudem bietet die Organisation Patientenschulungen an, die Wissen über Rheuma und gängige Therapiemöglichkeiten vermitteln sowie praktische Ratschläge für die Bewältigung der Krankheit im Alltag geben. In der Regel gibt ein Team aus einem Arzt, einem Psychologen, einem Krankengymnasten und einem Ergotherapeuten diese Kurse.

    Gesunde Ernährung hält Rheumatiker fit
    Es gibt keine „Rheumadiät“. Doch Patienten, die ihre Ernährung auf vollwertige Kost umstellen, unterstützen ihre Therapie. Wichtig ist, tierische Fette zu reduzieren und reichlich Obst und Gemüse zu essen. So erhält der Körper wertvolle Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe.

    Im Laufe der Jahre haben Mediziner und Medien eine Fülle von Diäten gegen Rheuma propagiert. Dabei weckten Molkefasten, Trennkost, Mayr-Kur und andere Esskuren zum Teil große Hoffnungen, die sie nicht erfüllen konnten. Durch Ernährung ist Rheuma nicht heilbar. Es gibt auch keine eigenständige „Rheumadiät“ - dazu sind die einzelnen rheumatischen Erkrankungen viel zu unterschiedlich. Doch durch einen bewusst gewählten Speiseplan, der auch Unverträglichkeiten von Nahrungsmittel oder Wechselwirkungen mit Medikamenten berücksichtigt, lassen sich die Folgen einer rheumatoiden Arthritis (chronischen Polyarthritis) oder einer Fibromyalgie positiv beeinflussen. Eine Basistherapie kann dadurch natürlich nicht ersetzt werden. Übergewichtige Patienten sollten sich an einen kompetenten Ernährungsberater wenden, um ihre Essgewohnheiten zu durchleuchten und ein individuelles Ernährungsprogramm aufstellen zu lassen und einzuüben.

    Tierische Nahrungsmittel: Arachidonsäure begünstigt Entzündungen

    Allen Rheumatikern raten Experten zu gesunder, vollwertiger Kost. Bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis (chronischer Polyarthritis) oder Psoriasis-Arthritis gilt es zusätzlich, auf Arachidonsäure und Fette zu achten. Arachidonsäure ist ein natürlicher Vorläufer der Prostaglandine, die der Körper bei Entzündungen freisetzt. Der Stoff ist vor allem in tierischen Nahrungsmitteln enthalten. Untersuchungen zeigen, dass eine Ernährung mit wenig Arachidonsäure dem Organismus diesen Baustoff entzieht und so das Ausmaß entzündlicher Reaktionen mindern kann. Zusätzlich senken ungesättigte Fette, Omega-3-Fettsäuren genannt, die Herstellung der Prostaglandine. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Patienten mit rheumatisch-entzündlichen Erkrankungen daher:

    Tierische Lebensmittel wie Schweineschmalz, Innereien, Eigelb oder fettreiche Fleisch- und Wurstsorten meiden. Eine fleischarme Ernährung kann dazu beitragen, Gelenkentzündungen zu verhindern. Daher nur zwei Portionen Fleisch oder Wurst pro Woche verzehren.
    Zweimal pro Woche Seefisch essen, der reich an Omega-3-Fettsäure ist. Beispiele: Makrele, Lachs und Hering. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend.
    Pflanzenöl verwenden, das viele Omega-3-Fettsäuren enthält, z.B. aus Raps, Soja, Walnuss oder Leinsamen. Raps und Sojaöl sind zudem gute Quellen für Vitamin E, das ebenfalls Entzündungen hemmt.
    Am Tag fünf Portionen Obst und Gemüse essen. Sie enthalten antioxidative Substanzen wie Vitamin C, Beta-Carotin und weitere sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem stärken.
    Fettarme Milch und Milchprodukte bevorzugen. Um ausreichend knochenstärkendes Calcium zu sich zu nehmen, täglich einen halben Liter Milch trinken, eine große Portion Quark, einen Becher fettarmen Joghurt und zwei Scheiben fettreduzierten Käse essen.
    Vitamine, Mineralstoffe oder Fischöle ausreichend durch die Ernährung aufnehmen. Nahrungsergänzungsmittel nur nach ärztlicher Verordnung nehmen.
    Übergewicht abbauen, um die Gelenke zu entlasten. Dazu regelmäßig bewegen, am besten gelenkschonend wie beim Radfahren oder Schwimmen. Frische Luft fördert zudem die Bildung von knochenstärkendem Vitamin D.
    Fasten mindert Entzündungen nur vorübergehend

    Einige Worte zum Fasten: Der Verzicht auf Nahrung kann eine Gelenkentzündung binnen weniger Tage deutlich bessern. Allerdings sollten nur übergewichtige Rheumatiker eine Nulldiät in Betracht ziehen. Bei normal- oder untergewichtigen Patienten ist das Risiko für einen Mangel zu groß. Fasten sollte unbedingt auf 3-4 Tage beschränkt sein und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Während dieser Zeit muss der Rheumatiker viel trinken - 2-3 Liter täglich. Besonders geeignet sind Flüssigkeiten wie Gemüsebrühe, Gemüsesäfte oder Mineralwasser. Der positive Effekt verfliegt, sobald der Betroffene wieder zu seiner gewohnten Kost zurückkehrt. Fasten eignet sich daher, um einen Strich unter bisherige Essgewohnheiten zu machen und seine Ernährung langfristig umzustellen.

    Eine erfüllte Sexualität trotz Rheuma
    Zuwendung und Zärtlichkeit erleichtern den Umgang mit einer rheumatischen Erkrankung. Voraussetzung für ein erfülltes Liebesleben ist allerdings Offenheit gegenüber den Partner: Welche Berührungen sind angenehm? Was bereitet Schmerzen? Ein verständnisvollen Partner stellt sich darauf ein.

    Eine erfüllte Sexualität steigert die Lebensqualität. Das trifft auch für Rheumatiker zu. Dennoch leben viele ihre Lustgefühle nicht aus. Zu groß ist die Angst wegen der Krankheit, damit verbundener Einschränkungen und körperlicher Veränderungen abgelehnt zu werden. So eine Haltung macht es Alleinstehenden schwer, einen neuen Partner zu finden. Aber auch viele Paare lassen zu, dass ihr Sexualleben mehr und mehr verebbt und ihre Beziehung leidet. Dabei müsste das nicht sein.

    Schmerzarme Tageszeiten für Sex wählen

    Für einen Menschen mit Rheuma ist es wichtig, dass er seine Krankheit akzeptiert und mit seinem Partner darüber redet. Offenheit ist oberstes Gebot, gerade wenn Schmerzen und Erschöpfung die Lust auf erotische Stunden dämpfen - sonst zieht der Partner schnell falsche Schlüsse und fühlt sich zurückgestoßen. Gerade weil Stärke der Schmerzen und Beweglichkeit stark schwanken, muss ein Rheumatiker lernen mitzuteilen, welche Zärtlichkeiten und Stellungen beim Liebesspiel er mag und welche ihm unangenehm oder unmöglich sind. Für viele Rheumakranke ist es beispielsweise ein Problem, beim Sex das Körpergewicht des Partner zu tragen. Andere Positionen hingegen können entzündete Gelenke entlasten. Ein Paar sollte seiner Fantasie keine Grenzen setzen. Auch die Tageszeit hat Einfluss auf die Schmerzempfindlichkeit. Ausprobieren lohnt sich daher - allerdings behutsam, ohne Zeit- und Leistungsdruck. Für den Fall, dass es dem Rheumakranken zu viel wird und Schmerzen auftreten, kann das Paar ein Signal vereinbaren. Der Partner weiß so frühzeitig Bescheid und kann sich liebevoll darauf einstellen.

    Offenheit schafft Vertrauen

    Chronisch Kranke haben oft Angst, ihren Partnern zu viel zuzumuten und sie zu vergraulen. Viele Erfahrungen belegen aber das Gegenteil: Offenes Sprechen über Gefühle schafft Nähe und fördert Vertrauen. Manche Beziehungen erreichen dadurch sogar eine nie gekannte Intensität und Qualität. Am schwersten ist meist der erste Schritt. Doch in verfahrenen Situationen kann ein Paar- oder Familientherapeut helfen.

    Erwerbsminderungsrente – Wer hat Anspruch?
    Ist die berufliche Leistungsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen langfristig eingeschränkt, kann eine Erwerbsminderungsrente (EU-Rente) beantragt werden.

    Um eine Erwerbsminderungsrente (EU-Rente) erhalten zu können, sind einige Voraussetzungen notwendig. Zunächst muss der Antragsteller vor der Erwerbsminderung eine Wartezeit (Mindestversicherungszeit bei einem gesetzlichen Rentenversicherungsträger) von fünf Jahren erbracht haben. Weiterhin müssen innerhalb der letzten fünf Jahre mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt worden sein. Die letzten fünf Jahre können sich entsprechend rechnerisch verlängern, wenn der Betroffene auf Grund von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder z.B. Kindererziehung nicht pflichtversichert sein konnte. Sonderregelungen bestehen z. B. im Fall eines Arbeitsunfalls, bei Berufserkrankungen, für von Geburt an Behinderte etc. Hier ist im Einzelfall immer Rücksprache mit dem zuständigen Rentenversicherer zu halten.

    Entsprechend der körperlichen Einschränkung kann entweder eine volle oder eine teilweise Erwerbsminderungsrente gewährt werden. Dieses entscheidet nach Begutachtung der Rentenversicherungsträger (z.B. BfA oder LVA).

    Nach Antragstellung bei dem Rentenversicherer kann dieser zunächst die Inanspruchnahme einer Rehabilitationsmaßnahme verlangen, um evtl. noch Besserung zu bewirken und eine Rentenzahlung abzuwenden. Es gilt der Schlüsselsatz „Reha vor Rente“. Wird mithilfe von Rehabilitationsmaßnahmen keine Besserung erzielt, tritt in der Regel die Rentenzahlung in Kraft.

    Eine Erwerbsminderungsrente wird grundsätzlich als Zeitrente für maximal drei Jahre gezahlt. Dann folgt eine erneute Gesundheitsprüfung und ggf. wird die Rente weiter bewilligt. Eine unbefristete Rente kann im Einzelfall gewährt werden, wenn davon auszugehen ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit dauerhaft fortbestehen wird.

    LG Gisi

    www.lupus-rheuma.de Forum

    http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/01/18/008a1103.asp?cat=/computer/internet
     
    #7 24. Mai 2006
    Zuletzt bearbeitet: 24. Mai 2006
  8. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Hey Dini,

    auch von mir erstmal ein herzliches

    WILLKOMMEN

    [​IMG]

    hier bei RO.


    Lass dich mal gemütlich nieder hier bei uns.
    Hast ja auch ein ganz schönes Päckchen zu tragen.
    Ich wollte dir nur kurz sagen, dass ich auch ein absoluter Pillenfeind war und meine Tabletten anfangs nicht nehmen wollte (in der Hauptsache auch wg. der Nebenwirkungen). Leider musste ich im Laufe der Jahre leidvoll feststellen, dass es ohne nicht geht. Nachdem ich daraufhin ein halbes Jahr brav meine Pillekes genommen hatte machte ich auf eigene Faust einen Aussetzversuch (natürlich ohne dem Rheumidoc Bescheid zu sagen:D ). Ich bekam prompt nach 14 Tagen die dicke Quittung und musste anschließend ca. 1/2 Jahr durch ein tiefes Tal. Auch zog dieser Megaschub diverse Gelenkzerstörungen in meinen Fingergelenken nach sich, die selbstredend irreperabel sind. Es sei denn, ich ließe sie versteifen, oder aber künstliche Fingergelenke einsetzen. Da möchte ich aber noch nicht dran, da ich mich zu jung fühle (44 Jahre:) ) und es mir darüber hinaus zur Zeit auch sehr gut geht.
    Ich habe wohl nach fast 20 Jahren Rheumaerfahrung meine Basistherapie gefunden (endlich).
    Genaueres, wenn es dich interessiert, findest du hier:
    http://rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=20362
    und hier:
    http://rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=19835&page=5
    (mein Beitrag ist die Nr. 74)

    Vorsicht: teilweise lang !!!;)

    Also - fühl dich wohl bei uns.
    Warnung: RO macht süchtig.

    LG vom Niederrhein
     
  9. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Hallo Dini,

    ich denke, dieser schubweise Verlauf ist völlig normal bei einer rheumatischen Erkrankung. Es gibt hier einen Thread von Wolf Erinnerungen, oder wie fing alles an.., der imho recht interessant ist. Da sollte man sich mal durchlesen, da sieht man viele ähnliche Stories wie Deine.

    Liebe Dini, laß den Kopf nicht hängen und Dich behandeln. Ich kann leider nur aus eigenen Erfahrungen berichten, daß jahrelanges Kopf-in-den-Sand stecken die Erkankung nur verschlimmert. Meine Diagnose lautet mittlerweile Psoriasisarthritis, nachdem es einige Zeit unter Bechterew lief, der jetzt aber doch ausgeschlossen wurde. Ich habe ähnliche Probleme wie Du, irgendwas macht immer rum (entweder Gelenke oder WS oder beides :( ) und ich bekomme durch meinen langen unbehandelten Verlauf (>10 Jahre) heute viele Entzündungen nicht mehr weg, bzw. habe trotz Basis, Schmerzmittel und Cortison immer noch Entzündungen der WS und Gelenke.

    Lieben Gruß und nochmal herzlich Willkommen
    Katharina
     
    #9 24. Mai 2006
    Zuletzt bearbeitet: 24. Mai 2006
  10. Conny37

    Conny37 Guest

    Das kommt mir alles sehr bekannt vor

    Hallo Dini,
    gerade der Anfang des Beitrages kommt mir doch sehr bekommt vor. Bei mir wars allerdings das linke Hangelenk.
    Bin 39 Jahre alt, habe eine Tochter 14 Jahre und eine seropositive rheumatoide Athritis.
    Bei mir hat man beim MRT eine Entzündung im linken Handgelenk gefunden und mir trotzdem eine Gipsschiene verpasst. Für Rheuma sei ich noch zu jung, sagte mein damaliger Hausarzt. Erst als mir 'nen neuen, eine frau diesmal, gesucht habe, wurde wirklich nach der Ursache gesucht.

    Als ich dann vom Rheumatologen die Diagnose RA bekam, habe ich auf der ca. 1 Stunde dauernden Rückfahrt nur geheult. Der Schaffner im Zug traute sich nicht, mich nach meiner Fahrkarte zu fragen.:D

    Apzeptieren konnte ich es so etwa eine halbes Jahr nicht. Hatte mir einen neuen Rheumatologen gesucht. Der Erste war Orthopäde, ich hab dann hier gelesen, dass die Kombination Internist/Rheumatologe besser ist. Dieser hat mir am Endes meines ersten Besuches bei ihm, knallhart gesagt: "Je eher Sie sich damit abfinden, unheilbar krank zu sein, desto besser, aber sie sterben nicht dran". Rums, das hatte gesessen. Mittlerweile weiß ich schon, dass das die letztere Aussage so nicht ganz stimmt. Das ist jetzt ein halbes Jahr her, mittlerweile habe ich mich zu 75 % damit abgefunden, dass es so ist wie es und ich es nicht ändern kann. Sehr geholfen hat mir dabei dieses Forum und der Chat.

    Bis August ist es noch lange hin.

    Dass das bei anderen Rheumadocs genauso lange dauert, dass wissen die wenigsten Hausärzte. Manchmal hilft jedoch, da spreche ich aus Erfahrung, einAnruf von Arzt zu Arzt.
    Wenn du es gar nicht mehr aushalten kannst und es deine familäre Situation Situation zu lässt, lass dich in eine Rheumaklinik einweisen. Krankenhaus ist immer blöd, aber meine persönliche Erfahrung ist, dass die effektivste Methode ist, um an einen schnell an einen Rheumadoc ranzukommen.

    Liebe Grüße
     
  11. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Guten Morgen Dini,

    25 mg Cortison ist nicht sooo sehr viel. Ich begann meine Stoßtherapie mit 150 mg und habe hier auch schon von sehr viel höheren Dosen gelesen.

    Hab keine solche Angst vor Cortison - es hilft oft um ein vielfaches besser, als jedes Schmerzmittel ... Wichtig ist natürlich ein paar Regeln zu beachten und das ist vor allem: bloß nicht von heute auf morgen gänzlich absetzen, wenn man eine höhere Dosis als die Erhaltungsdosis (zwischen etwa 4-7 mg) genommen hat.

    Hier findest du Infos rund um Cortison: http://www.rheuma-online.de/medikamente/cortison.html
    * Was ist Cortison?
    * Warum benötigt man überhaupt andere Entzündungshemmer außer Cortison?
    * Mögliche Nebenwirkungen von Cortison
    * Wie können unerwünschte Nebenwirkungen von Cortison vermieden werden?
    * 10 Gebote zu Cortison
    * Cortison Einnahmeempfehlungen

    Berichte weiter hier - was hat der Doc zum Blutbild gemeint?
    Und führe am besten Tagebuch. Trage Medis, Schmerz- und allgemeine Befindlichkeit, Morgentemperatur und Besonderheiten ein. Und mache Fotos von geschwollenen Gelenken, um eine Vergleichsmöglichkeit zu haben. Guck mal hier - das sind meine :D zarten :cool: Füßlein: http://rheuma-online.de/community/bilder/album123/FueVergleich - und meine Würstel ... äh, Finger: http://rheuma-online.de/community/bilder/album127/Haenderosa

    Schööönen Tag!
    Rosarot
     
  12. susan-ne

    susan-ne Neues Mitglied

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    willkommen bei uns

    hallo und willkommen dini,

    vieles wurde ja schon beantworte, aber alle fragen können wir nicht beantworten, da der verklauf bei jedem von uns anders ist. tipps muß jeder selbst abwägen und dann für sich ausprobieren, bei einem hilft es beim anderen nicht.

    ich selbst habe eine frage an dich: hat dich je einer der ärzte gefragt ob du oder ein blutsverwandter sie schuppenfelchte hast / hat?

    liebe grüße und viel spaß beim schmökern, suchen und finden.

    susan-ne
     
  13. Dini

    Dini Neues Mitglied

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    Wow !!! Ihr seid ja spitze !!!
    Da ist man mal "Kurz" beim Arzt und so viele Antworten.
    Vielen Dank an alle. [​IMG]


    Ach herjeh, Du scheinst ja auch in bester Verfassung zu sein.
    Das tut mir auch sehr leid. [​IMG]


    Vielen dank, für Deine Antwort. Und ich drücke Dir genauso wie allen anderen hier die Daumen, dass endlich was gescheites für Dich gefunden wird.


    @ gisipb
    ein Mega- [​IMG] -schön für die ausführlichen und übersichtlichen Infos. [​IMG]





    Na, das ist ja was erfreuliches. Dir auch vielen dank für die Anteilnahme :)


    Ja, das habe ich vor. Mich wohlzufühlen. Es gelingt mir auch schon.
    Süchtig ??? :D

    ICH MERKE ES !!!! Ich wollte mich hinlegen. Kerlle ! [​IMG]


    Das werde ich mir auf jeden Fall mal durchlesen.
    Kann im Moment leider nicht mehr sitzen, weil mir das Ilio-Sakral-Gelenk schon wieder so doll weh tut. Aber sobald es besser geht, werde ich wieder viel lesen.

    Ja, Du hast schon recht. Es fällt mir halt immer so schwer den Ärzten auf den Wecker zu fallen, da ich halt auch selbst bis jetzt immer gedacht habe, "ach das wird schon wieder weggehen, so Ferz, :D da muss man durch". Allerdings merke ich ja nun selbst, dass es immer schlimmer und vor allem die Abstände immer kürzer werden.
    Ich war vorhin beim Arzt. Er hat mir nun noch Celebrex 200 mg verschrieben. Es kam dadurch, weil er wußte, dass ich VIOXX gut vertragen hatte. Das wäre auf einer ähnlichen Basis meinte er. :cool:
    Und ausserdem würde es nicht mehr lange dauern, und VIOXX würde wieder auf den Markt kommen. [​IMG] Ich bin gespannt.;)
    Er stellt nun bei dem Arzt, bei dem ich am 08.08. einen Termin habe, eine Faxanfrage, ob ich nicht eher kommen kann. Auch da bin ich sehr gespannt, was bei raus kommt.


    hattest Du denn eine :D
    So kann man es auch machen. Guter Tip. ;)
    Nein, Spaß beiseite. Ich habe mir vorgestern und gestern morgen auch die Seele aus dem Leib geheult. (ich war ja alleine ;) ) Es ist echt zum kot...
    [​IMG]

    Ja, das glaube ich gerne. Es ist echt toll hier. Ich freue mich sehr darüber, endlich mit jemanden darüber reden zu können. Es hilft bei der Aufklärung und bei den Erfahrungen jedes einzelnen sehr. Schön, dass es dies gibt. Schön, dass es Euch gibt. [​IMG]

    Ach herjeh, daran mag ich ehrlich gesagt gar nicht denken. Denn ich bin doch immer so ungeduldig (was mich betrifft).. und dann da so rumliegen
    ach.... und ausserdem kann ich nicht ohne meine beiden. Ich denke, das würde wirklich erst dann passieren, wenn ich längere Zeit überhaupt nicht laufen bzw. mich nicht bewegen könnte. Dennoch danke für den Tip.

    Ja, die Angst ist jetzt auch ein wenig besser. Allerdings möchte ich es natürlich nicht so lange nehmen müssen.

    Ach herjeh ! [​IMG] Das habe ich ja bis jetzt was ein Glück nicht. Du Arme ! Meine Finger sehen allerdings schon sehr komisch aus. Haben ja auch beide Ärzte damals gemeint. Typisch für eine Rheumaerkrankung. Werde sie demnächst mal hier rein setzen. Ziemlich hypermobil, allerdings in den Fingern keine Schmerzen. (bis jetzt !)
    Ja, ein Tagebuch werde ich jetzt anfangen zu führen. Vor allem schon, dass ich nicht mit den Kortisontabletten durcheinander komme.:D

    Gerade heute hat er mich das erste mal gefragt. Ich habe gesagt: Nicht, dass ich es wüßte. Er hat es in seinem PC eingetragen, aber mehr dazu nicht gesagt. Allerdings war ich ja wieder ein eingeschobener Patient. :cool:

    Nun werde ich mich jetzt wirklich mal hinlegen.
    Und morgen fahren wir bis Samstag zu unseren Freunden zum Grillen.
    Ach, da freue ich mich schon sehr drauf. Da wird wieder viel dummes Zeug gebabbelt und gelacht.

    LACHEN IST JA GESUND..... kerle, da dürfte ich ja mal gar kein Rheuma haben. [​IMG]

    Euch allen gute Besserung und ein schönes langes Wochenende.

    Lieben Gruß
    Dini
     
    #13 24. Mai 2006
    Zuletzt bearbeitet: 24. Mai 2006