1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Die Hausärzte unsrer Republik

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sensa, 29. Januar 2008.

  1. Sensa

    Sensa Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2006
    Beiträge:
    268
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    nahe Nürnberg
    ...gehen auf die Barrikaden. Morgen wollen sich die HAs aus Bayern in Nürnberg versammeln um dort ihre Zulassungen zurückzugeben. Falls dies 70% der HAs tatsächlich tun, droht uns Kassenpatienten, daß wir bald vor verschlossener Tür stehen oder aber wir aus eigener Tasche den Arzt bezahlen.
    Ich kapier die ganze Sache nicht richtig. Ich weiß nur, daß die HAs immer schlechter und oft nur noch pauschal vergütet werden und dagegen schon seit mehreren Jahren protestieren, jedoch ohne Erfolg.
    Mein HA erklärte mir dazu unter anderem, wir die Patienten müßten uns an die Regierung wenden, sollten wir unsere HAs behalten wollen. In einem Leserbrief meiner Tageszeitung ruft ein Arzt die Patienten auf, endlich aufzuwachen und daß es den Hausärzten schlecht ginge und daß die AOK nicht die Wahrheit über die Mißstände sage.

    Mir ist das ganze recht undurchsichtig. Warum werden/wurden die Patienten bisher nicht mit einbezogen ? Warum z.B. keine Infos an uns Patienten und eventuelle Unterschriftenlisten in den Praxen???

    Kann mich irgendeiner hier im Forum genauer aufklären über das, was speziell die HAs betrifft, läuft.

    Ciao
    Margret
     
  2. Neli

    Neli Optimistin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    11.725
    Zustimmungen:
    19
    Ort:
    Rheinland
    Liebe Sensa,
    das hab ich eben auch in der Zeitung gelesen.

    Die Patienten sind noch nie einbezogen worden,
    aber viele reden auch alles nach und sind immer noch der
    Auffassung, dass die Ärzte zuviel verdienen.

    Um so einen Schritt zu vollziehen, das erfordert schon
    Mut. Hoffentlich stehen die bayrischen Hausärzte nachher
    nicht mit noch leereren Händen da.

    Vielleicht bringt es das Gesundheitsministerium mit ihren
    immer größeren Sparmaßnahmen auf Kosten der Ärzte und
    Patienten doch mal endlich zum Überlegen.

    Man braucht sich wirklich nicht mehr zu wundern,
    dass so viele Ärzte, die hier in Deutschland studiert haben,
    auswandern, weil sie hier keine Zukunft für sich sehen.

    In diesem Sinne

    Neli
     
  3. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.809
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Sachsen - Anhalt
    hallo sensa
    mein hausarzt ist auch so ein "armer tropf". so oft, wie der mir leidtut ..... . eine zweite niedergelassene ärztin in unserem ort (kleinstadt) ist ersatzlos :( in rente gegangen.
    mein doc wirtschaftet sich mittlerweile kaputt. den ganzen ort allein abdecken, aus ca. 6 nachbarorten kommen noch patienten dazu, weil er ein top doc ist.....dann der bereitschaftsdienst.... der "ländliche" bereich wurde derart erweitert :eek: ..... das er kilometerweise von patient zu patient fährt.....wohlmöglich zu patienten, die auch hätten den tag zuvor in die sprechstunde kommen können, aber das ist noch ein anderes unerschöpfliches thema.
    ...und gar nicht zu reden vom zu bewältigen papierkrieg .....
    einfach unfair, wie die gesundheitsreform auf dem rücken einzelner ausgetragen wird. ich darf mir gar nicht vorstellen was passieren würde, wenn auch er sagt .... 'ich wandere aus'.
    ich denke mal, das er mich dann mitnehmen muss ;) .
     
  4. poldi

    poldi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juli 2004
    Beiträge:
    4.647
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    Und da wundert ihr euch, dass die Hausärzte nach jedem Privatpatient greifen, den sie bekommen können. Da gibt es keine Pauschalen. Sie dürfen jeden Besuch und jedes Pflaster abrechnen und bekommen ihr Geld 14 Tage nach Erhalt der Rechnung. Wie sich das auch bei Kassenpatienten gehören sollte.
     
  5. Sensa

    Sensa Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2006
    Beiträge:
    268
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    nahe Nürnberg
    Hi,
    ... gut!! Es scheinen sich ja doch ein paar Leute mit dem Thema zu befassen.
    Mich beunruhigt das tatsächlich, denn, sollten wirklich 70% der bayerischen Hausärzte ihre Zulassung abgeben und nur noch Privatpatienten nehmen, dann kann ich meinen wirklich guten HA vergessen.
    Meine KK - da hab`ich vorhin einfach mal nachgefragt - erklärte mir, daß, wenn also der Fall eintreten sollte, wir Versicherten bei der KK einen Antrag stellen können auf Ersatzleistungen und dann 30% zurückbekommen, den Rest von 70% müssen wir dann selbst löhnen. Aber: wer kann das schon ???:mad:

    Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber nachdenken, was wir Würstchen da überhaupt machen können, tu` ich dennoch.
    Noch gehe ich davon aus, daß keine 70% der bayr. HAs ihre Zulassung abgeben werden, da wäre ja ihre Existenz endgültig am Hund.

    Was mich stört an der ganzen Misere, ist, daß wir Patienten eigentlich nichts dafür tun können für unsere HAs, es aber doch erwartet wird von ihnen :confused: :confused:. Und das obwohl wir nicht eingebunden wurden. Letztendlich haben ja schließlich wir das Nachsehen !!!!

    Hat vielleicht jemand eine Idee ?

    Gruß
    Margret