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Diclofenac und Ibuprofen unter Herzinfarkt-Verdacht

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von KU, 10. Juni 2005.

  1. KU

    KU Guest

    Arznei-Klassiker unter Herzinfarkt-Verdacht

    Nach dem Skandal um die Rheuma-Arznei Vioxx geraten nun auch ältere Schmerzmittel, die als Alternativen verschrieben werden, unter Verdacht. Neuen Studien zufolge könnten weit verbreitete Wirkstoffe wie Ibuprofen und Diclofenac ebenfalls das Herzinfarkt-Risiko steigern.

    Quelle Spiegel-Online
     
  2. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Tja,

    es wird kommen wie es kommen muß. Wir und unsere Ärzte werden irgendwann durch Warnungen der FDA und anderen Organisationen so verunsichert sein, daß wir trotz wirksamer (aber gefährlicher) Medis wieder beim Aspirin landen werden. Wie gut das ich keine Packungsbeilagen mehr lese.

    Lieben Gruß von einer sehr nachdenklichen
    KayC :(
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    dankeschön für den hinweis, KU!
    überrascht bin ich allerdings nicht.
    es tut mir nur um die menschen leid, die aus verschiedenen gründen
    auf nsar zurückgreifen oder -müssen. meine eltern schlucken beide
    die angesprochenen medis nach eigenem gutdünken..also zu oft.
    ich bin sicher, wir wissen längst nicht alles über nebenwirkungen
    unserer medis.

    lieben gruss marie
     
  4. Handy

    Handy Neues Mitglied

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    Danke für den Hinweis! Ich nehme auch häufig, manchmal über längere Zeit regelmäßig Ibuprofen.... Sollte ich also doch lieber mal sein lassen. Aber was dann?? Immer Aspirin ist auf Dauer auch nicht das Gelbe vom Ei (blutverändernd, Magen angreifend). Nützt auch nicht so gut.

    Genauso nachdenklich,
    Handy
     
  5. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Hi,

    es wird nicht mehr lange dauern, dann sind auch die beiden Medis vom Markt genommen. Ehrlich: die stellen sich vielleicht an. Wenn es danach gehe, dürfte man garkein Medikament nehmen, weil alle ein Risiko haben. Naja, fast alle;)

    Wir dürfen uns bloß nicht "verrückt" machen lassen von denen, was geschrieben wird.
    Bei Bextra ging ja eigentlich auch alles ziemlich schnell.

    Ich wünsch euch ein Schmerzfreies Wochenende;)
     
  6. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo,

    ich möchte mal auf diesen Beitrag verweisen:

    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=17244
    Zitat:
    Dabei stellte sich heraus, dass eine Reihe - wenn auch nicht alle - NSAR das kardiale Risiko erhöhen können: Indomethacin um 71 Prozent, Sulindac um 41 Prozent, Meloxicam um 37 Prozent, und Ibuprofen um 11 Prozent.
    Unter den COX-2-Hemmern beobachtete Prof. Singh bei Rofecoxib mit 32 Prozent die größte Risikoerhöhung, gefolgt von Celecoxib (9 Prozent). Kein erhöhtes kardiales Risiko sei bei Valdecoxib festzustellen gewesen. Das Problem, so der US-Forscher, sei eindeutig Dosis-abhängig.
     
    #6 12. Juni 2005
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juni 2005
  7. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Altes muss gehen, Neues bestehen ...

    Es ist doch soooooooooo einfach:

    immer, wenn die Forschung was Neues gefunden hat, muss Altes, Bewährtes schlecht gemacht werden, damit das Neue auf dem Markt seinen Platz findet.

    Ich kann diese Wiederholungsstory seit 30 Jahren verfolgen - von Asthmamitteln über die Pille bis hin zu den modernsten Schmerzmitteln. Nicht nur wir sind schnelllebig, auch die Industrie.

    Wir alle werden früher oder später Opfer der Wegwerfmathematik und ist es heute Diclo, das super hilft, keiner so Probleme mit hat - dann ist es morgen alt, bringt keine Kohle mehr rein und was Neues kommt.

    Ich nehme Diclo seit 11 Jahren - ich habs nicht mal am Magen und meine Pumpe ist mega. Mein Vater, meine Mutter, meine beiden Tanten hatten alle Herzinfarkte und davor noch nie irgendeins der Medis eingenommen, die so dafür verantwortlich sein sollen - also Leute !!!!!!!!!!!

    Vielleicht ist ja ein echtes Kölsch auch bald magenschädlich, weil man vielleicht ein neues Bier braut ????????? :eek: In diesem Sinne - laßt euch nicht den Sonntag verderben.

    Ach ja, makabere Anmerkung von einer derzeit "manischen" Pumpkin:

    sterben müssen wir doch eh mal - oder ?????????????

    Pumpkin
     
  8. Jackie

    Jackie Guest

    hallo

    ich finde auch, dass es wohl nicht ausbleiben wird, dass ibu und diclo nur noch eingeschränkt zugänglich sein werden, oder vielleicht ganz vom markt gezogen werden. leider. ich weiss bald nicht mehr welches medi mir bleibt...alle medis die mir geholfen haben sind bald nicht mehr zu haben...mal gespannt wann mtx und co dran sind.. jeder weiss doch das er keine smarties einnimmt.. und jedes medi hat nebenwirkungen...
    jackie
     
  9. Iti

    Iti Mitglied

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    Hallo

    Man darf sich nicht verrückt machen lassen. Jede Substanz mir einer Wirkung hat hat Nebenwikungen bzw. Begleiterscheinungen.
    Wenn man außerdem mal bedenkt, das ein Mensch mit Schmerzen sich weniger bewegt und das womöglich über lange Zeit entsteht auch dadurch ein höheres Risiko Herz oder Gefäßprobleme zu bekommen. Wo ist dann das größere Risiko? Was ist mit der Lebensqualität? u.s.w
    Gruß iti
     
  10. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Infarktrisiko

    Also man hat in einer Studie in England bei 9218 Herzinfarktpatienten folgendes festgestellt:

    -24 % der Infarktpatienten hatten mindestens 3 Monate lang Ibuprofen eingenommen

    -50 % davon Diclofenak

    -und 32 % Refecoxib (Vioxx)

    Es geht also um die Problematik der Nichtsteroidalen Entzündungshemmer und deren Herz-Kreislauftauglichkeit.

    Es wird darauf hingewiesen diese Medikamente nicht abzusetzen, da man ohne weitere Studien keine endgültigen Schlüsse ziehen kann.
    In dem Bericht stand nichts über den Ausgang des Infarktes bei den Patienten der Studienuntersuchung.

    Zu den möglichen Ursachen eines Herzinfarktes zählen bisher und werden so angegeben:
    - vor allem erhöhte Blutfette, Diabetes mellitus, Rauchen, Trinken oder Stress.
    Und bei einem Herzinfarkt geht ein Verschluß eines oder mehrerer Herzkrankzgefäße voraus.

    Prinzipiell geht es in der Disskussion zu den Cox-2-Hemmern um die Frage der gefäßverengenden Einflüsse und ob das Zusammenkleben roter Blutkörperchen gefördert werden kann ??? Eine solche Verklebung kann wen sie sich löst (durch stärkere Pumpfunktion des Herzens z.B.) als Propfen besagten Verschluß verursachen.......Prinzipiell besteht ein Gleichgewicht zwischen Thromboxane und Prostazyklin - gefäßverengend oder gefäßerweiternd.

    Und jetzt ist wichtig:
    THEORETISCH KÖNNTEN Cox-2-Hemmer dieses Gleichgewicht in Richtung Thromboxane verschieben, wie gesagt THEORETISCH.
    Praktisch geht das mit fettem Essen, viel Alkohol und Stress mit wenig Bewegung sicherer (Sorry für den Sarkasmus).

    Si das wollt ich schnell noch loswerden. trotz der beschriebenen "wenige Bewegung = höheres Infarktrisiko beweg ich mich nur noch paar meters bis ins Bett.
    Einen angenehmen Wochenanfang "merre"
     
  11. Biglia

    Biglia Nachtkatze

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    Hm, also wenn Ibuprofen vom Markt geht, dann hab ich ein Problem. Ich nehme Dolormin Migräne ein, wenn ich Kopfschmerzen bekomme, was anderes wirkt nicht mehr wirklich. Aspirin, Thomapyrin -> vergesst es :(

    Wenn das weg ist: was mach ich dann? Schlafzimmer abdunkeln, Brecheimer holen und im Bett leiden?
     
  12. Biglia

    Biglia Nachtkatze

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    Moin Petra,

    ich hab letztens einen Test diesbezüglich gemacht: 30 gtt Novalgin helfen auch. Es muss also nicht mehr unbedingt die Dolormin Migräne sein. Einerseits eine Erleichterung für mich, andererseits dumm wenn Novalgin auch irgendwann weg sein sollte (ist ja auch schon länger auf dem Markt ;)).

    Was ich vielleicht noch sagen sollte: Ich hab höchstens 1-2x max. im Monat Kopfschmerzen, wenn überhaupt, von Dauereinnahme somit überhaupt nicht zu sprechen :) (wenigstens etwas was mir erspart bleibt :p )

    Ich habe früher ca. 1,5-2 Jahre Ibuprofen 2400 mg täglich eingenommen als Dauermedikament. Durch meine Steigerung der Schmerzen bin ich aber schon lange davon weg und nehme eben nur noch bei beginnenden Kopfschmerzen eine davon (oder als Ersatz eben jetzt die Novalgintropfen).

    Bis dann
    Biglia