Hallo zusammen,
ich bin (fast) 36, und habe nach ca. ein halbes Jahr der Geburt meiner Tochter (vor einem Jahr, drittes Kind) Anlauf- und Bewegungsschmerzen an den Füßen bekommen. Ab zu Doc - Diagnose: Spreizfuß, Überweisung zum Orthopäden, Einlagen für die Schuhe bekommen "Laufen Sie damit drei Wochen, dann sehen wir weiter". Mit einem Baby im Haus mit Treppen Ruhestellung natürlich nicht möglich, Testversuch vom Tisch gefegt, Schmerzen mal besser, mal schlechter, habe mich damit abgefunden, bei Spreizfuß kann man halt nicht viel machen. Seit Feb dieses Jahres wandernde Gelenkentzündungen in den Fingergrund- und -mittelgelenken, ein Finger stark geschwollen. Schmerzen mäßig nur bei Druck und Bewegung, trotzdem zum Arzt.
Bis die Testergebnisse da waren, haben sich meine Schultern entzündet, konnte meinen rechten Arm kaum heben.
Durch einen Bluttest wurde beim HA RA diagnositiziert, die Fußschmerzen waren wohl auch darauf zurückzuführen und nicht auf den Spreizfuß. Habe Corti 20 mg direkt mit Ausschleichplan, Diclo 175 mg tgl., Panto 20 mg und eine Überweisung zum Rheumatologen zwecks Basistherapie bekommen. Termin beim Facharzt direkt zwei Wochen später erhalten, habe mich schon gefragt, warum es so schnell ging.
Zum Zeitpunkt des Termins beim FA ging es mir natürlich wieder gut. Bis auf das Flaschenschließen und den Anlaufschmerz, der durch meine wiederaufgenommene Berufstätigkeit und ständige Sitzen so gut wie weg war, habe ich mich aber auch ohne Medis im Alltag nicht eingeschränkt gefühlt. So habe ich den Fragebogen entsprechend auch ausgefüllt. Der Doc hat mich kurz und kapp ein paar Dinge gefragt, sich meine Hände und Füße angeschaut, auch röntgen lassen, hat mich gefragt, ob ich Morgensteifigkeithätte, was ich verneint habe, hat es trotzdem mit einer halben Stunde so notiert.
Dann klare Ansage zur Therapie: Diclo bedarfsweise, Cort 7,5 mg tgl. und MTX 15 mg wchtl. MTX wurde von ihm auch direkt als Chemotherapie deklariert, auf die Frage zu Alternativen lautete die Antwort "Keine" (stimmt ja nicht). Hat mich noch nach meinen Leberwerten gefragt, habe ich gesagt, mein HA meinte, wären ok, hat ihm so wohl gereicht, keine Überprüfung, keine Anforderung der Laborwerte von meinem Hausarzt. Keine Frage nach Nierenwerten.
Habe den nächsten Termin für in zwei Wochen bekommen, Ende der Erstanamnese.
Für mich ist die ganze Geschichte absolutes Neuland, lese mich durch das WWW durch, versuche mich zu orientieren, so gut es mir gelingt.
Ich hoffe, hier etwas Unterstützung und Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten zu finden.
Beim Doc fühle ich mich iwie nicht gut aufgehoben. Sollte er nicht erst meinen Gesundheitszustand analysieren, bevor er mit einer solchen Chemiekeule startet? Ich habe nicht das Gefühl, wirklich so krank zu sein, dass es nicht vlt mit einer milderen Therapieform versucht werden sollte um zu schauen, wie sich das entwickelt (so lange habe ich es ja nicht). Bin mom bei 5 mg Corti und bedarfsweise Diclo (ca. alle drei Tage 75 mg). Im Moment wirkt das Cortison natürlich noch, aber ich möchte wissen, was nach Absetzen passiert. Und wenn es doch erforderlich ist, müssen es gleich 15 mg sein? Wiege ca. 53 kg, kann man da nicht "sanfter" beginnen?
Er hat mir eine "schlechte Prognose aufgrund eines hohen RF" mitgeteilt, den RF finde ich auf dem Laborblatt aber nicht, nur CCP (85). Kann diese Aussage so erst mal nicht nachvollziehen.
Bin im Moment etwas verunsichert, ob ich mir nicht lieber eine Zweitmeinung einholen soll.
Wozu würdet ihr mir aus euerer Erfahrung heraus raten?
Danke fürs "Aussprechen Können".
lg
iki
ich bin (fast) 36, und habe nach ca. ein halbes Jahr der Geburt meiner Tochter (vor einem Jahr, drittes Kind) Anlauf- und Bewegungsschmerzen an den Füßen bekommen. Ab zu Doc - Diagnose: Spreizfuß, Überweisung zum Orthopäden, Einlagen für die Schuhe bekommen "Laufen Sie damit drei Wochen, dann sehen wir weiter". Mit einem Baby im Haus mit Treppen Ruhestellung natürlich nicht möglich, Testversuch vom Tisch gefegt, Schmerzen mal besser, mal schlechter, habe mich damit abgefunden, bei Spreizfuß kann man halt nicht viel machen. Seit Feb dieses Jahres wandernde Gelenkentzündungen in den Fingergrund- und -mittelgelenken, ein Finger stark geschwollen. Schmerzen mäßig nur bei Druck und Bewegung, trotzdem zum Arzt.
Bis die Testergebnisse da waren, haben sich meine Schultern entzündet, konnte meinen rechten Arm kaum heben.
Durch einen Bluttest wurde beim HA RA diagnositiziert, die Fußschmerzen waren wohl auch darauf zurückzuführen und nicht auf den Spreizfuß. Habe Corti 20 mg direkt mit Ausschleichplan, Diclo 175 mg tgl., Panto 20 mg und eine Überweisung zum Rheumatologen zwecks Basistherapie bekommen. Termin beim Facharzt direkt zwei Wochen später erhalten, habe mich schon gefragt, warum es so schnell ging.
Zum Zeitpunkt des Termins beim FA ging es mir natürlich wieder gut. Bis auf das Flaschenschließen und den Anlaufschmerz, der durch meine wiederaufgenommene Berufstätigkeit und ständige Sitzen so gut wie weg war, habe ich mich aber auch ohne Medis im Alltag nicht eingeschränkt gefühlt. So habe ich den Fragebogen entsprechend auch ausgefüllt. Der Doc hat mich kurz und kapp ein paar Dinge gefragt, sich meine Hände und Füße angeschaut, auch röntgen lassen, hat mich gefragt, ob ich Morgensteifigkeithätte, was ich verneint habe, hat es trotzdem mit einer halben Stunde so notiert.
Dann klare Ansage zur Therapie: Diclo bedarfsweise, Cort 7,5 mg tgl. und MTX 15 mg wchtl. MTX wurde von ihm auch direkt als Chemotherapie deklariert, auf die Frage zu Alternativen lautete die Antwort "Keine" (stimmt ja nicht). Hat mich noch nach meinen Leberwerten gefragt, habe ich gesagt, mein HA meinte, wären ok, hat ihm so wohl gereicht, keine Überprüfung, keine Anforderung der Laborwerte von meinem Hausarzt. Keine Frage nach Nierenwerten.
Habe den nächsten Termin für in zwei Wochen bekommen, Ende der Erstanamnese.
Für mich ist die ganze Geschichte absolutes Neuland, lese mich durch das WWW durch, versuche mich zu orientieren, so gut es mir gelingt.
Ich hoffe, hier etwas Unterstützung und Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten zu finden.
Beim Doc fühle ich mich iwie nicht gut aufgehoben. Sollte er nicht erst meinen Gesundheitszustand analysieren, bevor er mit einer solchen Chemiekeule startet? Ich habe nicht das Gefühl, wirklich so krank zu sein, dass es nicht vlt mit einer milderen Therapieform versucht werden sollte um zu schauen, wie sich das entwickelt (so lange habe ich es ja nicht). Bin mom bei 5 mg Corti und bedarfsweise Diclo (ca. alle drei Tage 75 mg). Im Moment wirkt das Cortison natürlich noch, aber ich möchte wissen, was nach Absetzen passiert. Und wenn es doch erforderlich ist, müssen es gleich 15 mg sein? Wiege ca. 53 kg, kann man da nicht "sanfter" beginnen?
Er hat mir eine "schlechte Prognose aufgrund eines hohen RF" mitgeteilt, den RF finde ich auf dem Laborblatt aber nicht, nur CCP (85). Kann diese Aussage so erst mal nicht nachvollziehen.
Bin im Moment etwas verunsichert, ob ich mir nicht lieber eine Zweitmeinung einholen soll.
Wozu würdet ihr mir aus euerer Erfahrung heraus raten?
Danke fürs "Aussprechen Können".
lg
iki
