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Diagnose RA... oder doch noch mehr?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von hs72, 2. März 2013.

  1. hs72

    hs72 Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo!

    Nachdem ich schon einige Zeit hier mitgelesen habe, habe ich nunmehr den Schritt gewagt und mich hier angemeldet.

    Bei mir, männlich, 33 Jahre alt, wurde Mitte Januar die Diagnose RA gestellt. Ich hatte seit September/Oktober immer wieder mal - was ich damals noch als seltsames Gefühl bzw. als Überanstrengung der Hände abgetan habe - eine gewisse Steifheit in den Fingern der rechten Hand. Die Beschwerden wurden immer mehr, bis ich Ende Dezember dann wirklich morgens steife Hände hatte. Es dauerte damals immer mehrere Stunden bis es dann wieder halbwegs normal wurde. Schmerzen in den Füßen kamen dazu und bald darauf auch in den Knien.

    Bei meinem Internisten wurde dann nach Laboruntersuchungen die Diagnose RA gestellt. Im Laborbefund stand u.a.:

    "CCP=69 ++; RF=<11; RFIGM1=15 ++
    Befundkonstellation wie bei Rheumatoider Arthritis. Insbesondere die Höhe der CCp-Antikörper korreliert mit der Schwere des Krankheitsverlaufes (Progression, erosiver Verlauf usw.) und hat somit auch prognostische Bedeutung.
    ANA=1:80; Nucleoläre Fluoreszenz
    Niedrigtitrige Autoantikörper (<1:160) haben keine besondere Aussagekraft zur Beurteilung einer möglichen Autoimmunerkrankung. [...]"

    Da ich Anfang Juni von einer Zecke gebissen wurde (habe sie am nächsten Tag entdeckt und entfernt), wurden auch hierzu Laborwerte ermittelt:

    "BOIGG=<4.0 BOGIM=negativ
    Unauffälliges Ergebnis, serologisch z.Zt. kein Hinweis auf eine Borreliose."

    Durch meinen Arzt wurde mit einem Rheumatologen Kontakt aufgenommen und mit einer Basistherapie begonnen: MTX 15 mg und Decortin H 15 mg. Mittlerweile habe ich jetzt bereits die 7. MTX-Spritze bekommen und die Cortison-Dosis wurde auf 10 mg verringert. Die Probleme (vor allem die Steifheit) in den Händen sind kurze Zeit nach Beginn der Therapie verschwunden. Allerdings plagen mich immer stärkere Knieschmerzen (hauptsächlich an den Innenseiten) und seit Anfang dieser Woche auch Schmerzen in bzw. in der Nähe des linken Ellenbogens. Aufgrund der Kniebeschwerden wurde vor 2 Wochen eine MRT durchgeführt.

    Im Befund wird u.a. zu beiden Knien aufgeführt:


    • im Bereich der Gelenkkapsel Nachweis fokaler, hyperintenser Strukturen
    • diskretes Ödem bzw. kleinzystisch anmutende Usurierung
    • fokal ovalär anmutende Hyperintensität in den dorsalen Weichteilen des distalen Oberschenkels

    Es sind brennende Schmerzen in den Knien und Ellenbogen, die mich stark belasten und so mache ich mir dauernd Gedanken, ob es neben der RA ggf. noch eine andere Erkrankung ist. Ich habe schon das Pech, eine relativ seltene Form von Kopfschmerzen zu haben, daher bin beim Thema "exotische Krankheiten" ziemlich sensibel, vielleicht auch zu sensibel.

    Oder ist dieses Brennen vielleicht doch "nur" eine Begleiterscheinung der RA? Muß ich wirklich "nur" Geduld haben? Passt der MRT-Befund zu einer RA?

    Für jeden Tipp wäre ich echt dankbar!

    Viele Grüße
     
  2. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @hs72

    Willkommen hier!
    Ich kann dir nur raten, nicht ohne Grund die Dinge zu komplizieren; du hast einen Arzt, eine Diagnose und eine Therapieempfehlung - das klingt nach einem schlüssigen Konzept, auch wenn ich mir deine Schilderung ansehe.
    Übrigens ist dieses Konzept früh und sensibel erstellt und bildest du damit die Ausnahme.

    Vertraue also auf die Zusammenarbeit mit deinem Rheumatologen und setze nicht auf Spekulationen über das, was noch alles grundsätzlich sein könnte ;)

    Liebe Grüße, Frau Meier
     
  3. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo hs72,

    herzlich willkommen bei rheumaonline.

    Ich denke schon das vieles auf deine RA passt.
    Allerdings kenne ich Gelenkschmerzen nicht als brennenden Schmerz. Wenn du etwas empfindest, was du nicht einschätzen kannst, es dir ungewöhnlich vorkommt, dann kann ich dich verstehen, das du dir auch Gedanken machst und mal nachhakst, ob da noch was sein könnte. Man kann ja auch mehrere Erkrankungen haben, habe ich auch.

    Du schreibst von einer seltenen Kopfschmerzform, die du hast, wie heißt die Diagnose für deinen Kopfschmerz ?
     
  4. hs72

    hs72 Neues Mitglied

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    Danke für eure Antworten. Ich muß wohl noch lernen, mit der Diagnose zu leben. Ist im Moment nicht ganz leicht für mich.

    Tolosa-Hunt-Syndrom. Laut Wikipedia ist das eher eine Krankheit der Augenmuskeln, mein Neurologe hatte es damals aber als Kopfschmerz erklärt. Ich hatte bislang zwei Anfälle (vor 8 und 2 Jahren, jeweils mehrere Tage lang).
     
  5. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Das scheint echt selten zu sein, habe ich auch vorher noch nie von gehört.

    Das es jetzt nicht leicht für dich ist, das ist doch verständlich und auch normal, mach dir da keine Gedanken und das Forum ist doch für Erfahrungsaustausch und Fragen da, stell sie nur ruhig, ich finde nicht das du hier unnötige Spekulationen anstellst.
     
  6. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Hatte das denn irgend jemand behauptet?
    Ich kann mich nur wiederholen: es gibt eine eindeutige Diagnose des zuständigen Arztes, und man kann selbstverständlich darüber diskutieren, ob "noch mehr" im Spiel ist.
    Aber hilft das auch?

    Ich wollte lediglich unnötigen Spekulationen Anderer vorbeugen.

    Besten Gruß, Frau Meier :)
     
  7. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Wieso fühlst du dich jetzt angesprochen, meine Antwort geht an hs72. Habe ich gesagt du behauptest irgendwas, nein, ich schreibe nur was ich denke oder finde.

    Klar gibt es eine eindeutige Diagnose, die zweifel ich nicht an, schrieb ich auch, aber trotzdem kann man sekundär Erkrankungen oder anderes dazu haben und das müsstest du doch auch wissen Frau Meier!

    Es macht durchaus Sinn nachzuhaken, wenn man zusätzlich Symptome hat, die einem nicht so klar erscheinen oder man fühlt, das sie eventuell nicht zur RA passen. Da kann man hier im Forum andere Betroffene ansprechen und auch den Rheumatologen und Neurologen fragen. Das finde ich sogar wichtig. Es geht ja darum, ob da noch was ist und nicht ob RA nicht stimmt
     
  8. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Lagune, du darfst denken, was und soviel du möchtest, und du kannst gerne mit hs72 noch ein paar Möglichkeiten theoretisch durchdiskutieren.....:)

    Bin dann mal weg ;)
     
  9. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Möglichkeiten bzw. welche Sekundärerkrankungen es im einzelnen gibt usw. werde ich hier ganz sicher jetzt nicht aufführen, denn das bringt nichts. Ich denke, da sind unsere beiden Meinungen gar nicht so weit voneinander entfernt.

    Aber es ist für mich wichtig, selber zu spüren und nachzuhaken, wenn ich merke, da könnte etwas nicht von meiner eigentlichen Rheumatischen Erkrankung sein.

    Und dann hake ich immer nach, ich persönlich tu das aber nicht in Foren, sondern bei meinem Rheumatologen.

    Das finde ich sollte hs72 auch noch tun, aber auch hier im Forum für Erfahrungaustausch kann man ja erst mal anfragen.
     
  10. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo hs72,

    die brennenden Schmerzen in Knieen und andere Gelenke kenne ich nur zu gut. Allerdings habe ich keine RA sondern PSA. Vor allem nachts begleiten mich diese Schmerzen und ich werde wach davon.

    Liebe Grüsse

    Louise