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Diagnose in Rheumakrankenhaus

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Immortelle, 24. November 2010.

  1. Immortelle

    Immortelle Neues Mitglied

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    Hallo, ich bin schon länger angemeldet, aber schreibe selten. jetzt hab ich eine Frage:

    Ich habe Schmerzen (sehr oft nachts) in Fingern, Füßen, Handgelenk und Schultern, dazu kommt eine große Erschöpftheit, bin einfach ständig von Kleinigketen erschöpft, nehme seit Monaten Diclophenac und der Besuch beim Rheuma-Doc gestern brachte wieder nur Unklarheit, dabei waren es immer noch die Blutergebnisse vom September, die er mit mir besprach. Im Befundbrief steht: Polyarthrose, dass er im Moment eine rheumatische Erkrankung (noch!!) nicht objektivieren könne, dass aber eine Krankheit aus dem rheumatischen Formenkreis wahrscheinlich sei. Mein C reaktives Protein ist erhöht, die BSG auch (aber nicht "dramatisch" - wie es immer heißt) Beim ersten Besuch dachte ich, der Rheumatologe tippt eher auf Fibro, weil er meinte, ich hätte keine geschwollenen Gelenke. Als ich ihn das gestern fragte, sagte er, für ihn gäbe es keine Fibro, das wäre einfach psychisch bedingter Schmerz, dafür müsste kein neues Krankheitsbild erfunden werden. Ich fand alles in allem die ganzen drei Konsultationen fachlich und menschlich unbefriedigend und habe nun immer noch keine Diagnose und vor allem: Keine Behandlung, außer Schmerzmittel. Die aber nicht durchgängig wirken. Die Schmerzen und die Erschöpfung beeinträchtigen mich sehr, bin seit 3 Wochen nun krankgeschrieben.

    Ich überlege, ob ich in einem Rheuma-Krankenhaus eine vernünftige Diagnostik machen lassen soll. Ich wohne in der Nähe des Rheinischen Rheuma-Zentrums, habe schon oft hier gelesen, dass es empfohlen wird.

    Hätte gern Eure Erfahrung: Wie lange wartet man da auf einen Termin? Oder wird man da nach Einweisung akut aufgenommen? Wielange dauert in der Regel so eine Diagnostik in der Klinik? Kann mir meine HÄ die Einweisung verweigern. Sie hat sich jetzt schon "zickig" wegen der Krankschreibung und sagte, da ich keine "dramatischen Blutwerte" habe, müsste ein Neurologe eine Depression ausschließen. Ich bin aber weder in einem schwarzen Loch noch antriebsgehemmt. Im Gegenteil, ich möchte soviel machen, aber gerate ständig an (körperliche) Grenzen. Klar belasten mich die Schmerzen sehr, aber ich empfinde mein Leben trotzdem als schön und freue mich auf Dinge. Den Befundbrief vom Rheumatologen hat die Ärztin aber noch gar nicht gesehen, den hab ich auch erst seit gestern. Das Schicken und Faxen hatte, obwohl ich mehrmals telefonisch nachhakte, nicht funktioniert, die eine Praxis behauptete, sie hätten es geschickt, die andere, es wäre nichts angekommen.

    Ich finde dieses Forum hier wirklich goldwert. Nett, wenn mir wer Tipps geben kann.
    Danke B.
     
    #1 24. November 2010
    Zuletzt bearbeitet: 24. November 2010
  2. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo immortelle,

    falls du den laborbericht vorliegen hast,
    wurde von deinem rheumatologen der rf (rheumafaktor)
    und anti-ccp getestet? wenn ja, was sagen die werte?

    lieben gruss marie
     
  3. Immortelle

    Immortelle Neues Mitglied

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    Der Rheumafaktor ist negativ und CCP-AK 0,2, also wohl auch in der Norm.
    Aber ich finde, das man doch auch Fibro (wenn es denn sein sollte) ordentlich diagnostizieren muss, oder?

    Gruß B.
     
  4. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    danke für dein kurzes feedback!

    natürlich, da hast du völlig recht.
    dein crp und bsg sprechen für eine entzündung,
    und es sollte der grund dafür gefunden werden.
    eine fibromyalgie ist nicht entzündlicher form nach
    heutigen wissensstand. aber man kann läuse und flöhe haben ;)
    deshalb ist eine gute diagnostik ratsam.
    bei den meisten ärzten gehört die polyarthrose zum rheumatischen
    formenkreis..., aber da weder rf noch anti-ccp relevant sind, ist eine
    ra eher unwahrscheinlich.

    alles gute für deine eventuelle einweisung, marie
     
  5. Immortelle

    Immortelle Neues Mitglied

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    Auch danke für deinen Wunsch!

    Ja, ich weiß, dass man ja Polyarthrose auch zu Rheuma zählen kann. Ich glaube auch, dass es stimmt, weil ich in so vielen Gelenken Schmerzen habe, außerdem an den Fingerendgelenken Knötchen und Verformung. Ansonsten hat der Rheumatologe noch die Lunge röntgen lassen, dabei kam Arthrose der Wirbelgelenke heraus, außerdem Verwachsungen am Herzbeutel, das heißt doch,ich muss mal eine Herzbeutelentzündung gehabt haben? wurde aber gar nichts dazu gesagt. Andere Gelenke wurden auch gar nicht geröngt, ich bin bei allem ziemlich ratlos. Wo hat er dann die Diagnose her und schreibt am Schluss, Zitat: "Eine incipiente bzw. subklinische Erkrankung aus dem rheumatologischen Formenkreis ist letztlich aber wahrscheinlich. Ich empfehle daher zunächst eine Verlaufskontrolle in 6 Wochen." - Ja, aber den nächsten Termin hab ich dann für Mitte März bekommen. Außerdem hat er mir im Gegensatz zu dem, was im Brief steht, erzählt, solche Schmerzen kämen eben manchmal vom "Leben" - oder ob ich etwa auf der Sonnenseite leben würde? So ein Sch... ehrlich, was sollen solche blöden Sprüche.

    Ich bin nur so unsicher, ob ich nun einfach auf Diagnostik bestehen soll oder abwarten. Die Schmerzen machen mir zu schaffen.

    Gruß B.
     
  6. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Immortelle,

    bei solchen Aussagen wie

    gehe ich nur noch in die Luft...

    Auch die Fibromyalgie steht auf einer multimodalen Therapie:

    medikamentös (meist niedrigdosierte Psychopharmaka, da sie auch Muskelentspannend wirken)
    physiologisch wie Wärme- o Kältetherapie, Massage oder Lymphdrainage (wird meist besser vertragen), Wassergymnastik in 32° warmen Wasser oder Krankengymnastik, Ergo- u/o Arbeitstherapie usw.
    und
    psychisch, wegen der Schmerzbewältigung.

    Hier mal dazu ein paar Infolinks:

    Info (hier ist das wichtigste inzwischen zusammen gestellt inkl weiterführender Links)

    Fibro-Liga
    Dt Fibromyalgie-Vereinigung
    Fibro-Leitlinien
    Fibromyalgie-Treffpunkt

    Gute Besserung wünsche ich Dir.
     
  7. Immortelle

    Immortelle Neues Mitglied

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    Hallo Colona, danke für die Antwort.
    Ja, ich finde das auch ziemlich daneben, komme mir auch einfach mit dem Schmerz abgewimmelt vor. Über Fibro hatte ich mich selbst schon informiert, aber letztlich kann ich mir ja nicht selbst eine Diagnose stellen. Und wie das so ist: Manches passt, anderes wieder nicht. Eins steht fest: ich werde zu diesem Doc nicht mehr gehen.
    Tja, aber was nun?