Rheuma/Schmerzen und so weiter
Liebe Nation,
eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen sind wahnsinnige, reißende Schmerzen in den Unterschenkeln und Sprunggelenken. Auch waren die Beine zeitweise Geschwollen, Samt den Gelenken, ein damaliger Arzt (alles in der DDR) sagte dann, es ist eine Form des Weichteil/Gelenkrheumatismus, das würde sich wahrscheinlich aber verwachsen. Es wurde dann zum 10-11 Lebensjahr auch weniger, natürlich mit Cortison, nur um dann in eine Schuppenflechte überzugehen, die dann wirklich "blühte". Stinkende Teerbäder, Teersalben und hier Prednisolon-Salbe war dann die Behandlung, hier derart intensiv, dass meine Mutter, die mich immer anfangs eincremte/mir beim eincremen half, gegen Prednisolon Salbe (DDR-Produkt) allergisch wurde. Es war teilweise sogar so schlimm, dass die Haut an den Fingern so gespannt war, dass sie bei der kleinsten Bewegung aufriss und blutete. Führte dann auch zu netten Diskussionen und Streits mit meinem Dad, der meinte, ich sollte draufpinkeln, da wird das schon wieder und mich nicht so anstellen. Warum er dann meine Begründung, dass Adolf aber schon lange tot ist und der 2 WK vorbei, beleidigt reagierte, konnte ich damals nicht überreißen.
Ich hatte ein paar Jahre relative Ruhe, bis auf unspezifische WS-Beschwerden 1-2x im Jahr, bis es dann Ende 2003 wieder volle Kanne anfing - erst war die Diagnose immer wieder auftretende Bandscheibenverschiebungen, Anfang 2006 dann die Polymyalgie und Anfang 2009 die c.P.
Bis das aber alles unter Dach und Fach war, wurden etliche Ärzte verschlissen. Was man da alles durchmacht.
Die c.P. führte erst zur Teilberentung, seit diesem Monat dann Vollrente. Begleitsymptome wie starke Infektanfälligkeit, Schmerzspitzen teilweise bei Schüben über Tage hinweg, eigenständige Mobilität an guten Tagen lediglich 200 Meter und seit Samstag war ich nicht wirklich draussen, weil ich nicht weit komme. Die Schmerzen sind teilweise an so viel Stellen und so unterschiedlicher Qulität und Quantität, dass weder ich, noch mein Schmerzarzt genau feststellen könne, wo hier die momentane Hauptstelle ist. Die Diagnose durch den Schmerzdoc lautet:
chronisches Schmerzsyndrom bei c.P, Polymyalgie und Polyneuropathie, nozizeptive und neuropathische Anteile, Chronifizierung nach Gebershagen Statium 2-3,
ergänzend in der Anamnese die Kindlichen Schmerzphasen und so weiter - Diese ganzen Befunde füllen schon einen eigenen Ordner.
Medikamente hab ich schon vieles und etliches versucht, auch hier seltsame homöopathische Mischungen als Injektion in die Wirbelsäule für viel Geld.
Momentane Therapie ist: Palladon 8 mg: 1-1-1-0, Novamintabletten 500 mg: 1-1-1-1, Lyrica 225 mg-75 mg-225 mg.hier und je nach Art der Schmerzen Entweder bis 4000 mg Novalgin über den tag verteilt, 100 mg Diclo oder Palladon kurzwirksam 2,6 mg bis 4x tgl.
Gestern half gar nix mehr weiter, also Bereitschaftsarzt und Morphinspritze, was zumindest stundenweise was half, für zwei Stunden ging dann halbwegs mit dem pennen.
Fazit..Rücken ist besser, nun merke ich die Fußknöchel, aber ich hab mir bei einen Kräutershop Arnikaöl gekauft, um die Mittagszeit war es dann auch erträglich - ...wenn weiter geärgere seitens des Gestells gibt, dann wird Wärme/Kälte versucht, andere Einschmiersachen versucht...schaun wir mal...
Für uns alle gibt es gute und schlechte tage. Aber solang man noch aus eigener Kraft noch aufs Häuserl kann....ist der Tag noch zu retten...
Liebe Grüße aus Oberbayern,
haltet Ohren und andere Spassorgane steif,
Sosch, Beba