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Depressionen durch Kortisonentzug?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Emu, 12. Januar 2004.

  1. Emu

    Emu Neues Mitglied

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    Hallo Ihr,
    ich habe Mitte der letzten Woche das Kortison abgesetzt (von alle 2 Tage 2,5 mg, angefangen habe ich Ende April mit 40 mg) und bekam wieder Muskel- und Gliederschmerzen. Das kenne ich aber schon, vor allem, seit ich im Bereich von unter 10 mg reduziere.
    Das ganze Wochenende hätte ich mich aber nur verkriechen mögen und alles war böse und schlimm. Meine Familie tut mir leid. Ich mir selber auch. Man hat ja manchmal auch schlechtere Laune und sieht nicht alles so positiv, aber das waren/sind wohl richtige Depressionen.
    Ist das auf den Kortisonentzug zurückzuführen?
    Wäre schön, wenn man eine Ahnung hätte, woher soetwas kommt. Und wieder geht.
    Liebe Grüße
    Emu
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    guten morgen,

    je weniger cortison ich früher nahm, desto länger habe ich es genommen. erfolg war , dass ich als entzugserscheinung nur für ein paar tage leichten muskelkater spürte. an depressionen kann ich mich hingegen nicht entsinne. vielleicht wärs besser gewesen, eine zeitlang mit 1 mg weiterzumachen?

    gruss kuki
     
  3. Emu

    Emu Neues Mitglied

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    Hallo Kuki,
    ich bin in den letzten Monaten von 40mg, 30 mg, 25 mg, 20 mg, 15 mg, 10 mg über 7,5mg , 5mg, 3,75mg, 2,5 auf 0 mg gegangen. Die letzten Reduzierungen meist immer nach 4-wöchiger Einnahme (die letzte nach 3 Wochen). Ist das bei Dir auch so gelaufen?
    Herzliche Grüße
    Emu
     
  4. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    HALLO; Emu

    ich nehme ja nun Corti seit mehr als 10 Jahren täglich und meine Ärzte im allgemeinen sagen, daß eine Reduzierung von Cortison in der niedrigsten Dosis über Monate geschehen sollte - da der Körper sich extrem resistent zeigen kann.

    Ich nehme z.Z. tgl. 8 mg Metylsolon, das sind ca. 6 mg Prednisolon. Wenn ich schon mal den Versuch gestartet habe, von diesen 8 auf 4 mg zu kommen - nach knapp 3 Tagen zogen die Probs an und ich musste wieder auf das alte Maß gehen. Offensichtlich braucht mein Körper diese 8 mg einfach, um mir eine bisher akzeptable Schmerzfreiheit und Beweglichkeit zu geben.

    Kukana hat ewig ausgeschlichen !! Das weiss ich von ihr selbst. Also, du hättest sicherlich die vorletzte Dosis mindestens 3 Monate und die letzte Dosis 6 Monate ausschleichen sollen - aber das wirst noch rausfinden.

    Ich wünsche dir alles Gute dabei und Depressionen beim Ausschleichen zeigen an, daß du zu schnell warst ! ! !

    Alles Gute.

    Pumpkin
     
  5. kukana

    kukana Moderatorin

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    jou uschi stimmt. ich habe eine ganz schön lange zeit gebraucht um von 20 mg runterzufahren.

    von 20 auf 10 war noch schnell, ebenso auf 15 und 12,5 und 10. aber dann wirde es bei mir merkbar schwieriger.

    ich habe dann immer einen tag die hohe dosis, 1 tag die niedrige genommen. als das funktionierte hab ich geändert auf 1 tag hoch 2 tage niedrig usw. die niedrige dosis habe ich dann einige wochen, später bei 5 mg und 2,5 sogar monate beibehalten bevor ich weiterging. anders klappte das bei mir nicht. erfolg: ich bin bereits im zweiten jahr ohne cortison.

    je nach entzündungsaktivität funktioniert es sicher bei jedem anders.

    gruss kuki
     
  6. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo Emu, ich habe jedesmal Depressionen, wenn ich nach einer Stoßtherapie mit z.B. 40 mg runtergehe. Bis 15 mg geht alles ganz gut, dann bin ich eher überaktiv und euphorisch, danach beginnt das Jammertal. Ich habe schon die unterschiedlichsten Dosierungen ausprobiert, aber irgendwie klappt es nicht, zumal bis jetzt auch das Rheuma wieder auflebte und ich schon seit Jahren nicht unter 7,5 mg gekommen bin. Jetzt habe ich seit über einem Jahr 10 mg genommen und versuche gerade wieder auf 7,5 zu kommen. Bin aber schon bei 5 Wochen mit 9 mg, vielleicht gehe ich auch erstmal auf 8,5, obwohl einige Ärzte das für Quatsch halten, ein Arzt sagte zu mir,ab 10 mg muss jeder sich alleine durchwurschteln, da gibt es kein Schema. Seit ich weiß, dass meine Depressionen vom Corti kommen, kann ich besser damit umgehen, sie geben sich ja auch nach einiger Zeit. Viel Erfolg wünscht Dir Susanne
     
  7. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Emu,

    das mit den Depressionen kenne ich nicht. Bin mit dem Cortison schon 2x auf Null gefahren, einmal nach 40 mg innerhalb von 1 Monat, ein anderes mal von 2000 mg i.v. (Meningitis) innerhalb von gut 3 Monaten. Beide Male ging es gut und brachte keine Depriphasen mit sich.

    Keine Ahnung, wie es jetzt wäre, da ich schon seit 2,5 Jahren durchgehend Cortison nehme. Bei der Reduzierung macht sich schon 1/2 mg sehr heftig bemerkbar, zwar nicht mit Depressionen, aber heftigsten Gelenkschmerzen. Habe schon viele Anläufe hinter mir, endlich mal unter 4 mg Urbason zu kommen, klappt leider nicht. Vielleicht hast Du einfach zu schnell ausgeschlichen.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  8. Littlelucy

    Littlelucy Guest

    Hallo EMU

    Ich mußt leider auch feststellen das man ohne cortison regelrecht auf Entzug ist.
    Bei mir wurde erst am 25.April wieder ein cortisonstoss durchgefüht da meine
    beschschwerden in den Gelenken unrträglich geworden sind ich habe bei 30mg angefangen
    heute bin ich bei 5 mg ,bei 10 mg sind meine beschwerden wieder stärker geworden
    sogar meine Hände haben zu Zittern begonnen ich kam mir vor wie ein suchtkranker auf Entzug dazu kamen noch starke Kopfschmerzen und schweißausrüche.Im großen und ganzen habe ich mich super beschissen gefühlt während der reduzierung von cortison.
    Es gibt auch heute noch tage wo mir die Hände Zittern und ich Stimmungsschwankung habe,
    zum leitragen meiner Familie.

    Gruß Littlelucy
    :(
     
  9. ulilou

    ulilou Neues Mitglied

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    hallo,

    nur kurz und sicher nicht 100%-medizinisch korrekt, aber:
    so viel ich weiss, ist corti so eine art "vorstufe" des adrenalin - adrenalin schafft es, dass du über deine grenzen gehst, es putscht dich auf usw.
    mir geht es bei einer dosis von über 10 mg corti jedenfalls so, dass es mich wirklich putscht - ich fühl mich wacher und leistungsfähiger. normal ist es auch, dass schübe (ohne oder mit wenig corti und ohne basismedis) insbesondere dann ausgelöst werden, wenn der stress nachläßt (urlaub etc.), da der körper weniger adrenalin produzieren muss.
    depressionen sind bei einer reduzierung durchaus normal und eine abhängigkeit auf jedenfall da, da der körper selbst weniger produziert hat und erst wieder umgestellt werden muss.
    ich selbst habe zum 1.1. mit dem corti aufgehört. ausgeschlichen (mit zwischenzeitlichen erhöhungen) habe ich 2 jahre (da von zunächst 100 i.v.).
    je nach größe und körpergewicht liegt eine erhaltungsdosis (wirklich wirksame dosis und nebenwirkungs"frei") bei 5 - 10 mg (oder eben mehr...).

    lange rede kurzer sinn: ich kann mir vorstellen, dass das ausschleichen bei dir etwas zu rasch ging und die beschwerden das übrige für deine psyche tun (nur eben im negativen sinne).

    wünsch dir jedenfalls gute besserung.
    ulilou