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das kann ja "heiter" werden.....

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von bise, 12. Oktober 2006.

  1. bise

    bise Neues Mitglied

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  2. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Öffnet sich bei mir nur eine Fehlerseite ... *schulterzuck* und bei direkter eingabe der HP und der Anwahl der neuesten Artikel soll ich mich erst "anmelden" ... nöööö ...

    Zitiere doch bitte mit Quelle. Dann lesen wir gleich hier ... ;)

    Schööönen Tag!
    Rosarot
     
  3. bise

    bise Neues Mitglied

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    Sondermeldung:



    Erste AOK-Verhandlung bislang ohne Ergebnis





    Nachdem die AOK-BaWü Rahmenvertrag und Preisliste zum 31.12.2006
    gekündigt hat, fand heute im Hause der AOK die erste Verhandlungsrunde mit
    den PT-Verbänden statt.



    Grundlage dieses Verhandlungstermins waren einerseits die Entwürfe der AOK
    für einen neuen Rahmenvertrag, andererseits eine neue Gebührenliste.



    Einvernehmen konnte vorab erzielt werden, dass vorrangig die Verhandlungen
    über eine neue Gebührenliste stehen.



    Preissenkung sämtlicher Gebührenpositionen für AOK
    vorrangig

    Die diesbezüglichen Vorstellungen der AOK Baden-Württemberg wurden
    nachfolgend durch die Verhandlungsführer der AOK wie folgt präzisiert und
    begründet:



    Reduzierung sämtlicher Gebührenpositionen auf einen Preis, der sich aus dem
    bundesweiten Durchschnitt der AOK-Gebührensätze errechnet.

    Der Preis für beispielsweise eine KG-Behandlung soll danach von EUR 14,40 auf
    EUR 13,05 reduziert werden.



    Die AOK begründet diese Forderung u.a. wie folgt:



    • als „Großabnehmer“ von Leistungen muss ein besserer Preis erzielt
    werden (große Menge; kleiner Preis)
    • VdAK-Preise unterhalb Niveau AOK-BaWü
    • Hausinterne Feststellung, dass die Praxisinhaber dazu übergehen,
    die Behandlungszeit auf das vertraglich zulässige Minimum zu
    drücken
    • Gesetzgeberische/politische Absicht, dass die Preise in Deutschland
    überall dasselbe Niveau haben
    • Senkung des Ausgabevolumens physiotherapeutischer Leistungen
    • Zu viele Praxen





    AOK fordert Wegfall von Hausbesuchspauschale und
    Wegegeld

    Als zweite Forderung stellt die AOK den völligen Wegfall der Positionen
    Hausbesuchspauschale und Wegegeld vor.



    Als Begründung führt die AOK wie folgt an:



    • Angesichts der hohen Praxisdichte muss der Wegezeit- und
    Fahrtaufwand so gering sein, dass hierfür keine Kosten für die AOK
    entstehen dürften
    • Hausbesuche werden häufig von Angestellten und Freien
    Mitarbeitern wahrgenommen – die Fahrt zum Arbeitsplatz bekommt
    aber auch ein AOK-Mitarbeiter nicht bezahlt
    • Im Steuerrecht kann ein Arbeitnehmer nach den jüngsten
    Gesetzesänderungen auch erst ab dem 21. Kilometer Kosten
    steuerlich geltend machen




    Keine Preiserhöhungen mehr

    Zu guter Letzt brachte die AOK in der Verhandlung Ihre Vorstellung eines
    völligen Ausschlusses von Preiserhöhungen für die Zukunft vor.



    Berufsverbände fordern 2,5 % Gebührensteigerung ab
    2007

    Die nun präzisierten Forderungen der AOK waren bereits in einem Vorgespräch
    der Verbände am 4. Oktober absolut inakzeptabel. So stellten die
    Berufsverbände der AOK die eigenen Eckpunkte einer Gebührenanpassung
    dahingehend gegenüber, die Gebühren ab dem 01.01.2007 um die
    Grundlohnsummensteigerung der letzten 4 Jahre (zzgl. der
    Grundlohnsummensteigerung des kommenden Jahres), insgesamt also um etwa
    2,5 % zu erhöhen.



    Entscheidung vertagt – Berufsverbände prüfen Einigungsmöglichkeiten

    Relativ schnell wurde angesichts der deutlichen Forderungsunterschiede klar,
    dass es zu einer Einigung über eine Entwicklung der Gebührenliste in der ersten
    Verhandlung nicht kommen wird.



    Auf Vorschlag der Berufsverbände werden die Verhandlungspartner jeweils
    zeitnah überlegen, ob Einigung zu strukturellen Änderungen innerhalb Preisliste
    und/oder Rahmenvertrag möglich ist.




    Am 14.11.2006 werden sich die Vertragspartner nun erneut zusammensetzen
    und über mögliche Strukturänderungen beraten.



    Wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.



    Achtung – Preisliste und Rahmenvertrag bis
    Vertragsschließung gültig

    Nachdem es an der einen oder anderen Stelle zu offenkundigen
    Missverständnissen und Fehlinterpretationen gekommen ist, weisen wir noch
    einmal auf Folgendes hin:



    Preisliste und Rahmenvertrag gelten für beide Vertragspartner, also auch für die
    AOK über den Kündigungstag (31.12.2006) weiter – diese Rechtslage ist völlig
    eindeutig und wird auch durch die AOK in keinster Weise bestritten.



    Aus diesem Grunde bitten wir die Praxisinhaber dringend, sich jedem Angebot
    einer AOK, einen Einzelvertrag abzuschließen, ganz ausdrücklich zu verschließen
    – jeder Einzelvertrag wird im Ergebnis schlechtere Konditionen haben, als die
    bisherigen und fortgeltenden Rahmenverträge



    Weiter weisen wir darauf hin, dass „VPT, ZVK, VDB und IFK die Interessen der
    Physiotherapeut/innen gemeinsam vertreten werden“. „Jeder Versuch der
    AOK, die PT-Verbände auseinander zu dividieren wird scheitern“.



    Umso wichtiger ist deshalb, dass sich keine weiteren PT-Interessengruppen
    bzw. einzelne Physiotherapeuten mit der AOK ins Gespräch begeben und
    damit die Verbändephalanx durchbrechen.