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Das ist unbegreiflich - Reha

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von Unikater, 5. November 2009.

  1. Unikater

    Unikater Mitglied

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    Hallo,
    ich muß mich mal "ausheulen" und hoffe, jemand hat einen guten Rat.
    Endlich bin ich bei der Reha, die von der DRV für mich ausgesucht worden ist, denn meine Wunschklinik wurde abgelehnt und ich hatte schon mal widersprochen.
    Mittlerweile ist mir aber klar, warum die DRV in ihre eigenen Kliniken schickt und Fachkliniken ablehnt.
    Die Fibro-Diagnose, die vom Hausarzt vermutet, von der Rheumatologin bestätigt und bei diversen Aufenthalten in Oberammergau nie in Frage gestellt wurde wird hier mehr als bezweifelt. Die Anzeichen, die es außer den Tenderpoints gibt, haben angeblich alle eine andere Ursache! Die Tenderpoints würden nicht zur Genüge ansprechen. Das ist ja auch nicht jeden Tag gleich und mit 1600 Ibu intus wohl auch verständlich.
    Wieso ich so teure Medikamente für die RA brauche, ob das unbedingt sein müsse, denn MTX wäre ja auch eine Möglichkeit. das man erst mal alles Andere probiert hat, ehe man Biologicals bekommt, ist hier anscheinend noch nicht angekommen. Das Enbrel wird im öffentlichen Stationskühlschrank für alle zugänglich neben diversen Joghurts und Milchflaschen gelagert. Klar macht man das daheim auch, aber dort ist sich jeder in der Familie bewusst, wie wichtig es ist, das die Kühlkette nie unterbrochen wird. Die Antwort auf meine diesbezügliche Frage war die Gegenfrage, ob ich denn einen privaten Kühlschrank im Zimmer haben wollte.
    Weder die mitgebrachten Röntgenbilder, noch die MRT's wurden angeschaut, aber alle Untersuchungen zur Rheumadiagnostik sollen noch mal neu gemacht werde, erst mal sehen, ob Entzündungswerte da sind. Der Sinn der Therapie mit Arava und Enbrel ist doch aber meines Erachtens, dass akute Entzündungen weitgehend unterbunden werden sollen.:confused:
    Ich bin ziemlich angebrannt, hatte mir so viel von der Reha versprochen und leider begegnet mir von ärztlicher Seite nur Ignoranz und Zynismus!
    Mal sehen, ob ich auch mal einen Rheumatologen zu Gesicht bekomme.

    Herzliche Grüße Unikater
     
  2. Hi Unikater
    Schon oft konnte man hier lesen, dass wärend einer Reha eine Diagnostik betrieben wurde. Warum sind die da wohl so emsig am Werk??? :confused:
    Bei einer Reha wurde auch bei meinem Mann mal eine Medi-Umstellung vorgenommen. Im Nachhinein erfuhr er von seiner Rheumatologin (damals war er noch Neuling), das sowas bei einer Reha nicht üblich ist.
    Mancher hier wünschte sich solch eine Betriebsamkeit bei einem KH-Aufenthalt in dem es wirklich um Diagnosefindung geht, gelle? :rolleyes:
    Trotz allem wünsch ich dir noch einen erfolgreichen Aufenthalt.
    LG von Sylke
     
  3. Siggy

    Siggy Siggy

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    Hallo meine Liebe,

    das tut mir so was von leid,lass Dich mal in den Arm nehmen.
    Ich finds einfach nur unmöglich,dass man in den Kliniken die Leute
    so verrückt macht und nicht ernst nimmt,zu was hat man denn alles
    dabei,frag ich mich!

    Meiner Freundin ist eben in Sendenhorst so gegangen,allerdings genau
    anderes rum,ihr wurde das entzündliche Rheuma abgesprochen und
    sie wurde die erste Woche auf die Fibroschiene geschoben - trotz Diagnose und Einweisungsschein ihres Rheumatologen mit ganz klarer Anweisung,sie auf ein neues Basismedi einzustellen. Erst als der Chefarzt von Urlaub kam,war von Fibro dann auf einmal keine Rede mehr! Geholfen haben sie ihr trotzdem nicht - fast 3 Wochen für die Katz in der Klinik.

    Ich an Deiner Stelle würde mal einen Termin beim Chefarzt machen
    und denen anständig die Meinung geigen, warum Untersuchungen machen
    bei einer Reha-Massnahme? Ist doch ein Witz!
    Da reden sie immer von einer Kostenexplosion im Gesundheitswesen aber
    dann solche Aktionen.
    Ansonsten würde ich mich evtl. mit der DRV pers. in Verbindung setzen,was die dazu meinen.

    Lass dich nicht unterkriegen,kannst mir ja mal Deine Tel.-Nr. per PN
    schicken,ich rufe Dich dann morgen mal an,wenn Du magst!!!!

    Ganz liebe Grüsse,
    Sieglinde
     
  4. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    @Unikater
    Es gibt Beschwerdemöglichkeiten vor Ort in der Klinik, die Du nutzen kannst (Leitender Arzt/Oberarzt, Klinikleitung, Patientenvertretung so vorhanden). Wenn die Geschichte ganz verfahren ist, solltest Du auf jeden Fall der Rentenversicherung als Kostenträger den Fall schildern, damit so etwas nicht wieder vorkommt. Das hilft Dir zwar für die Reha nicht mehr, aber Deine Stellungnahme kommt zu den Akten. Wichtig vor allem, weil der Reha-Abschlußbericht wahrscheinlich auch nicht situationsgerecht ausfallen wird. Stell Dich diesbezüglich dann schon mal mental auf einen Kampf mit dem behandelnden Arzt ein ...
     
  5. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Diagnose zur Reha

    Fibromyalgie...wird in der medizinischen Fachdisskussion als nicht entzündliche Weichteil-Rheumaerkrankung mit zentraler Schmerzüberempfindlichkeit bezeichnet.
    Kombinationen mit entzündlichen Rheumaerkrankungen und umgekehrt werden nicht ausgeschlossen.
    Zentral geht es um diese Schmerzempfindungen.
    Ein Aspekt der letzterer Zeit an Bedeutung gewonnen hat ist eine Art Frage nach Schlafstörungen. Festgesetllt hat man in Studien, daß es bei Fibro Defizite in Form von reduziertem Tiefschlaf geben kann.
    Eine Fibrotherapie sollte multimodal sein, das heißt Verknüpfung verschiedenster Therapien, individuell auf den Patienten eingestellt.

    Das mal nur als Ansatz um meine eigentliche Meinung darzulegen.

    Das Wichtigste bei FMS ist ein ausführliches ärztliches Gespräch und eine weitere einfühlsame Begleitung des Patienten.
    Die Behandlung sollte einzelbezogen, ausgewogen sein und alle halbe Jahr überdacht werden.
    Dabei muß die Behandlung nicht beherrschbarer Schmerzen und oft gleichzeitig auftretender körperlicher und psychischer Erkrankungen/Probleme aufeinander abgestimmt sein.
    Hier braucht es erfahrene Ärzte...bzw. eine konsequente Weiterbildung, da gerade bei FMS viele neue Aspekte hinzugekommen sind.
    In medizinischen Fachkreisen spricht man da vom "FMS-erfahrenen" Ärzten.

    Ja und was Deine Erfahrungen bei der reha betrifft?
    Ich würde erwarten, daß Röntgenbilder und Befunde gemeinsam mit dem Patienten besprochen werden, Fragen zur Erkrankung insbesondere deren Entwicklung und Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten sind da mit anzusprechen.
    Tenderpoints?, braucht schon sehr viel Einfühlungsvermögen, um da genaue Feststellungen treffen zu können. Die Bedeutung derselben ist wohl nicht mehr das Hauptkriterium bei FMS.

    Empfehlen würde ich mal reinzuschauen bei der Fibromyalgie-Leitlinie, die von der Rheumaliga erstellt wurde, gibts auch als Patientenversion - beides im Internet "www.rheumaliga.de".

    Ja denn schau mal, wie sich das alles so entwickelt. Kannst ja mal vergleichen, was ich geschrieben habe und wie das bei Dir so kommt.
    Gruß "merre"
     
  6. Knuddel

    Knuddel Akki

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    Hallo zusammen,

    @merre :top:ja,genauso sollte es sein bei der Behandlung von Fibromyalgie

    @unikater

    Ich kann dazu nur sagen,dass ICH heilfroh gewesen wäre,wenn man mich in der Reha nochmals ausführlich untersucht hätte.Ich wurde leider zu früh in die somatoforme Schmerzstörungsschiene geschoben.Dafür habe ich dann aber in der Reha sehr viel über chronische Schmerzerkrankung lernen können,das war dann natürlich auch nicht verkehrt,denn das Wissen kann ich JETZT sehr gut gebrauchen.
    Denn im nachhinein wurden nun doch einige Dinge bei mir entdeckt,die nicht wirklich was mit somatoform zu tun haben.

    Ich kann nur raten,mach irgendwie das Beste aus Deiner Reha.

    Liebe Grüße,
    die Akki ( Knuddel)
     
  7. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Unikater,

    an Deiner Stelle würde ich mich an den schon genannten Stellen schriftlich beschwerden..

    A) Wie es sein kann, dass Dein Medikament in einem Kühlschrank lagert, was öffentlich zugänglich ist?

    B) Wie es sein kann, dass Du in der Rehabilitations-Maßnahme bist, keine einzige Therapie erhältst, aber dafür eine Diagnostik, um die vom Doc gar nicht gebeten worden ist, sondern um dementsprechend aufbauende Therapien. Dieses Schreiben solltest Du mehrfach kopieren (für Dich, den behandelnden Rheumatologen, für die RV-Versicherung - anscheinend hat sie für aufwendige Diagnostiken Geld übrig, aber für die Rentner nicht)

    Zur normalerweise üblichen Fibro-Therapie hat Merre ja schon geschrieben und es ist nun mal so, dass die Fibro sich gerne mit anderen rheumat. Erkrankungen vergesellschaftet. Auch das sollte in einer sogenannten REHA-Klinik schon angekommen sein.

    Bevor irgendetwas gemacht wird, bestehe auf ein ausführliches Gespräch mit dem verantwortlichen Ober- oder Chefarzt, der rheumatologisch versiert ist.

    Und klar hast Du recht: wir erhalten die Medis, damit der ganze Kram sich nach unten bewegt und unten gehalten wird. Versuch mal, mit Deinem behandelnden Rheumatologen telefonisch zu sprechen - mach es dort dringend und erzähl dem mal die Sachlage. Vielleicht kann der noch was erreichen. Das wäre noch so eine Idee, die mir gerade einfiel...

    Ich wünsche Dir viel Glück
    LG Colana
     
  8. Unikater

    Unikater Mitglied

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    Danke

    Danke, Ihr Lieben für eure tröstenden Worte!
    Gestern hatte ich nochmals ein Gepräch mit der Stationsärztin mit dem Ergebnis, dass jetzt zumindestens mein Enbrel mal im Kühlschrank des Schwesternzimmers lagert :top:. In der kommenden Woche werde ich nun doch noch einem Rheumatologen vorgestellt. Wenn ich dann immer noch nicht zufrieden wäre ( :confused: zufrieden - darum geht es hier garnicht) könnte ich ja die Maßnahme immer noch abbrechen. Das will ich aber keinesfalls, da es ja um die Ermittlung der Arbeitsfähigkeit gehen soll.
    Ich werde Euch auf dem Laufenden halten!
    Die Behandlungen ( Wassergymnastik, Moor usw. sind aber sehr gut und die Therapeuten fast alle supernett )

    @ Sigy -meld mich mit PN
    @ Merre + Colana Danke für Eure hilfreichen Tipps, werde sie gleich noch ausdrucken, um dem Rheumatologen , der sicher schon vor der Meckertante gewarnt worden ist, mit den richtigen Argumenten entgegen zu kommen. Die e-mail meiner Rheumatologin und meines Ortverbandes der VdK habe ich mir schon rausgesucht und warte nur die Rheumavisite ab!

    Liebe Grüße Unikater
     
  9. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Unikater,

    Die Behandlungen ( Wassergymnastik, Moor usw. sind aber sehr gut und die Therapeuten fast alle supernett ) ------->

    na wenigstens etwas. Die Idee mit der VdK ist auch super... die werde ich mir mal gleich abspeichern, falls ich mal in die Bedrouille kommen sollte :D:top:

    Bis auf die Ergebnisse von Dir schon gespannt.
    Viele Grüße
    Colana