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Das Handgelenk schonen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von campinosallo, 27. August 2004.

  1. campinosallo

    campinosallo wissbegierig

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    Hallo ihr,

    wollt' mich zum Wochenende mal wieder von euch beruhigen lassen ;) !

    Ich hab cP, nehme seit einigen Monaten MTX und komme sehr gut damit zurecht. Zwar ist das Rheuma ständig präsent, aber das ist alles überhaupt kein Vergleich zu vorher.

    Die letzten Blutwerte waren sehr gut (prüft der Hausarzt), also alles schön.

    Auf euren letzten Rat hin habe ich jetzt aber noch mal einen Termin beim Rheumatologen gemacht, der ist aber erst Mitte November.

    Nun stelle ich fest, dass die "Knubbel" an den Innenseiten beider Handgelenke (genau zwischen Arm und Hand) sich nicht zurückbilden, außerdem gewöhne ich mir unbewusst eine Art Schonhaltung der Hände an (stark abgeknickt erstaunlicherweise). "Richtige" Schmerzen hab ich keine, nur dieses übliche Gefühl des ständigen Muskelkaters.

    Mit den Handgelenken darf echt so lange wie möglich nichts schief laufen, die sind eh so dünn, nicht mal 14 cm Umfang.

    Ratet ihr mir etwas? Bandage, so ein Lederding, eine Schiene? Oder mach ich mir zuviel Gedanken? Oder zuwenig?

    Ach ja: Im Januar sind die Hände geröntgt worden, da war noch alles gut.

    Danke schon mal für eure Antworten. Schönes WE!

    Gruß von c.
     
  2. dani

    dani ÖRL-Worker

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    Hallo Campinosallo!

    Habe leider keine Ahnung wie das bei Euch in Deutschland ist, da ich aus Österreich bin.
    Aber ich würde Dir dringend anraten, wenn möglich zu einem Ergotherapeuten zu gehen und eine Funktionsschiene anpassen zu lassen. Aus eigener Erfahrung weiß ich (wie auch Du beschreibst), dass man eben unbewußt eine Schonhaltung einnimmt. Dies führt aber bei Belastung langsam dazu, dass eben die Sehen abgleiten und dadurch die Hände deformiert werden. Um da vorzubeugen, fertigt der Ergotherpeut Funktions- und auch Nachtschienen an. Es ist nicht notwendig diese Schienen dauernd zu tragen, aber ein paar Stunden am Tag sind ratsam.

    Natürlich gibt es, wie von Dir erwähnt, auch Bandagen mit Daumenausschnitt aus verschiedenen Materialien. Diese erhält man beim Bandagisten. Diese haben aber den Nachteil, dass sie nur stützen und nicht korrigieren. bei cP ist es aber sehr sinnvoll, gerade da entgegenzuwirken.

    Von mir selbst weiß ich, dass eine Deformierung sehr schleichend passiert und man es selber meist dann richtig bemerkt, wenn es schon sehr weit fortgeschritten ist. Ich würde Dir wirklich anraten, einen Ergotherapeuten aufzusuchen, denn niemanden würde ich wünschen, solche Deformierungen zu bekommen, wie es bei meinen Händen ist, da ich dies damals auf die "leichte Schulter" nahm..........


    Vielleicht habe ich Dir etwas geholfen, würde mich freuen!

    Alles Gute und liebe Grüße aus Österreich
     
  3. anko

    anko Neues Mitglied

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    hallo.

    ich kann mich dani nur anschließen.

    So schnell wie möglich zum Ergotherapeutern und Schiene anlegen lassen. Müsste dir auch der HA verschreiben können.

    Wenn die Hände erst einmal abgenickt sind, hast du Schwierigkeiten mit den Fingern zu greifen.

    Gruß

    anko
     
  4. Monsti

    Monsti das Monster

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    Servus c.,

    schließe mich den anderen an. Vielleicht ein kleiner Zusatz: Gänzlich ruhigstellen tut rheumatischen Gelenken niemals gut. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Ich habe eine Orthese für mein rechtes Handgelenk, das leider sehr oft betroffen ist. Ich trage sie aber nur bei besonders beanspruchenden Betätigungen (z.B. längere Autofahren, Gartenarbeit, beim Staubsaugen ...). Über die Nacht bandagiere ich mir akut entzündete Gelenke, und zwar dick (Polster!), aber so locker, dass die Beweglichkeit kaum eingeschränkt ist. Habe ein einziges Mal die Orthese über Nacht getragen, da war der nächste Morgen die Hölle.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  5. campinosallo

    campinosallo wissbegierig

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    danke ...

    ... für eure Antworten - die sind ja wohl eindeutig *seufz*. Ich hatte gehofft, dass ich (noch) nichts machen muss, weil die Hände zur Zeit funktionieren (wie gesagt, immer als Vergleich zu der Zeit vor Medi-Beginn).

    Aber natürlich (mal wieder) gut, dass ich gefragt habe, hab schon ganz schön viel gelernt bei RO ;) !

    Liebe Grüße + 1 schönes WE von c.
     
  6. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo,
    eine Bandage oder Orthese kann ich auch nur empfehlen. Es kommt drauf an, welche überhaupt um Dein dünnes Handgelenk passt. Das ist nämlich gar nicht so einfach etwas Passendes zu finden. Sie darf ja auch nicht drücken. Der Internist meinte (vor meinen Sehnenrissen), ich sollte sie nur nachts tragen. Denn dort knicken die Handgelenke im Schlaf oft ab, je nachdem welche Schlafhaltung man hat. Und wie schon geschrieben wurde, totale Ruhigstellung ist auch nicht gut.

    Mir sind nun zwei Strecksehnen gerissen, nach der 1. OP noch einmal, dann ein böser Erguss im Handgelenk, außerdem noch M. Sudeck. Seitdem trage ich die Orthese tagsüber, wenn ich mich selbst versorge und Auto fahre. Zwischendurch lege ich sie nicht mehr ab, da ich mich dann doch bei Tätigkeiten ertappe, die Schmerzen verursachen, da ich nicht dran gedacht habe, die Orthese vorher anzulegen. Der Orthopäde ist der Meinung, dass das Handgelenk durchaus ruhig gestellt werden kann, am wichtigsten ist die Beweglichkeit der der Finger! Die kann ich auch besser mit der der Orthese bewegen. Im Urlaub, wenn ich Rundumversorgung habe, lasse ich sie weg.

    An Deiner Stelle würde ich mir so ein Ding auf jeden Fall anschaffen, es ist wichtig, dass es in einem guten Sanitätshaus angeschafft wird, so dass Du die Möglichkeit hast, mehrere Modelle auszuprobieren. Bist Du auch beim Orthopäden? Der müsste Dir auch raten können. Wichtig ist auch die Länge, meine ersten selbstgekauften waren zu kurz und gaben nicht den richtigen Halt.

    Beste Grüße von Susanne
     
  7. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo,


    wenn du zu einer Ergotherapeutin gehst, dann wird dir eine Schiene "maßgefertigt". Da ist es egal, ob das Handgelenk dünn oder dick ist.

    Jascha hat so eine maßgefertigte Schiene und hat sich noch nie beschwert, dass die irgendwie drücken würde.

    Gruß

    anko
     
  8. bise

    bise Neues Mitglied

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    kann dir nur raten, unbedingt zu einer ergo zu gehen, die auch erfahrung mit rheumis hat. am besten in eine rheumaklinik. sehr wichtig ist, dass die orthesen individuell angepasst werden und der ortho doc diese nochmals kontrolliert (er kennt das rö-bild). lass dir zeit beim anpassen. bespreche alles mit der ergo und dem doc!!!!! mehr kann dir hier nicht gesagt werden.
    gruss
    bise


    schlecht angepasste orthesen können nämlich auch schaden!
     
  9. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    hallo campinosallo,

    ich kann mich den Anderen nur anschließend; mach auf jeden Fall einen Termin bei einem rheumaerfahrenen Ergotherapeuten. Hierzu solltest Du vorher unbedingt anrufen, denn nicht jeder Ergotherapeut kaennt sich mit Rheuma aus und kann Schienen bauen, da die meisten sich eher mit Schlaganfallpatienten oder Kindern auskennen. Gleichzeitig solltest Du aber auch Krankengymnasik machen, auch um aus der Schonhaltung zu kommen. Da Ergo und KG zwei grundverschiedene Sachen sind, kann der Arzt dieses durchaus parallel aufschreiben.


    Wünsche Dir gute Besserung

    Birgit