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Darmoperation bei MTX- Einnahme

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Pepina, 19. September 2008.

  1. Pepina

    Pepina Registrierter Benutzer

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    Ein herzliches Hallo an alle!
    Gerne hätte ich mal eine Erklärung. Meine Mutter hat seit fast 20 Jahren Rheuma und nimmt seit einigen Jahren MTX. Es hat ihr sehr gut geholfen, den normalen Alltag zu meistern. Nun hat sie aber leider auch eine sehr ausgeprägte Bindegewebeschwäche die dazu geführt hat das sie plötzlich Darmbluten bekam und letztendlich nach 1 Woche Krankenhaus- Aufenthalt dringend operiert werden musste. Zu diesem Zeitpunkt war die letzte Einnahme von MTX 10 Tage her. Nun hat sie große Probleme bei der postoperativen Behandlung. Die Wunde will nicht heilen, sie muss alle 2-3 tage wieder etwas geöffnet werden(was sehr schmerzhaft ist) um sie neu zu behandeln. Nachdem nun alle Untersuchungen gemacht wurden, um auf die Ursache dessen und ihrer totalen Erschöpfung zu kommen, ist kein Ergebnis zu sehen. Organisch ist alles ok. Jetzt hat der Professor auf MTX geschimpft. Er sagt: <die Rheuma-Ärzte verschreiben das MTX ihren Patienten wie Bonbons, weil es sehr gut hilft bei Rheuma, aber wenn sie dann zu mir auf den Tisch kommen geht bei der Nachsorge gar nichts mehr.
    MTX-Patienten auf dem OP-Tisch sind das schlimmste, was einem Chirurgen passieren kann.>
    Mittlerweile ist die OP bereits 2 Wochen her und meine Mutter liegt immer noch vollkommen erschöpft und mit Schmerzen im Krankenhaus. Ein Ende ist in der derzeitigen Situation nicht abzusehen.Kann das alles wirklich nur an MTX liegen? Wenn ja, dann gnade dem der bei der Einnahme plötzlich operiert werden muss. Sind solche Probleme bekannt? Hat jemand schon Erfahrung damit? Vielleicht gibt es Tips die mir, meiner Mutter, helfen. Ich wäre euch sehr dankbar.
    liebe Abendgrüße von einer traurigen Tochter die ihrer Mutter helfen will.
     
  2. Elfe

    Elfe Neues Mitglied

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    Hallo Pepina,

    helfen kann ich Dir leider auch nicht, weil ich keine Ahnung habe, warum das so ist, es mich aber interessiert, hat der Prof. denn noch mehr dazu gesagt?
    Ich hoffe das noch ander User zu dem Thema etwas sagen können.

    Liebe Grüße
    Elfe
     
  3. Pepina

    Pepina Registrierter Benutzer

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    Weiß niemand eine Antwort???

    Schade, eigentlich hatte ich gehofft hier eine Antwort auf meine Frage zu bekommen. jetzt hoffe ich nur, das niemand der so sorglos MTX nimmt, jemals eine Not-OP und die schlimmen Nachfolgen erleiden muss.

    @Elfe, danke für deine Reaktion. Der Professor hat noch erklärt das MTX die Wundheilung erschwert und den Körper eine Wunde als Feind ansehen lässt und somit Eiterbläschen an den inneren und äußeren Wundrändern entstehen. Was das bedeutet brauch ich wohl niemandem hier weiter erklären.
    jedenfalls ist meine Mutter heute nach der 5. Nachbesserung der OP-Narben (innen u. außen) hoffentlich endlich auf dem Wege der Besserung. Ohne Mtx hätten wir sie, wie andere Patienten, bereits nach 2-3 Wochen wieder zu Hause gehabt. Übrigens ist meine Mutter erst 72 und war bis dahin, bis auf ihr Rheuma( zu rasche Vermehrung von Strptokokken im Blut u. Weichteilrheuma), immer eine gesunde kräftige Frau.

    Ich drücke euch allen die Daumen und wünsche einen schönen Sonntag
    Gruß Pepina
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    Es gibt viele Ärzte die möchten dass man MTX rechtzeitig vor einer OP absetzt, da es zu Wundheilungsstörungen kommen könnte. Andere wiederum sagen, das man MTX ruhig weiternehmen kann. Wenn du 10 Ärzte dazu befragst, wirst du auch 10 unterschiedliche Antworten bekommen. Ich habs zu kleinen Ops deren Termin absehbar waren abgesetzt für insgesamt 3 Wochen. hatte nie Probleme, meine Wunden heilten super.

    GRuss Kuki

    Zitat Rheuma-Wuerzburg:***[FONT=Times New Roman,Times,Times NewRoman]MTX muss während einer Operation nicht abgesetzt werden. Es gibt aber einige Chirurgen, denen eine MTX-Pause in den 1-2 Wochen vor und/oder nach einer Operation sicherer erscheint. Falls eine Operation ansteht, sollten Sie sich also rechtzeitig vor dem Termin bei Ihrem Operateur erkundigen, welches Vorgehen er bevorzugt. Ein einmaliges oder auch zweimaliges Aussetzen der MTX-Therapie verschlechtert das Rheuma nicht.***

    Zitat Derma.de ***[/FONT]Gelegentlich können Schleimhautgeschwüre (z. B. im Mund, Magen und Darm), Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Störung der Blutbildung und Wundheilung auftreten.***
     
  5. CrazyDevil

    CrazyDevil Guest

    Ich glaube, dass hier niemand sorglos Mtx oder ein anderes Immunsupressiva (zu denen auch Kortison gehört) nimmt. Wundheilungsstörungen gehören mit zu den Nebenwirkungen solcher Medikamente. Bei meiner Bandscheibenoperation habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass den Ärzten weniger das Basismedikament (in meinem Fall war es Arava) Sorgen bereitet sondern vielmehr das Kortison auch in geringer Dosierung (bei mir 2,5 mg).


    Zu dem Problem deiner Mutter kann ich nichts sagen, weder ist es mir so ergangen wie deiner Mutter, noch bin ich Arzt. Auch die Äußerungen des Professors möchte ich unkommentiert stehen lassen, nur soviel er ist halt Chirurg und kein Rheumatologe.
    Es tut mir leid, dass deine Mutter so große Probleme mit der Wundheilung hat und wünsche ihr gute Besserung.
     
  6. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Jeder anders..........

    Ich hatte unter Basis MTX und Cortison meine Hüft-OP. Null Probs, super Heilung - Fäden nach 6 Tagen gezogen, Rest in 3 Wochen völlig geheilt.

    Unter Cortison hatte ich meine Bauch-OP, meine Kiefer-OP, meinen gebrochenen Fuss, meine Hand-OP und nie Probleme.

    Ich denke, daß gutes Heilen letztlich auch von der Gesamtkondition des eigenen Körpers abhängt, von der Ernährung, von den Dingen, die Blut und Muskeln, Nerven und Haut brauchen, um zu funktionieren.

    Ich bin Diabetiker und habe NULL Probleme mit irgendwelchen Heilungsvorgängen. Ich nehme täglich Cortisone u.a. - also denke ich mal, ist das auch wieder individuell vom eigenen System abhängig.

    Deiner Ma alles Gute, schnelle Heilung und dauernde Besserung

    PUMPKIN
     
  7. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo,

    House ---> mtx ist flächenbombardement! ;)

    persönlich würde ich die entscheidung selber treffen,
    weil ich die einzige bin, die spürt, wie mir mtx bekommt.
    alles andere steht nur auf dem papier, und das fühlt bekanntlich nix.
    aufgrund gemachter erfahrungen würde ich kurzfristig
    pausieren. selbstverständlich höre ich ansonsten auf
    meinen arzt ;)

    gruss marie
     
  8. Pepina

    Pepina Registrierter Benutzer

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    Danke für die Kommentare

    Danke an alle die sich die Mühe gemacht haben über mein/unser Problem nachzudenken und für die Erfahrungsberichte.
    Da hat meine Mutter scheinbar ein besonderes Pech mir ihren Problemen.
    Aber ich weiß auch das sie MTX weiter nehmen wird, weil es ihr das Leben erträglicher macht. Sie sagt, besser einmal sowas als jeden Tag das Dilemma.
    Heute Nachmittag ist ein kleines grünes Lämpchen aufgegangen------sie wird es überstehen---und das ist das Wichtigste. Danke sagt Pepina
     
  9. Siggy

    Siggy Siggy

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    Glaub das nicht

    Hallo ihr alle,
    bin seit heute neu ihr uns lese gerade gespannt die Beiträge.
    Jetzt geb ich mal meinen Senf dazu.
    Vielleicht sollten die Ärzte ja mal auf ihre Hygiene bei den OPs
    schauen!

    Ich hatte vor 1 1/2 Jahren eine Bauchdecken-Hernien-OP,weil mein
    Bindegewebe so schwach war und gebrochen war.
    Anfangs ging man von einem Schnitt von ca. 10 cm von Brustbein runter
    aus.Als ich aufwachte,dachte ich,ich krieg mich nicht mehr ein vor Schmerzen,worauf die Schwester nur bemerkte,"bei dem riesen Schnitt",kein Wunder.
    Na was solls, waren halt dann gut 35 cm Narbe,alles war so kaputt,mussten während der OP immer mehr flicken:D
    Ich spritze seit 3 Jahren Metex 17,5 mg und bin dazu noch Diabetikerin(seit Hochdosistherapie mit Cortison).Diabetikern sagt man ja auch Wundheilungsstörungen nach.
    Bei mir war alles auf jeden Fall null Problemo,alles ist super abgeheilt und ich hab die Klinik nach 10 Tagen verlassen.Heute sieht man nur noch nen schmalen Strich.
    Im Juni diesen Jahres hatte ich Carpal-Tunnel-OP. Auch diesmal mit der Wundheilung keinerlei Probleme.
    Habe Metex nie abgesetzt und mir wurde auch abgeraten,das zu tun,da sonst starke Schübe auftreten könnten.
    lg Sieglinde
    (Ich leide seit 2001 an Polymyalgia Rheumatica,Diagnose erst 2005)