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Darf manuelle Therapie so weh tun?

Dieses Thema im Forum "Physiotherapie, Ergotherapie, Sport usw." wurde erstellt von Lächeln, 15. August 2013.

  1. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich habe wegen Ischiasbeschwerden mauelle Therapie verordnet bekommen. Ursache ist eine Skoliose der Wirbelsäule mit Osteochondrose.
    Vor Jahren hatte ich massive Probleme damit, die während eines mehrjährigen Aufenthalts in einem afrikanischen Land völlig verschwunden sind. Nun sind wir seit 4 Jahren wieder in Deutschland und seit einigen Monaten beginnen die Schmerzen wieder. Ich wollte rechtzeitig was tun und bin zum Orthopäden, der mir die Manuelle Therapie verschrieben hat.

    Die Frau, die das macht, übt sehr viel "Gewalt" auf meine Wirbelsäule und die Umgebung aus. Nach dem ersten Termin hatte ich einen schmerzhaften blauen Fleck neben der Wirbelsäule. Das zweite Mal war sie etwas sanfter. Das dritte Mal war sehr schmerzhaft und in der darauffolgenden Nacht hatte ich solche Schmerzen, dass ich nicht mehr wusste, wie ich liegen soll und Schmerzmittel nehmen musste. Heute Nacht war es etwas besser, aber gegen Morgen konnte ich wieder nicht mehr liegen. Jetzt hab ich gerade ein warmes Kirschkernkissen im Kreuz.

    Das kann doch nicht in Ordnung sein, was diese Frau macht, oder? Ich hab jetzt viel mehr Schmerzen als vor der Behandlung.
    Was meint ihr?

    LG
    Lächeln
     
  2. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    Nein. das ist nicht richtig. sie muss schon vorsichtiger sein, die bricht dir ja noch was.das durch kg erstmal eine leichte verschlimmerung entsteht, istam Anfang schon fast normal.MuskelAufbau. neue Bewegungen.aber nicht so. mein kg hat am Anfang eigentlich auchnur seichte Sachen gemacht, trotzdemhatte ich über Tage heftigsteschmerzen. da hab ich sie gewarnt.nun macht sie noch vorsichtiger undsanfter. manchmal verweigere ich auch.das ist mir wurst.das sind ja meineschmerzen.sprich nochmal mit ihr. wenn sie sich weiterhin nicht so einfühlen kann,such dir bloß eine andere. manbraucht manchmal Jahre, ehe manjemanden findet, wo alles paßt.
     
  3. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    Huhu
    Also ich kann puffelchen nur zustimmen.
    Anfangs tat es bei mir auch mehr weh u meine ergotante ist echt sanft, aber sie erklärte es mir auch, schließlich wühlt sie ja doch auf. Aber es sollte nicht so ausarten das du blaue flecken hast u zusätzlich schmerzmedis brauchst. Ziel der therapie ist ja zu reduzieren net zu steigern. Ggf such dir echt ne andere, sprich aber vorher offen mit ihr, evtl hilft es ja schon.
    Meine geb ich nicht mehr her, mittlerweile frage ich erst sie bei starken schmerzen bevor ich mir vom doc ne spritze geben lasse, leider klappts net immer...wie derzeit aber ne große hilfe ist sie auf jeden fall. Hoffe ich bekomme noch ne weitere verordnung, denn das ist jetzt die dritte 10er serie in folge....
     
  4. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Danke für eure Antworten. Ich stimme euch zu, dass gewisse Beschwerden durch die Behandlung anfangs normal sind. Ich hatte ja schon früher KG wegen dem Rücken - aber so zugepackt hat noch nie jemand.

    Bei mir kommt erschwerend dazu, dass ich an einer posttraumatischen Belastungsstörung leide. Und deshalb löst es bei mir zusätzliche Ängste aus, wenn jemand grob mit mir umgeht (besonders, wenn es eine Frau ist, da mein Trauma durch meine Mutter ausgelöst wurde).

    Ich habe inzwischen mit der Praxis telefoniert und hatte den Chef dran. Wir haben vereinbart, dass ich die weiteren Termine bei jemand anders bekomme. Heute gehe ich aber nicht hin. Ich möchte am Samstag in den Urlaub fahren und sollte ca. 4 Stunden am Steuer aushalten, damit mein Mann mit dem Motorrad fahren kann. Dann kann er immer mal wieder für ein paar Stunden mit dem Motorrad abdüsen und ist nicht so eingeschränkt in seinen Urlaubsmöglichkeiten durch mich.

    Nun muss ich für heute eine gute Mischung finden zwischen Rücken schonen/pflegen und dem Nötigsten, was vor dem Urlaub noch getan werden muss. Zum Glück wäscht die Waschmaschine ganz alleine!
     
  5. bise

    bise Neues Mitglied

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    manuelle therapie ist sehr, sehr sanft; sie sollte niemals weh tun. dann läuft etwas "falsch".
    manuelle therapie ist eine fortbildung. um sie ausüben zu dürfen, muss der betreffende ein spez. zertifikat erworben haben!!!!!
    gerade bei diesen techniken kann man nämlich vieles falsch machen, sobald therapeut keine ahnung hat.
    tipp: erkundige dich doch mal bei deiner krankenkasse, ob die KG praxis überhaupt manuelle therapie abrechnen kann und falls ja, wer von den therapeuten das entspr. zertifikat vorgelegt hat.
    denn ohne zertifikat kann in der gkv niemals manuelle therapie abgegeben und abgerechnet werden.

    (es gibt nämlich auch einige schwarze schafe, die ohne fobi bzw. ohne ahnung manuelle therapie abgeben......).
    ein anruf genügt und du weisst bescheid.
    es ist deine gesundheit und du hast später den schaden, dann für immer und ewig.

    lg

    berichte mal, was die erkundigung gebracht hat.
     
  6. anurju

    anurju anurju

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    Hallo,

    also bei mir tut manuelle Therapie auch oft weh - aber die Wirkung kommt dann ca. am 2. Tag danach. Und für diese Erleichtung lohnt sich (in meinem Fall) etwas Quälerei...

    Ganz anders ist Lymphdraninage (ich glaube, die meint Bise) - das ist eher ein sanftes Streichen und tut garnicht weh.
    Manuelle Therapie ist genau wie Lymphdrainage eine Zusatzausbildung - somit kann das nicht automatisch jeder Physiotherapeut.

    Manuelle Therapie soll Strukturen dehnen, lockern und damit die Statik positiv beeinflussen. Dabei werden auch oft sog. Triggerpunkte "bearbeitet" und weil dort sehr viele Nerven verlaufen tut diese Behandlung weh - führt aber dazu, dass danach Muskeln und sehen wieder besser arbeiten.
    Ich hatte auch manchmal blaue Flecken - die bekomme ich durch meinen Kollagenoseanteil aber auch sehr schnell. Sollte eigentlich nicht passieren bzw. du solltest darauf auf jeden Fall hinweisen...

    Wenn die Schmerzen zu groß ist, solltest du auf jeden Fall deutlich Bescheid sagen... darauf sind die Therapeuten ja auch angewiesen.
    Generell sollte man bei einer Behandlung nicht so starke Schmerzen haben, dass z.B. Reden unmöglich wird - so hat mir das mal mein supertoller Physiotherapeut erklärt - ein bisschen Zähne zusammenbeißen oder aushalten ist normal - aber eben nur bis zu einer gewissen Schmerzgrenze, die allerdings ja auch individuell verschieden ist.

    Liebe Grüße und hoffentlich einen guten Erfolg der Anwendungen wünscht dir
    anurju
     
  7. bise

    bise Neues Mitglied

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    ich meinte nicht die lymphdrainage, ich meine manuelle therapie.
    begründung:
    bei einer arthritis werden (sobald diese nicht vollständig gestoppt werden kann) immer auf dauer die bänder, sehnen, muskeln in mitleidenschaft gezogen. die entzündung greift über.
    dadurch wird das gewebe höchst empfindlich, ist nicht mehr so belastbar wie gesundes; angegriffene sehnen, bänder können reissen. daran sollte der therapeut immer denken.
    darum gilt es schmerzen zuvermeiden. denn schmerzen bedeutet eingriff in die strukturen.
    es gibt rheuma docs, die sich aus dem grunde weigern, manuelle therapie zu verordnen. es handelt sich dabei oft um docs, die vor ihrem studium den beruf des krankengymnasten erlernt und ausgeübt haben und während ihres studium sich durch diesen job ihren lebensunterhalt verdient haben. sie wissen um die gefahren. ausserdem an der wirbelsäule mit gewalt manuelle therapie ausführen? das macht mich schon stutzig. da gibt es durchaus wirkungsvolle ganz sanfte methoden, um zu helfen.
    @Lächeln, erkundige dich mal bei der krankenkasse s.o.
    lg
     
  8. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Danke für eure Antworten. Im Moment bin ich eher mit "überleben" und Urlaubsvorbereitungen beschäftigt. Die Krankenkasse kann ich ja nach dem Urlaub mal anrufen und mich erkundigen (die Frage an sich finde ich schon interessant, danke für den Tipp!).
    Das Rezept für die manuelle Therapie hab ich vom Orthopäden verordnet bekommen. Ich brauch ja bald eine Anschlussverordnung, da kann ich auch bei dem nochmal fragen, was er sich für eine Behandlung vorstellt. Aber vorher sehe ich ja dann, wie der nächste Physio die Aufgabe anpackt - und was es mir bringt.

    Vielleicht kann ich beim nächsten Termin beim Rheumatologen im Oktober mit dem besprechen, ob er auch die Behandlung der Wirbelsäule mit in seinen Bereich aufnimmt. Wäre sicher gut, wenn das in der Hand eines Arztes liegt und nicht bei zwei verschiedenen. Aber als ich den Orthopädentermin ausgemacht habe, wusste ich noch nicht, dass ich was Rheumatisches ausbrüte und einen Rheumatologen aufsuchen werde.
     
  9. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Juhu, ich hab meinen Physiotherapeuten wieder, der letztes Jahr so gut war und meine Schulter wieder voll hinbekommen hat. Er hat in der Ausbildung bei einem Osteopathen gearbeitet und das merkt man voll.

    Hab gerade eine Behandlung gehabt - tut z.T. auch weh, aber er geht sehr sorgfältig ran, tastet sich an die Schmerzgrenze an, fragt nach.

    Bei weiteren Verordnungen werde ich gleich nach Terminen bei ihm fragen!
     
  10. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Bei mir tut MT nur weh, wenn meine Muskulatur wieder recht verquollen ist. Und wenn ich dann sage, es tut arg weh, dann macht sie auch vorsichtiger.