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CP oder reaktive Arthritis - Hiiiiiiilfe

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von oliver1965, 30. Oktober 2006.

  1. oliver1965

    oliver1965 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2006
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    Hallo,

    nachdem ich schon seit Tagen hier im Forum nach vergleichbaren Krankheitsbildern suche, und nicht wirklich schlauer werde, habe ich mich dazu entschlossen, Euch meine Krankengeschichte zu schreiben. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir antworten würdet, da ich aufgrund der enormen Schmerzen und dem Hin- und Her zwischen den Ärzten einfach nicht mehr weiter weiß.

    Ich bin 41 Jahre alt und leide seit meinem 19. Lebensjahr an der Krankheit Morbus Bechterew (HLA B27), welcher mit 23 Jahren bestätigt wurde. Mit 24 Jahren und 35 Jahren hatte ich einen Fersensporn, zusätzlich mit 35 Jahren eine Regenbogenhautentzündung links. In den nunmehr über 20 Jahren Bechterew-Historie habe ich zwar oft Schmerzen gehabt, zeitweise auch stärkere Schmerzen, aber im Großen und Ganzen will ich mich nicht beklagen. Die Beweglichkeit meiner Wirbelsäule ist auch noch recht passabel. Zwischen dem 37. und 39. Lebensjahr hatte ich kaum Probleme. In den letzten 15 Jahren habe ich Azulfidine RA als Basistherapie genommen, davon die ersten 5 Jahre 2 Gramm und die letzten 10 Jahre 1 Gramm.

    Im Februar 2006 habe ich starke Schmerzen in dem rechten Fußzehen 2,3 und 4 mit Schwellung des kompletten Vorfußes bekommen. Die Schwellungen der Zehen und des Vorfußes waren so stark, dass ich mir mehrfach größere Schuhe kaufen musste. Daraufhin habe ich eine Cortison-Stoßtherapie begonnen. Als das Cortison ausgeschlichen wurde, kamen die Schmerzen sofort wieder. Zusätzlich habe ich Voltaren-Resinat 2 x 75 mg bekommen. Danach habe ich noch zweimal Cortison-Spritzen erhalten. Als dies auch nichts gebracht hatte, bekam ich eine Radiosynoviorthese an den Fußzehen und an der linken Schulter, weil man im Rahmen der Vorbereitung zur Radiosynoviorthese im Szintigramm auch dort eine Entzündung festgestellt hatte. Nach der RSO waren die Schmerzen und Schwellungen 80 % weniger.

    Im Juli 2006 kam dann ein stark schmerzendes und geschwollenes Sternoclaviculargelenk links, zweitweise Schmerzen in den Ellbogen und vereinzelt stechender Schmerz in den Fingern dazu.

    Nun der Grund, warum ich am Verzweifeln bin und Euch schreibe:

    Seit August 2006 (über Nacht) extrem starke Schmerzen in beiden Händen und Füßen. Schmerz zeigt sich stark brennend und stechend. Schmerzen sind abends bzw. nachts am stärksten. Finger und Fußzehen schwellen an (Gefäße treten heraus). Wenn die Schmerzen am stärksten sind, kommt oft ein Brennen der Unterarm-Innenflächen hinzu. Zeitweise gehen starke Krämpfe durch den Körper, Blutgefäße fühlen sich "prall" an und sind stark schmerzhaft.

    Aufgrund dieser Symptome bekomme ich seit September 2006 Cortison, anfangs 30 mg, inzwischen 7,5 mg und wöchentlich Humira 40 mg und zusätzlich seit Oktober 2006 Methotrexat 15 mg (Spritze). Unter dieser Therapie sind die Schmerzen des rechten Vorfußes, der Zehen und des Sternoclaviculargelenks nicht mehr schmerzhaft. Die extremen Schmerzen der Hände sowie der Füße (Brennen und Stechen) sind jedoch geblieben, wobei die Schmerzen nach der Humira-Spritze für 3 bis 4 Tage schwächer werden und bis zur nächsten Spritze fast nicht auszuhalten sind. Benötige dann Metamizoltropfen, die aber max. 2 Std. Linderung bewirken. Da meine Blutwerte inzwischen wieder mehr als im grünen Bereich liegen, BSG 2 und CRP 1 mg/L, die Hände im MRT nur noch leichte Entzündungen zeigen, habe ich das Gefühl, dass mir die Ärzte meine Schmerzen für gering halten und momentan kein Handlungsbedarf sehen.

    Dies hat mich dazu veranlasst, eine Blutuntersuchung auf Borrelien sowie Yersinien durchführen zu lassen.

    Borr.-Westernblot IgM p83, p41, p39, p34
    Yersinien IgA-ELISA 130
    Yersinien IgG-ELISA > 150
    Yersinien IgA-Blot positiv
    Yersinien IgG-Blot positiv

    Der Internist hat mir gleich 4 versch. Antibiotikas verschrieben, die ich 3 Monate nehmen soll. Da das Immunsystem durch Humira und MTX ja sowieso schon stark heruntergesetzt wird, habe ich natürlich Bedenken, obwohl ich es gerne ausprobieren würde.

    Wenn ich meinen Rheumatologen auf Yersinien ober Borrelien anspreche, winkt er leider nur ab. Ich glaube aber mittlerweile daran, weil die Schmerzen in den Händen und Füßen nach über 20 Jahren M.B. über Nacht gekommen sind und auf Humira so gut wie gar nicht reagieren.

    Hier nun ein paar Fragen an Euch:

    1. Hat jemand von Euch eine ähnliche Geschichte?
    2. Kann man so starke Schmerzen in den Händen und Füßen haben trotz inzwischen absolut unauffälligen Entzündungswerten im Blut?
    3. Ist es möglich, dass man im MRT bei einer reaktiven Arthritis durch Yersinien weniger Entzündungen sieht als z. B. bei CP?
    4. Gibt es einen empfehlenswerten Arzt, der aus der Rheumabrille und gleichzeitig aus der Infektionsecke den Sachverhalt ganzheitlich betrachtet?
    5. Hat jemand Erfahrungen mit der Einnahme von Humira plus Antibiotikum?
    6. Macht es Sinn, ein Szintigramm der Hände und Füße durchführen zu lassen, obwohl man im MRT wenig sieht?
    7. Kennt jemand auch geschwollene, heraustretende Gefäße an den Fingern?
    8. Können die Schmerzen auch durch die jahrelange Einnahme von Azulfidine RA als Nebenwirkung kommen?
    9. Gibt es jemanden von Euch bei dem Humira nach der Spritze für max. 4 Tage Wirkung zeigt und danach die Schmerzen wieder kommen?

    Ich würde mich über Eure Antworten sehr freuen, da es mir zunehmend schwer fällt, meinen Arbeitsalltag zu bewältigen und nachts Schlaf zu finden.

    Vielen DANK im voraus.
    Liebe Grüße
    Oliver
     
  2. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Saarland in der Landeshauptstadt
    Hallo Oliver,

    wow - du bist ja mächtig gebeutelt. :confused: :eek: :confused:

    Leider kann ich nichts Erhellendes beitragen, möchte dich aber dennoch hier herzlich willkommen heißen.

    Alles Guuuute!
    Rosarot