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cP mit starken Schmerzen der Hände

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von preusserle, 19. April 2004.

  1. preusserle

    preusserle Guest

    Ich habe seit 3 Jahren chronische Polyathritis. Ich nehme zur Zeit 20mg MTX (demnächst gespritzt) und Kortison. Seit geraumer Zeit habe ich sehr starke Schmerzen in den Handgelenken, mit starkem Kraftverlust und Schwellungen.
    Hat jemand ähnlich Erfahrungen und kann mir helfen? Mein Arzt meinte, das ich mich evtl. einem Handchirurgen anvertrauen soll, der das entzündliche Gewebe entfernen kann. Ich weiß mir zur Zeit nicht zu helfen, da die Schmerzen mich in meinem Alltag sehr stark einschränken.
     
  2. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo Preusserle,
    eine Synvektomie im Handgelenk soll gut überlegt sein und darf nur in einer rheumatolog. Fachklinik, die so etwas oft macht, durchgeführt werden. Das Problem dabei ist, wenn Du nicht richtig eingestellt bist, kommt die Entzündung wieder und das Drama geht wieder von vorn los. Ich habe in beiden Handgelenken RSOs machen lassen, gleich zu Beginn meiner MTX "Karriere". Das sind radioaktive Spritzen, die die kranke Gelenkinnenhaut beseitigen. Das hat aber nicht vorgehalten, da ich auch noch bei MTX Tabletten und nur 5 mg Cortison war. Ich habe dann MTX Spritzen gekriegt, die schonmal besser wirkten aber immer noch nicht ausreichend, dann Cortisonerhöhung auf 10 mg und zusätzlich Azulfidine. Das habe ich aber nicht vertragen. Meine cP wurde so aggressiv, dass ich dann an der Humira Studie teilnehmen durfte, Humira plus MTX Spritze plus 10 mg Predniloson plus Mobec haben dann allmählichlich zu einem Stillstand der Entzündung geführt, meine Hände sind aber nicht mehr belastbar. Ich habe einfach zu spät mit einer Basistherapie begonnen, da war schon viel Schaden angerichtet.
    Ich hoffe, Du hast einen guten internistischen und einen ebenso guten orthopädischen Rheumatologen. Du musst jetzt auf jeden Fall bei beiden am Ball bleiben und sofort nachhaken, wenn MTX als Spritze nicht optimal wirkt. An Deiner Stelle würde ich jetzt schon nach Azulfidine zusätzlich fragen.
    Beste Grüße von Susanne
     
  3. preusserle

    preusserle Guest

    Hallo Susanne,
    vielen Dank für deinen Rat. Ich hatte vergessen zu sagen, dass ich Sulfasalazin schon von Anfang an nehme. Ich denke von der Basismediakation bin ich schon recht gut eingestellt. Allerdings bekomme ich die Schmerzen nicht in Griff.
     
  4. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo Preusserle,
    wenn Du schon Cortison, MTX, Sulfasalzin nimmst - ich habe noch Mobec dazu genommen - und Du hast weiterhin Schwellungen und Schmerzen, Kraftlosigkeit: sprich den Arzt auf jeden Fall auf Enbrel oder Humira an. Die Entzündung muss weg, sonst hat eine OP auch keinen Sinn. Gruß Susanne
     
  5. pettersilia

    pettersilia Teufele

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    Hallo Preusserle,

    ich kenn dein Problem sehr gut aus eigener Erfahrung:
    Erst fings mit der linken Hand an, konnte kaum noch was machen, keine Kraft und auch keine Beweglichkeit. Dann schwollen meine Finger an, wurden dick und dicker und konnte sie kaum noch bewegen.
    Das Gleiche wiederholte sich mit der rechten Hand.
    Meine Ringe mussten mit der Zange aufgezwickt werden, nix ging mehr.
    Ich konnte nur noch mit Armschienen arbeiten.
    Und dann klappten die Medikamenteneinstellungen nicht.
    Fing an mit Resochin, dann kam MTx dazu, als Tabletten und dann gespritzt.
    Über verchiedene Kombinationshöhen mit Arava, bin ich jetzt bei 15 mg MTx (Spritze) und Sulfasalazin ( 2-0-2) gelandet. Zusätzlich nehm ich noch Vioxx und Cortison. Und siehe da, nach zwei Jahren gingen die Schwellungen und Schmerzen langsam zurück. Ist zwar noch immer nicht so ganz toll, aber ich konnte Vioxx halbieren und Cortison auf 5 mg runterschleichen.
    Und langsam kommt ein bisschen Kraft in die Handgelenke zurück.
    Nicht verzagen...
    Liebe Grüße - Mary
     
  6. Rubin

    Rubin Mitglied

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    Hallo Preusserle,

    die Probleme mit beiden Handgelenken kenne ich zur Genüge. Sie sind inzwischen auffällig deformiert - und das, trotz angeblich optimaler Einstellung mit meinen damaligen Medikamenten.

    Erst seitdem ich *ENBREL* spritze, sind die Schmerzen/Schwellungen so gut wie verschwunden. Von verschiedensten Fachärzten ist mir geraten worden, möglichst (vorerst) nichts an meinen Handgelenken operieren zu lassen. Diese Eingriffe sollen gerade an diesen Gelenken äußerst schwierig sein.

    Mir wurde weiterhin empfohlen, solange ich meinen Alltag mit den problematischen Handgelenken/Fingern einigermaßen regeln kann, von den Handchirurgen Abstand zu nehmen.

    Alles Gute für Dich.....

    Rubin
     
  7. anko

    anko Neues Mitglied

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    Handgelenksschienen

    Hallo preusserle,

    mein Sohn hat auch öfter Probleme mit den Handgelenken. Er hat von der Rheumatologin speziell von der Ergotherapeutin angefertige Handgelenksschienen. Damit geht es ihm wesentlich besser. Die Schmerzen in Ruhe werden besser und bei Arbeiten wird das Handgelenk geschont.

    Wenn meine Handgelenke mucken trage ich grundsätzlich Ledermanschetten. Die sind zwar nicht so gut wie die Schienen, unterstützen aber schon ein wenig.

    Auf einem Rheumasemiar haben wir mal begebracht bekommen, dass man bei Handgelenksbeteiligung immer Handgelenkschienen tragen sollte, damit Fehlstellungen verhindert werden. Denn in der Schonhaltung, also angeknickt, sind die Finger ziemlich gerade. Du kannst so nicht zupacken und nichts. Wenn das Handgelenk gerade stabilisiert ist, dann können die Finger besser zu einer Faust zusammenkommen und diese Haltung ist für alle möglichen alltäglichen Dinge sehr wichtig. Probiers mal aus.

    Gruß

    Anja