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Cortisonintoleranz

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von Sternenhimmel, 31. Oktober 2012.

  1. Sternenhimmel

    Sternenhimmel Neues Mitglied

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    Hallo alle zusammen , ich bin neu hier und möchte wissen wer Cortisonintoleranz von euch hat .
    Mein ANA ist über 5'000 und mein Arzt wollte mir erneut C. geben bzw. Lodotra ( vertrage ich aber nicht , mein Körper spielt verrückt wie z.B. Ameisen laufen und Juckreiz am ganzen Körper ).

    LG aus Thüringen
     
  2. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Mondaufgang,
    auch wenn ich dir zu deiner Frage nichts sagen kann, möchte ich dich trotzdem herzlich willkommen heißen. :)
     
  3. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Mondaufgang,

    ich begrüße dich auch im Forum.

    Habe keine Cortisonintoleranz, nehme Cortison durchgehend in unterschiedlichen Dosierungen schon seit 1994. Außerdem produziert mein Körper auch selbst Cortisol-Cortison.

    Ich hab aber eine Penicillinallergie/Unverträglichkeit und dabei schreckliche Hautausschläge und Juckreiz, besonders auf Amoxicillin, das ich nun nie mehr nehmen darf, weil ich darauf sogar in die Klinik musste.
     
  4. Rosalind

    Rosalind Mitglied

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    Cortison

    Hallo Mondaufgang,

    es ist wirklich ausgeschlossen, das jemand gegen Cortison eine Unverträglichkeit zeigt. Es ist ein lebensnotwendiges Körper-eigenes Hormon.

    Dagegen kann es sehr gut sein, dass solche Nebenwirkungs-Symptome, die auch schwerwiegend sein können, bei Lodotra auftreten, da hier das Prednisol (also das Cortison) in einer Kaspsel verpackt ist, damit das Kortison langsam und erst in den frühen Morgenstunden freigesetzt wird. Man verträgt dann die Hülle bzw. die Zusatzstoffe nicht.

    Pures Kortison (egal in welcher biologischer Variante) ist immer verträglich.
    Es gibt dazu gute und leicht zu beachtende Regeln, die man allerdings strikt beachten sollte.


    Man sollte allerdings bedenken, dass hohe Dosen (> 30 mg/ Tag) bzw. eine Lanzeittherapie (mehr als 4 Wochen) mit Kortison (dann auch niedrige Dosis) zu einer reduzierten Immunantwort führt, die insbesondere zu Infekten der Haut (Viren, Pilze) führen kann. Das kann dann auch Jucken und einen Ausschlag ergeben. Ein guter Internist erkennt das sofort.

    Ich würde mal die "nackte" Version von Kortison testen (statt Lodotra), die muss man leider morgens in der Früh schlucken, und nicht vor dem Schlafengehen. Aber es minimiert die Nebenwirkungen.

    Herzlichst,
    Rosalind
     
  5. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    schließe mit dem an, was Rosalind gesagt hat.
    Nur noch ein Tip: Juckreiz kann ganz ganz viele Gründe haben... nicht nur körperliche.
    Eine höhere Cortisondosis kann sehr wohl "Stimmungsschwankungen" usw. auslösen.

    Evtl. kannst Du die für Dich ausreichende Menge finden, die Dir noch keinen Juckreiz bringt.

    Mir hilft gegen die furchtbare Nervosität bei 50mg seeehr viel Baldrian.
    Sonst funktionieren auch - frag den Arzt danach - ganz "normale" Tabletten gegen Allergien.
    Die helfen auch, ruhiger zu werden.
    (Auch wenn es - wie Rosalind schon schrieb - wohl keine Cortisonallergie gibt!)

    Kati
     
  6. Cavallina

    Cavallina Neues Mitglied

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    Hallo Mondaufgang,

    es ist wohl richtig, dass es keine "Allergie" in dem Sinne gegen Cortison gibt, da der Körper ja selbst auch dieses Hormon produziert und wir ohne Cortisol wohl alle tot wären ;). Allerdings habe ich auch massive Probleme mit der Einnahme von Cortison :(. Mir wird davon ziemlich übel (trotz Magentabletten). Und ich habe bisher immer die "nackte" Variante von Prednisolon genommen (schmecken leider auch ziemlich ekelhaft). Und da ich auch noch unter Asthma leide, sollte ich eigentlich regelmäßig Cortisonsprays zum Inhalieren nehmen. Aber selbst davon bekomme ich die volle Palette an Nebenwirkungen (Heiserkeit, Husten, Kratzen im Hals bis hin zu Halsweh und dem Gefühl, einen Infekt zu haben). Es scheint also keine Allergie in dem Sinne zu sein, sondern manch einer reagiert eben vermehrt mit den Nebenwirkungen oder auch die Zusatzstoffe der Medikamente bzw. die Kombi lösen Unverträglichkeiten aus. Das hatte ich mal ganz extrem mit einer cortisonhaltigen Salbe, bei der ich auf die Basiscreme allergisch reagiert hatte :rolleyes:. Ich versuche, Cortison möglichst zu meiden und wenn, dann in der geringsten wirksamen Dosis über den kürzesten möglichen Zeitraum einzunehmen. Aber vielleicht hilft dir wirklich auch schon eine andere Darreichungsform oder eine andere "Medikamentenmarke". Sprich am besten mit deinem Arzt darüber ;).

    Grüßle,

    Cavallina
     
  7. Mondi1

    Mondi1 Registrierter Benutzer

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    Hallo Mondaufgang

    Ich hatte schon einige Cortisonstösse mit Prednisolon. Am Anfang ging es mir dabei nicht gut-es ging bis zum Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel. Es lag aber letztendlich daran das sich Arcoxia nicht mit dem Prednisolon vertragen hat. Danach war die Einnahmne immer ohne Nebenwirkungen.

    Nun habe ich vor 3 Wochen Lodotra 2 mg verordnet bekommen um die Morgensteifigkeit zu lindern. 2 Tabletten und ich hatte eine Steroid-Akne die sich gewaschen hat. Pusteln, Quatteln und Juckreiz. Ich habe mal etwas rumgegoogelt und bin darauf gestoßen das Prednison und Prednisolon ein wenig unterschiedlich zu sein scheinen. Eines muss wohl noch umgewandelt werden.
    Evtl liegt es daran?

    Liebe Grüsse
    Heike
     
  8. Sternenhimmel

    Sternenhimmel Neues Mitglied

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    Hallo alle zusammen !

    Erstmal vielen Dank an euch alle die mir so schnell geantwortet haben . Ich weiß sehr wohl das es auf Cortison KENE
    Allergie gibt aber sicher eine Intoleranz d.h. das der Körper wenn er von außen Cotison bekommt eine Überschießende Reaktion zeigt . Da ich auch eine Histaminintolleranz habe stelle ich mir das so ähnlich vor . Ich habe natürlich schon niedrige Dosen von Prednisolon bekommen von 5mg und der Körper reagierte nach 2 h mit Juckreiz und das jedesmal aufs neue so das ich mich jetzt ganz und gar dagegen sträube es einzunehmen , auch wenn die ANAs über 5'000 sind .

    Schade ich hatte gedacht das es unter euch Mitglieder gibt die darauf ähnlich reagieren

    LG aus Thüringen
     
  9. Sassi

    Sassi Neues Mitglied

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  10. Sternenhimmel

    Sternenhimmel Neues Mitglied

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    Vielen Dank Sassi , na die Seite habe ich mir doch gleich ausgedruckt , denn meine Hausärztin ist auch eine die es nicht glaubt , aber der Rheuma. Doc läßt mich in Ruhe , ich möchte mich aber für Notfälle absichern und mir es auch bei gelegenheit schriftlich geben lassen , damit ich nicht irgendwo mal Kortison bekomme .

    Vielen Dank aus Thüringen
     
  11. Mondi1

    Mondi1 Registrierter Benutzer

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    Huhu !

    Hallo Sassi!
    Das hab ich auch mal gleich gelesen, danke schonmal;)

    Mein Doc hat mir das so erklärt-also in meinem Fall: Oft in Zusammenhang mit Krebsmitteln ( hier bei mir Metex FS) käme es zu allergischen Reaktionen der Haut. Er hat lamge auf einer Krebsstation gearbeitet und dies immer wieder beobachtet Chemomittel und Cortison. Was er noch meinte ist-diese Reaktion könne auch nur einmalig auftreten, es kann sein, das man bei wiederholter Einnahme keinerlei allergisch Reaktion mehr zeigen würde.
    Ich für meinen Fall hab jetzt schon 3 Wochen damit zu tun( und es kann 3 Monate anhalten)und werde halt wohl oder übel die Morgensteifigkeit behalten-Lodotra nehm ich nicht mehr.
    Wünsche dir noch einen schönen Abend

    Heike
     
  12. Cavallina

    Cavallina Neues Mitglied

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    Hallo,

    das scheint meinem Hausarzt irgendwie auch noch nicht bekannt zu sein, dass es tatsächlich Allergien auf Cortison gibt :confused:. Danke für den Link. Der nimmt mich da leider auch nicht so ganz ernst, wenn ich ihm sage, dass mir das Cortison irgendwie nicht so gut bekommt. Dabei habe ich eben auch irgendwie das Gefühl, dass es meinem Körper einfach nicht gefällt, wenn Cortison zusätzlich von außen zugeführt wird. Denn Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kann ich ausschließen, da ich wenn ich Cortison nehme keine weiteren Medikamente einnehme (außer eben Magentabletten und da steht bei beiden nichts von Wechselwirkungen drin und ich hab die Probleme auch ohne die Magentabletten). Angesichts der Nebenwirkungen bei mir stehe ich einer Einnahme von Cortison leider auch extrem kritisch gegenüber und nehme sie meistens nicht so lange, wie ich sollte (weil ich es einfach nach spätestens 2 Tagen nicht mehr aushalte von den Nebenwirkungen her) :rolleyes:.

    Grüßle,

    Cavallina
     
  13. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    es kann auch ein füllstoff der tablette sein, auf den du reagierst.

    bei mir ist es das macrogol auf das ich allergisch reagiere. bei mir wurde damals jeder bestandtteil, den die tablette auf die ich reagierte, getestet...muss bei der firma angefordert werden.
     
  14. Rosalind

    Rosalind Mitglied

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    Coopman et al. 1989

    Liebe ROler,

    die Klassifizierung von Coopman und Kollegen (Br. J Dermatol) bezieht sich NUR auf die Entstehung von Kontakt-Dermatiden bei der ÄUSSERLICHEN Anwendung von Kortison-Präparaten. Hier können in der Tat Nebenwirkungen auftreten.

    Meist aber sind auch hier die Hilfsstoffe das Problem und nicht die Glukokortikoide selbst.

    @Mondaufgang,
    es gibt sehr seltene Reaktionen auf systemisches Cortison, die aber immer mit sehr hohen Werten an Gesamt-IgE verbunden sind. Das merkt man aber in der Kindheit, da es mit starken Allergien und auch schwerem Asthma und/oder Urtikaria (Nesselsucht) und so weiter verbunden ist. Sehr selten.

    Systemisches Kortison kann natürlich in Kombination mit anderen Medikamenten, insbesondere Schmerzmitteln (nie im selben Moment einnehmen) zu starken Nebenwirkungen (Magen/Darm/Kreislauf) führen.

    Man darf nicht vergessen, dass Kortison ein Stresshormon ist (nicht so doll wie Adrenalin, aber dennoch). Das heisst: Insulin wird verbraucht, der Metabolismus wird hochgefahren (man kann nicht schlafen und ist hell wach, daher nicht abends einnehmen), auf Dauer nimmt man an Gewicht zu...
    Man wird zittrig (bei hohen Dosen), auch wackelig, sieht vielleicht auch Doppelbilder. Das Toleranz-Level sinkt.

    Auf der Flucht oder in Gefahrensituationen schüttet der Körper auch viel Kortison aus (und Adrenalin), das macht uns erst bereit für diese Gefahren.

    Die Folge ist: dünne Haut, wenig(er) Immunssystem (braucht man alles nicht bei Gefahr, da soll man ja rennen und hell wach sein).

    Der Körper ist ein arachisches Ding, er reagiert wie vor vielen hunderttausenden von Jahren, auch wenn nun keine Gefahr drohnt und das Kortion von Aussen kommt, der Puls steigt, das Herz rasst, der Kreislauf spielt verrückt. Leider die Psyche auch.

    @Mondi
    In der Onkologie werden eine Fülle von Medikamenten gleichzeit dem Patienten verabreicht. Meist wird als Intro für fünf bis 10 Tage Cortison in für uns unvorstellbar hohen Dosierungen gegeben (Konditionierung). Dann beginnt die eigentliche Chemo, die aus einem oder mehreren sehr toxischen anti-Krebsmitteln und vielen Zusatzmedikamenten besteht (gegen Übelkeit, Magenschutz, Blasenschutz, etc.). All diese Medikamente vertragen sich nicht. Zudem werden ja Zellen im Körper zerstört und diese bilden Zellgifte. Der körper wehrt sich an allen Ecken und Enden, und das zeigt er (auch) durch Hautausschläge.

    Onkologie und Rheumatologie sind sehr verschieden. Zum Glück.


    Nehme übringens auch ab und an, und eigentlich ziemlich oft, Cortison (Decortin H), dann für 3-5 Tage, entweder 50mg oder 20 mg, je nach Situation, ohne Ausschleichen. Schlafe dann mit Schlaftabletten, wäre sonst UNERTRÄGLICH.

    Beste Grüße,
    Rosalind
     
  15. inpa

    inpa Neues Mitglied

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    Ich habe jetzt erst alles gelesen. Mir geht es bei Prednisolon bei hohen wie bei niedrigen Dosen auch nicht gut. Benommenheit, Übelkeit, Durchfall, depressiv.Schlaflosigkeit usw., bei einer höheren Dosis hatte ich nach der 2.Tablette ein Vollmondgesicht und 3 Kg mehr auf der Waage, dazu eine Venenentzündung. Keine Ahnung warum das so ist. Ich habe auch Histaminintoleranz.