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Cortison und gelenkschmerzen

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von jasmin86, 4. August 2010.

  1. jasmin86

    jasmin86 Neues Mitglied

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    Hallo
    Kann es passieren das man beim ausschleichen des Cortison gelenkschmerzen bekommen kann,habe da nämlich was im net gelesen,da ich von 20mg Prednisolon dann auf 15mg gegangen bin(sollte ich ja nach 1 woche)habe ich am nächsten Tag sofort Gelenkbeschwerden bekommen,hängt das zusammen und geht es auch wieder weg,oder nur wenn man wieder höher dosiert?Und falls es vorkommen kann wie lange dürfen die gelenkbeschwerden anhalten?
     
  2. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo,

    nach einer Woche würde ich nicht gleich um 5 mg runtergehen, das war vielleicht ein zu großer Schritt. 2,5 mg alle 3 Tage ist die Größenordnung mit der ich gut klarkomme, aber manchmal klappt das auch nicht und man muss die höhere Dosis länger nehmen und die Schubzeit zu überstehen. Vielleicht sind die Entzündungen auch noch nicht weit genug zurückgedrängt und es war einfach zu früh mit der Dosis runterzugehen, am besten beim Doc anrufen und erzählen wie es geht.

    LG Gabi
    bibi, ro-lerin seit 06/2003
     
  3. jasmin86

    jasmin86 Neues Mitglied

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    Mein Arzt wollte erst von 20mg auf 10mg sofort das war mir aber zu heftig und dann hat er gesagt auf 15mg,anscheinend ist es dann auchnoch zu viel also muss ich wieder auf 20mg und dann nochmal versuchen?das problem ist wenn man den arzt am tele hat der ist so hektisch und so schnell das man kaum was fragen kann und für jede frage immer einen termin zu machen finde ich auch blöd
     
  4. stoppelhopser

    stoppelhopser Neues Mitglied

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    Das kann ich gut nachvollziehen, dass man nicht für jede Frage einen neuen Termin machen möchte. Mit meinen Ärzten konnte ich im normalen Gespräch immer sachlich über die Medis diskutieren - wann, wieviel usw. Dabei ging es auch immer wieder um die Dosierung des Cortisons. Alle Ärzte sind in den Gesprächen übereinstimmend zu der Meinung gelangt - unabhängig voneinander - dass ich selbst am besten feststellen kann, inwiefern eine Reduzierung möglich ist. Sollte der Schritt der Reduktion zu groß sein, muckten die Gelenke am nächsten Tag, also wieder hoch und einen neuen Schritt wagen mit kleinerer Reduktion. Mit diesem Verantwortungsbewusstsein ist es mir tatsächlich möglich gewesen nach ca. 4 Jahren ohne Cortison auszukommen.

    Klar habe ich bei dem aktuell sehr nassen Wetter bei uns zur Zeit arge Probleme mit meinen Knien und ich bin schon versucht, Corti zu nehmen. Aber ich mache es nicht, da die Prozedur des Ausschleichens eine sehr langwierige Geschichte ist. Da nehme ich lieber mal eine Schmerztablette von meinen Bedarfsmedis, um nicht das "Teufelszeug" nehmen zu müssen. Allerdings hat es mir vor allem in der Anfangszeit sehr gute Dienste geleistet.

    Vielleicht ist es sinnvoll mit dem Arzt ein Gespräch zu führen, in dem es grundsätzlich darum geht, wie sollte Corti ausgeschlichen werden. Er ist schliesslich eigentlich der Fachmann und sollte dir sagen können, wie es richtig gemacht wird. Mein aktueller Rheumatologe war auch der Meinung, dass ich in 2,5mg Schritten alle 5 Tage reduzieren solle. Aber nach einem erklärenden Gespräch, meinte er ganz trocken: Machen Sie es so, wie es für Sie am besten ist (schmerztechnisch) und auch möglich. So habe ich folgendes für mich festgestellt: Ab ca. 10mg musste ich Corti in 0,5mg Schritten reduzieren und nicht nur für 3 Tage sondern meist über 2 Wochen, damit der Körper auch die Möglichkeit hatte, sich darauf einzustellen. Außerdem muss die Nebennierenrinde ja auch anfangen, wieder selbst Corti zu produzieren, wenn man lang genug "zugefüttert" hat. Aber so hat halt alles seine Für's und Wider's.

    Viel Erfolg beim Gespräch und beim Ausschleichen.

    stoppel
     
  5. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich kann Dir nur sagen wie ich es mache, ich fange in der Regel mit deutlich mehr als 20 mg an, z. B. mit 50 mg. Die nehme ich einen Tag, dann gehe ich am nächsten auf 45 dann am nächsten auf 40 usw. bis ich bei 20 mg angekommen bin. Wenn es vorher anfängt zu schmerzen gehe ich am nächsten Tag wieder um 5 mg rauf und bleibe da drei Tage. Ab 20 mg reduziere ich alle 3 Tage um 2,5 mg, manchmal muss ich auch da länger auf einer Dosis bleiben bis ich weiter runter kann. Meine Erhaltensdosis ist 5 mg, es gibt Menschen die brauchen dauerhaft täglich 15 mg oder mehr und andere kommen dauerhaft mit 2,5 mg aus, kommen davon aber nicht runter. Ich bin seit fast 7 Jahren keinen Tag mehr wirklich schmerzfrei gewesen, aber Cortison hilft bei mir wirklich sehr.

    Liebe Grüße
    Gabi
    bibi, ro-lerin seit 06/2003
     
  6. jasmin86

    jasmin86 Neues Mitglied

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    Ich habe auch mit 50mg angefangen,ich bin nur jetzt bei 20mg bzw jetzt bei 15mg.
    Ich habe mit 50mg angefangen und dann jede woche 10mg runter.
    Ich habe seid ich 30mg nehme das erste mal Nebenwirkungen gemerkt wie zb.Schwitzen,zitterig,innerlich unruhig,schlapp usw.Da ich aber eine kleine tochter habe ist das mist wenn es einen so umhaut deswegen möchte ich so schnell wie möglich vom cortison runter kommen und deswegen möchte ich auch nicht wieder auf 20mg erhöhen ich hoffe das die gelenkschmerzen vom ausschleichen kommen und auch wieder verschwinden
     
  7. Mimimami

    Mimimami Immer ein (B)Engel

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    Hallo Jasmin,

    sag mal, wenn du in 10mg Schritten runterfährst mit dem Cortison, bekommt dir das? Ich meine, das ist zu schnell.

    Ich habe vor Weihnachten 09 mit 50mg angefangen, (Megaschub) und bin dann nach ärztlichen Anraten immer 5mg runter, mit dem Ergebnis, dass ich den gesamten Brustkorb entzündet hatte. Also wieder rauf, nach ein paar Tagen nur um 2,5 mg runter, und es ging besser.

    Mein Doc hat gemeint, dass war voll Ok, und ansonsten mache ich es so wie Gabi Kemnitz. Mal rauf, mal runter.
     
  8. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo Jasmin

    wenn die Schmerzen beim Ausschleichen wieder stärker werden, heißt das nur, dass das Ausschleichen noch nicht angesagt ist oder viel zu schnell geht, oder Du insgesamt eine zu niedrige Dosis genommen hast. Wenn Du beim Ausschleichen starke Schmerzen bekommst, hat das nichts mit dem Ausschleichen an sich zu tun sondern mit der Tatsache, dass Deine Entzündungen sich noch nicht so weit zurückgebildet haben, dass Du mit weniger Kortison auskommst. Das gibt sich in der Regel nicht dadurch, dass man einfach weiter ausschleicht und, es gibt wie schon erwähnt, Menschen - ich gehöre dazu - die ohne Kortison garnicht mehr klar kommen. Keiner kann Dir versprechen, dass Du nicht zu "uns" gehörst, denn wir sind viele, die dauerhaft mit Kortison leben müssen um überhaupt einigermaßen leben zu können. Ich dusselige Kuh habe mich mehr als 2 Jahre massiv dagegen gewehrt überhaupt Kortison zu nehmen weil ich Angst vorm Zunehmen, der Osteoporose und der Pergamenthaut hatte. Gelebt habe ich aber nicht mehr wirklich, erst als ich fast gezwungen wurde, Kortison zu nehmen und den Unterschied merkte habe ich die Dauermedikation akzeptiert. Ich versuche zwar in besonders guten Zeiten mit wenig Schmerzen und wenig Bewegungseinschränkungen immer mal wieder zu reduzieren aber unter 5 mg komme ich fast nie und wenn dann nur für sehr kurze Zeit.
    Fazit: Mit Kortison bin ich beweglicher, belastbarer, arbeitfähig und habe weniger Schmerzen. Ich nehme es trotz meiner 54 Jahre und habe die Angst davor verloren. Ich nehme es seit 21. Dezember 2005 täglich.


    Liebe Grüße
    Gabi
    bibi, ro-lerin seit 06/2003
     
  9. jasmin86

    jasmin86 Neues Mitglied

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    Aber ich habe teilweise ja auch andere Nebenwirkungen wie z.B Zitterig,innerlich unruhig,schwitzen usw.Und ich möchte ja auch noch ein Kind,und da ist das Kortison ja auch nicht so gut,zumal ich denke wenn der körper solche nebenwirkungen hat,dann ist das ja auch nicht grade ein "leichtes"mittel.So und DANKE den bis jetzt hat mir keiner erklären können wie genau das mit den schmerzen ist,das die entzündung noch nicht soweit ist und man dann besser wieder höher soll wo man keine probleme hatte richitig?das wäre bei mir 20mg da war noch alles ok und jetzt mit 15 sind die schmerzen,obwohl ich sagen muss es sind noch auszuhaltene schmerzen.
     
  10. jasmin86

    jasmin86 Neues Mitglied

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    Hallo
    Ich nehme also seid heute wieder 20mg den die Knieschmerzen wurden immer mehr,und der arzt sagte ja wenn es nicht besser wird,dann soll ich wieder auf 20mg ist natürlich jetzt scheixxx für mich weil ich ja so schnell wie möglich vom Cortison weg will aber bringt ja nix wenn ich dann schmerzen habe,ich werde dann morgen mal fragen ob ich dann ab 20mg immer in 2,5mg runter gehen kann das die schmerzen nicht wieder kommen
     
  11. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo liebe Jasmin,

    zum Kinderwunsch kann ich natürlich nichts sagen, aber ich kenne Frauen die auch mit Kortison gesunde Kinder bekommen haben, mit hochdosierten Schmerzmitteln ist das Risiko sicher nicht geringer. Außerdem musst Du ja daran denken, dass Deine Erkrankung fortschreitet - mit Glück sehr langsam - und dass Deine körperliche Belastbarkeit abnimmt, ob man so einem Kind gerecht werden kann, kann und will ich nicht beurteilen. Außerdem besteht ja auch die Gefahr, dass Du Deinem Kind die Veranlagung zu Deiner Erkrankung vererbst, nicht die Krankheit selbst, aber immerhin auch das sollte man vielleicht bedenken.

    Wichtig ist nur, dass Du Deinem Körper gibst was er braucht und wenn das Kortison ist, dann ist es halt so. Es kommen nicht nur die Schmerzen "wieder" sondern es sind auch die Entzündungen da und wie schon gesagt kann es ein, dass Du das Kortison über Jahre oder sogar für immer nehmen musst, wenn Du laufen, dich Bewegen und belasten können möchtest. Vielleicht sind 20mg auch viel zu wenig für den augenblicklichen Entzündungsgrad der Gelenke. Dein Körper reagiert ja auf die Reduzierung und so merkst Du was richtig ist und was nicht. Schwitzen tun wir übrigens fast alle die wir Kortison nehmen. Die innere Unruhe hatte ich nur in den ersten Wochen bis sich der Körper an die tägliche Dosis gewöhnt hatte, dann hat mir Kortison geholfen nicht mehr so müde zu sein, belastbarer zu sein und arbeiten zu können. Die Krankheiten die wir haben, schreiten ja fort und wer weiß wie es mir heute ginge wenn ich nicht endlich das Einsehen gehabt hätte, dass es nun mal ohne Kortison nicht geht auch wenn ich immer versuche so wenig wie möglich zu nehmen und das sind in der Regel 5 mg, drunter geht so gut wie nie.

    Liebe Grüße
    Gabi (bibi, ro-lerin seit 06/2003)