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Cortison -Nebenwirkung?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von calla, 22. März 2005.

  1. calla

    calla Neues Mitglied

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    hallo liebe user, eigentlich wollte ich euch mitteilen, dass endlich die cortison einnahme ein ende hat. bin richtig froh, als ich hörte, dass die blutsenkung und crp in ordnung sind. auch sonst sind alle blutbildwerte fast normal. doch nun hat mir mein internist nen rezept zugeschickt, danach soll ich ab jetzt täglich 10 mg cortison nehmen. war ich baff. habe natürlich angerufen, antwort: meine nebennieren (oder so ähnlich) würden nicht mehr arbeiten. gibt es denn so etwas überhaupt. ich habe nie mehr als 5 mg cortison täglich eingenommen. oft hatte ich auch nur 3 mg. ich nehme cortison seit beginn meiner cp. nur im schub habe ich im krankenhaus cortisoninfusionen erhalten. jetzt bin ich total fertig. ich verstehe das nicht. seit 2 jahren nehme ich nur noch 2, 5 mg und jetzt die 4fache menge? ich verstehe nur bahnhof.
    habt ihr erfahrung damit. gibt es in dieser hinsicht eventuell fehler?
    bevor ich nun in die sprechstunde marschiere und fragen stelle, will ich mich hier mal vorab informieren.
    lieben gruss
    calla
     
  2. wolke

    wolke Neues Mitglied

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    hallo

    eine jahrelange einnahme von cortison legt die produktion der nebennieren lahm die für die natürlich ausschüttung des cortisons im körper verantworlicht sind Man kann dies anhand einer blutentnahme auch sehen. Ein rasches oder plötzliches Absetzten von cortison führt zu einem lebensbedrohlichen zustand.
    Ich selbst habe schon unangenehme erfahrungen gemacht mit schnellem absetzten von cortison.
    Liebe grüße
     
  3. mauselinus

    mauselinus Guest

    ist doch alles käse,wenn die nicht mehr weiter wissen :koritson.hilft ja auch wirklich schnell und ist leider das beste oder zulassenste medikament hier, was schnell hielft.schleich mich auch immer wieder raus,doch nach einer woche werden die finger ua wieder dick.wär schön,wenn mir mal jemand erklären könnte wie dieses programm:rheuma chat funktioniert.so richtig.Danke.
    schönen abend noch eurere mauselinus
     
  4. bise

    bise Neues Mitglied

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    ja und wie aktiviert man dann die lahmen nebennieren wieder? die sind doch wohl noch existent, streiken doch nur. die müssen doch wieder arbeiten können. kann man da nix machen? würde mich auch mal interessieren.
    gruss
    bise
     
  5. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    @wolke

    woran merkt man denn, wenn man das cortison zu schnell absetzt???was hattest du für symtome/folgen?
     
  6. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    @calla

    ...laß doch mal dein blut checken. bei mir hat das damals ein endokrinologe (hormonarzt) gemacht. und der hat festgestellt, das mein körper, trotz 20jähriger cortison einnahme, noch selber imstande ist cortison herzustellen...
     
  7. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    mich würde interessieren, wo die schallgrenze ist, 5 jahre, 10 jahre,

    ab wann arbeiten die nebennieren nicht mehr? oder kommen noch andere faktoren dazu? höhe des genommenen cortisons? zu oft auf und ab mit
    cortison?

    @puffelhexe, hast du in deinen 20 jahren cortison immer die gleiche menge genommen? kann ich mir gar nicht vorstellen, hast du nie versucht auszuschleichen? oder zu reduzieren?

    lg marie
     
    #7 22. März 2005
    Zuletzt bearbeitet: 22. März 2005
  8. bise

    bise Neues Mitglied

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    puffelhexe, mit welchen untersuchungen bzw. wie stellt man das fest. endokrinologen gibt es ja nicht überall.
    gruss
    bise
     
  9. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo calla,

    ganz ehrlich, ich verstehe die Vorgehensweise Deines Internisten nicht. Du schreibst, BSG und CRP seien normal gewesen, warum also eine Erhöhung des Cortisons auf 10 mg? :confused:

    Bei Langzeitcortison stellen die Nebennieren natürlich die Eigenproduktion ein. Deshalb muss Cortison nach längerer Einnahme ja auch so vorsichtig ausgeschlichen werden, weil die Nebennierenrinde erst wieder lernen muss, körpereigene Kortikoide zu bilden. Mit einer Erhöhung auf 10 mg Cortison tut sie das bestimmt nicht.



    Wenn es um die Nebennieren selbst geht, so handelt es sich um einen akuten Zustand (Nebennierenapoplexie). Nach Deiner Beschreibung kann es sich aber kaum darum handeln, denn dann hätte man Dich auf der Stelle ins KH eingewiesen.

    Also wird es eine Nebennierenrindeninsuffizienz sein - logisch, nach langer Cortisoneinnahme (s.o.) ... Da ist eine Steigerung der Cortisondosis außerhalb eines Schubs eher kontraindiziert.

    An Deiner Stelle würde ich es bei der bisherigen Corti-Dosis belassen und eine zweite Meinung einholen.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  10. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    hallo calla,

    kann mich da monsti nur anschliessen. die nebennierenrinde stellt die körpereigene cortisonproduktion ein, weil sie dafür keinen grund mehr hat. dem körper wird ja pred künstlich zugeführt. das läßt sich wirklich nur reparieren durch ein gaaaaaaaaaanz langsames ausschleichen des cortison.

    lass dir doch einfach von deinem doc erklären, weshalb du nun erhöhen sollst und sag ihm ruhig, das du das unlogisch findest, ist ja auch so, ohne schub einfach corti erhöhen ... jeder ist froh, wenn er bisschen davon wegkommt.

    wünsche dir alles gute
     
  11. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    @bise

    ....was das genau für eine blutuntersuchung war, weiß ich nich mehr. leider.ist schon einige jährchen her....ich war damals in der medizinischen hochschule hannover.....schau doch mal in gelbe seiten oder nutze die suchfunktion im internet....dann findest du sicher einen endokrinologen....okay.50 oder 60 km wirst du wohl fahren müssen.....


    ...die ärzte waren damals ganz schön erstaunt, das mein körper noch selber cortison herstellen kann....nützen tut mir das aber nich viel....ich häng seit jahren auf 5-8 mg fest und sowie ich auch nur einen tag 4 mg nehme, hab ich den salat........ominös ominös!!!!
     
  12. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Hi Puffelhexe,

    auch meine Nebennieren produzieren noch ihr eigenes Cortisol und ich nehme seit Jahren 8 mg Metysolon, was etwa 6 mg Predni entspricht. Da ich nach Wirkungseintritt vom Corti "Dauerrpinkler" bin, spülen die Nieren zuviel wieder aus und den Rest holt sich der Körper bei den Nebennieren :D

    Das ein Arzt zur Absicherung eine Cortisondosis ansetzt und dann runterfährt, ist doch logisch - m.M. nach. Das abrupte Absetzen ist ja nicht gut und nun kann man langsam anfahren. So wurde mir das bei den Endokrinologen auch mal erklärt.

    Frohe Ostern.

    Pumpkin
     
  13. calla

    calla Neues Mitglied

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    an alle user, die mir geantwortet haben. vielen dank.
    ich werde auf alle fälle eine 2. meinung einholen; leider geht das erst nach ostern. einen endokrinologen gibt es hier leider nicht. bin nämlich jetzt durch eure ansichten sehr verunsichert.
    der doc meinte, ich könne kein eigenes cortison mehr herstellen, die produktion sei versiegt. daher müsse ich nun so hoch cortison einnehmen, damit ich für evt. stresssituationen gewappnet sei. denn in derartigen situationen habe mein körper verlernt oder aufgegeben, eigenes cortison zu produzieren.

    @ Monsti, ins kh wollte er mich nicht einweisen, davon war keine rede. er sagte auch noch, dass ich so schlapp sei, hätte mit dem nicht vorhandenen cortison zu tun. sobald ich endlich ordentlich cortison nehme, würde ich mich flotter fühlen.
    selbstverständlich werde ich unter diesen umständen das cortison weder absetzen noch reduzieren. doch jetzt so ne dolle erhöhung? ihr seht, ich bin sehr verwirrt.
    wie bise schon fragte, wie kann man die cortisonproduktion wieder anwerfen>? habe keine lust, immer weiter cortison zu schlucken.
    oder ist das jetzt aussichtslos geworden?
    weiss jemand von euch, welche werte festgestellt werden müssen, um eine aussagekräftige cortisonbestimmung zu erhalten?

    - ich hatte mich so wohl gefühlt - doch jetzt nach dieser nachricht fühle ich mich richtig elend.
    lg
     
  14. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    @calla

    das tut mir leid. das du dich jetzt so unwohl fühlst *schlechtesgewissenhab*!!!aber wir wollten dir nur helfen und ehrlich sein.... hoffentlich gehts dir bald wieder besser........


    @uschi

    ....ich wunder mich schon seit jahren, das ich extrem viel pullern muß. ich steh sogar nachts 3-4 mal auf.......dann liegt das bei mir evtl. ja auch am cortison....ich nehm meins nämlich abends so um 17 uhr.....hhm
     
  15. wolke

    wolke Neues Mitglied

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    zusammenfassend

    also laborwerte kann auch der hausarzt machen, oder internist, vorausgestzt er ist halt ein verantwortungsvoller arzt.
    Man kann mit Medikamenten die Nebennieren wieder in schwung bringen, bzw injektionen
    meine erfahrungen waren starke kreislaufbeschwerden, kurzatmigkeit, übelkeit, null belastbarkeit, müdigkeit ich kam mir vor wie in einer nebelbank hab nichts mehr richtig mitbekommen und konnte keine aufgaben erledigen. Ich wußte erst nicht was es ist aber dann ist es mir wieder eingefallen und mein rheumatolog hat es bestätigt. Also meine Nebennieren können sich nicht selber aktivieren und im moment kann ich dies auch nicht mehr versuchen weil eine op ins haus steht und das wiederrum bedeutet das von den nebennieren was abverlangt wird. Cortison ist ein streßhormon und wird in solchen situationen ausgeschüttet um den fluchtreflex auszulösen und da brauch man jedes bißchen cortison was zur verfügung steht. Deshalb muß gerade in streßsituationen darauf geachtet werden was die Nebennieren noch können denn sonst besteht auch hier die gefahr der körperlichen reaktionen
     
  16. ignatia

    ignatia Neues Mitglied

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    @puffelhexe

    17 Uhr? Mir wurde eingehämmert das Cortison morgens, so früh wie möglich, zu nehmen, weil der Körper auch so früh mit der Eigenproduktion beginnt.

    Wann nimmt Ihr denn Cortison ein?
     
  17. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    das is ja im prinzip auch richtig. aber ich habe mal festgestellt, das ich viel weniger cortison brauche, wenn ich das abends um fünf nehme....warum auch immer....ich komme dann mit ca. 3-4 mg weniger aus....das is den ärzten auch ein rätsel...ich bin wohl ein wunder!!!
     
  18. ignatia

    ignatia Neues Mitglied

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    Ist schon sonderbar, Puffelhexe, aber wenn du dadurch weniger brauchst, warum nicht? :)