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Cortison - merkwürdige Preispolitik

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Rosarot, 24. Mai 2006.

  1. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Also, irgendwie wills mir gerade nicht in den Kopf.

    War heute bei meinem Hausarzt mein Spritzlein holen und wollte dann gerade noch mal ein Rezept für Cortisontabletten - 5 mg.

    Musste dann erstmal mit dem Hausarzthelfermädel diskutieren, dass sie mir doch bitte gleich ein Rezept für 50 Stück und nicht nur für 20 Stück (das sie bereits ausgedruckt hat) gibt. Sie weiß, ich weiß, der Hausdoc weiß, dass ich sicher noch mehr als 20 Tage - eher noch einige Monate Cortison nehmen muss ... Egal - nach einigem Hin und Her war sie so nett - ich hatte mein Rezept.

    In der Apotheke dann kam folgendes heraus - weil es dort nur einen 100er Pack vorrätig gab und sich der Pack nicht 50:50 teilen ließ, weil die Tabs in 2oer Palettchen aufgeteilt waren:

    20 Tabletten kosten 10,50 Euro
    50 Tabletten kosten 11,84 Euro
    und 100 Tabletten 13,90 Euro ...

    Das heißt, verschreibt mir der Doc 5 x ein 20er Rezept muss ich alleine 25 Euro zuzahlen! Für ein Medikament, dass im 100er Pack 13,90 Euro kostet ...

    Verschreibt er mir 2 x ein 50er Rezept muss ich 10 Euro zuzahlen für ein Medikament, dass 11,84 Euro kostet.

    Der Apotheker gab mir dann gnädig die 100er Packung und verlangte bloß 5 Euro Rezeptgebührzuzahlung ...

    Aber sagt mal, ist das nicht verrückt?! Kann mir mal jemand den "enormen" Preisunterschied zwischen einer 20er Packung und einer 100er Packung erklären?

    *Kopfschüttel und sich nicht mehr wundert, warum dieser Staat total pleite ist*
    Rosarot
     
  2. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Großpackungen

    Hi Rosarot,

    also mein Doc verordnet mir immer alles in 100er Packungen - und wenn ich weniger brauch und teile, reichen sie ewig. Das geht die Tippse doch nichts an, das muss der Doc doch entscheiden !

    Wegen den Kosten ist er verpflichtet, dir die Großpackung zu verordnen, denn sonst kannst du bei der KK regeln, wer die Zuzahlungen zu leisten hat - das brauchst dir nicht gefallen lassen.

    Pumpkin
     
  3. bise

    bise Neues Mitglied

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    rosarot,
    zur ehrenrettung der docs etc.

    bei den verschreibungspflichtigen medis, egal wieviel sie kosten, erhält die apotheke einen einheitlichen preis als verdienst, ich glaube 8,00 €.
    also für den apotheker ist es nunmehr verdienstmässig egal, ob er corti - 20 tab - oder enbrel - 24 spritzen - verkauft.
    daraus ergibt sich auch, weshalb plötzlich rezeptpflichtige medis, die früher mal 2,- € gekostet haben, jetzt bald 10 € kosten. ulla hat bei der reform( die zum 1.1.2005 wohl )eine einheitliche verdienstspanne durchgesetzt.
    früher hatte der apotheker interesse daran, biologicals zu verkaufen - er verdiente gut daran - heute muss ich mich drum kümmern, dass er mir was besorgt.
    die apotheken verdienen nur an den rezeptfreien medis. da sind die preisspannen unterschiedlich.
    folglich hat auch kein apotheker teure medis "auf halde",
    wehe also, wenn du nach geschäftsschluss, was teures brauchst oder aber während hintereinanderliegender feiertage. da kannst du lange telefonieren.
    gruss
    bise
     
  4. Iti

    Iti Mitglied

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    Hallo

    Der Apotheker bekommt für die Medikamente einen Festzuschlag von 8,10 € + 3 % und 16 % Mwst.
    Er muß sich daran halten laut Arneimittelpreisverordnung bei verschreibungspflichtigen Medikamenten.

    Ein wenig mehr verdient der Apotheker immer noch bei teuren Meds.

    Viele Grüße
    iti