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Cortison Applikation ins Knie

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von staubi, 27. Oktober 2009.

  1. staubi

    staubi Neues Mitglied

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    Wir waren heute zum Rheumatologen zur Kontrolle. Vorab Jenny hat seit 8 Jahren Psoriasarthritis, besonders im rechten Knie zeitweilig im Sprunggelenk und in den Händen. Ausgeprägte Probleme hat sie vor allem und seit längerem im rechten Knie. Nach längerer Cortisontherapie und Wechsel des Rheumatologen wurde Jenny auf Indomed eingestellt, (auf Holz klopf), nachdem die PRoblem mit dem rechten Knie immer stärker wurden, und eine lokale ENtzündung nachweisbar auf dem Schall war und auch starke Beschwerden auftraten. Rät unser Rheumatologe heute dazu in das betroffene Knie eine Cortison Applikation zu machen. Macht das Sinn? Hat das schon jemand durch, denn wenn die Applikation erfolgreich ist, vermeiden wir MTX. Teilt ihr mir bitte euere Erfahrungen mit.? Ich danke euch...
     
  2. Julimon

    Julimon Neues Mitglied

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    Hallo,

    mein Sohn ist 11, er hat seit ca. 1,5 Jahren JIA (juvenile idiopathische Arthritis). Im letzten Jahr wurden bei ihm 7 Gelenke erst punktiert und gleichzeitig wurde Cortison eingespritzt, in Vollnarkose. Der Erfolg war sehr schnell feststellbar, die Entzündungen verschwanden. Allerdings bekommt er seitdem MTX, was aber nicht in allen Fällen sein muss.
    Vor zwei Wochen wurde das gleiche nochmal an einem Handgelenk durchgeführt, allerdings wurde er mit einem Emla-Pflaster betäubt und konnte gleich wieder nach hause. Auch hier ist der Erfolg umgehend sichtbar.
    Bei nur einem Gelenk sind der Aufwand und die Belastung für das Kind natürlich viel geringer. Aus meiner Sicht kann ich nur dazu raten.

    LG Steffi
     
  3. AndreaSt

    AndreaSt Mamadrache

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    ich kanns nur empfehlen, wie lange es anhält ist eine andere Sache.
    Beim ersten Mal hat es bei uns fast 2 Jahre gehalten ohne Entzündung, ein andermal nur 3 Monate.
     
  4. Luxus68

    Luxus68 Neues Mitglied

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    Ich kann das jetzt nur aus Sicht eines Erwachsenen schreiben:
    Bei mir (27) wurde letztes Jahr 2x Cortison ins li Knie gespritzt wg. PSA. Gehalten hat es jeweils 3 Wochen +/- also nicht so rasend lange... :rolleyes:
     
  5. staubi

    staubi Neues Mitglied

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    Ich danke euch. Nun müssen wir warten bis unser Rheumadoc wieder gesund ist...er liegt mit Grippe nieder...Dann wird der sich mit dem Orthopädenabsprechen und dann gehts ab... wird auch Zeit, weil Jenny wirklich starke Schmerzen hat.
     
  6. blaubarschbube

    blaubarschbube Neues Mitglied

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    Als es offiziell noch kein Kinderrheuma gab (50er,60er Jahre) , hat man diese geschwollenen Gelenke nur so behandelt !

    Bei unserer Tochter hat es damals bestens geholfen, man bekämpft die Entzündung erstmal primär direkt !

    Wie verträgt Sie denn das Indomet ????????????????
    Unsere Tochter wurde davon damals so Aggressiv im Verhalten, deshalb haben wir es wieder abgesetzt !
     
  7. rheumafeind

    rheumafeind Registrierter Benutzer

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    Ich persönlich hatte es leider noch nie nötig eine Cortison Applikation vornehmen zu lassen, habe aber sogar 2 Leute aus meinem Bekanntenkreis die das haben machen lassen.

    Dazu sagen muss ich allerdings, dass es sich dabei nicht um ein Kind sondern um ältere Personen (beide etwa Mitte 50) gehandelt hat.

    Denen konnte dieApplikation ca. einen Monat lang linderung bescheren. Komplett Wirkungslos ist es also nicht, vor allem weil das Cortison auf ein jungen Körper möglicherweise besser anspringt.
     
  8. sanlucia

    sanlucia Neues Mitglied

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    Hallo Staubi,

    bei meinem 13-jährigen Sohn wurde Psoriasis-Arthritis vor fast 2 1/2 Jahren festgestellt. Er hatte hauptsächlich mit den Knien Probleme. Er konnte nur humpelnd laufen und besonders ein Knie war stark bewegungseinschränkt. Es wurde damals im August 2007 das erste mal eine Cortison-Einspritzung durchgeführt. Das hat total gut geklappt und mein Sohn war super erleichtert, weil er endlich wieder fußballspielen konnte. Zusätzlich bekommt er auch KG. Er nimmt seither auch MTX (17mg) und auch Naproxen. Naproxen konnte inzwischen abgesetzt werden. Uns wurde erklärt, dass durch diese Maßnahme die Beweglichkeit des Knies schnell wiederhergestellt werden könnte. Denn durch diese Bewegungseinschränkungen kann das Kniegelenk Schaden nehmen. Das MTX verträgt er sehr gut.

    Zwischenzeitlich mußte diese Prozedur leider schon zum 4. Mal durchgeführt werden. Und einmal auch im Sprunggelenk. Wir hoffen, dass das bald nicht mehr nötig sein wird bzw. nicht mehr so häufig. Mal sehen....

    Gruß
    Sanlucia
     
  9. ZickenPrinzessin

    ZickenPrinzessin Neues Mitglied

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    Hallo!
    ich bin mit meinen 19 jahren ein der "älteren" rheumakinder.
    hab ne juvenile idiopathische arthritis.
    Am schlimmsten war bei mir auch das rechte Knie.
    die spritzen und gleichzeitig das absaugen der flüssigkeit aus dem Knie tat zwar sehr weh, aber wenn ich dann von der Liege aufgestanden bin ging es mir SOFORT besser!
    Ich liebe diese Spritzen!
    ich denke aber dass ihr um ne Basistherapie nicht rumkommt, würde aber versuchen mit sulfasalazin oder so anzufangen weil das MTX ja schon ein ganz schöner hammer ist!
     
  10. sanlucia

    sanlucia Neues Mitglied

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    Hallo an Zickenprinzessin,

    wurden diese Einspritzungen nicht unter Narkose gemacht? Bei meinem Sohn wurde das bisher immer sogar unter Vollnarkose vorgenommen. Bin etwas erstaunt!

    Gruß
    Sanlucia

    Hallo auch an Julimon,

    bin auch hier voll erstaunt, dass nur mit einem Emla-Pflaster betäubt wurde. Ob das wohl auch bei den Knien so gemacht werden könnte? Bei meinem Sohn wurde ja schon öfter Cortison eingespritzt, aber immer unter Vollnarkose.

    Gruß
    Sanlucia
     
  11. Julimon

    Julimon Neues Mitglied

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    Hallo, SAnlucia,

    ob das Knie auch nur mit einem Emla-Pflaster betäubt werden kann, weiß ich leider nicht. Jedenfalls hatte mein Sohn keinerlei Schmerzen!

    Liebe Grüße

    Steffi
     
  12. Steff

    Steff Neues Mitglied

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    Hallo Sanlucia!

    Ich habe seit meinem 6. Lebensjahr RA und komme genauso lange (also nun 17 Jahre) mehrmals im Jahr die Gelenke punktiert und anschließend mit Cortison eingespritzt! Oft spritzt man vorher auch ein Betäubungsmittel, damit anschließend eine dickere Nadel verwendet werden kann zum punktieren.

    Es wurde NIE unter Vollnarkose oder mit irgendwelchen Pflastern gemacht. Als 6-jährige war das natürlich hart und hat sicherlich auch geprägt, aber eine Vollnarkose rechtfertigt es meiner Meinung nach nicht. Damit sind ja viel mehr Risiken verbunden!
    Wenn sehr viele Gelenke betroffen sind, gibt es ja immer noch die Möglichkeit eines Kortisonstoßes (3 Tage je 1g oder ähnlich).
    Nun; jeder Arzt ist anders ; )

    LG Stefanie
     
  13. cia

    cia Registrierter Benutzer

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    Huhu

    Also bei unser Kleinen wird es Freitag gemacht und ich denke schon das sich da eine Narkose rechtfertigt, denn sie ist erst zwei Jahre alt. Die würde das nicht mitmachen und sowieso nicht stillhalten. Aber ich weiß auch das es bei Größeren ohne Narkose gemacht wird. Es ist ja auch nur eine leichte sowie beim MRT und da war sie nach ner halben Stunde wieder fit
    Was ich toll finde ist, dass die Rheumatologin sogar Emla klebt wenn sie den Zugang legt. Das wirkt wirklich. Hab die auch zu Hause für den Notfall *hehe
     
    #13 17. November 2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. November 2009
  14. sanlucia

    sanlucia Neues Mitglied

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    Hallo Luxinchen,
    mich würde sehr interessieren, wie so eine Einspritzung ins Knie ohne Narkose vorgenommen wird. Wird eine lokale Betäubung gemacht? Oder gar keine? Ich kann mir das so schlecht vorstellen, weil man doch sicher auch sehr still halten muß, oder?

    Liebe Grüße
     
  15. Luxus68

    Luxus68 Neues Mitglied

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    Naja, beim ersten mal geht man noch unbedarft rein, beim zweiten mal fragt man schon freundlich nach einem Beißholz wahlweise -Leder ;)

    Nein, mal im Ernst: Bei mir wurde nichts betäubt und es heißt halt einfach Zähne zusammenbeißen und durch... :( :D Der erste Arzt meinte auch, dass er ja, wenn er das betäubt, eh schon drinnen ist und dann eh schon die Hälfte rum ist...
    Ist aber denke ich auch von Arzt zu Arzt verschieden...

    Mein Fazit: Seeehr unangenehm, aber schaffbar ;)
     
  16. Ducky

    Ducky Guest

    ich hatte eine kleine patientin, die ihre cortisoninkejektion ins knie ( sie war 5 damals) immer unter vollnarkose bekommen hat.
    ich denke, dass wird bei kindern häufiger gemacht, ist ja nicht nur der pieks rein, sondern ja auch dieses fast schmerzhafte gefühl, wenn in das knie noch was "reingepumpt" wird

    ich selber habe bisher vorti, sowohl ins knie als auch in die schulter bekommen. bisher hat jedesmal mein kreislauf für kurze zeit schlapp gemacht :uhoh:
     
  17. cia

    cia Registrierter Benutzer

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    Guten morgen

    Sagt mal hat meine kleine nach dem Aufwachen durch die punktion und die Apllikation Schmerzen oder merkt sie das eigentlich garnicht? Ich meine ihr Knie schmerzt so gut wie immer, trotz der Scherzmedi die aber auch im Vergleich zu anderen Dosierungen ziemlich niedrig ist. Und ist die Schwellung danach sehbar weg oder dauert das noch? Mein Gott man macht sich um alles einen Kopf :D
     
  18. sanlucia

    sanlucia Neues Mitglied

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    Hallo cia,

    bei meinem Sohn war es so, dass er keine Schmerzen hatte. Nach dem Aufwachen nicht und auch nicht in den folgenden Tagen. Die Schwellung und Überhitzung sind sehr schnell abgeklungen. Die erste Einspritzung lag einen Tag vor unserer Abreise in den Urlaub mit 9 Stunden Autofahrt in die Berge. Ich hatte zunächst Bedenken, ob wir die Fahrt überhaupt antreten könnten. Hatte angenommen, dass das Bein erstmal ruhig gestellt werden müßte oder gerade gelagert oder so. Und war auch sehr unsicher, was z. B. das Wandern oder andere Aktivitäten anging. War aber ganz anders: Wir konnten unsere Reise sofort antreten und das Bein/Knie war auch gleich belastbar. Durch den Reisetag hatte es ja sowieso erstmal etwas Ruhe. Mein Sohn hatte keinerlei Beschwerden, im Gegenteil. Es war toll zu sehen, wie er jetzt endlich wieder richtig "normal" gehen/laufen konnte. Und für ihn erst!!!! Wichtig war am Anfang dann, dass ein paar Beugungs-u. Streckungsübungen gemacht wurden. Als wir wieder zu Hause waren, war dann auch KG angesagt.

    Liebe Grüße
    sanlucia
     
  19. cia

    cia Registrierter Benutzer

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    Huhu

    das ist schön zu hören. Die meiste Angst hab ich das sie nicht rumlaufen darf, dass wäre nämlich mit ihr richtig anstrengend. Aber es hört sich ja so an als wenn die schnell wieder spielen gehen dürften. nun ist jeder Arzt anders, mal schauen. Morgen ist es ja soweit und mir ist *bääääh hab schon viel Aufregung in mir lass mir dei aber nicht anmerken. Wir waren heute auch beim Augenarzt, keine Enzündungszeichen vorhanden. Das ist immer gut. Ich hoffe das es ihr schnell besser geht durch die Applikation, denn das Elend ist kaum mit anzusehen gerade Morgens geht nix mit laufen :(
     
  20. Julimon

    Julimon Neues Mitglied

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    Hallo, Jaci,

    da fällt mir gerade noch was ein: In der Klinik gab es Laufräder oder Sitzroller, die die Kinder benutzen konnten, die die Gelenke zwar bewegen, aber nicht belasten durften. Mein Sohn war damals zwar schon 10, aber er ist trotzdem damit rumgedüst.
    Vielleicht gibt es sie dort auch oder Ihr könnt eins mitbringen. Frag doch mal!
    Damit könntest du den Bewegungsdrang deiner Tochter bestimmt befriedigen!

    Alles Liebe Steffi