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Cortison als Notfallmedikament - wie viel, wie lange?

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von Rosetta, 9. Juni 2012.

  1. Rosetta

    Rosetta Neues Mitglied

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    Hallo, allerseits,

    ich bin noch neu hier und weiß noch nicht viel über Rheuma. Der Hausarzt hat vor ein paar Tagen die Diagnose RA gestellt (auf Grund der Blutwerte, besonders CCP), auf den Termin beim Rheumatologen warte ich noch.
    In den letzten Wochen habe ich dreimal wegen heftiger Schmerzen Kortison gespritzt bekommen (50mg Prednisolon). Das hat auch jeweils sehr gut für einige Zeit geholfen, war aber wegen Wochenende oder später Uhrzeit mit Besuch beim Notdienst verbunden.
    Mein Hausarzt hat mir nun Prednisolon 10 mg Tabletten für den Notfall verschrieben. Er hat leider nichts über die Dosierung und die Dauer der Einnahme gesagt, ich habe auch vergessen zu fragen, weil mir noch alles im Kopf schwirrt. Reicht es, wenn ich einmalig 50mg nehme? Als Spritze hat diese Dosis ja gut geholfen?
    Liebe Grüße von Rosetta
     
  2. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    sprich das bitte mit deinem arzt ab. denke da kann keiner was zu sagen.

    kenne es auch eher selten, dass man corti nur als notfallmedikament gibt, da die entzündungen ja eigentlich eher ständig da sind.
    die meisten nehmen dann lieber eine geringere dosis dafür aber täglich.
    gleichzeitig kann corti die werte bei evtl anfallenden bluttests durch den rheumatologen verfälschen.
    hat dein doc dich über die einnahmezeit aufgeklärt, dass diese morgens zwischen 6-8 liegen sollte?

    nimmst du das cortson als "schmerzmedikament" oder wann meinst du brauchst du es?
    hast du richtige schmerzmedikamente schonmal ausprobiert. diese sind auch entzündungshemmend zum beispiel die sogenannten nsar, wie ibuprofen, meloxicam oder diclofenac.dazu sollte jedoch ein magenschoner gegeben werden

    alles gute
     
  3. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Seltsam - "Cortison als Notfallmedikament?" - wie soll man das verstehen? Cortison ist kein Schmerzmittel, das man einmal bei Bedarf nimmt und dann keine Schmerzen mehr hat. Wenn, dann nimmt man es über einen längeren Zeitraum, in passender Dosierung, dann ausschleichend.

    Sprich noch mal mit deinem Arzt darüber.
     
  4. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    hhm. guten morgen.

    ich nehme seit 30 jahren cortison. und zwar durchgehend niedrigdosiert. zwischendurch bekomme ich cortisonstöße, bei starken schüben. dh. das cortison wird dann einmal richtig hochgefahren und langsam wieder reduziert auf die ausgangsdosis. aber, wie gesagt, eine gewisse dosis nehme ich immer.

    ich kenne zig rheumaleute. hier aus dem forum und auch privat. und die kennen auch wieder zig rheuma leute....davon, das man das rheuma nur mit cortisonstößen behandelt, davon habe ich noch nie was gehört.

    cortison als notfall kenn ich sonst nur von allergischen schocks. und halt bei eh schon stattfindender niedriger cortison-therapie als stoß bei starken entzündungen.

    es wird zeit, das du einen termin bei einem rheumatologen bekommst.....dein hausarzt scheint da, entschuldige bitte, nicht so den plan von zu haben. da hat ja hier nebenan mein schlachter mehr ahnung von der handhabung vom cortison bei rheuma. (schuldige. meine zunge hängt manchmal etwas locker.:p)

    nur meine meinung...

    auf jeden fall versuche schnellstmöglich an einen rheumadoc zu kommen.

    liebe grüße von frau puffel
     
  5. Meerli13

    Meerli13 Meerschweinchen-Guru

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    Hallo!

    Gehe besser wieder notfallmäßig zum Arzt, wenn du wieder Schub hast. Schmerzmittel kannst du bei bedarf nehmen aber nicht Cortison.

    Und die Cortisonspritze wirkt auch sehr viel besser notfallmäßig als nur 10mg Cortisontabletten.
    Oder du bekommst dann ein cortisonplan mit: wie lange und in welcher Dosierung du die Cortitabletten nehmen sollst.

    Oder am allerbesten nächstes mal Notfallmäßig in die Rheumaklinik gehen, dann biste gleich an der richtigen stelle, ohne ewig lange auf ein Termin beim niedergelassenene Rheumatologen zu warten, denn dafür sind die Rheumakliniken da.

    Gruß Meerli
     
  6. Rosetta

    Rosetta Neues Mitglied

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    Ihr Lieben, vielen Dank für die Antworten - ihr habt sicher Recht. Mein Hausarzt scheint nicht besonders kompetent auf diesem Gebiet zu sein, hinzu kommt wohl auch, dass ich noch recht konfus bin und noch nicht einmal genau weiß, welche Fragen ich stellen soll. Das wird sich sicher ändern, je besser ich mich informiere - auch Dank euch!
    Einen Termin bei einem Rheumatologen zu bekommen, ist hier nicht so einfach. Montag erfahre ich wahrscheinlich mehr. Falls es Probleme gibt, würde ich euch gerne darüber um Rat fragen. Bis dahin werde ich euren Rat befolgen und wenn nötig lieber zum Notdienst gehen.
    Vielen Dank und liebe Grüße von Rosetta
     
  7. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    manche von uns fahren bis zu 2 stunden zu
    einem rheumatologen. ich befürchte,
    du mußt weitläufigen suchen, da etwa
    dringend einen brauchst.
     
  8. Hexchen76

    Hexchen76 Neues Mitglied

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    Hallo Rosetta,

    aus welcher Region Norddeutschlands kommst Du denn? Es gibt hier auf der Seite eine Liste mit empfehlenswerten Rheumatologen. Wie schon von Puffel erwähnt ist es leider oft nötig etwas mobil zu sein um einen guten Rheumatologen zu finden.
    Ansonsten ist bereits alles gesagt worden, wie Du selber bemerkt hast, ist Cortison als Einmaldosis im Notfall nur kurzzeitig wirksam. Mit Tabletten sieht es so aus: entweder man macht es mit einem Einnahmeschema, will sagen man beginnt (nur als Beispiel gedacht, bitte nicht als Therapieempfehlung verstehen!) etwa mit 50 oder 60mg, nimmt diese einige Tage lang (ca 5), dann reduziert man um 10mg, bleibt bei dieser Dosis wieder 5 Tage bis man bei 10mg angelangt ist. Dann wird in 5mg oder 2,5mg Schritten weiter reduziert bis man auf der individuellen Erhaltungsdosis angekommen ist. Diese liegt meist bei 2,5-5mg Cortison am Tag. Oder man macht einmalige Cortisonstöße, die aber wenig sinnvoll sind weil damit die fortschreitende Entzündung in den Gelenken und damit die Schäden nicht aufgehalten werden können. Leider reicht das Cortisonschema bei einigen Rheumapatienten auch nicht und es muss ein vernünftiges Basismedikament her. Da gibt es unzählige, am häufigsten verordnet sind Sulfasalazin, MTX, Quensyl,Arava, und nicht zuletzt die TNF Alpha Antikörper. Dazu kommt, das Cortison langfristig einige unangenehme Nebenwirkungen haben kann und es daher nicht ratsam ist, es in höheren Dosen über einen längeren Zeitraum zu nehmen.

    Alles Liebe und viel Erfolg
    Hexchen