Chronische Schmerzen

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Melly1977, 18. April 2020.

  1. Melly1977

    Melly1977 Neues Mitglied

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    Hallo, ich möcht kurz mein Problem beschreiben.
    Ich bin 43 Jahre alt und hab immer wieder Probleme mit Rückenschmerzen bzw. Gelenkschmerzen, seit fast 20 Jahren zu kämpfen. War bei Orthopäden, Physiotherapien, Kuraufenthalte.

    2008 war der Verdacht auf M.Bechterew. War stationär 4 Tage zur Abklärung/Ausschluss dieser Krankheit. Hatte sehr häufig BWS Blockaden, ISG Blockaden, Rückenschmerzen, Handgelenkschmerezn. Es wurde ausser einem Bandscheibenvorfall in der BWs(Zufallsbefund) nichts festegestellt. So nahm ich das halt an und fing an mich mit den immer wieder kehrenden Schmerzen, war zwischendurch auch mal schmerzfrei. Wenn's ganz schlimm ist geh ich zum HA und bekomm 5 Infusionen mit Cortison und Multivit. Dann wird's besser und ich bin für einige Zeit beschwerdefrei.

    Auch eine Psychotherapie hab ich schon gemacht, um herauszufinden ob es vielleicht psychosomatisch sein kann. Eine Psychiaterin verschrieb mir Fluoxetin zur schmerzdistanzierung..um aus dem Teufelskreis Schmerz herauszukommen. Hilft mir nicht weiter.. nehm das seit 1 Jahr.

    Seit über einem halben Jahr hab ich immer wieder starke Schmerzen im Re. ISG Gelenk..hatte insgesamt 30 Physiotherapieeinheiten, bekam schon Spritzen, Wärme, Therme, habs mit Liebscher und Bracht Übungen versucht. Zu diesen Schmerzen kommt jedes Monat was neues dazu. Rechte Schulter tut weh, Handgelenke Schmerzen, Fussgelenk schmerzt...
    ..war beim Internieren und hab Rheumawerte, Borelliosewerte bestimmen lassen. Alles negativ.

    Ich lese immer wieder dass es sehr lange dauern kann das MB diagnostiziert wird. Hast jemand vielleicht etwas ähnliches erlebt.
    Hab nächste Wo Termin beim Orthopäden und erst in einem Monat einen Termin in der Rheumaambulanz da wo ich vor 10 Jahre war. Hab ein dreiviertel Jahr auf den Termin gewartet!!

    BIN echt am verzweifeln und weiss momentan nicht mehr was ich tun soll...komm mir schon vor wie ein Hypochonder.
    Sorry dass es doch nicht kurz war..aberves tut gut sich etwas aus der Seele zu schreiben.

    LG Melly
     
  2. Money Penny

    Money Penny Aktives Mitglied

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    Hallo Melly 1977. Herzlich Willkommen hier im Forum.
    Das was du beschreibst, haben die meisten von uns durchgemacht.
    Mich wundert nur, du schreibst, du warst vor 10 Jahren zuletzt in der Rheumaambulanz. Was haben die den diagnostiziert?
    Psychosomatisch ,ne glaub ich nicht dran.
    Rheuma, die Sache liegt nah. Auch typisch, das es nun mehr Beschwerden werden im Alter.
    Du brauchst eine richtige Diagnose und die passende Therapie und das schon gestern.
    Hier hartnäckig bleiben, immer alles dem Rheumatologen erzählen. Auch wenn mann denkt, das will der nicht hören.
    Habe den Fehler selbst gegangen. Hatte vorsortiert, was ich dachte - das gehört nicht zum
    Rheumaarzt. Beispiel Auge. Uveitis gleich Augenarzt, nein auch der RA muss das wissen.
    Also ALLES sagen was Beschwerden macht.
    LG Money Penny
     
    #2 18. April 2020
    Zuletzt bearbeitet: 19. April 2020
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  3. Melly1977

    Melly1977 Neues Mitglied

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    Hallo, danke für Antwort☺Rheumaambulanz: Der Arzt der mich dort angeschaut hat meinte er wolle dem Verdacht nachgehen Morbus Bechterew. Nahm mich stationär auf. Von innen nach aussen wurde ich durchgecheckt!! Ich habe keine rheumatische Erkrankung!!

    Vorgeschichte: Ich war in Bad Gastein auf Kur, weil ich eben immer wieder Probleme hatte mit dem Rücken. Der Arzt dort stellte die VerdachtsDiagnose Bechterew(ohne MRT, Blutbefunde,Röntgen!!!) Ich war schockiert, glaubte ihm, er schickte mich gleich in den Heilstollen...den der Chefarzt sofort bewilligte. Erst 3 Monate später hatte ich Termin bei der Rheumaambulanz...

    2 Jahre später war ich nochmal dort, weil ich immer noch Schmerzen hatte. Es wurde ein Versuch mit Predisnolon gestartet, wenn das hilft, meinte er könne es doch was rheumatisches sein...Hats nicht...soll Physio machen

    Vor 2 Jahren liess ich nochmal MRT machen von ISG, da ist nichts
    Letzte Woche Blutabnahme gehabt CRP normal, ANA negativ..

    Trau meinem Körpergefühl nicht mehr, kann man sich das einbilden...zweifle manchmal an meinem Verstand Fibromyalgie?? K.A..
    Lg
     
  4. Maine Coonchen

    Maine Coonchen Registrierter Benutzer

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    Hallo Melly77,
    Herzlich Willkommen!!!!
    Wenn ich es richtig verstanden habe warst du vor 10 Jahren stationär und das nur für 4 Tage. Alleine die kurze stationäre Dauer deines stationären Aufenthalt verwundert mich. Zudem hat sich in den letzten Jahren einiges getan, ganz besonders die Einstellung einiger Rheumatologen, leider nicht bei allen. Früher wurde es oft abgetan, wenn die Blutwerte nichts ergaben was direkt auf Rheuma oder z.B. PSA oder Arthritis, MB hindeutete, oder man musste schon große Gelenkschädigungen haben. Des weiteren wurde kaum ein e vernünftige Amnanese inclusive Familiengeschichte gemacht, da reine Fakten zählen. Aussicht stationär diesem Grund würde ich es aktuell nochmals abklären bei einem Rheumatologen. Am besten funktioniert es bei aktuellen und heftigen Schmerzen stationär in eine Rheumaakutklinik zu gehen, meine persönliche Empfehlung ist Bad Kreuznach oder Oberammergau, nur leider haben wir Corona, da sollte man genau abwägen, ob man sich stationär irgendwo hinbegibt. Aber es gibt oft auch Rheumasprechstunden. Leider dauert es bis man einen Termin bekommt, da beschleunigt meist nur ein Anruf des Arztes oder eine stationäre Einweisung das Verfahren. In der Zwischenzeit würde ich noch einmal einen wirklich guten Orthopäden über deine Beschwerden mit dem ISG und Rücken aufsuchen. Weiß ist schwierig einen guten zu finden, welcher sich Zeit lässt und nicht nur Massenabfertigung macht, aber auch hier gilt es gibt auch gute. Der sollte sich mal deine Statik anschauen, dabei hilfreich ist 3 oder 4 D Röntgen des gesamten Körpers, machen einige Orthopäden in Unikliniken. Und ein Besuch bei einem Schmerztherapeuten kann auch nicht schaden, zum einen jahrelang unbehandelte Schmerzen sind eine Katastrophe, Schmerzgedächtnis, zum anderen gibt es Krankheiten die auf die Rezeptoren von Schmerz zurück zu führen sind. Leider ist alles mit einem Ärztemarathon verbunden, aber so ist es auch kein Zustand!!!! Es raubt dir seit Jahren deine Lebensqualität und zerrt an deinen Nerven. Es haben hier viele eine Odyssee hinter sich bis eine Diagnose stand. Das ist zwar nicht toll und tröstlich, aber was ich damit dir sagen möchte ist, du bist nicht alleine!
    Ganz liebe Grüße
     
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  5. Maine Coonchen

    Maine Coonchen Registrierter Benutzer

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    Es sollte heißen... aus diesem Grund solltest du es noch mal stationär abklären..
    Meine Else Sprachprogramm spinnt, hat schon Wochenende und bekommt keine Nachtzulage, deshalb schreibt sie nicht das, was ich sage.
     
  6. Jürgen

    Jürgen Registrierter Benutzer

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    Hi Melly,,

    eins vorweg- Frauen haben häufiger ein Bild bei MB ohne sichtbare Zeichen im MRT- natürlich gibt es auch den "klassischen" Verlauf! Ich hatte zu Beginn den gleichen "unsinnigen" Verlauf- abends mit Hüftschmerzen ins Bett- morgens mit Schulterschmerzen aufgewacht... Glücklicherweise bin ich ein Mann mit ALLEN klassischen Symptomen und selbst der Depp von Arzt hat dem MB diagnostiziert- so dass ich nur 2 ziemlich unangenehme Jahre brauchte.

    Das größte Problem ist der "nicht klassische" Verlauf- da hilft nur ein guter Arzt und viel Information...

    Viele Grüße und einen guten Arzt
    Jürgen
     
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  7. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Hallo Melly, erstmal herzlich willkommen hier bei uns!

    Ich würde sagen, wart erstmal den Termin ab, so furchtbar lange ist das ja nicht mehr hin. Jaaa, ich weiß, die Ungeduld.... :D

    Ein Tipp für deinen Termin: schreib dir vorher schon mal alles auf, vor lauter Aufregung vergisst man ja gern das meiste...
    Wichtig sind die Symptome (auch die, die auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt mit den anderen zusammen hängen)
    , wann hats angefangen, welche Medikamente nimmst du, welche Vorerkrankungen bestehen etc.
    Dann könntest du dich in deiner Familie durchfragen, ob da rheumatische Erkrankungen bekannt sind.
    Auch nicht unwichtig die Frage, ob jemand Schuppenflechte hat. Es gibt die Psoriasisarthritis, die mit der Schuppenflechte zusammenhängt, ohne dass man selbst Ausschlag haben muss, und das typisch-tückische daran ist, dass es dabei oft überhaupt keine Auffälligkeiten in den Laborwerten gibt.
    Was mich etwas stutzig macht, dass du schreibst, Cortison verbessert die Lage nicht. Da könnte tatsächlich auch eine Fibromyalgie eine Rolle spielen.
    Aber alles spekulieren hilft da nicht weiter und ich wünsche dir viel Erfolg für deinen Termin!
     
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