hallo ihr lieben,
danke für eure antworten, da kommen schon viele antworten auf fragen, die ich mir gestellt habe
und ich will jetzt hier mal ganz offen und ehrlich sein
ich selbst weiss seit diesem jahr ja erst, dass ich PSA hab. zuvor hatte ich eine ärzteodysee über die jahre hinweg, hab dann meist nach einem arztbesuch wieder den kopf in den sand gesteckt, weil auf den bildern nix zu sehen war und ich mit verspannungen und überlastung abgespeist wurde. ich hab mich wirklich wirklich mies gefühlt und an mir und meinen schmerzen gezweifelt.
gleichzeitgi jedoch war es so, dass ich an manchen tagen nicht wusste, wie ich ihn meistern sollte.
2008 und 2009 kamen meine kinder zur welt. als mein mutterschutz begann lief damals auch mein befristeter vertrag aus und als meine elternzeit vorbei war wurde ich nicht ins arbeitslosengeld "gesteckt" sondern direkt ins H4 ( ihre kinder sind so klein, da haben sie eh keine betreuung, stehen also dem arbeitsmarkt nicht zur verfügung, also sind sie automatisch hartz4 ). das bin ich nun seit anfang 2012, werde es ab 2013 auch weiterhin sein, jedoch ohne bezug. wir leben hier auf dem land und ich hatte bisher keine möglichkeit auf einen job, der mit den kindegartenzeiten einhergeht.
schmerzen hatte ich schon immer , ich erinnere mich daran, wie ich bereits als 18 jährige bei der MT war wegen meiner lendenwirbel und wie ich 5 jahre später wegen meiner schulter abends immer den arm in einer schlinge trug....richtig schlimm wurden sie aber erst als nach der geburt meiner kids meine schuppenflechte wieder kam.
heute habe ich kaum schmerzfreie tage. es wechseln nur die "orte", wos weh tut. die fingerknöchel sind immer beteiligt, jeden tag und oftmals schmerzen die sehnen nach einem normalen tag wirklich immens. an meinen daumen und den einzelnen gelenken sind verschiedene baustellen, jedes gelenk schmerzt, auf den röntgenbildern ist im frühjahr jedoch nichts zu sehen gewesen. meine beiden daumenballen sind bereits sehr zurückgebildet, ein karpaltunnelsyndrom steh im raum, wurde aber bereits einmal ausgeschlossen, mal sehen, was der neurologe im januar sagt. denn es scheint eher so, als läge das an den ständigen entzündungen in den handgelenken, die die versorgung der sehnen, nerven und muskeln abdrückt.
an manchen tagen wache ich nachts auf, weil eine decke auf meinem grossen zeh liegt, an diesem tagen komm ich in keinen schuh. ein hallux sei es, ja. allerdings zeige das röntgenbild, dass die schmerzen mit einer op nicht behoben werden, da es an einer pseudoguttösen attacke liegt. mein entzündetes sprunggelenk macht mir das laufen zur qual. und alle paar wochen schmerzen meine knie und sind derart dick, dass ich die treppen hochlaufe wie eine 80jährige...langsam und gequält.
wenn meine lendenwirbel mal wieder nicht mitspielen fällt es mir schwer mich nur nach kleinen dingen zu bücken, staubsauger ausstecken, spielsachen aufheben...alles wird zur schwierigkeit, hochkommen ist dann eine kunst.
meine schmerzen in der brustwirbelsäule bzw an der brustwirbelsäule hab ich bei vielen ärzten bereits angesprochen und inzwischen weiss ich, dass dort die gelenke mit betroffen sind. das ist auch was schönes
was ich jetzt mit meiner liste sage will........ich war beim rheumatologen und er fragte mich, wo ich grad aktuell schwellungen hätte......und ich stand ratlos da, sagte " nrgends" und war fest davon überzeugt. die schmerzen waren erträglich an dem tag und aufgrund meiner vorgeschichte mit ärzten verräng ich das an manchen tagen schon......er hat mich dann untersucht und war wirklich wirklich überrascht, denn alles was ich euch oben aufgezählt hab konnte er ertasten.
in diesem jahr waren die schmerzen wirklich sehr vielfältig und auch schlimm. ich habe oft kaum den tag meistern können, und das als hausfrau. und oft hab ich nachgedacht, wie ich das machen sollte, wenn ich wieder arbeite. ich bin erzieherin, also immer "weit unten"...und genau das macht mir ja auch schwierigkeiten. wie oft hab ich mir überlegt und war wirklich in sorge, wie das gerade auch beruflich weitergehen wird.
und....was sollte ich meinem arbeitgeber denn sagen, wenn ich wieder mal krank bin, weil ich mit den schmerzen kaum aus dem haus komme? ein stückweit hab ich deswegen schon heute ein schlechtes gewissen.
mir ist das schon klar, dass es schwerer ist, einen job zu bekommen falls ich einen gdb beantrage. allerdings bin ich dann eben auch erhlich und mein arbeitgeber weiss, dass es auch mal vorkommen wird, dass ich ausfalle. und das soll er wissen. ich will ihn da nicht hintergehen. dafür bin ich zu ehrlich. ich muss es sogar, denn erst dann kann ich damit umgehen. ich erinnere mich an jeden tag den ich in meinem leben bei der arbeit gefehlt habe. und an jedem tag hab ich mich geschämt und hatte ein schlechtes gewissen meinen kollegen gegenüber.
warum also hab ich bisher gezögert den antrag zu stellen?
das ist eine kopfsache. zum einen weiss ich nicht, ob mir den gdb in der praxis was bringen wird.
die andere seite ist die frage, ob ich ihn überhaupt bekommen werde. wenn ich den antrag stelle fühl ich mich ein wenig wie ein schmarotzer oder so. denn obwohl ich krank bin hab ich auch phasen, da gehts. da gehts mir nicht gut aber es geht. zumimdesst bide ich mir das ein. irgendwie ist der schmerz ja inzwischen ein teil meines lebens geworden.
ich denk das liegt daran, dass man mir jahreweise gesagt hab dass ich ja nix haben kann und ich mich auch immer schon wie ein hypochonder deswegen gefühlt hab. ich bin 32 und schäme mich auch ein wenig, den antrag zu stellen
so das war jetzt ein megaouting

aber ich sagte ja ich will ehrlich sein
ich hab den antrag schon ein paar mal begonnen auszufüllen. und immer wieder bin ich gescheitert, denn wie sollte ich auf die 6 kleinen zeilen über die "gesundheitsstörungen" meine schmerzen schildern

das mit dem extrablatt scheint mir eine gute lösung zu sein
allerdings bin ich mir gar nicht so sicher, ob das alles "gdb-würdig " ist
