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Buchinger Fasten

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von puffelhexe, 23. März 2013.

  1. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    Huhu.

    ich habe grade durch Zufall gelesen, das
    der damalige arzt Otto buchinger schwer
    Rheuma hatte.

    und das er durch eine spezielle fastenkur
    damals sein Rheuma deutlich positiv
    beeinflussen konnte.

    es muss ja was dran sein. er hat es ja
    selbst erlebt.

    nun meine frage: wer hat schonmal
    heilfasten nach buchinger gemacht
    oder sich schonmal damit beschäftigt?

    Wie sind eure Erfahrungen?

    Liebe Grüße von puffel
     
  2. Kitkat

    Kitkat Neues Mitglied

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    Aloha puffelhexe,
    ich faste fast jedes Jahr oder mache jedenfalls den Versuch. Denn manchmal schaffe ich es einfach nicht. Der Einstieg ist auch nach vielen Jahren für mich sehr hart. Zudem habe ich alle 4 bis 7 Tage handfeste Fastenkrisen, in denen ich den Putz von den Wänden lecken könnte, so hungrig bin ich (in diesen Momenten belege ich die Leute, die behaupten, sie hätten nach der Darmentleerung keinen Hunger mehr, mit Schimpfnamen wie "erbärmlicher Aufschneider"). Die vielseitig geprieseneren Fastenhochs erlebe ich selten in der geschilderten Intensität, mein Schlafbedürfnis ist riesig. Klingt furchtbar, ich weiß. Aber: wenn ich mindestens (!) 3 Wochen durchhalte, reduzieren sich meine Beschwerden deutlich - und das für Wochen, manchmal 4 Monate. Wenn. Fasten ist kein Heilmittel für mich, denn es ist eine Rosskur für mich. Weniger als 3 Wochen bringen mir nichts. Ich war vor einigen Jahren mal in einer Buchingerklinik (und danach pleite bis in die Steinzeit). Der begleitende Arzt hat mir erklärt, dass gerade Rheumatiker ( er hielt mich schon lange vor der offiziellen Diagnose für schwer rheumakrank -zurecht, wie ich heute weiß) lange fasten müssen, ehe sich die das Immunsystem regulierende Wirkung einstellt, weil eben dieses so sehr aus dem Ruder gelaufen wäre. Und das strengt an. Alles andere sei Wellness für gestresste Leute, die mal so richtig aus den gewohnten Rhythmen genommen werden und so einen Neustart schaffen können. Ich kann das inzwischen nachvollziehen. Was ich an diesem Arzt sehr angenehm fand, war sein moderner, wissenschaftlicher Ansatz. Er verschonte uns mit den üblichen Märchen und Legenden von Schlacken in Zellen und Geweben. Damit entfielen auch diese rigiden Reinigungszwangansprachen, die ich persönlich immer als sehr freudlos und irgend wie beleidigend empfinde, weshalb ich mich normalerweise von Fastengruppen etc fernhalte. Letztes Jahr war ich in einem Fastenhotel. Da kam sehr viel Halbwissen gemischt mit Hildegard von Bingen Mystik und Mythen sowie jede Menge Reinigung für Körper, Geist und Seele. Total zwanghaft. Gruselig. Der Gipfel war dann die russische Krankenschwester bei der Colonhydrotherapie. Ich hatte dabei Visionen von KGB Folterkellern und sowjetischen Kugelstoßerinnen. Ich hab das dann sein gelassen und weiter mit Glaubersalz "gereinigt". Fazit: ich hab über die Jahre "mein Buchingerfasten" entwickelt. Ich halte mich an die meisten Grundsätze Buchingers. Aber ich genehmige mir bei entsprechend großer Not auch mal einen Löffel Honig, etwas gesalzenen Gemüse- oder Tomatensaft, einen Klecks Naturjoghurt gegen den Eiweißmangel oder ein Tässchen schwarzen Kaffee bei Kopfweh. Ich erspare mir die für mich belastenden Darmspülungen und Einläufe. Manchmal finde ich es angenehmer, in einer Umgebung zu fasten, wo für alles gesorgt wird inkl. medizinischer Betreuung. Manchmal mach ich es lieber für mich allein Zuhause. Manchmal ist es hart. Manchmal sehr hart. Manchmal unmöglich. Es bringt mir viel, wenn ich es schaffe. Es ist für mich ein völliger Ausstieg aus meinem Alltag. Ich gönne mir alle Launen, die damit einhergehen. Ich schlafe so viel, wie ich will und kann. Ich lasse die mein Leben bestimmende Disziplin sausen. Wenn ich es schaffe, sind die Entlastungs- und Aufbautage ein durch die Reduzierung intensiviertes Geschmackserlebnis. Und wie gesagt: die Wirkung kann ich bestätigen. Aber.


    Liebe Grüße und alles Gute für Dich!


    kitkat
     
  3. Kitkat

    Kitkat Neues Mitglied

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    P.S.: ich nehme übrigens jedes Gramm, das ich durch Fasten verliere, im Laufe des Jahres wieder zu. Zum Abnehmen ist das nix, wenn man sich ansonsten einigermaßen sinnvoll ernährt. Leider. Denn ich bin immer recht mopsig. Noch son Mythos, der bei mir ein solcher bleibt. Schade.
     
  4. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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  5. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    danke schön für die rückMeldungen.

    ich hab jetzt auch mal im andern
    thread geschrieben. und mal dort
    direkt nach pyrmont gefragt.
     
  6. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Ich hole das hier nochmal hoch, weil ich eine Frage habe:
    wie macht ihr das mit Fasten und den ganzen Tabletten?
    Also ich nehme 14 Stück am Tag und mein Magen mag sie nicht wirklich.
    Ohne etwas im Magen (Essen) - ich denke nur an das Lodotra - ist das nix.

    Kati
     
  7. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    das mit dem fasten in der Klinik hat
    sich für mich erledigt. ich habe
    leider einfach das Geld nicht, auch
    wenn es mir sehr gut tun würde.

    die Kassen übernehmen das leider nicht.
     
  8. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @ Kati:
    Ich mache es mit dem Fasten so, dass ich mich halt nur flüssig ernähre. Da ich das mit den Säften nicht machen kann wegen meines Magens, gibt es bei mir mittags und abends eine leichte Gemüsesuppe. Anders kann ich es nicht. Und wenn ich davon was im Magen habe, nehme ich meine Tabletten, dann ist es eben später am Tag und nicht morgens. Ist blöd, aber ich wüsste nicht, wie ich es sonst machen sollte, da man sie ja nicht nüchtern einnehmen soll. Das Cortison kann man ja morgens nehmen, das allein geht ja normalerweise nicht auf den Magen.