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brauch mal eure tipps,geht um motivation

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Katjes, 26. Juli 2011.

  1. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    hallo ihr lieben,
    bei mir ist es so,das ich immer wieder starke schübe habe,die mich auf null zurück schmeißen.
    so...........wenn es mir dann wieder etwas besser geht, fang ich an zu trainieren, das zb. das gehen wieder besser wird .................längere strecken, wenn es geht ohne humpeln usw.
    jetzt kommt mein verqueres ich ins spiel..............statt mich darüber zu freuen,das ich den ein oder anderen erfolg habe, sprich eine bestimmte strecke, es schaffe sie an mehreren tagen komplett zu gehen, spüre ich nur ärger (manchmal bin ich richtig sauer) darüber, wie anstrengend und schmerzhaft dieses ewige trainieren und wieder bei null anfangen ist.
    meine leute versuchen mich auch immer wieder zu motivieren mit sprüchen wie :guck mal von wo du kommst (rolli,bett),der weg ist das ziel etc.............................................. sie haben ja recht...........................aber...................................
    man tut und macht und dann kommt wieder tag x und es war alles für die katz......................
    wie geht ihr damit um,wie motiviert ihr euch ???
    hab grade voll den durchhänger,
    katjes
     
  2. Flopy

    Flopy Flopy Stilli

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    hi katjes,

    ja, diese blöden gefühle kenne ich auch.
    aber, ich lass mich nicht unterkriegen !
    meine motivationen sind unter anderem:

    a) mein goldstück - geht es mir besser, geht es ihr besser, und das ist ja das, was ich will, das es ihr gut geht.
    b) das wissen, das es vielen anderen, auch hier, noch schlechter geht, und sie ein viel schwereres paket zu tragen haben.
    c) ich - ja, ich, denn solange ich kämpfe, habe ich nicht verloren ! ich kämpfe für mich, damit es mir, wenn auch nicht jeden tag, gut, bzw. besser geht. das macht MEIN leben für mich doch auch angenehmer. so schwer es auch ist, aber es ist auch für mich. hier darf man ruhig mal egoistisch sein.
    d) meine kinder (schon erwachsen),meine mutter und meine schwiegereltern- wie bei meiner frau, geht es mir gut, dann freuen sie sich auch darüber.
    e) das leben an und für sich, sobald es mir besser geht, geniesse ich das leben :) freue mich über die schöne natur, die ich dann ja auch direkt besuchen kann ;), über besuch der zu mir kommt, das ich auch mal einfach so ausgehen kann, auch wenn es nur für wenige stunden ist ! das leben war, ist und wird nie einfach sein, das hat uns niemand versprochen, also machen wir das beste draus ( siehe meine signatur )

    vielleicht hilft dir ja eine von meinen motivis, das wünsche ich dir.
    liebe grüße, und: nicht den sand in den kopf stecken !
    das wünscht dir der clownzumfrühstückverspeisende
    Flopy :)
     
    #2 26. Juli 2011
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juli 2011
  3. anurju

    anurju anurju

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    Liebe Katjes,

    wie gut kann ich dich verstehen - und bei mir ist es sicher nicht so extrem wie bei dir. Ich kenne das Gefühl aber dennoch sehr gut.
    Bei mir sind es erst 4 Jahre Quälerei - aber in denen musste ich auch immer wieder Motivation suchen, um weiter zu machen.

    Und manchmal habe ich das Gefühl, gegen Windmühlenflügel zu kämpfen - zu viele Baustellen, eigentlich keine wirkliche Option auf ein Leben wie ich es mir vorstellen würde. Dazu die ganzen Medikamente, die ja auch müde und erschöpft machen.

    So etwas kann man sich wirklich nur vorstellen, wenn man es kennt oder in ähnlicher Form (wie gesagt bei mir sicher nicht so schlimm wie bei dir) erlebt hat.

    Es hat mich in den Jahren erschreckt, dass sich auch das soziale Leben einfach ändert - natürlich stehen Leute zu einem, aber es gibt auch Verluste in dem Bereich.
    Erschreckend finde ich, wenn man sich schmerzbedingt schon nicht mehr wirklich auf schöne Dinge (Urlaub, Veranstaltungen, Treffen) freuen kann - ist zudem ja sowieso oft unsicher, ob man die überhaupt schafft.

    Das soll jetzt wirklich nicht jammernd rüberkommen...
    Ich wollte dir bloß mitteilen, dass ich das Gefühl kenne - ist so als würde man sich immer wieder am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Oft helfen einem dabei andere mit - aber die Hauptarbeit muss man selber tun und das ist hart.

    Es ist sooo gut, dass du dies hier so offen geäußert hast. Ich glaube, es geht ganz vielen Menschen hier so. Mir übrigens erst gestern - da bin ich dann auch einer Gruppe hier im Forum beigetreten und habe mich dort ein bißchen "ausgetobt" - kannst du bei Interesse unter meinem Profil lesen...

    Ich drücke dich jetzt mal ganz vorsichtig virtuell und schicke dir gaaaannnzzz viel Kraft rüber.
    Meine beiden Wegbegleiter-Sprüche:
    "Nach vorne schauen ist immer die richtige Richtung" - und -
    "Wenn man auf der Talsohle steht geht es überall nur aufwärts" :rolleyes:
    helfen nicht wirklich weiter, aber ich rufe mir das immer mal ins Gedächtnis, wie oft ich schon an dem Punkt war und dann weiß ich, dass es wieder aufwärts geht.

    Ganz viel neue Energie und viele Fortschritte sowie vorallem eine unheimlich lange Zeit mit Ruhe (und keinem Schub!) wünscht von Herzen

    anurju :poke:
     
  4. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallo Katjes,

    ich kenne das Gefühl auch seit Jahren und es ist und bleibt frustrierend....und trotzdem oder gerade deshalb trainiere ich weiter. Und das liegt einfach daran, daß ich trotzig bin und es dem Universum beweisen will ;)

    Ich walke seit einigen Jahren, immer in meinem Maße. Im Frühjahr ist es etwas mehr und regelmäßiger, im Sommer über 25° geht nix, dann kommt der Spätsommer und Herbst und es wird besser und ab November macht sich mein Körper für den Winterschlaf bereit. Dann werden die Strecken sehr viel kürzer, aber ich bleibe am Ball.
    Im Frühjahr wird es dann wieder mehr und regelmäßiger blablabla.

    Wenn ich mal wieder einen Durchhänger habe, erinnere ich mich an die Zeit vor Enbrel, als ich mich noch nicht mal selbst versorgen konnte, geschweige das Haus verlassen konnte und dann packe ich mich am Schopfe und walke.

    Ich bin dankbar, daß ich mich bewegen kann und die Freude kommt bei und durch die Bewegung.

    Nur ich kann mich motivieren, denn wenn mich andere motivieren können/müssen, dann können sie mich auch demotivieren und das wird mir nie wieder passieren.

    LG
    Sabinerin
     
  5. medi

    medi Tagträumerin

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    Hallo Katjes,

    das ist eine gute Frage ! Sport ist bei mir überhaupt nicht...Ich bin schon froh, wenn ich mal etwas weniger Schmerzen beim Gehen habe, als sonst. Ich habe auch manchmal ganz frustige Phasen. Auch und besonders, weil man sich einfach nichts mehr vornehmen kann, ohne die Angst, wie geht es mir dann... Jegliche "Leichtigkeit des Seins" oder Unbeschwertheit, ist einfach aus dem Leben verschwunden...:(

    Wenn ich einen Durchhänger habe, versuche ich immer, mir irgendwas Gutes zu tun. Kuschle mich mit einer weichen Wolldecke in die Sofaecke und trinke einen heißen Kakao, schmökere in "schöner Wohnen"-Zeitschriften, lege eine lange nicht gehörte Lieblings-CD auf...usw... Wenn ich dann eine Zeitlang in Melancholie geschwelgt habe, geht es meist auf einmal wieder ! :)

    Ich wünsche Dir das Gleiche !

    Liebe Grüße
    Medi
     
  6. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    hallo ihr lieben,
    ich danke euch für eure antworten..................................................habe gestern über vieles nachgedacht..................................und einfach festgestellt,das ich mit mir nicht im reinen bin.
    habe meiner krankheit zu viel zeit, kraft,aufmerksamkeit etc. gewidmet und dabei habe ich sehr viel anderes vernachlässigt..............................eigentlich bin ich gerne kreativ,genieße die natur,meinen hund,liebe meinen gölege und habe ein super tolles patenkind und wirklich gute freunde,mit denen ich lachen und weinen kann.................................für mich und für mein leben, werde ich diese krankheit wieder versuchen auf die hinteren ränge zu platzieren !!!
    es wird immer tage geben an denen nichts geht,mit denen kann ich mittlerweile sehr gut umgehen,da mache ich es so wie du medi..............heizkissen,sofa................buch,dvd,musik etc.

    mich hat der alltag aus der bahn geschmissen,dieses immer wieder gegen den schmerz angehen,sich nicht hängen lassen.....................zu wissen,das ich mein rheuma immer mit dabei habe,keinen urlaub vom rheuma habe.............................und so wie es z.z. aussieht auch keine schmerzfreie zeit mehr,nur noch schmerzärmere zeiten.........................keinen erholsamen schlaf..................das alles dann auch schon über 20 jahre.......................

    meine freundin hat gestern gesagt,du darfst sauer,traurig und auch wütend sein !!! ..........................und dann habe ich geheult,geheult und geheult,ja , ich darf auch traurig über die verpassten dinge in meinem leben sein (beruf aufgeben,keine kinder,viele hobbys aufgeben müßen etc)...........................aber ich darf nicht vergessen wieviel liebe,buntes und schönes das leben mir noch geben kann und gibt. ich muß nur mal wieder hinsehen !!!
    @anjuru
    danke für die geschichte mit dem alten mann !!! und das du mich auf den club aufmerksam gemacht hast.

    nochmal danke für eure lieben aufbauenden worte,
    katjes
     
  7. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallo Katjes,


    ich denke, daß das genau der Knackpunkt ist.....der Krankheit Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen.

    Ich möchte Dir kurz etwas zu mir schreiben.
    Als ich 22 Jahre war, bekam ich die Diagnose RA. Mit 25 Jahren war ich berentet, es folgten 24 Krankenhausaufenthalte mit u.a. 13 Gelenkoperationen.
    Ich habe viele viele dunkle Täler durchschritten und alle Höhen selbst erklommen.

    Mittlerweile bin ich 41 Jahre und habe meine Mitte gefunden, was nicht bedeutet, daß ich mich dort immer aufhalte ;)

    Heute bin ich der Überzeugung, daß es für die meisten Dinge im Leben Lösungen gibt. Sie liegen selten vor einem, man muß vieles ausprobieren, den Mut für neue Wege aufbringen und wenn man damit unzufrieden ist, muß man wiederum neues ausprobieren.




    Katjes....gib neuen Wegen eine Chance.
    Die Krankheit wird Dich, mich, uns alle begleiten, aber sie muß auch auf den Platz verwiesen werden, so sie hingehört.
    Sie ist EIN TEIL (!) unserer Persönlichkeit, aber sie ist nicht unsere Persönlichkeit.

    Ich habe schon oft den Unmut kranker Menschen auf mich gezogen, weil ich vehement ablehne eine "Rheumatikerin" zu sein.
    Nein, ich BIN keine Erkrankung, ich HABE eine Erkrankung, eine rheumatische Erkrankung.

    Ich BIN Claudia, eine Frau mit Talenten und Begabungen, mit Fehlern und Schwächen, mit dem Herz auf dem rechten Fleck und auf der Zunge (*hüstel*)....und ich habe eine Erkrankung.
    Ja, sie ist da, sie wird mich immer begleiten, mal schränkt sie mich mehr ein, mal nehme ich mir mehr Raum.

    Sie ist aber eben nur ein Teil von mir.

    Wenn Du gerne kreativ bist, dann schau was Du umsetzen kannst. Es gibt unzählige kreative Möglichkeiten.



    Katjes, schau hin, was Du kannst, baue dort auf, erweitere es. Es gibt ganz viele Möglichkeiten.

    LG
    Sabinerin
     
    #7 27. Juli 2011
    Zuletzt bearbeitet: 18. September 2011
  8. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    jepp sabinerin,
    eigentlich weiß ich das doch alles.........................bin auch kein frischling mehr..........................und habe auch meine mitte gefunden,die war nur (ich hoffe) kurzfristig verrutscht:).
    liebe grüße
    katjes
     
  9. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Ich weiß, daß Du es weisst, aber manchmal hilft es ja, wenn man es noch einmal hört :)

    Und die Zweifel gehören leider auch dazu.

    LG
    Sabinerin
     
  10. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    das stimmt,so ein tritt in den pöppes tut manchmal gut :):D

    so,jetzt werde ich kreativ sein und die kiste ausmachen........................
     
  11. hada1712

    hada1712 Kevin-Schantalle-Mama

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    hallo @ all

    einen großen durchhänger wegen des rheumas hatte ich gottlob nie. da hat mir die disziplin aus vielen sportlerjahren sehr geholfen.

    durchhänger hatte ich schon auf privater ebene, nicht mit meinem gögi, aber als ich meinen beruf aufgeben musste. da hat er mir sehr gehölfen und daher konnte ich das einigermassen gut bewältigen. auch wenn es immer mal noch ein bischen schmerzt.

    ich habe mich dann anderen dingen zugewandt die mir den tag gestalten wie kochbuch schreiben , malen, zeichnen, gedichte verfassen usw. und was in der letzten zeit auch noch zu machen geht.

    es füllt den tag neben dem was jetzt noch möglich ist. zB hausarbeit oder garten.

    so bleibt mir wenig zeit darüber weiter nachzudenken was denn wäre wenn......

    wenn das "gewichte" stemmen nicht mehr geht, versuchen kreativ zu sein ist immer eine gute lösung.

    manches in den keller gerutschte kommt wieder zum vorschein und das ist gut so.

    einfach da weitermachen wo es mal stehen geblieben war und sich evtl. weiter entwickeln, freude an geschaffenem zu haben.

    vielleicht sollten wir einen extrathread auf machen oder gibt es schon einen dafür?

    dort könnte dann jeder werke der unterschiedlichsten art präsentieren.
    ich weiss oft kostet das ein wenig überwindung. doch auch das ist ein hilfsmittel, durchhänger ein wenig die stirn zu bieten.

    dat hanne
     
  12. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hi Katjes,

    den Tritt in den Pöppes habe ich in meinen Zeilen nicht gefunden, selbst mit ganz viel Phantasie nicht ;)


    Das was ich jetzt schreibe ich eigentlich weniger Deinen Zeilen, als mehr dem ganzen Forum gewidmet.


    Auffallend ist schon, daß man lieber gemeinsam klagt, als sich an positiven Berichten erfreut.
    Das betrifft nicht nur das Forum, auch den Chat, eigentlich dem ganzen Leben.

    Als ich noch gearbeitet habe, das ist ja nun schon über 17 Jahre her, war es so, daß Kollegen lieber gemeinsam dem Frust gefröhnt haben, als den schönen Dingen.
    Ich wurde bereits damals ins Abseits geschoben, weil ich mich einfach nicht der Klagewelle anschließen wollte. Während alle gemeinsam über Chef, andere Kollegen, das Wetter, die Arbeit, die Familie schimpften, wollte ich eben nicht nur das Negative sehen, sondern mich auch an schönen Dingen erfreuen.

    Die Probleme, Schwierigkeiten sind doch sowieso da und sie müssen entweder akzeptiert, gelöst oder geändert werden. Ich habe bis heute nicht verstanden, warum ich meine Lebenszeit dafür hergeben muß zu klagen, wenn ich sie auch schön gestalten kann. Die Probleme sind dann nicht weg, aber ich stelle ihnen positive Momente entgegen.

    Das gleiche Phänomen ist hier im Forum zu lesen und nicht nur hier, auch in anderen Foren.

    Würde ich einen Thread eröffnen "Mir geht es heute sooooo schleeeeecht, wem noch?" hätte ich in 3 Stunden 20 Antworten.

    Eröffene ich einen Thread mit dem Tenor "Das habe ich geschafft und darüber freue ich mich.." wird er entweder ignoriert und es wird gestänkert.

    Mir bleibt es auch ein Rätsel, warum man sich nicht für andere freuen kann und mit ihnen gemeinsam auf der Freudewelle schwimmen kann.
    Warum kann man das nicht positiv empfinden und selbst davon etwas mitnehmen und sich daran erfreuen?


    Ich will weder klugscheissen noch mahnen, sondern erinnern, daß es auch gute Zeiten gibt.

    Wer daran nicht teilhaben will, der muß es nicht, aber manchmal habe ich das Gefühl, so mancher Mensch will das Gute nicht mehr sehen, nicht mehr fühlen, nicht mehr wahrnehmen.

    Die Welt ist schlecht und sie hat schlecht zu sein.
    (Damit meine ich nicht Dich und Deine Beiträge, Katjes!)


    Was ist schlecht an Motivation? Was ist schlecht an Freude? Was ist schlecht an Spaß? All das kann ich auch empfinden, wenn es mir nicht so gut geht.
    Vielleicht sollte mal der ein oder andere das mal wieder ausprobieren um zu wissen, daß es sich lohnt.

    LG
    Sabinerin
     
  13. enya

    enya Mitglied

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    Hallo Sabinerin,
    in deinem Beitrag hast du etwas ganz Wichtiges auf den Punkt gebracht:
    Warum jammern Menschen lieber, anstatt das Positive zu sehen?

    Wir Menschen sind leider so in unserer Psyche veranlagt, dass wir mehr negative Gefühle empfinden als positive. Die meisten Menschen, die einen vergangenen Tag, eine vergangene Woche oder ein vergangenes Jahr Revue passieren lassen, denken zuerst an die schlechten Erlebnisse. Oder ein anderes Beispiel sind die Nachrichten. Auch dort wird zu 80% Negatives Berichtet.

    Um sich auf das Positive konzentrieren zu können, ist bei etwa 70% aller Menschen daher erstmal ein Umdenk-Prozess bzw. ein Lernprozess nötig. Und auf diesen Weg machen sich Menschen, die mehr vom Leben wollen, die sich und ihr Leben hinterfragen. Und manche Menschen machen sich eben nicht auf diesen Weg. Das können Menschen sein, die einsam sind, verzweifelt sind oder keine positiven Vorbilder haben. Manche Menschen geben sich dem Leben einfach so hin...

    Also kann ich dir nur gratulieren!!! Du willst mehr, als dich der Krankheit zu ergeben. Und das ist ein ganz wichtiger Schritt zu mehr Wohlgefühl und Gesundheitsgefühl trotz dieser Erkrankung.
    Und ich bin mir sicher, dass es hier im Forum noch so einige Kämpferherzen wie dich gibt!

    Manchmal ist es eben schwer, über Krankheiten zu schreiben und dabei das Positive im Blick zu behalten. Denn hier im Forum kommen viele Sorgen, Ängste und Nöte so geballt zusammen, dass es manchmal schwer fällt, die Kehrtwende zu setzen und das Positive wieder in den Mittelpunkt zu stellen.

    Doch gut dass es Menschen wie dich gibt, die diesen Akzent setzen!

    Und ich habe noch einen Motivationstip für Katjes und alle anderen:
    Lege dir mal ein kleines Buch an, in das du jeden Abend fünf kleine Kostbarkeiten schreibst, die dir den Tag versüßt haben. Das können ganz banale Erlebnisse und Empfindungen sein wie - ich hab mich über die wärmende Sonne gefreut
    - ich hab mit einer Freundin lange telefoniert
    - ich habe mehr im Haushalt geschafft, als ich dachte
    - ich habe mir beim Einkaufen ein neues Buch gegönnt
    - ich bin heute zur Ruhe gekommen und fühlte mich
    entspannt
    - ...
    Das kann helfen, der Krankheit weniger Raum zu geben und damit mehr Lebensqualität bewusster wahr zu nehmen.
    Zum Thema Schmerz und Lebensqualität habe ich mal einen Bericht geschrieben. Vielleicht kennen ihn manche schon. Wer ihn nicht kennt, kann mal rein schauen.

    So ihr Kämperherzen da draußen,
    ich wünsche euch einen positiv denkenden Tag :)

    Liebe Grüße
    Enya
     
  14. Jutta H.

    Jutta H. Neues Mitglied

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    Hallo Enya und Sabinerin,

    ich kann Euch nur zustimmen.

    Es ist tatsächlich so, das wir Menschen immer das Negative zuerst sehen und die positiven Seiten des Lebens hintenanstellen.

    Ich habe auch oft nur negative Gedanken gehabt und im Rückblick habe ich festgestellt, das es mir dadurch nur noch schlechter ging. ( Depressionen etc.) :mad:

    Habe dann ein Jahr lang eine Psychotherapie gemacht und habe da wieder "gelernt" die positiven Seiten des Lebens hervorzuheben.

    Wie hier so schön geschrieben wurde ..... heute hatte ich kaum Schmerzen, habe mit einer Freundin telefoniert und wir haben viel gelacht etc.

    Wenn es dann mal nicht so gut läuft ..... was soll`s .... morgen ist wieder ein neuer Tag. :)

    Seitdem geht es mir viel besser und ich kann mit meiner Krankheit viel besser umgehen und sie akzeptieren.

    Vielen Dank für Eure Anregung, diese auch hier einzustellen.

    Einen wunderbaren Tag und immer die schönen Dinge des Lebens im Auge behalten.

    LG. Jutta
     
  15. enya

    enya Mitglied

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    Hallo Jutta,

    schön dass auch du zu den Kämpferherzen gehörst!

    Vielleicht sollten wir einen Club der Kämpferherzen eröffnen :rolleyes:

    Liebe Grüße
    Enya
     
  16. Jutta H.

    Jutta H. Neues Mitglied

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    Hallo Enya,

    die Idee ist super, vielleicht schließen sich ja noch ganz viele unserem Club an. ;)

    Mal schauen, ich würde mich riesig darüber freuen.

    Es heißt ja nicht, das man nicht weiterhin über diese Krankheit diskutiert und sich austauscht.

    Aber vielleicht viel öfter mit einem Lächeln im Gesicht. ;)
    Ich bin auch schon ein alter Hase i.Sa. Rheuma, plage mich seit 1975 damit herum. Aber das hat auch seine Vorteile, man wird abgeklärter mit der Zeit und das ist gut so.

    Lieben Gruß
    Jutta
     
    #16 27. Juli 2011
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2011
  17. enya

    enya Mitglied

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  18. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Mein Weg aus einem tiefen Tal:

    Ich LEBE, und da ich das Leben liebe, fällt es mir, mal mehr oder weniger schwer, mich an den Öhrchen zu greifen und mich aus dem Sumpf zu ziehen.

    Ich halte es da so wie Flopy: Meine Umwelt soll glücklich sein, und das können sie nicht, wenn ich mich hängen lasse....

    Ausserdem hab ich schon ein paar Mal an der Schwelle gestanden und daher weiss ich wie lebenswert das Leben ist....

    Louise
     
  19. anurju

    anurju anurju

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    Hallo zusammen,

    ich wollte nur gerne noch einen Aspekt beitragen:

    Ganz sicher sind die allermeisten Leute hier solche Kämpfernaturen - allein die Teilnahme am Forum zeigt ja schon, dass man aktiv sein will und sich nicht "geschlagen gibt"...

    Ich glaube, dass wir alle im Alltag ganz viel Energie aufwenden, um Positives zu entdecken und zu tun. Diejenigen, die berufstätig sind, werden vermutlich auch dort alles tun, um weiter glücklich und erfolgreich zu sein. Toll, wenn die nicht mehr Berufstätigen andere Ziele und Inhalte finden - absolut bewunderswert.
    Und im privaten Bereich macht man ja auch das, was noch möglich ist, um das Leben zu genießen. Das ist gut so - kostet aber manchmal eben auch Kraft.

    Und dann ist es einfach prima, hier auch mal Luft ablassen zu können und nicht durchgängig die Kraftvolle sein zu müssen - sondern einfach auch mal Frust oder Verzweiflung raus zu lassen...
    Das eine schließt das andere nicht aus und sicher kennt jeder von uns verschiedene Stimmungen (manchmal sogar im Tageslauf). Wie ihr das so schön geschrieben hat - kurzzeitige Tiefs oder Zweifel gehören einfach dazu.
    Wahrscheinlich liest man hier auch deshalb manchmal eher Beiträge, aus denen eine sorgenvolle Stimmung spricht - das heißt ja garnicht, dass die gleiche Person nicht voller Power und mit positiver Einstellung oder Kämpferherz ihren Alltag meistert.

    Ich empfinde es als Segen, dass es dieses Forum gibt, in dem man nicht nur fachlichen Rat, gute Anregungen, sondern eben auch Platz findet, mal die aktuelle Stimmung los zu werden - ohne vielleicht das Umfeld damit belasten zu müssen (das leidet ja sowieso teilweise unter den krankheitsbedingten Einschränkungen...).

    Also: absolut genial, dass wir auf diese Weise wieder neue Impulse und Kraft bekommen und schenken können.

    Viele liebe Grüße und eine gute Zeit wünscht
    anurju :)
     
    #19 27. Juli 2011
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2011
  20. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    danke anurju,
    genauso ist das !!!:knuddel:

    @sabinerin und enya
    ihr könnt mir doch nicht erzählen,das ihr immer das positive sehen könnt!!!
    meine grundeinstellung ist positiv............................aber,wenn man egal was man macht oder einnimmt, so starke schübe hat,das man immer wieder bettlägerig ist und das, was man sich vorher mühsam erkämpft hat, wieder nicht geht und fast jedes jahr bei null anfängt.........................................hey, da sind dunkle tage vorprogrammiert und da will ich mich nicht von der sonne wärmen lassen ,auch wenn ich mich darüber freuen kann,das jemand das fenster aufmacht und frische luft reinlässt.......................................ist es doch mein ziel wieder nach draussen zu kommen...................................so, und das war mein anliegen wie motiviert ihr euch dann ???
    weil der weg dahin ist ja kein spaziergang und wenn euch die erfahrung auch immer wieder gezeigt hat,das ein schub kommt und euch wieder vom weg kickt.
    und ehrlich.............................manchmal fühlt sich liegenbleiben einfacher an als immer wieder aufstehen.
     
    #20 27. Juli 2011
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2011