1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Bräuchte eure medizinische Kenntnis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Lecram, 9. Februar 2004.

  1. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    194
    Zustimmungen:
    0
    Hallo alle miteinander!

    Wie meine Überschrift schon andeutet, würde ich gerne mal hören, was ihr davon haltet:

    Ich leide seit 3 Wochen unter unerklärlichen Schwindel, Müdigkeit, in der Nacht Schüttelforst und fühle mich wie bei einer schweren Erkältung, die nicht weggehen will.
    Ich war nun bei insgesamt 3 verschiedenen Ärzten (1 Rheumatologe; 2 Allgemeinmediziner) und alle meinen, das würde an meinen Nerven liegen und an harmlosen Verspannungen.
    Nebenwirkungen von Medikamenten sind ausgeschlossen.
    Meinen Gelenken geht es derzeit aus unerklärlichen Gründen ziemlich gut, was meist dann der Fall ist, wenn ich einen Infekt habe und das Immunsystem andersweitig beschäftigt ist. Mein Allgemeinzustand dagegen ist miserabel.
    Und meine Blutwerte bestätigen das:
    Mein CrP liegt bei 106 mg/l sprich es ist ver21facht (mit Abstand der höchste Wert aller Zeiten). Und das trotz 10 mg Prednisolon, wo es sonst sogar schon manchmal im Normalbereich lag. Nun hab ich im Internet nachgeschaut, was solch ein hoher crp Wert bedeutet:

    "Werte über 100mg/l sprechen für eine schwere Erkrankung und sind oft mit bakteriellen Infektionen verbunden:
    Blutvergiftung (Sepsis), bakterielle Hirnhautentzündung oder Lungenentzündung, komplizierte Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), schwere Operationen, schwere rheumatische Erkrankungen im aktiven Stadium, aktiver Morbus Crohn, manche ausgedehnte Tumoren (Multiples Myleom, Morbus Hodgkin)"

    Daraufhin bin ich heute wieder zum Arzt, der nach 30minütiger Diskussion wieder nur oben benannte Diagnose gestellt hat (Nerven, Verspannung). Er meint, es könne nichts schlimmes sein, da mein sonstiges Blutbild einigermaßen in Ordnung wäre - abgesehen von BSG 50, zu wenig "Albumin" und zu viel "G-GL". Nun soll mal die Schilddrüse untersucht werden.
    Aber für andere Fachärzte sieht er keinen Anlass.

    Deshalb jetzt die Frage an euch: Kann ein so hohes Crp wirklich "nur" vom Rheuma kommen, das derzeit sogar relativ akzeptabel ist?
    Kann es wirklich nichts anderes sein, weil die Leukozyten etc. alle im Normbereich liegen oder gibt es da auch Ausnahmen? Könnte das Cortison schlimmeres verschleiern?

    Ich danke euch schon jetzt für alle Antworten!
    Ich werde mich in der Zwischenzeit mit meinen verordneten Baldriantropfen beschäftigen und hoffen, dass davon das Crp wieder um 100 mg/l gesenkt wird. ;-)

    Viele Grüße,
    Marcel (der eigentlich in zwei Tagen sein Abitur nachschreiben müsste)
     
  2. Ulmka

    Ulmka Guest

    Hallo Marcel,

    ob das Cortison alles verschleiert, ließe sich nur rauskriegen, indem du man 2 Tage kein Cortison nimmst und dann zu Blutabnahme gehst, aber bei 10 mg/d für 2 Tage auf 0 zu gehen wäre glaube ich gefährlich, weil du bestimmt kein körpereigenes Cortison mehr bildest (die Nebennieren schlafen...).

    Wenn die CRP nur vom Rheuma so hoch wäre (und die BSG ist ja passend dazu auch ziemlich hoch), müssten eigentlich meiner Meinung nach auch Rheumaschmerzen da sein!

    Da auch die Albumine nicht richtig sind: bist du mal auf eine Harnwegsentzündung oder Nierenprobleme allgemein untersucht worden - so richtig, beim Urologen mit Nierenultraschall, Urinuntersuchung unter dem Mikroskop und Untersuchung des 24-h-Urins auf Gesamteiweiß und Eiweißelektrophorese? Nierenprobleme können ja Blutdruckprobleme machen, das würde den Schwindel erklären. Schüttelfrost ist bei Harnwegsentzündungen auch häufig.

    Welcher Blutwert ist denn G-GL? ich kenne nur G-GT (das wäre dann ein Leberwert).

    Ich hoffe, du findest bald eine Antwort - und kriegst trotzdem noch erfolgreich dein Abi rum!

    Liebe Grüße

    Ulmka
     
  3. Mickey

    Mickey Guest

    ......................................
     
    #3 9. Februar 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. August 2004
  4. merre

    merre Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    3.890
    Zustimmungen:
    24
    Ort:
    Berlin
    Schüttelfrost

    Ja das ist eine schwierige Sache. Schüttelfrost ist eine häufige Begleiterscheinung bei Fieber. Krankheitserregende Bakterien und Viren gelangen in den Körper und stören den Temperaturregler im Gehirn, den sogenannte Hypotalamus. Die Folge: Die normale Körpertemperatur wird als zu niedrig registriert und der Körper versucht sie durch Muskelzittern, dem Schüttelfrost, zu erhöhen. Die Körpertemperatur steigt und wir bekommen Fieber. Der Schüttelfrost ist eine wichtige Abwehrreaktion des Körpers, denn durch das Zittern wird Energie erzeugt. Diese benötigen wir um gegen die Krankheitserreger anzukämpfen.
    Helfen können wir unserem Körper indem wir die Temperaturerhöhung beschleunigen: Warm einpacken, ins Bett legen und schwitzen. Dann hört der Schüttelfrost bald auf. Allerdings ist hier, wie Du richtig erwähnst ja mit dem Rheumamedikament schon eine Art Abwehr aktiv. Schüttelfrost wäre auch denkbar als Abwehr, wenn Bakterien ins Blut gelangen und damit die anderen Bereiche der Körperabwehr überwunden haben.
    Ähnlich wenn aus einem Entzündungsherd Stoffe ins Blut gelangen, der Körper versucht dann auch so abzuwehren.
    Ich habe dieses Phänomen Schüttelfrost, wenn ich mich bei aktivem Rheuma überanstrengt habe. So richtig mit Zähneklappern. Allerdings klingt das ab, wenn ich mich warm einpacke.
    Bei Dir würde ich an eine Entzündung oder Infektion, welcher Art auch immer denken.
    Vielleicht mailst mal unserem Doc L.
    Gute Besserung "merre"
     
  5. Paris

    Paris Fan vom kleinen Prinzen..

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    430
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Berlin
    Aklso, ich würde mich bei dieser Konstellation auch nicht mit Neven und Verspannung abspeisen lassen....
    so ein hohes CRP ohne eine rheumatologische Klinik würde ich nicht gelten lassen....
    bei mir kommt so eine konstellation höchstens mal im akuten cP-Schub zustande, aber nichz mit g-GL und Albumin-Verschiebungen....
    ich würde dem auf jeden fall nachgehen, vorallem, da das Cortison schon einiges verschleiern kann. Ich drüclke dir die Daumen, dass du das Abi noch durchhhälst...aber ich würde mal an Doc L mailen, oder mich bei einem Internisten bzw. in der internistischen Ambulanz einer Klinik vorstellen....
    Schüttelfrost und miser AZ würden ja noch zum Stress passen, aber das CRP ??????
    Alles Gute, Paris
     
  6. anika

    anika Neues Mitglied

    Registriert seit:
    8. Oktober 2003
    Beiträge:
    72
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Frankfurt am Main
    hohes CRP

    Hallo,
    ich finde es natürlich schwer hier eine Aussage dazuzumachen, aber da bis jetzt alle
    der Meinung waren, daß das hohe CRP nicht vom Rheuma kommen kann, möchte ich auch noch meinen "Senf" dazugeben, denn ich habe durchaus letztes Jahr ebenfalls öfters so einen Wert gehabt und keine Begleiterkrankung. Auch waren meine Gelenke gar nicht sooo schlimm,
    ich leide dann allerdings auch sehr unter Nachtschweiß und fühl mich insgesammt sehr schlapp.
    Also es ist dann irgendwie ein Schub, der aber vielleicht vom Cortison gemildert ist (oder so ähnlich). Sicher ist es aber nötig alles abzuklären

    Gute Besserug wünscht Dir Anika
     
  7. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    547
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Hallöchen;

    also ich ginge zu irgendeinem Internisten, würde von meinem Rheuma erst mal gar nix sagen und den Verdacht auf ne Viruserkrankung wie Mononukleose äussern, das kann dann im Blut anhand der Antikörper getestet werden. In meinen Ohren klingt das sehr nach irgendwas wie Pfeiffer´sches Drüsenfieber, auch die Blutwerte.
    Aber nur so ne Krankenschwesternmeinung. :D

    Gute Besserung
     
  8. Mickey

    Mickey Guest

    ..............................
     
    #8 10. Februar 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. August 2004
  9. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    547
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Hallo Mickey;

    in Anbetracht der Medis die genommen werden, steigen vielleicht die Werte auch nicht gerade in typischer Form an.
    Ansonsten vergibt man sich ja nix, ausser Gewissheit zu bekommen um was es geht.

    Gruss
     
  10. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    704
    Zustimmungen:
    0
    hohes CRP

    Hallo,
    ich habe außer RA auch noch chronische Bronchitis. Wenn sich im Laufe der Monate wieder reichlich Bakterien ind den Bronchien angesammelt haben und das CRP auf einen so hohen Wert steigt, kann auch über 200 sein, ist es Zeit Antibiotika zu nehmen. Cortison hilft da rein gar nichts. Das sagt mein Lungenfacharzt. Es gibt aber auch Leute, bei denen das CRP nicht so hoch ausschlägt, trotz massiver bakterieller Besiedlung.

    Hoffentlich packst Du die Prüfungen, denn meistens fühlt man sich dabei doch sehr abgeschlagen. Viel Glück wünscht Dir Susanne