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Borreliose und positiver HLA B-27-Wert - gibt es einen Zusammenhang???

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von vogelimnetz, 16. Mai 2008.

  1. vogelimnetz

    vogelimnetz Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich bräuchte ein wenig fachkundige Hilfe, da - wie es scheint - die Ärzte in meinem Fall ein wenig überfordert sind.
    Vor drei Wochen hatte ich einen schlimmen Schwächeanfall mit Gliederschmerzen. Nach einer Nacht war aber alles wieder gut. Eine Woche später aber machte sich mein Knie bemerkbar. Das isr nun mittlerweile seit zwei Wochen voller Entzündungsflüssigkeit. Klar, dass mein erster Verdacht auf Borreliose fiel. Dies hat sich heute nun auch mit einem Test bestätigt. Obwohl ich guter Dinge bin, dass eine vollständige Heilung mit Antibiotika möglich ist, gibt es doch zwei Dinge, die mich etwas irritieren und auf Rheuma schließen lassen:
    1. Ist es möglich, dass Borreliose derart starke Gelenkentzündungen (an nur einem Gelenk) hervorruft, obwohl ich ansonsten völlig frei von Symptomen bin? Klingt das nicht eher nach Rheumatoider Arthritis?
    2. Es wurde zudem ein positiver HLA B27-Wert festgestellt. Kann das zusammenhängen????? Kann Borreliose den Test verfälschen??? Oder ist nicht vielmehr anzunehmen, dass für die starken Kniebeschwerden tatsächlich Rheumafaktoren verantwortlich sind?
    Eine borreliosebedingte Entzündung wäre mir natürlich wesentlich lieber. Wenn also irgendjemand weiß, ob Borreliose den ursprünglich für Rheuma entwickelten HLAB27-Test beeinflusst, möge er mich mit dieser Info doch bitte kurz beruhigen. Wie kann ich möglichst schnell eine Chlamydien- oder Yersinien-induzierte Arthritis ausschließen?
    Vielen Dank im Voraus!
     
  2. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Vorab nur kurz die Frage:

    Welcher Test wurde gemacht?
    Elisa oder Westernblot?

    LG
     
  3. vogelimnetz

    vogelimnetz Neues Mitglied

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    hallo garfield...
    wenn ich das nur wüsste. arzt ist leider nicht mehr erreichbar. vielleicht lässt eine info von einer kopie, die ich mitbekommen habe, rückschlüsse auf das testverfahren zu? darauf steht:
    "material: edta-blut". ist 'e' da vielleicht die abkürzung für elisa? gehen wir mal davon aus. spielt das denn eine rolle?
    danke bis hierhin auf jeden fall!!!!!
     
  4. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Der ELISA-Test wird zum Nachweis manigfaltiger Krankheiten (u.a. eben auch der Borreliose) verwendet.
    Um jedoch spezifischer den Nachweis einer Borreliose zu bekommen ist der sog. Western-Blot-Nachweis sicherer und aussagekräftiger.
    Deshalb wird meist bei V.a. Borreliose zunächst ein ELISA und anschließend ein Western-Blot gemacht
    Der ELISA schlägt eben auch bei anderen Bakterienarten an und zeigt einen pos. Nachweis. Wobei er dann für die Borreliose eben falsch positiv sein kann, da ein anderer Bakterienstamm zuständig ist und nicht die Borellien.
    Wird der Western-Blot dann nachgeholt, kann Dein Arzt (sofern er sich mit der Diagnose der Borreliose auskennt) anhand der sog. "Banden" im Test die Borre diagnostizieren, oder eben ausschließen.
    Hierbei sind aber auch die Zeitabstände seit Infizierung zu berücksichtigen.
    Ein Western-Blot macht frühestens nach 2-4 Wochen nach Infizierung sinn, da erst dann die Antikörper gegen die Borrelien in den Banden nachweisbar werden.

    Schau mal bei folgenden Links rein:

    http://www.science-2day.de/news/44

    http://www.lymenet.de/labtests/intro.htm

    Im Übrigen gab es hier bei RO letztes Jahr ein Borreliose-Special von Dr. Langer, welches ich Dir unbedingt ans Herz legen möchte:

    Teil 1:

    http://www.rheuma-online.de/news/artikel/das-r-o-special-von-borreliosen-un.html?encryptionKey=k3j4h&cHash=f9557eb832

    Teil 2:

    http://www.rheuma-online.de/news/artikel/das-r-o-special-borreliose-und-pse.html?encryptionKey=k3j4h&cHash=0d1004e1b4

    Ich glaub, da haste erstmal Lesestoff ;):D

    LG
     
  5. Elke

    Elke wünscht allen

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    hallo vogelimnest,

    herzlich willkommen hier bei uns in r-o!!

    Garfield hat dir ja schon das wichtigste geschrieben, und dir auch viel infomaterial als links geschickt

    ich möchte dir auch sagen das ich dir, sollte es wirklich eine borreliose sein und diese noch frisch, diese eher "wünsche" (dummes wort in dem zusammenhang) als rheuma *lächel* denn gerade im anfangsstadium ist die heilungschance sehr hoch, im gegensatz zu rheuma.

    wobei ehrlich gesagt beides nicht gerade toll ist.

    ich habe seit meinem 8 lebensjahr rheuma, welches nach der pubertät sich anders auswirkte, aber seit einigen jahren wieder in den gelenken aktiv ist, mein zeckenbiss wurde leider damals nicht ernst genommen, obwohl der kopf der zecke in mir stecken blieb und sich entzündet und dann verkappselt hat, doch als alles immer schlimmer wurde und ich jahre später einen anderen arzt hatte, diesem von der ganzen missere erzählte machte er einen Westernblott und dieser fiel so häftig aus das er sofort medis ansetzte, doch leider war ich da schon längst im stadium 3, allerdings ist sie nicht ständig hoch aktiv, bei der letzten Lumbalpunktion 2004 war sie mal nicht aktiv.

    ich bin zwar auch HLA-B27 positiv, doch auch h ier muss man sagen, NICHT ALLE die HLA-B27 positiv sind MÜSSEN auch an rheuma erkrankt sein!!!!

    es ist nicht leicht, aber versuch dich nicht zu sehr verrückt zu machen, lass nochmal ganz genau kontrollieren ob es sich wirklich um eine Borreliose handelt und wenn ja, laß dich effektiv dagegen behandeln damit du sie wieder genauso los wirst wie deine gelenkschmerzen!!!!!

    das wünsche ich dir von ganzem herzen!!!!!

    gute besserung und toi toi toi, bitte sag uns was dein doc zu allem sagt, und noch etwas, sollte sich dein doc nicht wirklich genau mit Borreliose auskennen, dann laß dich bitte zu einem spezialisten überweisen!!!!!
     
  6. vogelimnetz

    vogelimnetz Neues Mitglied

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    danke an euch für die mühe und die vielen informativen zeilen!!!
    wenn ich neues weiß, lass ich ne notiz da.