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Borreliose - brauche Hilfe

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von ErikaSt, 24. Januar 2008.

  1. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    Hallo zusammen,
    ich bitte heute um Hilfe für meine Freundin.
    Bei ihre wurde eine Borreliose festgestellt. Sie hatte bereits vor ca. 7-8 Jahren erstmals nach einem Zeckenbiss Borreliose, die auch antibiotisch behandelt wurde. Jetzt ist die Borreliose erstmals nach der Erst-Infektion wieder ausbegrochen.
    Begonnen hatte alles mit einem hartnäckigen Infekt, der trotz mehrfacher unterschiedlicher Antibiotika-Gaben nicht besser wurde bzw. nach wenigen Tagen erneut ausbrach. Als sie rheumatische Beschwerden entwickelte, wurde nach Kontrolle sämtlicher Laborwerte die Borreliose als Grund erkannt. Die rechte Hand ist stillgelegt, weil zusätzlich ein Karpaltunnelsyndrom vermutet wird. Sie wurde auch zum Neurologen geschickt, weil die Arme und Hände einschlafen. Festgestellt wurde, dass die Nervenleitbahnen gestört sind. Deshalb wird auch vermutet, dass die Borrelioseerreger die Schranke zum Gehirn durchbrochen haben, dort vermutlich Nervenschäden verursachten. Sie nimmt nun seit ca 10 Tagen hochdosiertes Antibiotikum ein, laut Aussage ihres Arztes das Einzige, was bei der Erkrankung hilft. Und er sagte etwas, was sie bisher nicht wußte: die hochaktive Borriolose, wie sie nun bei ihr akut ausgebrochen ist, führt bei jedem 50. Patienten zum Tod, ist schlimmer als Krebserkrankungen. Auf ihre Frage, was sie selber denn tun könne, um den Heilungsprozess zu unterstützen, meinte der Arzt, nichts, nur Ruhe einhalten und konsequent das Antibiotikum über mehre Wochen einnehmen, auch wenn der Magen trotz Magenschutz schmerzt. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, wie geschockt sie ist. Und wie schwer es ihr fällt, nichts zu tun, denn sie hat eine 2-jährige äußerst quirlige kleine Tochter, ist alleinerziehend, arbeitet 30 Stunden die Woche und bereits 44 Jahre alt. Sie läßt sich jetzt vom Arzt eine Haushaltshilfe verordnen, damit zumindest die täglichen schweren Hausarbeiten von ihren Schuktern genommen werden.

    Meine Frage an Euch:
    • Ist die Borreliose wirklich so dramatisch? Ich habe hier im Forum und im Internet gesucht, konnte aber nichts derartiges finden.
    • Gibt es wirklich nichts, was sie selber tun kann?
    • Gibt es vielleicht zusätzlich ein Mittel? Um die Magenprobleme zu mildern und die Selbstheikungskräfte zu unterstützen.
    • Können die Nervenleitbahnen íhre volle Funktionalität zurpckerlangen, wenn die Borreliose erfolgreich behandelt wurde?
    • Was kann / sollte sie zusätzlich tun, um weitere Nervenschäden zu vermeiden?
    • Was um Nervenschäden rückgängig zu machen? Oder geht das nicht?
    • Wie lange sollte sie mindestens das Antibiotikum nehmen? Der Arzt sagte lediglich, mehrere Wochen. Und einige Monate könne sie nicht arbeiten gehen.
    • Kann ein Krankenhausaufenthalt den Heilungsprozess beschleunigen? Was kann dort gemacht werden, was ambulant nicht möglich ist? Ihr Arzt sprach davon, sie einzuweisen, sollte bis Montag keine deutliche Besserung eingetreten sein.
    • Was kann sie nach Genesung tun, um einen erneuten Ausbruch möglichst lange hinaus zu zögern? Denn die Erreger nisten sich ein, können wie Herpes jederzeit ausbrechen.
    Ich habe viele Fragen gestellt, vielleicht hat einer von Euch mehr Wissen, kann meiner Freundin Ratschläge geben.

    Ich danke schon einmal im Voraus für Eure Antworten.

    Liebe Grüße
    Erika
     
  2. Claudia1967

    Claudia1967 Neues Mitglied

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    Hallo Erika,

    gib mal bei Goggle Borrelioseforum ein und Du gelangst auf eine sehr informative Seite mit Forum wo Du viele Betroffene findest. Ich habe zwar schon viel über diese Erkrankung gelesen aber das sie bei jedem 50. Patienten zum Tode führt wohl eher nicht. Ich denke, das hängt dann damit zusammen, das man die Borreliose nicht erkannt hat und dadurch Sekundärerkrankungen entstehen die dann zum Tode führen (vermute ich jetzt mal). Das ist ja zum Glück bei Deiner Fruendin nicht so, sie wird ja behandelt.

    Gruß
    Claudia
     
  3. zecke73

    zecke73 Neues Mitglied

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    Hallo Erika,

    es kann gut sein das die Borreliose nach Jahren wieder ausbricht wenn sie damals nicht adequart behandelt wurde. Weißt du wie deine Freundin jetzt behandelt wird. Medikament, Dosis und wie lange sie behandelt werden soll?

    Die Borreliose kann tötlich enden wenn das Herz befallen ist.

    Ich würde deiner Freundin raten zu einem richtigen Borreliosespezialisten zu gehen.

    Wie Claudia schon geschrieben hat solltest du dich mal im Borrelioseforum umsehen. http://www.borrelioseforum.de
    Dort findest du auch einige Adressen von Äzten die sich auf Borreliose spezialisiert haben. Es kann aber sein das man schon einige Km fahren muss. Zu meinem Spezi fahre ich ca. 200 Km.

    Gruß

    Zecke
     
  4. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    Hallo Claudia und Zecke,
    Danke für Eure Infos. Ich habe meiner Freundin die Adresse weitergegeben. Bei weiteren Fragen, auch wenn sie gute Erfahrungen gemacht hat, werde ich kurz berichten, denn ich denke, dies Thema dürfte einige interessieren.
    Liebe Grüße
    Erika
     
  5. Bodo

    Bodo (Mittel)alter Hund

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    Hallo Erika,
    ich hatte letztes Jahr eine Behandlung mit Rocephin, das mir 3 Wochen lang intravenös verabreicht wurde. Wichtig finde ich, daß man sich in kompetente Hände gibt und ausreichend Tests gemacht werden. Nur Westernblot ist laut meinem Rh.Doc. ein sicherer Test.
    Fakt ist: wenn der Erreger bis ins Hirn vorgedrungen ist, kann er jederzeit wieder ausbrechen. Immun wird man dagegen auch nicht. Das heißt, sich immer gegen die Sauger schützen! Übrigens kann man sich in D. an jedem Bremsenstich und im Süden an jeder Stechmücke infizieren!

    Gruß
    Bodo

    PS:Für Menschen wie mich ist die Diagnose zusätzlich erschwert. Denn ich leide an Fibro und jeder Arzt behandelt mich darauf, weil die Symptome ähnlich sind.
     
    #5 25. Januar 2008
    Zuletzt bearbeitet: 28. Januar 2008