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Blutwerte auffällig - brauche Rat !

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von anurju, 24. November 2011.

  1. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Ihr Lieben !

    Ich bekam gestern im Onine-Monitoring ein rotes Warnschild - "sofort den Rheumatologen kontaktieren, ersatzweise den Hausarzt oder den Notdienst".
    Der Rheumatologe hat sich auf mein Fax hin nicht gemeldet, telefonisch auch trotz vieler Versuche nicht erreichbar (Urlaub?).
    Meinen Hausarzt habe ich per Email kontaktiert (darf ich zum Glück), seine Sprechstunde war proppenvoll und ich heute so klapprig, dass ich nicht hinfahren wollte. Vielleicht meldet er sich - findet das alles bestimmt nicht besorgniserregend...
    Notdienst fand ich übertrieben - so schlecht geht es mir nun auch wieder nicht.

    Ich habe wohl seit vielen Jahren eine schlummernde rheumatische Erkrankung - diese wurde durch eine reaktive Arthritis (durch Yersinien) im Herbst 2010 "getriggert" und seitdem kommt sie nicht zur Ruhe. Spondylarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung und deutliche Indizien für eine Rheumatoide Arthritis sind die aktuellen Diagnosen...
    Bei der letzten Kontrolle war schon klar, dass MTX nicht reicht - langfristig soll ich wohl ein Biologikum bekommen.

    Könnt ihr bitte mal über die Werte schauen? - einige sind auffällig, aber soooo dramatisch finde ich sie garnicht.
    Ich nehme 15mg MTX wöchentlich (seit 5 Monaten), 5mg Cortison, Indomet, Tilidin, Nexium mups, Vigantoletten, Folsäure (36 h nach MTX).

    Die Werte, um die es wohl geht:

    Thrombozyten: 389 (Norm bis 350) - sind bei mir fast immer so hoch...
    CRP: 8.82 (0-3) - der dümpelt seit Cortison immer bei +/- 1 rum - ich merke aktuell an Rücken und Händen, dass ich einen Schub habe...
    Leukozyten: 10.2 (Norm bis 11) - habe nie unter 10 - erscheint im Monitoring mit roter Flagge, obwohl unter dem Grenzwert...
    GGT: 64 (Norm bis 40) - war aber auch schon höher (deshalb musste ich Meloxicam absetzen)
    SGOT: 34 (Norm bis 32)

    weitere Auffälligkeiten:
    ANA 160 fg. Chr. pos. - feingranulär? - als die mal 800 betrugen, war das Muster homogen. Ich wechsle wohl das Muster ;-)
    ANAs treten ja häufig bei rheum. Erkrankungen (oder z.B. bei Morbus Crohn) auf - es bestand bei mir der Anfangsverdacht in Richtung Kollagenose - aktuell ist diese Verdachtsdiagnose aber kein Thema...

    Lymphozyten 17,5 (19-48) - hat das eine Bedeutung? (liegt vermutlich am MTX - oder?)

    Rheumafaktor <10.1 (Norm bis 15) - bisher immer negativ - laut Rheumatologe kommt der nach reaktiven Arthriden manchmal später...

    Vitamin D (25-OH-VI) 19.786 ng/mL (Norm 30-70) => kann dieser Mangel der Grund sein, warum es mir aktuell neben den Schmerzen so schlecht geht (Kältegefühl, Kreislauf- und Magenprobleme, extreme Müdigkeit und Antriebsschwäche)

    Ich danke euch für jeden Rat - fühle mich gerade ziemlich allein mit den Problemen.
    Toll so ein Online-Monitoring, wenn man dann niemanden erreicht, der Rat weiß...

    Herzliche Grüße und DANKE DANKE DANKE von anurju :)



     
    #1 24. November 2011
    Zuletzt bearbeitet: 24. November 2011
  2. anurju

    anurju anurju

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    Hab noch was vergessen...

    die Blutsenkung war garnicht so schlecht - 8/16 - war vor 2 Wochen noch 26/41; ist bei mir aber nie hoch...
    (selbst bei einer eitrigen Angina steigt die nur minimal an - keine Ahnung, warum)

    DANKE nochmal und liebe Grüße von anurju :)
     
  3. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Anurju!
    Also besorgniserregend finde ich deine Werte nicht! Da kann ich dich auf alle Fälle schon beruhigen.
    Thrombos sind leicht erhöht, bei diesem Wert wird niemand etwas machen! Meine sind um einiges höher!

    Entzündungswerte und auch die Leberwerte kannst Du vernachlässigen, da ist kein Wert dabei, auch die Lymphzyten, wo man sofort aktiv werden muß.
    Beim Vitamin D solltest Du den Arzt fragen, ob Du auf Dekristol umstellen sollst umstellen sollst. Da sind 20 000IE drin und das nimmt man 1xwöchentlich, das ist ein vielfaches mehr, als bei den Vigantoletten.

    Also, Du kannst auf alle Fälle ruhig bleiben!
     
  4. anurju

    anurju anurju

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    DANKE Josie,

    gut zu lesen - ich denke, die sehr deutliche Formulierung im Monitoring ist halt eine Vorsichtsmaßnahme.
    Dachte mir ja schon, dass die Werte nicht so schlimm sind.
    Die Lymphozyten machen mich halt schon stutzig, weil man deren Abfallen ja auch von anderen Krankheitsbildern kennt...
    Aber das wird sicher am MTX liegen.

    Gut, dass es euch gibt - nochmal DANKE für die Beruhigung und liebe Grüße von

    anurju :)
     
  5. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Anurju!
    Ich habe z.B. Werte gerade gelesen von 17%-45% als Normalwerte.
    Es ist auf alle Fälle so, daß der Wert nicht völlig aus der Norm ist, Du solltest darauf achten, daß er bei der nä Blutabnahme wieder kontrolliert wird.

    Es hängt sicher mit dem MTX zusammen, aber auch bei Cortisoneinnahme können die Lymphzyten abrutschen.
     
  6. anurju

    anurju anurju

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    Liebe Josie,

    nochmal herzlichen DANK für deine Antwort - ja - das werde ich machen...
    In unserer Familie gibt es sehr viele Krebsfälle (u.a. eben auch Lymphdrüsenkrebs) und da klingeln einem ein bißchen die Öhrchen, wenn die Lymphozyten knapper werden - aber das ist sicherlich eine Folge der Medikamente.
    Aufgrund dieser familiären Häufung bin ich auch etwas skeptisch was den anscheinend notwendigen Einsatz eines Biologikums betrifft. Ist sicher Quatsch, aber wenn man rundum miterlebt, welches Leid Krebserkrankungen verursachen, möchte man das Erkrankungsrisiko ungern noch mehr steigern (auch wenn mich mein Rheumatologe diesbezüglich beruhigt hat...).

    Nochmal MERCI und liebe Grüße von anurju :)
     
  7. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Hallo Anurju!

    Meine Lymphozyten waren letztens auch nur bei 17,1. Hat meine Ärztin nicht weiter beunruhigt. Zu der Zeit habe ich noch gar kein MTX genommen.

    Ich finde nur deinen crp unter MTX und Kortison relativ hoch. Aber da hast du sicherlich Vergleichswerte zu früher.

    Alles andere wohl eher harmlos.

    Lg Clödi.
     
  8. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Hallo Anurju

    Hier ein Link zu deinem ANA-Muster. Chr. positiv- heißt chromosomen positiv. Ärzte müssen bei einem solchen Muster nach dem ds-DNS, nach Histonen und Nukleosomen sehen.

    http://www.labor-enders.de/165.html
     
  9. tina71

    tina71 Neues Mitglied

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    Hallo Anjuru,

    ich habe ganz ähnliche Werte, meine Thrombos sind meistens auch immer deutlich erhöht und auch die Lymphos sind eher niedrig. Wurde denn bei dir mal eine ENA Screening Untersuchung gemacht und Cardiolipin geschaut ? Bei deinen Beschwerden sollte dem doch nochmal nachgegangen werden.
    Ein erhöhter CRP ( der ist jetzt aber auch nicht dramatisch erhöht ) kann auch durch einen Infekt ( eher bakteriell ) hervorgerufen werden, bei einer Kollagenose korreliert er im Gegensatz zur BSG eher nicht, allerdings wären die Lymphos dann erhöht.
    Die Thrombos gehen auch unter Cortison in die Höhe, die Lymphos werden durchs Corti gern vermindert.
    Alles insgsamt kein Grund zur Panik - allerdings mit der Vorgeschichte sollten die Lymphos beobachtet werden und du hast das sicher auch deinem Arzt mitgeteilt,oder ?

    Der Vitamin D Mangel kann zu so vielen Beschwerden führen ( mein Wert ist aktuell 6 ) - der sollte auf jeden Fall angegangen werden, dann ist eventuell die Müdigkeit nicht mehr so bleiern und eventuell verbessern sich auch die Schmerzen. Meine Ärztin möchte vor einer Hochdosis Therapie erst noch das Parathormon bestimmen ( Knochendichte hatte ih ja gerade ).


    Ich hoffe so, dass es dir bald besser geht, dass nicht immer noch etwas neues dazu kommt. Fühl dich mal lieb gedrpckt von
    Tina :)
     
  10. anurju

    anurju anurju

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    Hallo zusammen,

    @Josie, Witty und Tina:
    Ihr seid super ! DANKE für die Infos und den Rat.
    Ich glaube, es wurden im Mai einige Untersuchungen in Richtung Kollagenose gemacht - damals nahm ich allerdings schon Cortison - das war wohl nicht ganz so günstig. Auch bei der Biopsie hatte ich schon einige Wochen Cortison genommen (ich habe Hautveränderungen an den Wangen, die für die Hautärztin nach Lupus aussahen) - also auch nicht ganz aussagekräftig; war aber wohl eher eine Rosaceae.

    Mein Bauchgefühl sagt, dass ich vielleicht "Flöhe und Läuse" habe. Einiges spricht für Spondyl- oder Rheumatoide Arthritis, andere Symptome (z.B. Lichtempfindlichkeit, eiskalte Hände, häufig platzende Gefäße in den Fingern, Augenprobleme z.B. Trockenheit) könnte wohl auch mit einer Kollagenose zusammenhängen. Aber falls die Blutwerte unauffällig bleiben sollten, wird man das wohl nicht diagnostizieren.

    Ist überhaupt ein Problem, wenn man seronegativ ist... Zumindest sind bei mir die ANAs und mittlerweile ja auch einige Entzündungswerte eindeutig.

    Ich werde meinen Rheumatologen nochmal fragen - bin es manchmal nur leid - immer kämpfen (um Diagnosen, Therapien...).

    Umso toller ist es, dass ihr mir hier zur Seite steht. Ich bin schon viel beruhigter ...

    Herzlichen Dank nochmal und liebe Grüße von anurju :)

    P.S. Sorry: Clödi - ich hatte dich in der Aufzählung vergessen - auch für dich ein herzliches Dankeschön !
     
  11. uli

    uli Mitglied

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    Hallo Anurju,

    ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum das Online- Monitoring dir eine Warnmeldung gegeben hat. Dort musst du doch alle schmerzenden und geschwollenen Gelenke und dein BSG angeben (, die bei dir ja zur Zeit normal ist.) Es würde bedeuten, dass du beim Online- Monitoring eine große Anzahl von schmerzenden und geschwollenen Gelenken angeben hast, davon schreibst du allerdings gar nichts. Deine Blutwerte sind eigentlich alle okay, wenn auch ein bisschen zu hoch oder zu niedrig. Dies ist aber kein Grund für eine Panik. Da deine BSG normal ist und dein CRP erhöht, lässt dies auf eine akute Entzündung schließen. Dies solltest du mit deinem Hausarzt abklären. Dein Rheumatologe hat sicher viel zu tun und wird sich daher nicht sofort um jeden Infekt kümmern können.

    Vielleicht solltest du uns mitteilen, was du beim Online- Monitoring eingetragen hast, damit wir nachvollziehen können, warum dort eine Warnmeldung erschien.

    Lieben Gruß

    Uli
     
  12. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Uli,

    ich glaube, wir reden von verschiedenen Monitoring-Systemen. In meinem gebe ich alle relevanten Blutwerte an - u.a. Leukozyten, Thrombozyten, CRP, Leberwerte, Kreatinin...
    Die Gelenke werden in diesem Programm in einem anderen Bereich abgefragt und aufgrund dessen käme wohl auch keine Warnmeldung. Meine Fingergelenke, Zehengelenke, ISG, Wirbelgelenke, Sprungelenk, Knie sind nämlich fast durchgehend (seit der infektreaktiven Arthritis - bis auf die Phase mit hochdosiertem Coriston) entzündet bzw. geschwollen - und aufgrund der dortigen Angaben kam noch nie eine Warnmeldung. Ich füge die Meldung mal an...

    Ich war heute bei meinem Hausarzt und er hat mir erklärt, dass bei der hohen Dosis an Entzündungshemmern (Maximaldosis) und zusätzlich Cortison sowie MTX eine Erhöhung des CRP (innerhalb von 1 Woche um 7 Einheiten) schon besorgniserregend wäre - zumal ich keinerlei Infektanzeichen habe und die Glühschmerzen ohne die dreifache meiner normalen Tilidin-Dosis nicht zu ertragen sind. Er konnte also sehr wohl nachvollziehen, dass das Monitoring Alarm schlägt.
    Er hat mir aber dennoch geraten (weil der Rheumatologe eben anscheinend in Urlaub ist) normal MTX zu spritzen und dann nächste Woche die Blutwerte erneut zu kontrollieren. Vielleicht erreiche ich bis dahin jemanden in der Rheumapraxis.

    Es gibt hier also scheinbar 2 verschiedene Monitoring-Programme - ich nutze nicht das allgemein zugängliche Schmerztagebuch, sondern wurde für das Überwachungsprogramm von meinem Rheumatologen angemeldet.
    Anscheinend wird dort auch die Entwicklung der Werte miterfasst (da gibt es Kurvendarstellungen) und vermutlich ist der sehr schnelle Anstieg oder die Kombination der Werte das Problem. Oder vielleicht ist es ja auch nur ein Systemfehler ??

    Nur um das klarzustellen: ich habe doch selber erwähnt, dass ich die Werte nicht so besorgniserregend finde und mich deshalb über die Warnmeldung sehr wunderte.
    Ich erwarte auch überhaupt nicht, dass sich mein Rheumatologe "um jeden Infekt kümmert" - ganz im Gegenteil kontaktiere ich ihn nur dann, wenn ich wirklich nicht weiter weiß.

    DANKE an alle für die wertvollen Ratschläge und liebe Grüße von anurju :o
     

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    #12 25. November 2011
    Zuletzt bearbeitet: 25. November 2011
  13. tina71

    tina71 Neues Mitglied

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    Hallo Anjuru,

    warum auch immer dieses Monitoring Alarm geschlagen hat - dafür ist es ja da - wenn du beunruhigt bist, frag ruhig den Rheumatologen, dafür hat er es dir ja auch empfohlen !
    Manchmal ist es schwierig, Laborwerte einzuordnen, besonders wenn man ständig Medikamente nimmt. Diese verfälschen und beeinflussen etliche Werte.
    Der CRP ist aber wirklich nicht so hoch, ich verstehe den Hausarzt nicht, warum der dich da so unsicher macht. Bei einer bösartigen Erkrankung klettert der gern mal in den 100 er Bereich und auch bei normalen, banalen Infekten, vor allem bakteriellen, geht der schnell in die hohen Hunderter. Dass die Lymphos trotzdem niedrig sind, kann an den Medikamenten liegen, die die Immunabwehr ja schließlich unterdrücken.
    Mit anderen Worten, kann der ( leicht ) erhöhte CRP von einem Infekt ( eventuell viral, da steigt er nicht so hoch, und da die BSG normal ist, ist das eher wahrscheinlich ) ausgehen.
    Mach dir keine Sorgen, vielleicht kannst du ja, um ganz sicher zu sein, eine email mit Rückrufbitte an deinen Rheumatologen senden ( ich finde schon,dass der der richtige Ansprechpartner ist, der Hausarzt hat nicht immer im Überblick, welche Medis du gerade einnimmst und wie die sich auswirken ).

    Ganz liebe Grüße für´s Wochenende schickt dir Tina :)
     
    #13 25. November 2011
    Zuletzt bearbeitet: 23. März 2012
  14. anurju

    anurju anurju

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    Hallo liebe Tina,

    danke für deine Nachricht.

    Genau so sehe ich das ja auch und deshalb wunderte ich mich ja über die krass formulierte Warnung.

    Versteht mich bitte nicht falsch - ich mache mir wirklich keine größeren Sorgen um die Blutwerte !!
    Mein Hausarzt sieht die Blutwerte auch gelassen - allerdings gefällt ihm das "Gesamtpaket" - also mein Zustand - nicht.
    Einen Infekt spüre ich wirklich nicht - weder Erkältung, noch sonst irgendwas. Aber mag ja im Anmarsch sein.

    Die Aussage meines Hausarztes war, dass man bei den Medikamenten die ich nehmen, jede kleine Veränderung stärker bewerten müsse als wenn man diese Mittel nicht nehmen würde. Eben weil diese v.a. die Entzündungswerte stark beeinflussen. Ich nehme aktuell morgens und abends die Höchstdosis des Entzündungshemmers - das allein würde eben viel verfälschen und dann wäre jede Steigerung der Werte zu beachten. Insbesondere da die Entzündungen dennoch zu sehen sind und mir z.B. ständig Gefäße in den Fingern platzen (z.B. wenn ich eine Türklinke anfasse), mein Kreislauf verrückt spielt... Insgesamt konnte er schon verstehen, dass das Monitoring "anschlägt".

    Ich denke, man sollte eine so drastisch formulierte Warnung im Monitoring dennoch überdenken...
    Verunsichert einen ja eher und ist somit nicht wirklich hilfreich - zumindest nicht, wenn man die Fachleute nicht erreicht.
    Wie ich im Anfangsthread ja schrieb, war ich einfach über die Warnung verwundert - Riesensorgen mache ich mir nicht und bin bei so etwas aufgrund der sehr schwierigen letzten Monate eher locker - da ging es mir schon schlimmer...
    Dennoch super, dass ich hier meine Frage loswerden konnte !!!

    Nochmal DANKE für eure Rückmeldungen und herzliche Grüße von anurju :)
     
  15. uli

    uli Mitglied

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    Tut mir leid, ich dachte du meintest das Monitoring bei rheuma –online.

    Ansonsten kommt es darauf an, wie hoch dein CRP - Wert sonst ist. Bei mir ist 9 hoch und ich bin dann sehr krank, andere haben jedoch viel höhere Werte. Wenn ich deine Wert hätte, würde mein Hausarzt alle Geschütze auffahren. Das Cortison und das MTX können jedoch dazu führen, dass deine Krankheitssymptome unterdrückt werden. Wenn die BSG allerdings normal ist, lässt ein plötzlich angestiegener CRP auf etwas Akutes schließen, was nicht unbedingt etwas mit deiner Erkrankung zu tun haben muss. Vernachlässigen solltest du dies nicht.

    Lieben Gruß
    Uli
     
  16. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Uli,

    vielen DANK für deine Rückmeldung. Ich hätte direkt sagen sollen, was ich ins Monitoring eingeben habe...

    Bei mir ist das genauso wie bei dir. Selbst bei heftigsten Infekten (z.B. einer eitrigen Angina mit sehr hohem Fieber) steigt mein CRP kaum oder garnicht an. Auch bei einer schweren Grippe reagieren weder BSG noch CRP (oder höchstens minimal) - frag mich nicht warum...
    Weil mein Hausarzt das von mir kennt, war er eben alamiert, zumal ja die Medikamente einige Dinge "abfedern".
    Selbst in einem akuten Schub mit sichtbaren Schwellungen steigt mein CRP normalerweise nicht über 1.2.
    Allerdings habe ich früher selten Blutwerte kontrollieren lassen und habe wenige Vergleichswerte - erst seit der Hochdosis-Coritsontherpapie wird regelmäßig kontrolliert - ich war vor der Rheumageschichte eben auch selten krank... Ein solcher Anstieg ist jetzt wirklich eine "Premiere".

    Mir geht es dank Tilidin aber einigermaßen und ich werde einfach versuchen, das zeitnah mit dem Rheumatologen zu klären.
    Schon merkwürdig, wie unterschiedlich Blutwerte bei Rheumatikern reagieren. Aber so ist es nun einmal...

    DANKE nochmal und liebe Grüße sowie ein schönes Wochenende wünscht
    anurju :)