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Bitte um Meinung zur Diagnose

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von filian, 28. Mai 2010.

  1. filian

    filian Neues Mitglied

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    Hallo,

    könnt ihr vielleicht aus eurer Erfahrung viellicht mit folgender Krankengeschichte eine Einordnung zur Diagnose wagen?

    Es geht um meine Frau, 36 Jahre alt.

    Vor zwei Monaten trat nach einer sportlichen Überbelastung eine deutliche, aber schmerzfreie Schwellung eines Knöchels auf. Im Laufe der folgend beschriebenen Behandlung traten zwar minimale ziehende Schmerzen im Knöchel auf, aber diese waren nicht belastend, nicht dauerhaft, und nicht besonders störend. Zudem zeigte sich eine farbliche Veränderung in dem Bereich.

    Das Bein wurde erst geschont, dann wenig belastet, zuletzt komplett entlastet (Krücken, Rollstuhl, selbst in der Wohnung).

    Blutuntersuchungen einmal in der Woche ergaben deutlich erhöhte Entzündungswerte. Es wurde ein Wert von "16" genannt, normal seien um die 5 (ich nenne es mal "Einheiten") . Laborrechnungen sprechen vom C-reaktiven Protein, das müsste dieser Wert sein.

    Nachdem die Werte nicht zurück gingen, der Knöchel bei der kleinsten Belastung anschwoll, wurde vor zwei bis drei Wochen Kortison verschrieben (20mg, nach einigen Tagen auf 10mg reduziert).

    Die Entzündungswerte gingen auf Normalmaß zurück, steigerten sich in der Folgewoche aber auf 11 Einheiten, bis heute liegen sie bei 10 Einheiten.

    Seit der Kortisoneinnahme sind keinerlei ziehende Schmerzen mehr vorhanden, die Verfärbung ist komplett zurück gegangen. der Knöchel ist öfter mal minimal geschwollen, aber komplett und uneingeschräbkt bewegungsfähig. Zur Thromboseprophylaxe wird er minimal im Rahmen von 20Kg beim Laufen mit Krücken belastet.

    Sämtliche bakteriellen auslösenden Formen wie Borrelliose sind per Blutuntersuchung ausgeschlossen worden. Es lässt sich also nicht als Begleiterscheinung einer solchen Krankheit einstufen.

    Ärztlich wird ein chronischer Verlauf befürchtet, deshalb Überweisung an den Rheumatologen.

    Was sagt ihr zu diesem Krankheitsbild? Lässt sich eine Prognose für Dauer, Behandlung und die Zukunft abgeben? :(
     
  2. esprit

    esprit sandy69

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    Hi,

    das Ganze hört sich ähnlich an wie bei mir! Der Verdacht vor drei Jahren war auch Überlastung des Sprunggelenkes! Habe auch längere Zeit geschont , Dico, Ibut. bekommen...! Im Schnitt alle zwei Wochen meinen Knöchel dick und heiß gehabt, aber nicht wirklich Schmerzen dabei! Nach zwei Jahren Dauer mit ständigen Entzündungen (Magen auch nur noch am rebellieren), Athroskopie mit Microfrakturierung am Knorpel! Der ist durch die ständigen Entz. so marode, daß man versuchte ihn durch anbohren anzupushen! War dann vor einem Jahr bei einer Rheumatologin inzw. war auch meine Schulter mein Ellebogen, versch. Fingergelenke entzündet! Bluts. ständig extrem erhöht, aber kein RF nachweisbar! Jetzt habe ich "erstmal" die Diagnose seron. RA! Bin mit einem Basis- Medi eingestellt und die Entzündungen sind ganz gut im Griff!:o
    War immer sehr sportlich, kann mich aber im Moment zu nicht aufraffen!
    Also bloß am Ball bleiben das sich nichts chron. entwickelt!
    Das ist mein Verlauf! Hätte, wäre....irgendwas früher geschehen, vielleicht dann ein anderer Verlauf! Aber das ist müßig drüber zu lamentieren! Muß also nicht heißen das es auf Deine Freundin zutrifft!
    Wurde denn mal ein MRT oder Ultaschall gemacht? (Erguß erkennbar?)

    LG Sandy
     
  3. filian

    filian Neues Mitglied

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    In der Tat, so ähnlich hört es sich an ...

    Es wurde bisher nur ein Röntgen gemacht, dort ist aknochenmäßig alles ok. ultraschall meine ich auch nicht, MRT schon gar nicht.

    Bisher vermutete man von ärztlicher Seite eher eine reine Überlastung ohne chronische Einflüsse. Nachdem die Entzündungswerte nicht runter gehen, eher doch.

    Im Moment versuchen wir, einen Termin beim Rheumatologen zu bekommen, der vor Dezember ist ... :( Warum sind die denn so extrem überlastet? Ist ja unfassbar.
     
  4. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hi, die sind so überbelastet, weil es zu wenige gibt,- und immer mehr Patienten mit unklaren rheumatischen Bewerden........
    Bei mir fing auch alles mit einem dicken Sprunggelenk an. Immer die Frage: Sind Sie umgeknickt? Nein, war ich nicht, sondern der Beginn meiner Rheumageschichte mit unzähligen Arztbesuchen, bis ich richtig diagnostiziert wurde. Einfach nur nervig und es wurde viel zu viel wichtige Zeit vergeudet und viel zu spät mit einem Rheumamedikament angefangen.
    Mein Tipp: Nicht abwimmeln lassen, einen internistischen Rheumatologen suchen, oder sich vom Hausarzt in eine Rheumaklinik einliefern lassen als Akutfall. der Hausarzt hat nicht genug Möglichkeiten die richtigen Untersuchungen machen zu lassen, viel zu teuer für ihn.

    Viel Glück
    Padost
     
  5. Matilda

    Matilda Neues Mitglied

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    Glück

    Ich hatte das Glück einen sehr fähigen und engagierten Physiotherapeuten zu haben, der mich gleich an einen Spezialisten für Psoriasis arthritis verwiesen hat, weil er es stark vermutet hat.
    Letzte Woche war ich dann bei meiner praktischen Ärztin, bei der ich die letzen 8 Jahre immer wieder war, weils immer woanders gezwickt hat und sie meint : " ach so, das sagt der immer".
    Etwas verunsichert bin ich schon, was soll das heissen?????
    Hab ich das jetzt? (Sympthome der Beschreibungen aus dem Internet passen alle erschreckend gut! Nach erster enbrel gabe schon deutliche Besserung) ist das doch keine Krankheit sondern doch nur Überlastung???
    Oder ist sie einfach eine dumpftussi???
    lg
     
  6. filian

    filian Neues Mitglied

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    Wir haben durch Intervention des Hausarztes für die nächste Woche einen Termin in einer Rheumaklinik bekommen :top:

    Mal schauen, was da raus kommt. Danke für die bisherigen Berichte und Tipps, das hilft schonmal enorm weiter!