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Bitte um Euro Hilfe! Welchen Weg können wir gehen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Dieter, 21. Juni 2004.

  1. Dieter

    Dieter Guest

    Bitte um Eure Hilfe! Welchen Weg können wir gehen?

    Hallo liebe RO`s!

    Ich, Dieter, bin ganz neu hier und möchte Euch hiermit um Eure Ratschläge und eventuelle Hilfe bitten. Ich selber bin nicht von einer Krankheit direkt betroffen, habe aber vor ca. 4 Wochen einen Menschen kennengelernt, den ich über alles liebe und wo ich jetzt nach und nach erfahre, daß Sie wohl an einer Polyarthrose leidet. Vor ein paar Tagen war sie sehr zurückhaltend und machte einen niedergeschlagenen Eindruck. Auf meine Frage hin, ob sie irgend etwas bedrückte, sagt sie nur kurz und knapp und sehr abweisend, das ich das sowieso nicht verstehen würde und sie hätte heftige Schmerzen in den Händen. Nun, da ich, so blöde das auch jetzt auch klingen mag, ihre Schmerzen auch als meine Schmerzen empfinde, bohrte ich vorsichtig nach und sie erzählte mir so nach und nach ihren Leidensweg. Sie ist jetzt 27 und hat seit ca. 6 Jahren ständig zunehmende Schmerzen in den Händen, besser gesagt Fingergelenken. Sämtliche Untersuchungen in den letzten Jahren von Hausärzten, Neurologen, Professoren, Röntgen, Blutuntersuchungen usw, alle hier im Raum Bremen und Delmenhorst, blieben ohne Ergebnis. Sie ist jetzt soweit, das sie sagt sie akzeptiert jetzt einfach diese Schmerzen und nimmt bei Schüben starke Schmerzmittel. Ihr müßt wissen, das meine Mutter starkes Rheuma hatte und ich bei meiner Mutter den Leidensweg eines Rheumakranken kennengelernt habe. Die Parallelen sind für mich erschreckend, da es bei meiner Mutter ähnlich anfing. Was mich aber am meisten erschrickt, ist diese Hoffnungslosigkeit und Aufgabe in das Schicksal. Meine Mutter ist leider schon länger verstorben, sonst hätte ich sofort sie dazu befragt und deswegen bin ich ins Internet auf Recherche gegangen und habe dabei diese Seiten gefunden. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, das ich ihr alle erdenklichen Hilfen bieten möchte soweit ich kann, auch möchte ich die Krankheit besser verstehen lernen. Ich bitte Euch deswegen, mir vielleicht Ratschläge zu geben, wie ich ihr helfen kann, wie ich was hier im Forum, das für mich etwas erschlagend an Informationen ist, finde und genauso wertvoll wäre es, wenn ihr mir sagen könntet, was wir noch machen können um doch zu Erfahren, woher diese immer wiederkehrenden Schmerzen in den Händen kommen. Es steht ja noch nicht fest, das es sich tatsächlich um eine Polyarthrose handelt.

    Für Eure Antworten und die Zeit die Ihr Euch nehmt, möchte ich mich im Voraus ganz ganz herzlich Bedanken.

    Dieter

     
    #1 21. Juni 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. Juni 2004
  2. Inga

    Inga Neues Mitglied

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    Hallo Dieter,

    herzlich willkommen!
    Vielleicht kannst Du sie motivieren, doch noch einmal zu einem weiteren internistischen Rheumatologen zu gehen.
    Manchmal dauert es ,bis man den richtigen Arzt findet, der dann die richtige Diagnose stellt.
    Ich (w,36) habe auch sowas wie Polyarthrose, allerdings halten sich bei mir die Schmerzen zum Glück in Grenzen bisher.
    Bei mir war es so, daß mir die Ärzte sagten, das sieht bei Ihnen nach Polyarthrose aus, im Röntgenbild war nichts zu sehen, Entzündungszeichen waren nicht im Blutbild erkennbar etc.
    Dennoch zweifelte ich, weil da noch andere Faktoren wie wechselnde Sehnenschmerzen dawaren an Stellen die nicht von der Arthrose betroffen waren und hin-und her"sprangen".
    Da bin ich dann hier ins Forum gekommen und hab mal angefragt, ob es nicht doch eine beginnende Polyarthritis sein könnte.
    Letztendlich hat es sich das alles bei mir dann aber als typische Beschwerden für Hämochromatose=Eisenspeicherkrankheit herausgestellt.
    Darauf bin ich allerdings selber gekommen, kein Arzt,weder Hausarzt noch Rheumatologin hatten die richtige Diagnose gestellt.

    Es ist also wichtig, nicht aufzugeben und sich im Internet und sonstwo schlau zu machen und Geduld aufzubringen.
    Vielleicht kannst Du sie dazu motivieren. Ohne Druck natürlich :)
    (Übrigens: Bei Hämochromatose sind Fingerbeschwerden typisch und können auch ohne röntgenologischen Befund sehr schmerzhaft sein,allerdings tritt H. bei Frauen meist erst um die Menopause auf, es sei denn, sie hat keine oder verringerte Monatsblutung. Im Blut ist ein erhöhter Eisenspiegel nachweisbar, viele Ärzte nehmen den aber nicht so richtig ernst und kommen erst bei massiver Eisenüberladung auf die Idee, daß es sich um Hämochromatose handeln könnte.Forum für Hämochromatose:
    www.haemochromatose-forum.de)

    Ein Forum speziell für Arthrose:
    www.deutsches-arthrose-forum.de

    Vielleicht kann Euch hier jemand einen Rheumatologentip geben in Eurer Nähe.
    Ich drücke Euch die Daumen, daß Ihr bald wißt ,was los ist und wie die Schmerzen gelindert werden können.:)

    Liebe Grüße
    Inga
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Dieter,

    auch von mir ein herzliches Willkommen!

    Leider wird man bei vielen Ärzten nicht ernst genommen, wenn die Ergebnisse von Blutuntersuchungen negativ sind.

    So war es auch bei mir. Auch ich befürchtete schon, mit diesen Schmerzen künftig halt leben zu müssen, bis ich nach vielen Jahren endlich zu einem internistischen Rheumatologen überwiesen wurde.

    Und siehe da: Ich habe cP-ähnliche Psoriasisarthritis. Bei dieser Erkrankung ist es leider fast die Regel, dass im Blut nichts oder nur wenig zu sehen ist. Seitdem ich mit Cortison und einem Basismedikament behandelt werde, geht es mir um ein Vielfaches besser.

    Deine Freundin sollte bitte am Ball bleiben. War sie überhaupt schon mal bei einem internistischen Rheumatologen? Dass sie zu einem solchen geht, ist sehr wichtig.

    Im übrigen finde ich es super, dass Du Dich derart um Deine Freundin kümmerst.

    Liebe Grüße aus Österreich von
    Monsti
     
  4. Dieter

    Dieter Guest

    Hallo Inga!

    Was Du schreibst klingt sehr interessant. Sie nimmt zur Zeit Eisentabletten, weil irgendwann ein Eisenmangel und erhöhte Cholesterin-Werte, obwohl vegetarische Ernährung, diagnostiziert wurde. Mir fällt bei Deiner Antwort auf, das sie 3 Tage lang unmittelbar vor ihrer Regel heftige Beschwerden hatte, was glaube ich jetzt auch richtiger Weise Polyarthritis und nicht Arthrose sein müsste. Hast Du das in dem Zusammenhang schon mal gehört? Weißt Du zufälliger Weise, wie wir hier an Ärzte-Adressen im Forum gelangen können. Habe schon soviel geblättert und finde nichts richtiges.

    Tausend Dank noch einmal für Deine Antwort!

    Dieter
     
  5. Inga

    Inga Neues Mitglied

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    Hallo Dieter,
    wenn sie Eisenmangel hatte, ist keine Hämochromatose im Spiel.Wie gesagt ,könnte sowieso auch nur sein, wenn sie mit verringerte/fehlende Monatsblutungen hat.
    Jedoch sollten Eisentabletten nur unter regelmäßiger Kontrolle des Eisenspiegels einnommen werden, man kann bei Eisen des Guten zu viel tun.
    Ich glaube es ist häufig so, daß man vor der Periode besonders schmerzempfindsam ist,ist bei mir jedenfalls so.

    Wichtig ist ,daß möglichst bald ein internistischer Rheumatologe herausfindet, um welche Rheumaform es sich handelt,
    ob eine degenerative Gelenkerkrankung=Arthrose oder eine chronisch entzündliche G. =rheumatoide Arthritis vorliegt.
    Es kann auch bei einer degenerativen Gelenkerkrankung Phasen geben, in denen eine Entzündung -Artihritis vorkommt ,man nennt das dann eine aktivierte Arthrose.


    typisch für eine rheumatoide Arthritis:

    Morgensteifigkeit der Gelenke von mindestens einer Stunde(kann bis ganzen Vormittag und länger andauern)
    Fingergrundgelenke,Fingermittelgelenke betroffen
    symmetrischer Befall der Gelenke auf beiden Seiten


    Leider sind die Wartezeiten bei den Rheumatologen häufig lang.
    Einen Ärztetipp für Eure Region weiß ich leider nicht, aber vielleicht meldet sich jemand dazu.

    Liebe Grüße

    Inga
     
  6. Dieter

    Dieter Guest

    Hallo nochmal Inga!

    Du hast recht, ich habe gleich mal auf der angegebenen Seite gelesen. Interessant fand ich aber, das ein erhöhter Eisenspiegel auch Gelenkbeschwerden auslösen kann. Nun, dann wäre eine Einnahme von Eisenpräparaten zur Zeit ja eigentlich nicht so gut.

    Ich mache mich dann jetzt mal über das Forum auf die Suche nach einem Rheumatologen in unserer Nähe.

    Noch einmal vielen vielen Dank Inga !

    Liebe Grüße Dieter
     
  7. Inga

    Inga Neues Mitglied

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    bins noch mal eben:
    also wenn sie aktuell Eisenmangel hat, soll sie natürlich die Eisentabletten einnehmen.wie gesagt, allerdings nur unter ärztlicher Kontrolle sollte die Gabe von Eisentabletten erfolgen.

    Liebe Grüße
    Inga
     
  8. Lilly

    Lilly offline

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    hi dieter,

    ich würde sagen, dass deine freundin mit 25 noch ein wenig zu jung ist für eine polyarthrose. aber zu einer arthrose kann es auch durch eine arthritis kommen, ist dann das endstadium, wo die gelenke dann verknöchtert uns steif geworden sind.
    ich eher würde da auf eine polyarthritis tippen. bei mir haben die beschwerden auch so wie bei deiner freundin begonnen. erhöhte entzündungfaktoren konnte man lange keine im blut finden. bei mir war die erste diagnose :fibromyalgie. erst jahre später, fand man dann entzündungszeichen im blut, und das typische bild der polyarthritis.
    finde es total lieb von dir, dass du dich so für die erkrankung deiner freundin interessierst. sie hat deine hilfe auch sehr nötig, oft fühlt man sich mit seiner krankheit alleine gelassen.
     
  9. Inga

    Inga Neues Mitglied

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    @ Lilly:

    leider gibt es Fingerarthrose ab und an auch schon im jungen Alter, besonders dann ,wenn Stoffwechselstörungen zugrunde liegen.
    Die Fingerarthrose ist im Gegensatz zu manch anderen Arthrosen nicht verschleißbedingt.Wer arbeitet schon heutzutage ständig hart mit den Händen?
    Man weiß noch nicht, wodurch sie entsteht, man vermutet erbliche Faktoren..
    Auch die Schilddrüse etc kann für Arthrosen verantwortlich sein.

    Liebe Grüße
    Inga