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Bin total verwirrt

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von zecke73, 14. Mai 2012.

  1. zecke73

    zecke73 Neues Mitglied

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    Hallo,

    habe hier schon sehr lange nicht mehr geschrieben weil in meinem Leben vieles passiert ist.

    Ich hatte im letzten Sommer meine 2. Schulter OP. Gebracht hat auch diese für mich nichts. Habe ständig Entzündungen im Gelenk und die Bewegungseinschränkung ist trotz intensiven Training nicht rückläufig.
    Zu dem hat mir diese OP nur Stress an meinem Arbeitsplatz gebracht so das ich mich gezwungen gesehen habe zu kündigen.
    Meine direkte Kollegin hatte mich nur noch gemobbt, mein Chef meinte das könne er auch und hat mich zu dem auch noch bedroht.
    Zur Klärung habe ich ihn nach der Kündigung vor Gericht wieder gesehen.
    Bin durch den Terror in eine depressive Phase gerutscht und hänge im moment noch drin.

    Nach längerer AU wollte ich den Weg in das Erwerbsleben wieder starten was aber wegen meiner Psyche und meinen Gelenken total in die Hose ging. Habe leider nicht nur Probleme mit meiner Schulter sondern auch eine Retropatellararthrose die mir zum Teil auch zu schaffen macht. Vor allem dann wenn ich im Beruf ständig in die Knie muss.

    Auf anraten meiner SB vom Arbeitsamt habe ich letzte Woche einen Rehaantrag gestellt. Ich hatte mir eine Orthopädische Reha ausgesucht mit einer psychosomatischen Mitbehandlung. In einer reinen Psychosomatischen Klinik wäre ich nicht richtig aufgehoben. Meinte auch meine Therapeutin. Dort soll auch getestet werden ob für mich nicht auch eine berufliche Reha in betracht kommt.

    Ich hatte dann auf einen extra Blatt alles das aufgeschrieben wobei ich Probleme habe und so weiter. Dieses Blatt habe ich dann zusammen mit dem Antrag bei meinem Hausarzt eingereicht und gehofft das er sich an diesem Blatt orientiert.
    Das tat er leider nicht ganz im Gegenteil. Er hat jetzt alle meine Gelenkprobleme auf die Psyche geschoben obwohl die nachweislich da sind. Hatte mich dann mit ihm mehr oder weniger in der Wolle bis er dann wenigstens unten drunter geschrieben hat das ich in einer Orthopädisch Klinik soll mit einer psychosomatischen Mitbehandlung.

    Ich kam mir vor als ob ich eine Simulantin bin. ER meinte nur das sei in unserem Sozialsystem eben so vorgeschrieben. Wer länger Gelenkprobleme hat wird eben in die Psychoecke geschoben.

    Weiß jemand ob das wirklich so ist? Habe natürlich jetzt angst das der Antrag abgelehnt wird weil ich was ganz anderes aufgeschrieben habe und meine ganzen Befunde mit in den Antrag gepackt habe.

    Danke schonmal

    Zecke
     
  2. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    hallo zecke,
    also deine frage kann ich dir net beantworten, leider, aber seit wann hat man psychische probleme, wenn man länger gelenkschmerzen hat???? bzw ist dann alles nur noch psychisch bedingt??? gut das meine ärzte noch nicht mit solchen sprüchen gekommen sind.
    sicher geht es arg an die nerven wenn man ständig schmerzen hat, aber man sollte doch dann bitte was gegen die schmerzen unternehmen und dann geht es sicher der psyche auch wieder besser. klar weiss ich auch das antidepressiva zur schmerzbehandlung eingestzt werden und das sicher auch aus gutem grund, aber alles nur auf die psyche schieben, ich weiss net...ich hoffe das dir dein wunsch auf orthopädisch mit psychosomatischer mitbehandlung erfüllt wird.
     
  3. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Hallo Zecke73,
    das kann schon gut möglich sein, dass man in unserem System dahingeschoben wird. Ähnlich war es bei meinem Rentenantrag. Die Rente wollte unbedingt das ich einen psychischen Schaden hätte. Selbst auf meine Intervention hin, dass ich den Antrag nicht aus psychischen Gründen, sondern aus schmerzhaften Erkrankungen heraus gestellt habe, änderte nichts daran. Nun soll ich zu einer Reha. Und was denkst du was da steht - psychologische Schmerztherapie bei Begleiterkrankungen wie cPA, Morb. Bechterew, Gicht. Das Spiel hatte ich schon in der stationären Schmerztherapie durch. Allein mit Gedanken werden die Beschwerdenn leider nicht weniger.

    Stelle dich da mal lieber darauf ein, dass man als Kranker oder Alter wenig Unterstützung bekommt. Schmerzen werden selten als schlimm betrachtet von den Behörden und Versicherungen. Keiner will zahlen und niemand hat einen Plan von Erkrankungen und den dazugehörigen Problemen. Also kommt man in den sgn. "Verschiebebahnhof" ... Leider!

    Jetzt warte mal ab was de Kostenträger dazu schreibt. Aus der Vergangenheit kenne ich viele Kliniken die stets eine gute Mischung aus beiden Richtungen brachten. Wichtig ist nur, dass die Behandlungen ausgewogen sind. Und wenn du eh in eine depr. Phase gerutscht bist kann eine psychosom. Einrichtung dir auch auf die Beine helfen, solange hier ein orthopäd. Teil dabei ist. Wobei in einer orthop. ausgerichteten Klinik manchmal auch recht wenig an Behandlungen gemacht wird. Viel ist automatisiert durch Gelenksmaschinen oder Wasserstrahlmassagen. Naja lass dich erst einmal überraschen was du für eine Antwort erhälst.

    LG
    Waldi