1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Bin neu und bitte um Tips, Meinungen...

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Dorothee, 21. März 2004.

  1. Dorothee

    Dorothee Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. Februar 2004
    Beiträge:
    113
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Scheinfeld
    Hallo,
    lese seit einigen Wochen hier im Forum, bin ganz begeistert, dass es sowas gibt und möchte heute einige Fragen stellen:

    Bin 57 Jahre, als Jugendliche hat mal ein Arzt die Diagnose Rheuma gestellt, da ich neben Gelenkschmerzen (keine Schwellung) Knötchen an den Fingergelenken hatte.
    Im Laufe meines Lebens hatte ich viel Rückenbeschwerden, meine Wirbelsäule ist heute ziemlich schief (Spondylose war eine Diagnose, Verdacht auf Morbus Bechterew hat sich nicht bestätigt), hatte 2 LWS-OPs. Entzündungen der kleinen Wirbelgelenke hieß es auch mal.
    Schmerzen in den Zehengelenken, Morgensteifigkeit oft bis mittags, Achillessehnenentzündungen mit Verdickung, Schultergelenk. Nie wurde ein Rheumafaktor gefunden, aber in den letzten 10 Jahren bei Check-ups beim Hausarzt immer erhöhte Blutsenkungswerte, mal mehr mal weniger - wäre bei mir normal, hieß es immer
    Ich bin ziemlich dickfellig gegenüber Schmerzen (wenn man sie immer hat?!) - wurde nie mit Cortison behandelt, immer mit so Pillen wie Ibuprofen, Dyclo, Voltaren, auch mal Spritzen, Tramal, Novalgin, wenns mal garnicht mehr ging. Ich hatte übrigens nie dicke bzw. geschwollene Gelenke.

    Aber jetzt kommts: vor ca. 2 Jahren bekam ich plötzlich eine ganz aggressive Tierhaarallergie, dann Asthma bronchiale, ich mußte meinen Hund abgeben, haben sogar die Wohnung gewechselt, weil man Lungenfacharzt sagte, nur das würde helfen. Und im Oktober vergangenen Jahres bekam ich schlimme Schmerzen in den Handgelenken, Fingern, vor allem Daumengrundgelenke, beidseitg, Zehen, linke Hüfte (keine Abnützung oder Athrose)
    Morgensteifigkeit oft bis mittags und ich bin immer müde.. Jedoch keine Schwellungen oder das Gefühl, daß die Gelenke heiß und kalt sind.

    Mein Hausarzt meinte es wäre Rheuma, hat mich auch zum internistischen Rheumatolgen geschickt. Es wurden Blutuntersuchungen gemacht, Szintigramm in 3 Ebenen und er hat außer einem leicht erhöhten Rheumafaktor einfach nichts gefunden. Seine Diagnose (die eigentlich keine ist) lautete: Verdacht auf undiff. Kollagenose und ich soll zur Verlaufskontrolle in 3 Monaten wiederkommen, was ich sicher auch tun werde. Ich soll NSAR-Mittel nehmen.

    Inzwischen habe ich vom Hausarzt Cortison (momentan 10 mg) und abends 1 Beofenac bekommen. Wirklich gut ging es mir nur mit 20 mg Cortison, aber ich sollte trotzdem reduzieren. Nur NSAR helfen eigentlich garnicht, die Dosis ist da ziemlich egal und wenn ich das Cortison noch mehr reduziere, habe ich schlimme Schmerzen.

    Kann mir hier jemand einen Tip geben und hat jemand ähnliche Beschwerden? Ich habe mir nämlich auch die Gedanken gemacht, daß Allergien, Asthma, Rheuma doch Autoimmunerkrankungen sind, vielleicht hängt alles zusammen?
    Und werde ich überhaupt richtig behandelt. Hier liest man immer, dass man Basic-Medikamente nehmen soll.....

    Würde mich über Antworten sehr freuen!!

    Danke

    Dorothee
     
  2. Monsti

    Monsti das Monster

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    6.880
    Zustimmungen:
    15
    Ort:
    am Pillersee in Tirol
    Hi Dorothee,

    sei erst einmal herzlich willkommen bei uns Rheumis.

    Deine Beschwerden kennen viele von uns, Du bist damit wirklich nicht allein, auch was die Schwierigkeit der Diagnosefindung betrifft.

    Es ist richtig, dass eine passende Basismedikation nicht unwichtig ist, denn sie kann eine weitere Zerstörung von Gelenken aufhalten. Cortison ist ein Wundermittel - keine Frage, aber es wirkt nur stark entzündungs- und damit auch schmerzhemmend. Es verhindert auf Dauer aber keine irreparablen Läsionen.

    Das geeignete Basismedikament für sich zu finden, gestaltet sich oft nicht ganz unkompliziert. Ich selbst bin schon beim Mittel Nr. 4 (seit 1 Monat Arava). Ob es das richtige Mittel für mich ist, wird sich erst noch herausstellen. Viele Basismedis wirken erst nach mehreren Monaten richtig. Diesbezüglich muss man leider Geduld haben. Auch die Nebenwirkungen machen sich meist nicht sofort bemerkbar.

    Liebe Grüße aus Tirol von
    Monsti
     
  3. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.438
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bärlin
    Hallo Dorothee,

    erstmal herzlich Willkommen hier bei R-O!

    Die Suche nach einer geeigneten Diagnose ist sicherlich ein langes Kapitel, und es gehört inzwischen auch eine gute Portion Glück dazu, den richtigen Rheumatologen zu finden ...

    Die Geschichte mit Asthma, Allergien und so weiter kommt mir allerdings schon ein weing bekannt vor, wenn im Labor einige Werte aus dem Ruder laufen (ANA, IGE), dann könnte das ein Hinweis auf eine Kollagenose im Sinne eines Churg-Strauss-Vaskulitis sein ... vielleicht braucht Dein Rheumatologe einfach mal das Stichwort, um in dieser Richtung weiterzusehen, denn Rheuma sind über 480 Krankheiten, und da fällt es sicherlich hier und da leichter, wenn man einen Hinweis hat ...

    Ich drück Dir die Daumen, daß es Dir bald besser geht, in diesem Sinne alles Liebe und Gute

    Robert
     
  4. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    547
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Hallöchen;

    generell gilt es als das Wichtigste, ausser Cortison noch ein Basismedikament zu nehmen.
    Auch bei mir gab es im Blut und bei sonstigen Untersuchungen (speziell Ganzkörperszintigramm) keinen Nachweis für Rheuma. Auf einen Cortisonversuch hin, hat sich alles deutlich gebessert, also kam gleich die Basis dazu.
    Diese schlucke ich seit nun ca. 10 Monaten und habe vor ein paar Wochen die gaaaanz langsame Reduzierung des Cortisons begonnen.
    Offensichtlich hat die Basis inzwischen angeschlagen, denn die Beschwerden sind nicht mehr in der vollen Stärke aufgetaucht. Leider benötigen die Basismedis alle ne ganze Zeit bis sie wirken oder dann eben nicht.

    Je nachdem was für ein Verhältnis Du zu Deinem Doc hast, kannt Du ihm ja mal den Hinweis auf diesen Seiten geben. Mein Arzt war davon begeistert und meint, von den negativen Beiträgen könne er nur lernen. :D Aber wie gesagt, dass kann ich nicht einschätzen. Ansonsten kannst Du ja auch an Doc Langer hier mal ne Mail schicken und die Antwort dann ev. Deinem Doc zeigen.

    Wünsche Dir gute Besserung und viel Spass und Info hier im Forum.

    Gruss
     
  5. Dorothee

    Dorothee Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. Februar 2004
    Beiträge:
    113
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Scheinfeld
    Hallo an alle hier,

    vielen Dank für die Antworten und die guten Grüße. Es sind ganz tolle Leute hier.
    Ich hoffe, daß ich auch hier und da mal helfen kann!

    An Robert: vielen Dank für den Tip. Habe Churg-Strauss nachgelesen. Kommt mir einiges bekannt vor, z.B. habe ich bis zu der Cortison-Gabe auch regelmäßig Nasen- und Kieferhöhlenentzündungen gehabt, wurde andauernd, wenn ich recht überlege, mindestens 6 bis 7 mal im letzten Jahr mit Antibiotika dagegen behandelt, hat nie so recht geholfen. Und ich hatte auch offene Stellen an den Fingern, die immer einrissen, bluteten und mit keiner Salbe heilen wollten - auch nicht mit Cortisonsalbe. Erst seitdem ich Cortison als Tablette nehme, ist alles verheilt. Geblieben ist eine extrem trockene Haut, gegen die ich eigentlich immer kämpfe -und so komische Dellen auf Finger- und Fußnägeln, die jetzt auch weggehen.

    Ich hatte eigentlich einen guten Eindruck von dem Rheuma-Doc, nachdem er jedoch keinerlei Hinweise im Blut und Szintigramm gefunden hat - Ana/Iga waren auch unauffällig - hat er mich wahrscheinlich in Warteposition geschickt - so nach dem Motto - schaun mer mal was die Zukunft bringt. Ich geh einfach baldmöglichst wieder hin, mein ich.

    Nochmals vielen Dank für die lieben Grüße und ich gerne zurückgebe - lasst es Euch einfach so gut wie möglich gehen - und wenig Schmerzen.

    Dorothee