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Bin gerade stinksauer!!!

Dieses Thema im Forum "Krankenkassen und Pflegeversicherung" wurde erstellt von geomaria, 17. März 2013.

  1. geomaria

    geomaria Neues Mitglied

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    Guten Morgen ihr Lieben,

    auf Grund eines Röntgenbildes, bei dem der Arzt eine deutliche Demineralisierung der Knochen feststellte, empfahl man mir von allen Seiten eine Knochendichtemessung machen zu lassen. Hierbei kam dann eine „Osteoporose bis schwere Osteoporose“ (T-Score –3,2) ans Tageslicht.


    Ok, dachte ich mir, wenn ich schon eine Osteoporose habe, dann reiche ich mal die Rechnung bei der Krankenkasse ein.

    Die KK lehnte mit der Begründung ab, dass IgeL-Leistungen nicht erstattet würden. Aber, ich habe doch eine Osteoporose!! Ich persönlich finde das eine Frechheit. Außerdem frage ich mich, wie das jetzt bei Kontrolluntersuchungen aussieht, oder bei Medikamenten (Vitamin C und D)? Muss der Arme, der sich nicht alles leisten kann, wieder dran glauben?

    Ich habe ja meine Osteoporose nicht wegen eines schlechten Lebenswandels, sondern wegen jahrelanger hoher Kortisongaben, weil kein Reumamedi hilft!

    Wollte euch jetzt nicht den Sonntag verderben, aber ich musste mir mal Luft machen, sonst räume ich morgen in den Räumen der Krankenkasse mal ein bisschen auf ;-)


    Schönen Sonntag

    Petra
     
  2. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    Huhu.

    du mußt dir erst etwas brechen,
    damit die kasse die dichteMessung
    übernimmt.

    allerdings bezahlt Sie das Vitamin d,
    sowie du eine Osteoporose hast.
     
  3. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Guten Morgen, Petra!
    Ich kann deinen Unmut gut verstehen.
    Aber du solltest in aller Ruhe mit der KK sprechen, "die Meinung sagen" bringt nichts, außer dass sie nicht mehr gesprächsbereit sind. Ich wundere mich auch, denn sie zahlen ja auch - wie bei mir - die halbjährliche Augeninnendruckmessung, weil es wegen des Kortisons wichtig ist. Oder beim Frauenarzt muss ich bei der Vorsorge den Ultraschall von unten selber bezahlen, aber wenn ich Beschwerden habe, gehört es ganz normal zum Versorgungspaket. Deshalb verstehe ich gut, was du meinst.
    Ich schlage vor, du googelst mal die Homepage deiner KK und liest dir die Leistungen gut durch. Dann stehst du bei dem Gespräch nicht ganz blöd da. Vielleicht hätte dir der Arzt die Messung verordnen müssen, falls das überhaupt möglich ist. Ich musste meine Messung auch selber bezahlen, obwohl ich da schon eine gewisse Zeit Kortison genommen hatte.

    Was Vitamine betrifft: In dem Heim, wo ich arbeite, bekommen einige Bewohner hochdosiertes Vit. D3 (Dekristol) auch verordnet. Das nehmen die nur 1x in der Woche ein. Und wenn man Kortison über 7,5 mg einnehmen muss, bekommt man auch ein Calcium-D3-Präparat verordnet, das hab ich auch mal eine Weile bekommen. Ich wundere mich, dass du es nicht auch bekommen hast zur Vorbeugung. Sonst kenne ich keinen Fall, wo man Vitamine bezahlt bekommt.

    Also hol erst mal tief Luft und versuch, trotzdem dem Sonntag zu genießen. :vb_cool:
     
  4. Julia123

    Julia123 rheumatic pixie

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    Hallo,
    ich kann Puffelhexes Aussage nur bestätigen: Knochendichtemessungen sowie Vitamin D3 werden erst nach dem ersten Knochenbruch, der auf die Osteoporose zurückgeführt wird, von der Kasse bezahlt. Alle anderen vitamine gelten als nahrungsergänzung und müssen selbst bezahlt werden. Du solltest die Belege aus der Apotheke aber dennoch aufheben, denn die kannst du dann bei der Steuer geltend machen......

    Liebe Grüße
    Julia123
     
  5. holzwurm

    holzwurm Mitglied

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    Hallo Petra,

    ich würde schriftlich einen Widerspruch mit der genauen Begründung an die KK einreichen. Wenn Du die Ablehnung der KK vorher nicht schriftlich bekommen hast, mußt Du sie erst anfordern.

    Mir hat die KK meine orthopäd. Schuheinlagen von 85 € abgelehnt. Nach meinem Widerspruch wurden mir vorgestern 61 € bewilligt. man muss leider für alles kämpfen.
     
  6. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Die Untersuchungskosten übernimmt die Krankenkasse erst bei manifester Osteoporose. Das bedeutet, wie Puffelhexe sagt, wenn schon Brüche da sind.
     
  7. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Sehe aber das sich 2013 ein bisschen was verändert hat, aber betrifft dich für die schon gemachte Untersuchung erst mal nicht. Kann aber, wenn du nun eine Therapie für die Osteoporose bekommst eventuell fürs nächste mal zu treffen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Knochendichtemessung
     
  8. geomaria

    geomaria Neues Mitglied

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    Hallo an alle,

    ganz lieben Dank für die zahlreichen Antworten.

    Das ich die Rechnung beim Finanzamt einreichen soll ist lieb gemeint, aber das Finanzamt hat uns wegen Armut entlassen ;-). Ja, wenn arm, dann ist Krankheit richtig schlecht.
    Am erfreulichsten für mich war die Antwort von Lagune. Das werde ich mir jetzt mal etwas näher ansehen und dann einen gaaaanz lieben Widerspruch an die KK verfassen.
    Traurig ist, dass ich bei einer täglichen Kortisoneinnahme von 20 - 30mg (ich versuche immer zu drücken, aber am besten sind dann morgens 25mg von dem Zeugs und ich kann mich dann doch einigermaßen bewegen) über 8 Jahre hinweg nie irgend eine Augeninnendruckmessung bekommen habe. Auch diese Knochendichtemessung wurde erst empfohlen, nachdem bei einem Röntgenbild die Knochen sich demineralisiert darstellten.

    Und, ich denke dass ein T-Score von - 3,2 (l1-2) und die dringende Empfehlung für meine Altersgruppe Medikamente einzunehmen (ich bin 53 Jahre alt) für eine Übernahme der Kosten reichen sollten. Wäre das Kind erst in den Brunnen gefallen, sprich irgend ein Knochen oder Wirbel gebrochen, wären die Kosten durch Op und Krankhausaufenthalt doch wesetlich höher, aber rechenen können die, die so einen Sch..... aufs Papier bringen ja leider nicht!.

    Nochmal DANKE
    und ganz liebe Grüße
    Petra
     
  9. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Kostenübernahme

    also die Sache ist:

    Die Kosten einer Knochendichtemessung werden von der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel nicht übernommen.
    Begründete Ausnahmefälle können sein:

    Knochenbrüchen, bei eigentlichen Bagatellverletzungen
    Hierunter fällt z.B. ein Wirbelkörperbruch beim Anheben eines schweren Gegenstandes etc.
    speziellen Magendarm-Erkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Malabsorption) bei denen vermindert Kalzium auf-
    genommen werden kann.
    Kortisoneinnahme über längere Zeit, z.B. im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung (!!!)
    einer Erkrankung der Nebenschilddrüse (Regulationseinheit für den Kalziumhaushalt)

    Also einen Antrag auf Kostenübernahme/Einzelfallregelung stellen, mit der "!!!" Begründung.
    Im WDR5 wurde dazu ein Beitrag mit ebensolcher Aussage gesendet, 19.03.2012.
    Also gleich mit angeben sich an den Sender wenden zu wollen, im mom wollen alle Kassen, dass zu Ihnen gewechselt wird und können keine Negativwerbung gebrauchen.
    Du kannst Dich auch an die DVMB wenden...am besten gleich mit dem Schreiben der Absage, oder halt auch gleich an mich...?

    Denne schauen wir mal "merre"
     
  10. geomaria

    geomaria Neues Mitglied

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    Hallo Merre,
    lieben Dank für deine liebe und vor allen Dingen super interessante Antwort.
    Ich hbe allerdings gestern schon einen lieben (ehrlich) Widerspruch dort hin gefaxt.
    Wenn das nicht fruchten soll, komme ich sehr gerne auf dein Angebot zurück.
    Und wie gesagt, bei einer so lange Kortisoneinnahme in hohen Dosen wie das bei mir der Fall ist, ist die Ablehnung in meinen Augen Willkür! Für jeden Sch... ist Geld da, vor allen Dingen für die Bosse, nur die Kranken, die sind dann in einer Krankenversicherung nicht so erwünscht, weil die ja mal was kosten könnten :-(
    Dankeschön und wenn sich etwas neues ergibt, melde ich mich, denn dieses Thema ist bestimmt für viele hier interessant.
    Petra
     
    #10 18. März 2013
    Zuletzt bearbeitet: 30. Mai 2013
  11. geomaria

    geomaria Neues Mitglied

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    Na bitte, geht doch :)
    Habe eben einen Anruf von der Krankenkasse (darf man eignetlich sagen welche??)
    bekommen und habe ichr meine Fall noch mal geschildert. Sie bezahlen dann im Rahmen einer Einzelfallentscheidung!!
    Schade, dass man immer erst kämpfen muss, feiwillig geht da nirgendwo mehr was.
    So, lieben Dank für eure Tipps
    Petra
     
  12. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Hmm, ich bekomme auch eine Dauertherapie mit Cortison, habe letztens aus heiterem Himmel Stressbrüche in beiden Wadenbeinen gehabt
    und trotzdem muss ich mein Calcium selbst bezahlen (auf dem Rezept steht "wegen Cortison-Dauertherapie).
    Da muss ich wohl noch mal nachhaken...
    Zum Glück wird mir wenigstens das Dekristol erstattet. Und eine Knochendichtemessung steht demnächst auch an.
     
  13. Vera8555

    Vera8555 Neues Mitglied

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    Messung "erzwungen"

    Hallo,
    war vorgestern bei meinem Rheuma-Doc. Der schob mich ohne lange zu fackeln ins Nebenzimmer und hat eine Knochendichtemessung machen lassen.
    Er meinte, seit Mai würde die erste Messung von der Kasse bezahlt.
    Hat mir dann auf meine Quittung die dementsprechenden Paragrafen geschrieben, soll ich meiner Kasse zur Übernahme schicken.
    Nun warte ich auf eine Reaktion.
    LG Vera
     
  14. geomaria

    geomaria Neues Mitglied

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    Hallo BinchenSumm,
    bekommst du das Dekristol auf ein Kassenrezept oder auf ein Privatrezept und du gibst es der Krankenkasse weiter????
    Mir hat man es auch auf ein Privatrezept verschrieben und ich habe es erst gar nicht geholt, weil es doch ziemlich teuer ist.
    Lieben Dank
    Petra
     
  15. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Hallo Geomaria,

    ich bekomme das Dekristol auf Privatrezept und reiche es dann bei meiner Krankenversicherung und bei meiner Beihilfestelle (bin verbeamtet) ein.
    Da bekomme ich dann jeweils 50% erstattet.
    Bisher gab es keine Probleme, nur das Calcium wurde als "Wellnessprodukt" gewertet.:confused:
    Andererseits gibt es zunehmend Ärzte, die ein Calciumpräparat nicht gerne verschreiben, weil es vom Körper nicht so gut verarbeitet wird, wie natürliche Calciumquellen
    in der Nahrung, z.B. Hartkäse.
    Außerdem können Calciumpräparate zur Verkalkung der Nieren und Nierensteinen führen.
    Ich soll jetzt nur Dekristol einnehmen und jeden Tag mind. 150 g Hartkäse essen. Kann man ja abends mit ein bisschen Obst als Snack knabbern...
    Zum Glück esse ich ausgesprochen gerne Käse.:vb_redface:
     
  16. mondbein

    mondbein Mitglied

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    Das geht bei mir genauso, mit dem entscheidenden Unterschied, dass sowohl die KV als auch die Beihilfe satte 0 (NULL) Prozent erstatten :confused:

    Ich glaube, das variiert ganz schön, je nach Bundesland oder gar Sachbearbeiter.
     
  17. geomaria

    geomaria Neues Mitglied

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    Hallo
    lieben Dank für die schnelle Antwort. Ich bin (leider) kassenversichert, mein Arzt verschreibt da nichts auf Kassenrezept. Und wie immer, was für das eine gut, dass für das andere schlecht ;-).
    Schönen Feiertag
    Petra
     
  18. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Da hast du ganz recht.
    Bei einer Bekannten ist es umgekehrt, da wurde das Calcium komplett bezahlt, aber dafür das Dekristol nicht.
    Wobei ich denke, dass Dekristol eher unverzichtbar ist. Studien haben gezeigt, dass fast alle Rheumatiker unter einem Vitamin D-Mangel leiden.
    Wenn der Arzt Dekristol nicht auf Kassenrezept verschreiben will, würde ich es bei einem anderen Arzt versuchen oder mal mit der Kasse Rücksprache nehmen.
    Mein Arzt meint, wenn man Dekristol nimmt, viel Käse isst und sich ausreichend bewegt, ist man auf der sicheren Seite.
     
  19. geomaria

    geomaria Neues Mitglied

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    Das Calcium bezahlt mir die Hausärztin auch, obwohl, glaube ich , teurer als das Dekristol!!
    Manchmal könnte ich gerade mit dem Hammer reinschlagen, aber das bringt uns nix, ich denke wir müssen jeden Tag nerven, so lange, bis sie endlich nachgeben. Manche Ärzte tun nämlich gerade so, als wenn sie es aus eigener Tasche zahlen müssen. Spricht man dann mit der Krankekasse, erzählen die, dass alles medizinisch Notwendige und wenn es der Arzt dann befürwortet, auch gezahlt wird. Nur, wenn der Doc es nicht für nötig findet und nicht befürwortet, warum schreibt er es denn auf das Privatrezept????
    Tja, so ist das in Deutschland, für alles ist Geld da, nur nicht für die, die es wirklich brauchen!!
    Grüße
     
  20. mondbein

    mondbein Mitglied

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    Bienchen, was meinst du denn mit "auf Kassenrezept verschreiben"? Wir bekommen doch nur Privatrezepte, meine jedenfalls sehen immer gleich aus (außer die BTM-Rezepte).
    Meine KV und vor allem die Beihilfe sind sehr großzügig, die zahlen mir alle möglichen Nahrungsergänzungsmittel, die gar nicht rezeptpflichtig sind, von daher möchte ich keine schlafenden Hunde wecken, indem ich nachfrage. Meine Beihilfe bezahlt sogar ihre 70 Prozent zu meinem TCM-Gebräu, dieses kostet jeden Monat über 200 Euro. Das "Streichkonzert" der Debeka reicht mir da gerade mal, bin schon froh, dass das nur noch ein knappes Drittel ist...