Betreutes Wohnen?

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von TriaGirl, 12. Mai 2018.

  1. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo,
    ich wollte mal fragen, wer sich mit betreutem Wohnen auskennt. Was für Voraussetzungen müssen erfüllt werden und wer zahlt was?
    Ich habe derzeit einen Pflegegrad von 2, kann auch noch mit meinem Lebenspartner alleine zusammen leben, ich denke aber schonmal an die Zukunft...
    Da ich schon seit dem 32. Lebensjahr berentet bin, habe ich nur eine kleine Rente. Von daher könnte ich das betreute Wohnen sowieso nicht zahlen.
    Und ich bin erst 41 Jahre, die meisten Angebote richten sich aber an Senioren...???
    Wer kennt sich aus?

    Gruß TriaGirl
     
  2. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    Beim Betreuten Wohnen (BeWo) gibt es ambulante Maßnahmen, also Betreuung in der eigenen Wohnung oder stationäre Maßnahmen, die betreute Wohnform. Diese Maßnahmen werden nicht nur für Senioren, sondern ganz speziell auch für Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen gewährt. Hier in NRW wird die Kostenübernahme BeWo beim Landschaftsverband Rheinland beantragt (Sozialhilfe nach SGB XII). Allerdings wird das eigene Einkommen überprüft und auch Vermögen ist bis zum Schonbetrag einzusetzen. Ebenfalls werden unterhaltspflichtige Angehörige überprüft.
     
  3. O-häsin

    O-häsin Aktives Mitglied

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    Hi TriaGirl,
    das 'betreute Wohnen' ist m.W. kein geschützter Begriff. Allen Wohnanlagen ist gemeinsam, dass Menschen, die Teile ihres Lebens nicht mehr allein bewältigen können, ein eigenes Apartement oder eine kleine Wohnung beziehen. Das müssen nicht nur Senioren sein. Dagegen können die angebotenen Hilfen recht unterschiedlich sein. Das können sein ein Reinigungsdienst für die Wohnung, ein Wäschedienst, ein Fahrdienst, ein Bringservice, das Angebot eines Gemeinschaftsraums für Spiele usw. Ein Hausnotruf gehört meist auch dazu.
    Diesbezüglich wären die Dienste, die man benötigt, vorab zu erfragen. Für all das zahlt man zum einen seine Miete, wie sonstwo auch, und zudem einen geldlichen Anteil für die angebotenen Dienste an den Anbieter.
    Dadurch ergibt sich meist das Erfordernis, öffentliche Hilfe angewiesen zu sein, die Heike in den Grundzügen schon andeutete.

    Mir wurde schon betreutes Wohnen "angediehnt", das ich dankend ablehnte. Denn ich habe bereits 'betreutes Wohnen', allerdings zu Hause -nämlich eine Putzhilfe, eine Einkaufshilfe, eine Haushaltshilfe (u. Allroundhilfe), einen Fensterputzer, außerdem einen Hol- und Bringdienst für Mangelwäsche, einen Gärtner und diverse Handwerker, die mir die Arbeiten am Hause abnehmen. Für Arztbesuche nutze ich ein Taxi und bekomme es erstattet, die Apotheke bringt mir die Medikamente. Und irgendwer schraubt mir bei Bedarf ein neues Leuchtmittel in die Lampe.
    Auch, wenn nicht alles an Kosten auf einmal anfällt, sind es doch Kosten, die vermutlich die Pauschale, die der Anbieter betreuten Wohnens für sein Angebot verlangt, übersteigen würden.

    Du könntest in Deinem Bekannten- und Freundeskreis auch schauen, ob sich dort Menschen für eine Wohngemeinschaft eignen. zum einen menschlich als auch von der Bereitschaft und Fähigkeit, Aufgaben zu übernehmen, um dann gemeinsam Entsprechendes zu planen. Auch solch ein Modell ist mir aus dem Bekanntenkreis bekannt.
    LG o-häsin