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Besuch beim MDK

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Thomas W., 6. November 2002.

  1. Thomas W.

    Thomas W. Guest

    Heite war es nun auchmal wiedr bei mir soweit :

    Herr Dr. Müller befragte mich zuerst zu meinen allgemeinen Angaben, Familienstand etc und holte dann über meine Ausbildung bisherige Arbeitsverhältnisse, über die Reha in Bad Schmiedeberg (1999) und meine erneute Krankschreibung (18.06.2002) bis zu meinem teilstationären Aufenthalt in der Charité aus.

    Zu jedem der o.g. Bereiche war es mir nicht möglich sachbezogen zu antworten, da Herr Dr. Müller mich ständig unterbrach um z.b. über Subventionsmissbrauch von Arbeitgebern im Bereich von Neueinstellungen zu reden.

    Als nächstes folgte eine kurze Ansicht der Befunde der Charité, mit folgender Beurteilung:

    „ Ich bin der Meinung, dass die Abgeschlagenheit durch die Medikamente zustande kommt, die sie nehmen. Da müssen sie sich dann was anderes verschreiben lassen. Auch gegen die Schmerzen. Ausserdem sollten sie abends länger aufbleiben damit sie dann mal richtig ausschlafen können. Dann wachen Sie auch nicht mehr um 3 Uhr morgens auf.

    Die körperliche Untersuchung erfolgte zunächst sehr oberflächlich. Beim Ausführen des Lasegue Tests ging er trotz meiner Bitte vorsichtig zu sein, recht grob vor, was mir im nachhinein nun wiederum noch mehr Schmerzen verursacht. Eine Untersuchung der Gelenke, der derzeit vorhandenen Schwellungen etc. führte er nicht durch.

    Nach Abschluss der körperlichen Untersuchung sagte er folgendes:

    „ Also, nach meiner Untersuchung schlage ich ihnen vor, dass sie sich um den 13.11 2002 wieder beim Arbeitsamt melden und sich der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen.“


    Folgende Bemerkungen fielen im Laufe der Untersuchung:
    „ Sie sind ja erst 32“, „ Mit der Behandlung rheumatischer Erkrankungen kenne ich mich nicht aus“ sowie „ Ich habe da keine Ahnung wegen der Behandlung. Da müssen sie ihre Ärzte fragen“

    Habt ihr ähnliches erlebt ? Und was habt ihr als nächstes getan ? Für Eure Hilfe wär ich euch sehr dankbar.

    Machst gut

    Thomas
     
  2. Pumpkin

    Pumpkin Guest

    Tja - meine Person hat für solche Sachen immer einen Anwalt parat - weil gegen Idioten in Weiss hilft nichts anderes.

    Bescheid der KK anfechten. Begründung: genau den Text s. o.


    Alles Gute !

    Pumpkin
     
  3. Mecki

    Mecki Guest

    Hi Thomas,

    mir fehlen einfach die Worte.

    Liebe Grüße Mecki
     
  4. Weiss gar nicht, was ich sagen soll!!!!
    Genau sowas hatte ich befürchtet, als ich mich letzte Woche dem MDK vorstellte, nur dass ich offensichtlich mehr Glück hatte und die Ärztin mich ernst nahm! Ich drück dir die Daumen, dass du noch einen Weg findest, die Sache anzufechten!

    Gruß

    Easy
     
  5. Hofi

    Hofi Guest

    Ist ja ne Frechheit. Daswürde ich so nicht im Raum stehen lassen . Ich würde schriftlich Beschwerde bei der KK einreichen. So etwas kann man sich einfach nicht gefallen lassen, zumahl er ja von sich aus schon sagt, dass er von Rheuma keine Ahnung hat.

    Ich würde auch mit einem Anwalt darüber reden.

    Wenn ich so was höre, wird mir ganz anders wenn ich an die Weiterbewilligung meiner Rente denke.

    Daumendrücken ist angesagt

    Hofi
     
  6. Ulla

    Ulla Guest

    Hallo Zusammen,
    vom MDK hätte ich nichts anderes erwartet.
    Jahrelang habe ich mich mit denen wegen meiner tochter rumzanken müssen, habe die dollsten Dinge erlebt.
    So wurde z.B. eine klinikbericht angefordert, der längst vorlag.
    Es hat mich immer sehr gewundert wenn hier Leute im Forum so positiv berichtet haben
    Da hilft nur Wiederspruch einlegen und verlangen von einem Facharzt begutachtet zu werden.
    Viel Glück *daumendrück*
    Ulla
     
  7. Kann mich nur den obigen Rednern/Innen anschließen!
    Das ist wirklich eine Frechheit.
    Pumpkin hat vollkommen recht , nur mit Anwalt ist da beizukommen.

    Drücke dir sehr die Daumen, dass sich alles regelt.

    cher

    [%sig%]
     
  8. Manuela

    Manuela Guest

    Hi Thomas,
    auf jeden Fall beschweren.
    Ich habe nach meiner Reha den Entlassbrief meinem Anwalt gegeben.
    Das war auch so eine Frechheit.
    Die haben geschrieben ich könne wieder arbeiten gehen,20 kg heben
    usw.und jetzt hat meine Krankenkasse einen Rentenantrag gestellt.
    Wie manche Ärzte überhaupt noch praktizieren dürfen ist mir ein Rätsel.
    Alles alles Gute für dich.
    PS.Bist du im VDK.
    Wenn nicht schau unter www.vdk.de nach die können dir bestimmt auch helfen.
    Bin auch Mitglied.
    Düsi
     
  9. BB

    BB Guest

    Hallo Thomas,

    ja da fehlen einem die Worte.
    Laß sowas nicht auf Dir sitzen, geh zu einem Anwalt, leg Widerspruch ein,
    die anderen haben da mehr Erfahrung wie ich, aber ich denke,das ist der einzige Weg.

    Ich drück Dir die Daumen
    Liebe Grüße
    BB
     
  10. Thomas W.

    Thomas W. Guest

    Hallo ersteinmal und recht herzlichen dank für Eure Tipps, also es sieht nun so aus, dass meine Ärztin dazu einen Widerspruch machen wird incl. Begründung. Das habe ich meiner Krankenkasse mitgeteilt, du mir nun folgendes schreibt :

    .......... die Unterlagen werden dann nochmals dem MDK zur Zweitbeguchtachtung ( anderer Gutachter ) vorgelegt. Zur finanziellen Absicherung melden sie sich bitte trotzdem beim Arbeitsamt ab dem 13.11.02.

    So nun wede ich daraus erst rehct nicht mehr schlau, weil das hört sich ja fast so an als ob das Ergebniss schon feststehen würde obwohl der Wiederspruch meiner Ärztin noch gar nicht da ist.

    Falls Interesse besteht halte ich Euch auf dem laufenden.

    Bis dahin alles gute

    Thomas
     
  11. Steffi. B

    Steffi. B Guest

    Hallo Thomas,
    dieses Theater kenne ich von meinem Mann auch. Er hatte damals einen Termin beim MDK, bei dem gleich mehrere Ärzte mitwirkten. Ich war übrigends überall dabei. Er mußte mehrere "Stationen" durchlaufen. Allgemeinmediziner, Augenarzt, Zahnarzt, Orthopäde, Chirurg. Ein Rheumatologe und ein Diabetologe waren natürlich nicht dabei, obwohl die Diagnose MB und ganz frisch Diabetes bekannt war. Dann mußte er ca. zwei Stunden warten und dann kam ein ganzes Gremium an Ärzten zusammen. Er stand da wie bei `ner Prüfung. Das Schärfste war, daß den Vorsitz eine Frauenärztin hatte. Die hat Fragen gestellt, daß mir bald die Hutschnur hochgegangen ist und ich beinahe des Zimmers verwiesen wurde.
    Schlußendlich haben sie aber festgestellt, daß er wirklich krank ist.
    Im Nachhinein darf man garnicht darüber nachdenken, was da abgelaufen ist.
    Alles Gute
    Steffi.B
     
  12. Steffi. B

    Steffi. B Guest

    Hallo Thomas, Deine Ärztin will Dich garantiert nur zum Arbeitsamt schicken, weil die Krankenkasse nach dem Gutachten jetzt erst einmal die Krankschreibung nicht weiter akzeptiert. Damit Du nicht ohne Geld da stehst, mußt Du Dich wohl besser beim Arbeitsamt melden. Aber auch das Arbeitsamt kann reagieren. Mein Mann hatte damals die Diagnose erzählt und dann hat auch das Arbeitsamt ein Gutachten veranlasst, bei dem herauskam, daß er nicht mehr vermittelbar ist. Er bekam solange Arbeitslosengeld.
    Ich dachte noch vor ca. einem halben Jahr, daß wir die Ausnahme gewesen sind. Das dieser Kampf mit den Ämtern nicht normal ist, aber dann bin ich auf diese Seite gestoßen und muß feststellen, daß es überall so ist.
    Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg.
    Steffi.B
     
  13. Thomas W.

    Thomas W. Guest

    Hallo Steffi danke für deine Nachricht.

    Also meine Ärztin hat sich dazu noch nicht geäußert das ich wieder beim Arbeitsamt vorstellig werden soll, sondern das steht in dem Brief der krankenkasse die sich immer noch auf das Gutachten des MDK "Fachmannes" bezieht.

    Das Theater mit Gutachten des Arbeitsamtes kenne ich bereits von vor 2 Jahren wo ich unbedingt eine Umschulung machen wollte, wohl mehr um mir selbst zu beweisen, das ich weiterhin arbeiten kann, erst jetzt wird mir klar das das nicht unbedingt das beste für mich war.

    Jedenfalls ists gut zu wissen das es die leute wohl nicht persönlich auf einen abgesehen haben. sondern das es wohl eher an dem etwas verkorkstem System liegt.

    Alles Gute dir

    Thomas
     
  14. Thomas W.

    Thomas W. Guest

    Nochmal hallo Steffi,

    duschreibst das du bei allen Untersuchungen des MDK dabei warst, mir haben sie mitgeteilt, dass ein Zeuge nicht dabei sein darf, ist dies von MDK zu MDK unterschiedlich oder muss man nur dementsprechend hartnäckig eine Begleitung bei der Untersuchung verlangen ?

    Das interessiert mich brennend , denn ohne Zeugen werde ich mich diesen Frechheiten eigentlich nicht mehr aussetzen wollen.

    danke für eine Antwort

    Thomas
     
  15. Hallo Thomas!

    Warst Du beim MDK Berlin-Brandenburg? Da muß ich nämlich am Mittwoch hin. Letzte Woche war ich bei einem Gutachter der BfA wegen EU-Rente.
    Als er hörte, daß ich auch noch zum MdK muß sagte er gleich, ich solle dem Gutachter seine Telefonnummer geben, da die meisten beim Mdk doch sowieso keine Ahnung von Rheuma hätten, geschweige denn von Mischkollagenose oder CREST- Syndrom. Er könne den Ärger mit dem MdK abkürzen.

    Nach Deinen Erfahrungen beim MdK bin ich jetzt sehr froh über das Angebot. Da mein Schwager Anwalt ist, werde ich mich gleich erkundigen, ob der MdK mir verbieten kann, einen Zeugen mitzubringen. Ich kann Dir ja dann seine Antwort mitteilen.

    Alles Gute
    Sonja
     
  16. Steffi. B

    Steffi. B Guest

    Ich bin ein sehr hartnäckiges Wesen. Mein Mann war und ist nicht in der Lage sich auch nur im geringsten mit behörden oder irgend einem anderen Papierkrieg auseinander zu setzten. Ich habe ihn wärend der gesamten zweijährigen Odyssee von Arzt zu Arzt, von Gutachter zu Gutachter begleitet. Seine Rente wurde zum Schluß vor dem Sozialgericht entschieden. Mit welcher Begründung sollte ich als Ehefrau nicht dabei sein. Ich habe damals auch eindeutig gefragt, ob sie etwas zu vertuschen hätten.
    Es war sehr gut, daß ich mich durchgebissen habe. Was ich hier im Forum lese, bestätigt mich immer wieder. Ich hatte Angst um meinen Mann und wollte ihm helfen. Da mein Beruf aus viel Papierkrieg besteht, wird man skeptisch.
    Ich habe aber auch gelert, daß man als "Außenstehender" oder nicht Betroffener ganz anders argumentieren kann. Ich habe immer und überall viele Fragen gestellt. Manchmal habe ich die Ärzte und Gutachter damit auch zum Wahnsinn getrieben. Aber das war mir egal. Ich wollte wissen, was auf uns zukommt.

    (So fand der Gutachter, welcher vom Gericht bestellt wurde garnicht komisch, als ich ihn ganz zu Beginn fragte, wie er es denn gerne hätte: einen leidenden Mann, am Rande der Verzweiflung oder einen der die Zähne zusammenbeißt und versucht das Beste aus der Situation zu machen, ich hatte inzwischen schon genug Wut im Bauch)

    Ich wünsche Dir alles alles Gute und viel Erfolg beim "Kampf" mit den Ärzten.

    Liebe Grüße
    Steffi.B