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Beraten, Helfen, Trösten.....Mut machen ?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Clown, 4. Juni 2012.

  1. Clown

    Clown Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    Beraten, Helfen, Trösten.....Mut machen, wie in den meisten medi. Foren werden diese Begriffe immer mehr in den Vordergrund gestellt, ja geradezu erwartet. Wie oft werden Diagnosen gestellt oder Krankheitsverläufe komentiert ? Haben wir wirklich das Recht oder die Aufgabe in komplexe medizinische Abläufe einzugreifen. Dürfen wir seelischen Beistand geben ohne den Menschen zu kennen und wenn ja, wie weit geht der ? Was passiert nach unserer gutgemeinten Hilfe und welche Möglichkeit haben wir gegenüber dem Trost suchenden, nach unserer "Hilfe" weiter zu agieren ?
    Fragen über Fragen die mich gestern beim Stöbern im Forum überkamen.
    Ich bin ja nicht anders, helfe auch wo ich kann, aber was geschied wenn meine Hilfe in die falsche Richtung geht ?
    Und bitte, ich möchte hier nicht den Finger erheben oder gar Massregeln, mich würde vielmehr Eure Meinung interessieren.

     
  2. Hexchen76

    Hexchen76 Neues Mitglied

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    Hallo Clown,

    darum gibt es hier ganz klare Regeln: Wer einen Krankheitsverlauf kommentiert, spricht über seine eigenen Erfahrungen, es ist also keine Therapieempfehlung die hier ausgesprochen wird sondern ein Erfahrungsaustausch. Wenn über Therapien gesprochen wird, so geht das immer mit dem Hinweis einher, darüber mit dem behandelnden Arzt zu sprechen oder ggf im Zweifel eine zweite Meinung einzuholen. Ich gebe Dir Recht das man mit solchen Ratschlägen sehr vorsichtig sein sollte um keine falschen Hoffnungen zu wecken oder die evtl vom Arzt wohldurchdachten Therapien zu sabotieren weil man die Massnahmen die der Patient möglicherweise missverstanden hat kritisiert etc...

    Nachdenkliche Grüße
    Hexchen
     
  3. Adolina

    Adolina Mitglied

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    Hallo Clown, hallo Hexchen,:)

    ich bin auch eurer Meinung.
    Aber, es tut einem doch gut, wenn man hier erfährt, dass andere auch die Probleme haben. Oft steht man doch alleine da, mit seinen Schmerzen und Ängsten.
    Ich finde einbischen Trost und Mut machen tut gut.

    Lg. Adolina:)
     
  4. Sprodde

    Sprodde Mitglied

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    Ehrlich gesagt... ich verstehe die Frage nicht ganz...

    in wieweit greift man mit "Beraten, Helfen, Trösten.....Mut machen" in komplexe medizinische Abläufe ein
    :confused:
     
  5. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Clown

    Ich schließe mich Sprodde an; für mich ist es kein grundsätzliches Problem, Menschen Mut zu machen, ihnen Trost zukommen zu lassen oder sie einfach in den Arm zu nehmen, wenn es dafür Bedarf gibt. Dazu muss ich sie nicht besonders gut kennen.
    Derartige Unterstützung ist für mich etwas Normales, ja Selbstverständliches und alltäglich Praktiziertes (das ergibt sich aus meinem Lebenslauf und meiner Persönlichkeit).

    In komplexe medizinische Abläufe einzugreifen - da gebe ich dir Recht - finde ich im Rahmen eines Betroffenenforums gewagt und oftmals unpassend.
    Manches Mal lese ich (auch hier) von Einzelpersonen geschilderte Beschwerdebilder, auf die eine eindeutige Einschätzung ohne Kenntnis weiterer Fakten nicht selten erfolgt ("deutet auf Rheuma hin" ist nur ein Beispiel). Das sehe ich durchaus kritischer und finde das gelegentlich kontraproduktiv.
    Es gibt unzählige wahrscheinliche und weniger wahrscheinliche Erklärungen für so manches Beschwerdesträußchen, und längst nicht jede tangiert auch nur ansatzweise eine rheumatische Erkrankung. Da gehen mir manche User ein wenig zu weit (das ist keine Anmache, sondern eine nachdenkliche Anmerkung).
    Warum ist das so? Weil es in der menschlichen Denke ziemlich viele Abgründe gibt und oft "Diagnosen" nach einer Art zusammen gegoogleter "Checkliste" selbst gebastelt werden, Menschen einen Erklärungswunsch haben und eine "Lösung" suchen (wie behelfsmäßig sie auch sein mag!).

    Nun ist es aber real nicht so, dass eine Diagnose Symptome produziert, sondern umgekehrt, dass Symptome meist mehr oder weniger schlüssig eine Diagnose ergeben.
    Erschwert wird das oftmals (keineswegs immer, oft sind die Dinge glasklar!) durch Lücken in der Datensammlung, Deutungsfehler und suboptimale Kommunikation sämtlicher Beteiligter.

    Deine Fragen finde ich also durchaus bedenkenswert und auch nicht ehrenrührig ;)

    Liebe Grüße, Frau Meier
     
  6. Sprodde

    Sprodde Mitglied

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    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ernsthaft Ferndiagnosen von Laien erwartet...

    Ich sehe die Tipps eher als eine Anregung, mal in andere Richtungen zu schauen... auch Therapievorschläge sind nur Möglichkeiten... ohnehin sucht sich jeder das was er brauchen kann heraus...

    User, die in Klugscheißer-Manier hier versuchen Einfluss zu nehmen, werden von anderen in ihre Schranken gewiesen... das regelt sich meist von selbst...

    Im Übrigen sehe ich dieses Forum als äußerst hilfreich an, nicht nur des Trostes und Zuspruches wegen, sondern auch aufgrund konkreter Hinweise bezüglich Arbeit und Rente, Hilfe für Anträge, Umgang mit Behörden, Gutachtern usw.

    Natürlich sind immer mehr und weniger brauchbare Beiträge darunter, aber das findet man überall, nicht nur in Foren... die Welt ist nun mal bunt...
     
  7. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Clown!
    Ich sehe die Problematik auch nicht so, wie Du.
    Der Betroffene, der hier schreibt, weiß, daß es eine Selbsthilfeforum ist und daß die hier genannten Ratschläge ein Richtungshinweis ist, was vielleicht noch untersucht werden sollte.

    Viele Betroffene, die hier schreiben, haben einen langen Leidensweg hinter sich, wo sie meist schon bei zig Ärzten waren, da ist es häufig schon sehr hilfreich, wenn von einem anderen ein Hinweis kommt, der vielleicht noch nicht untersucht wurde.

    Derjenige, der hier schreibt, erwartet doch Hilfe und wenn es um seelischen Beistand geht und jemand dabei helfen kann?
    Anderst herum gefragt, was passiert mit demjenigen, wenn er Probleme, die ihn bedrücken hier nicht schreiben soll/darf?
    Dann bleiben sie unbeantwortet?
    Du darfst nicht vergessen, daß viele von uns in ihrer Bewegung sehr eingeschränkt sind und deshalb der Freundeskreis häufig nicht mehr sehr groß ist.

    Bei der Telefonseelsorge kennen die Personen am Telefon sein gegenüber auch nicht?
     
  8. Coccolina

    Coccolina Neues Mitglied

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    da sag ich mal ganz "flapsig"... für was sind denn solche Foren sonst da? :) (nicht böse gemeint, aber so habe ich die Foren immer verstanden. Menschen mit gleichem bzw ähnlichem Schicksal treffen sich und lernen von einandern. Ich denke mal, ein Mensch, der nix mit Rheuma zu tun hat, würde ja sonst nicht hier landen. Sozusagen eine "modernere, ergänzende Art der Selbsthilfe". Wobei das natürlich nicht die "reale Selbsthilfe" ersetzen sollte.... sprich Vereine, Treffen etc pp).

    Ich gehe jetzt (mal wieder bzw wie immer) von mir aus und bin hier angemeldet, weil ichs einfach toll finde zu sehen, man ist nicht alleine. Gesunde Menschen verstehen unsere Probleme oft nicht. (Verständlicherweise, wie auch...?). Und da macht es mir meistens schon Mut, nur die Beiträge anderer zu lesen und mir zu denken: Neeee, du spinnst nicht, du bist nicht alleine :)

    Oder zB kann ich auch aus den Erfahrungen anderer lernen - z.B. der "Hilfsmittelthread"... auf solche Sachen kommt man oft selbst nicht. Nichts desto trotz weiß ich dann aber auch, nur weil das xyz geholfen habt, muss das mir nicht helfen.

    In Bezug "Diagnosestellung" .... "kann das Rheuma sein" etc pp schließe ich mich meinen Vorrednern an. Sehe ich genauso

    Viele Grüße

    Coccolina
     
  9. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Bärlin :-)
    **

    Nun,
    Clown schreibt was einige schon lange denkn.
    ich sitze oft auf meinen fingern,wenn wieder mal diagnosen
    gestellt werden.das hört sich an wie...
    geh zum doktor und sag ihm das.
    man liest vieles heraus.
    alslangjährige userin sehe ich das mit
    einigem stirnrunzeln.
    ich denke,das vor allem junge menschen schnell verunsichert werden.
    nicht jeder hält sich daran,nur seine geschichte weiterzugeben.
    nicht alles ist rheuma,was mit ruckenschmerzen,knieproblemen usw. einhergehen.
    nur in letzter zeit habe ich das gefühl,es ist alles rheuma.
    nicht jeder kann da unterscheiden,vor allem wenn er neu ist und
    dazu noch ziemlich jung.auch user in meinem alter
    schieben da oft die panik an.
    sobald man mal vorsichtig fragt,ist man entweder unhöflich oder nicht hilfsbereit.
    ungesund wie ich bin,muss und zue ich mir das viele schreiben darum auch kaum
    noch an.
    biba
    gitta
     
  10. anurju

    anurju anurju

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    Hey Clown,

    ich finde deinen Gedankengang sehr interessant - er zeugt auch von viel Verantwortungsbewusstsein - das ist toll...

    Mein Gefühl ist da manchmal ähnlich - so ein Forum ist ja doch ein "virtureller" Raum, in dem man den Menschen nur im Teilausschnitt erlebt.
    Das macht auch die Kommunikation manchmal schwierig oder führt leichter zu Mißverständnissen als im realen Leben.

    Es gibt Situationen oder Threads, wo ich auch zweifle, ob man dem User mit dem ein oder anderen Ratschlag wirklich hilft.
    Aber wenn man immer klar macht, dass der ärztliche Rat entscheidend ist - und evtl. auch eine Zweitmeinung (die ja von den Kassen bezahlt wird) - dann ist dieses Problem wohl etwas kleiner...

    Oft vermischen sich ja auch viele Krankheitsbilder und insofern sind ja selbst die Profis manchmal diagnostisch wirklich gefordert.
    Dass man in einem "Laienforum" da nur ein Wegweiser (wo bekommt man Hilfe?, an was könnte man denken?) erwarten kann, ist hoffentlich den meisten klar.

    Unschätzbar ist hier einfach die Möglichkeit, Praxistipps (die manchmal sogar die Fachärzte nicht kennen) und die Gelegenheit zum Austausch (auch emotional) zu erhalten.
    Daher bin ich soooo froh, dieses Forum gefunden zu haben.

    Sehr schön, dass du dessen Funktion und Risiken so genau für dich analysierst ;).

    Liebe Grüße von anurju :)
     
    #10 4. Juni 2012
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juni 2012
  11. mimi67

    mimi67 Aktives Mitglied

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    ich finde dieses forum mehr als hilfreich! ich als userin erwarte auch nicht medizinische diagnostik oder etwas in der richtung, aber es mag den einen oder anderen geben, der vllt. schon seit jahren verzweifelt nach einer diagnose sucht und nun auch hier in diesem forum. diesen menschen wird man durch vorschnelle ferndiagnosen natürlich nicht gerecht.
    hilfreich finde ich rheuma online deshalb, weil viele threads probleme oder symptome thematisieren, die ich auch kenne, aber bisher selbst keine erklärung dafür hatte. dann kann ich mir den thread anschauen und überlegen, ob das bei mir auch so sein könnte. so oder so hilft es, weil ich einfach weiß, dass ich mit vielen fragen nicht alleine bin, sondern andere menschen die gleichen probleme haben wie ich. dann fühle ich mich nicht so allein gelassen damit. ich kann ja auch nicht ständig meine family damit zutexten und wie gesagt einiges löst sich bei mir schon allein durch das lesen verschiedener beiträge.
     
  12. enya

    enya Mitglied

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    Hallo an alle,

    Überlegungen zum neuen Nachdenken lese ich gern. Und ich lasse mich gerne davon inspirieren. Ich persönlich bin genau deshalb hier im Forum, weil
    - ich mich trösten lassen möchte,
    - Mut durch positive Berichte anderer bekommen möchte,
    - ich mir durch die Erfahrungen anderer helfen lassen möchte,
    - und ein bisschen Beratung ganz gut finde.

    Letztlich ist es ja meine Entscheidung, welchen Rat ich annehme und wie ernst ich eine Beratung nehme.
    Und weil es hier so eine Vielfalt (Mut machen, trösten, Erfahrungen berichten, helfen,...) gibt, bin ich gerne hier und fühle mich ernst genommen, was in meinem persönlichen Umfeld ( Arbeit, Freunde,...) nicht immer der Fall ist.

    Und ich finde, es ist eine gesunde Mischung, ein wenig in der virtuellen Welt unter Gleichgesinnten zu sein und in der realen Welt seine Gedanken zu leben, welche hier ausgetauscht werden. Solange die Mischung stimmt, mache ich mir keine Sorgen!

    Liebe Grüße
    Enya:)
     
  13. AusKöln

    AusKöln Neues Mitglied

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    zum Nachdenken angeregt

    Hallo Clown,

    was hat bei Dir diese Fragestellung veranlaßt, gab es da eine Initialzündung? Deine Hinterfragerei hat mich zum Nachdenken veranlaßt.

    Vorab sei erwähnt, ich war und bin froh und dankbar, hier und auch in anderen ähnlichen Foren, Menschen gefunden zu haben, die mir zugehört haben, die mir Zuspruch gaben, die auf meine Fragen antworteten und die mir aufgrund ihrer eigenen Erfahrung Wege gezeigt haben. Manchmal bin ich dann in eine Sackgasse geraten, aber sogar diese Sackgasse hat mich weiter gebracht, denn dadurch habe ich mitunter erkannt, was es nicht ist.

    Mit welcher Ambition wird denn derartiges gestellt bzw. kommentiert? Ich unterstelle, dass man helfen will - ansonsten ist man nirgendwo vor Bösem gefeit. Also erst einmal etwas gutes. Die Frage ist doch, wann wird aus dem Guten etwas Schlechtes? Ich glaube, dann, wenn keine Wertschätzung des Gegenübers erkennbar ist, sollte Einhalt geboten werden. Ich persönlich finde es gar nicht schlimm, wenn mir jemand eine Diagnose stellen würde.

    Auf der anderen Seite, wenn z.B. jemand eine Frage stellt "ist dies und das Rheuma" inwieweit bzw. wann wäre meine Antwort "ich habe ähnliche Symptome. Versuche einen Termin beim internistischen Rheumatologen zu bekommen." keine Hilfestellung? Darüber muß ich nachdenken. Denn ich bin damals hierhin gestoßen, weil ich mehr als verunsichert war, ich schob vor meinem Forenbeitritt ja schon Panik, ohne es dann hier offen darzulegen. Aber jemandem fehlende Hilfsbereitschaft oder Unhöflichkeit zu unterstellen, nur weil dieser auf einen Beitrag hin nachfragt, ist nicht in Ordnung. Ich finde beides muß möglich sein, das zollt von Respekt.

    So genau habe ich Deine Frage nicht verstanden, meinst Du mit "komplexe medizinische Abläufe" die Diagnosefindung oder die Behandlung bei ein und dem selben Arzt? Die Frage ist doch wohl eher, wie würden wir eingreifen? Für mich wäre z.B. die Empfehlung eines anderen Arztes ein Eingreifen. Aber jedes Wort, was ich schreibe, verändert doch Sichtweisen, ist somit ein Eingreifen.

    Meine Gegenfrage wäre, müssen wir seelischen Beistand verweigern? Wie sähe es in einer virtuellen Welt ohne seelischen Beistand aus? Ich habe diesen Beistand mit Seele hier im Forum kennengelernt und ich kann mich nur bedanken und ich hoffe, daß mir und ich anderen, trotzdem sie mich nicht persönlich kennen und ich sie nicht kenne, dies zuteil wird.

    Was heißt kennen? Was muß ich von diesem Menschen kennen, damit ich beistehen kann? Schwierig dies zu benennen, denn hier sind zumeist kranke Menschen, würde dies nicht reichen?

    Auf der anderen Seite, beistehen mit Seele muß man können. Wenn jemand die Natur eines Holzfällers hat, wieweit könnte dieser Beistand leisten? Oder jemand leidet an Bechterew und der andere an Fibromyalgie, wieweit könnte dieser dem anderen Beistand leisten? Die Antwort ist diffizil, denn es hängt auch von der Fragestellung bzw. von dem Forenbeitrag ab - oder?

    Das beginnt beim Forenbeitrag, geht über PN und soweit, wie der Suchende und der Gebende bereit sind zu gehen.

    Das hängt von vielen Faktoren ab. Die gutgemeinte Hilfe kann im Sand verlaufen, sie kann jedoch auch Berge bewegt haben. Manchmal bekommt man es mit, manchmal nicht.

    In Foren relativ wenig. Das einzige wäre ein Nachhaken, ich denke mehr nicht.

    LG Greisin
     
  14. Meerli13

    Meerli13 Meerschweinchen-Guru

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    Hallo!

    Ich finde es gut dass es dieses Forum gibt. So kann ich schnell erfahrungen austauschen. Das Forum ist wie eine Selbsthilfegruppe, nur halt noch schneller zugänglich.

    Mir wurde vom Rheumatologen und Psychologen empfohlen kontakt zu Selbsthilfegruppe zu haben.

    Gruß Meerli
     
  15. Clown

    Clown Neues Mitglied

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    Guten Morgen liebe, an Rheumatischen Erkrankungen leidende, Mitglieder dieser Community,

    danke für Eure rege Meinungsäusserung in diesem Traed -Beraten, Helfen, Trösten.....Mut machen?-. Ich freue mich das auch heute noch eine überwiegende Mehrheit der Menschen Helfen und Hilfsbereitschaft auf Ihre Fahne schreiben.
    Lasst mich kurz Erklären was mich veranlasste diese Diskussion zu beginnen. Als Rheumatiker der alten Generation (45 Jahre Cp) und damit auch einiger Begleiterkrankungen (Zwei Herzinfarkte, inplantiertem Defibrillator) bin ich auch noch in zwei anderen Foren aktiv. In diesen Foren Herz und Defi kommt es immer wieder einmal zu gleichlautenden Beträgen, die da aber einen ganz anderen Stellenwert haben. Da will es ganz genau überlegt sein in wieweit Berate ich, was kann meine Hilfe wenn überhaupt, bewirken. Einem Defiträger der nach mehreren "Schock`s" Panikattaken bekommt kann ich als Laie nicht helfen, da geht es um leben und tod und es erfordert medizinischen Beistand. Im Herz-Forum ist das oft nicht anders, auch wenn da die reallität leider anders aussieht. Ich denke das man auf spezifischen gesundheitlichen Fragen eigene Erfahrungen einbringen kann, man kann Trösten und Mut machen aber der medizinische Rat oder die Diagnose immer einem dafür ausgebildeten Mediziner vorbehalten sein sollte.


    Schmerztherapie per Internet www andullation.de/ueberuns.php Werbelink entfernt/Moderator

    Symtomat Diagnose per Internet www symptomat.de/Symptomat:Impressum / auch Werbelink entfernt


    Wenn das die Zukunft ( klick auf die Link`s in Rot) unserer medizinischen Betreuung werden sollte hoffe ich für mich, keinen mehr zu brauchen.
    Das ist ganz allein meine Meinung, sie erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit oder als Allheilmittel und sie sollte auch niemand Beeinflussen oder Gleichlautend zu denken. Wenn wir Menschen aufhören zu Kommunizieren neigt sich diese Erde dem Ende zu.
     
    #15 5. Juni 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Juni 2012
  16. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Clown!
    Die 1.eingestellte Seite ist reine Werbung!
    Bei der 2. eingestellten Seite hoffe ich auch, daß das nicht die Zukunft ist!
     
  17. Hexchen76

    Hexchen76 Neues Mitglied

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    Hallo Clown,

    ich gebe Dir Recht, wenn es um lebensbedrohliche Symptomatiken geht hört jede Hilfsoption im Internet auf. Und Du wirst feststellen, wenn Du hier aufmerksam mitliest, das immer wenn es um bedrohlich erscheinende Symptome geht, die medizinisch geschulten Mitpatienten hier ( ehemalige oder aktive Krankenpflegekräfte, Sanitäter, etc...) hier sofort zu einem dringenden Arztbesuch bzw sogar Notruf raten werden. Ansonsten würde man sich u.U. sogar der unterlassenen Hilfeleistung oder sogar der fahrlässigen Körperverletzung schuldig machen auch wenn es in der Anonymität des Internets schwer zu beweisen ist. Darum wird hier immerwieder darauf hingewiesen wie wichtig ein vorsichtiger und bewusster Umgang mit medizinischen Ratschlägen ist. Jeder Rat muss immer mit dem Hinweis einhergehen das es den Besuch beim Arzt nicht ersetzen kann und darf.
    Deine Nachdenklichkeit und Zurückhaltung kann ich sehr gut verstehen und wertschätze sie. Denn eines habe ich in meiner Berufslaufbahn gelernt bevor ich ausscheiden musste: Auch "Ratschläge sind Schläge"...

    Alles Liebe
    Hexchen
     
  18. AusKöln

    AusKöln Neues Mitglied

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    Hallo Clown,

    ich habe mir die Links angeschaut und bei dem Symptomat mitgemacht. Jetzt weiß ich, was ich habe:
    mit hoher Wahrscheinlichkeit Gehirnhautentzündung oder Anämie_(Blutarmut),_Eisenmangelanämie oder einen Reizdarm
    mit mittlerer Wahrscheinlichkeit: Schilddrüsenüberfunktion oder Übergewicht
    mit geringerer Wahrscheinlichkeit entweder eine HIV_Infektion oder eine Pilzvergiftung

    Aber Ironie beiseite! Kranke werden doch immer mehr zu einer anonymen Kostenstelle. Denn Krankheit und die Behandlung dessen fließen zwischenzeitlich in eine Kosten- und Nutzenberechnung ein - und zwar in die aus Krankenkassensicht. Als betriebswirtschaftlich handelnde Unternehmen sollen sie ja wirtschaftlich arbeiten, besser noch Gewinne erwirtschaften. Auch steht nirgendwo, das diese Gewinne dann an die Versicherer zurückzuzahlen wäre.

    Dieses System führt immer mehr zur Isolation von Kranken, immer mehr zu einer Zweiklassen-Gesellschaft, in der die, die nocht Geld haben, sich bessere Behandlungen, bessere Medikamente, eine größere Auswahl an Ärzten (da zwischenzeitlich eine Vielzahl von Ärzten privatärztlich arbeiten) leisten können.

    Es führt auch zu einer Überforderung der medizinischen Personals und der Ärzte. Ein Gespräch mit einem Kranken oder Menschenwürde im Allgemeinen ist monetär nicht messbar. Auch sagt keiner, wieviel Mehrwert ein Staat und somit seine Bürger erwirtschaften würden, wenn Krankheiten wesentlich früher erkannt und behandelt würden.

    Jedesmal frage ich mich dann, was kann ich daran ändern und dann falle ich wieder in eine Art der Lethargie und der Gottergebenheit, da ich einfach nicht weiß, was man machen könnte.

    LG Greisin