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Benötige dringend Hilfe wegen Spondarthritis und Kur

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von sborgmann, 16. Januar 2008.

  1. sborgmann

    sborgmann Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Januar 2008
    Beiträge:
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    Hallo,
    Ich habe mich hier angemeldet weil ich ein dringendes Problem habe.
    Kurz zu meiner Vorgeschichte:
    1996 Erstdiagnose auf Seronegative Spondarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung (hauptsächlich damals die Knie)

    1997-1999 Umschulung wege der Erkrankung zum Techniker IT und Kommunikationstechnik
    dann war bis 2007 erstmals bis auf kleine Zimperlein Ruhe.

    August 2007 superstarker Schub, den mein Hausarzt erstmal als Hexenschuß abgetan hat und mich zum Orthopäden geschickt hat. Der hat dann noch eine Bannscheiben protusion festgestellt. War aber nicht der Hauptgrund für den Schmerz.

    Dann nach langen hin und her stationäre Aufnahme in der Rheumastation des Klinikums Minden, 11 Tage dort gewesen mit Einspritzung von einer Cortison/ Barbor Lösung ins ISG. War dann insgesamt ca. 60 Tage Krankgeschrieben.

    Basis Medikation 2-0-2 Pleon + 1-0-1 Ibu-Hexal 600 + Novaminsulfon Tropfen bei Bedarf.

    Bringt zwar leichte Linderung, hatte aber seit dem dauernd Schmerzen im ISG und LWS Bereich.
    Dann weitere Cortison-einspritzung ins ISG, hat ein wenig gebracht.

    Jetzt bin ich zur Kur in der Rheuma Klinik Schlangenbad und hier fängt mein eigentliches Problem an.

    Aufnahmegespräch mit Oberartzt Dr. K der mir eine Cortisonstoß Therapie vorschlug, was ich befürwortete.

    Dann die erste Visite mit Chefarzt Dr. C und Stationsärztin Dr. B. Da war auf einmal keine Rede mehr von der Therapie weil ich keine Entzündungwerte im Blut habe (Habe ich nie).
    Aber Erhöhung auf Ibo-ratiopharm 800 1-1-1 also eine verdoppelung. (Kriege ich zwar Ausschlag von aber was solls)
    Steichung von bestimmten Anwendungen (Walking, Beinpresse etc. weil ich nicht mal richtig gehen kann)

    Jetzt nach 2 Wochen das Abschlußgespräch, mit der Stationsärztin Dr. B.
    Die meinte alles völlig normal, mehr Gymnastik und dann ist alles ok. Ich fühle mich schlechter als vor der Kur, habe mehr Schmerzen, aber alles OK ^^
    Medikation wieder geändert auf 1-0-1 Ibu 800 + 4 x Novaminsulfon Tabletten täglich.

    Ich fühle mich zwar wie Ferngesteuert (Medikamentenbedingt), Schlafe keine nach mehr als 2-3 Std, benötige immer länger bis ich morgens "aktiv" werden kann, bin Mittags schon völlig fertig, die Finger wollen teilweise nicht mehr so wie ich will, kann nicht richtig gehen, habe Scmerzen im rechten Rippenbogen, aber bin voll Arbeitsfähig.

    Ich komme mir jetzt schlicht verkaspert vor und habe für morgen Mittag einen Termin beim Chefarzt bekommen.

    Jetzt zu meinen Fragen hat jemand 1. Erfahrungen mit soetwas, 2. Eine gute Argumentation was ich dem Arzt morgen sagen soll, wenn der auch nicht auf mich eingeht?


    Danke in vorraus, Stefan
     
    #1 16. Januar 2008
    Zuletzt bearbeitet: 16. Januar 2008
  2. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo,

    vielleicht hilft dir dieser Beitrag weiter:
    http://rheuma-online.at/phorum/showthread.php?p=97425

    Insbesondere das hier (Aussage von Dr. Langer):

    Ich bin der Meinung, es kommt auf die Beschwerden an und nicht auf die Höhe der Entzündungswerte, gerade bei einer Spondarthritis. Kortison könnte wirklich helfen, und ich hätte da kein Verständnis, wenn das verweigert werden würde. Außerdem solltest du auch auf jeden Fall die Basistherapie weitermachen. Bei Pleon hast du noch die Möglichkeit, die Dosis auf 2-2-2 zu erhöhen, und zusammen mit dem Kortison sollte doch das schon etwas bewirken.

    Ich wünsch dir jedenfalls viel Erfolg!:)

    lg
    Sonja
     
  3. berlinchen

    berlinchen Aktives Mitglied

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    hallo stefan,

    ich habe dir zu den meisten punkten eine pn geschickt...ich war im sep 03 in schlangenbad mit einer spondylarthritis hingefahren..als psycho und fibro patient behandelt und entlassen worden....:( und 3 tage nach entlassung mord schub eingefangen....

    basistherapien wurden während meinem aufenthalt bei sehr vielen patienten abgesetzt:( die betroffenen haben nach jahren eine basis gefunden die gut wirkte, die nebenwirkungen erträglich waren und schwup war das am 2.tag abgesetzt:( bei einer jungen patientin die schon sehr starke schäden durch die vorherigen entzündungen:( wennder rheumatologe die patientin dauerhaft betreut und dann einen absetzt versucht nach einer gewissen zeit ohne krankheitsaktivität wagt, ist das sicher im sinne des patienten...aber ein reharzt der den patienten nur von 1 x 45 min aufnahme gespräch und 1 x 5 min gespräch kennt, finde ich das sehr gewagt:( seit ich das mitbekommen habe, nehme ich auf jede reha,wenn esmöglich ist, meine basismedikament für die ganze zeit auf selber mit...auch wenn ich diese dort erhalten könnte...

    ich habe mir dort so einige aussagen anhören dürfen,die sich absolut nicht mit dem wissen in diversen büchern und info´s bei ro übereinstimmen...merh dazu verkneife ich mir;)

    cortison wollte man mir auch nicht geben, hätte ja keine entzündungen...die vorhandenen werte im blut und dort gemachten ct wurden unter den tisch gekehrt und nachfragen brachte auch nix...als psycho hätte man sowas nicht...und das war ich dort, trotz gesicherter diagnose....
    habe dort aufjedenfall kämpfen gelernt und mich das 1.mal beim arzt meine meinung durch zusetzten...gebracht hat es nix...aber ich kann mir sagen,das ich alles versucht habe...:)
    hoffe der rest deines aufenthaltes ist/war in orndung...wenn schon in der wichtigsten sache, nicht alles so rund läuft:(....

    versuche morgen auf jedenfall dein anliegen durch zubekommen,du bist der patient...ist dein körper... ich drücke dir die daumen und wünsche gute besserung.
    lg
    bine
     
  4. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hallo Stefan,

    ich war von 2000-2004 jährlich in Schlangenbad und habe leider mit den Ärzten auch nur negative Erfahrungen gemacht. Die Therapeuten waren allerdings top, sofern man ausreichend Termine bekommen hat. Leider wurde damit auch immer mehr gespart...

    Ibuprofen ist eines der "leichteren" NSAR. Hast Du schon mal ein anderes genommen, z.B. Diclofenac? Sulfasalazin und MTX helfen nur bedingt bei Beschwerden in der WS. Mit regelmäßiger Einnahme von Cortison solltest Du aufpassen, wenn Du schon Einschränkungen in der Bewegung hast, da sonst die Gefahr einer Osteoporose sehr hoch ist. In jedem Fall könnte die Einnahme von Calzium und Vitamin D3 zum Cortison nicht schaden. Sollte es nicht gelingen Deine Beschwerden mit den gängigen Medikamenten in den Griff zu bekommen wäre evtl. die kurzfristige Einnahme von TNF- alpha Blockern möglich, sofern Du einem Arzt die entsprechende Dringlichkeit deutlich machen kannst und es für Dich in Frage kommt.

    Viel Erfolg und wenig Schmerzen
    Jürgen