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beginnende polyarthritis?

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von moni2705, 1. Juni 2004.

  1. moni2705

    moni2705 Guest

    hallo, bin neu hier und habe etliche fragen...;-)

    bei mir steht die diagnose noch nicht 100% ig fest, weil es einige ungereimtheiten gibt, vielleicht könnt ihr mir über ähnliche erfahrungen berichten?

    Ich habe schon seit ca. 5 Jahren einen erhöhten Rheumafaktor ( zw. 30 - 40), hatte aber nie Beschwerden und alle anderen Entzündungswerte ( BSG, CRP) waren und sind noch immer völlig normal.

    Allerdings habe ich seit ca. 5 Monaten leichte Schmerzen im kleinen Finger der rechten Hand ( Grundgelenk) und im linken Handgelenk. Am stärksten sind die Schmerzen in der Früh, sie bessern sich im Laufe des Tages und sind in der Regel am Abend so gut wie verschwunden. Knieschmerzen habe ich schon seit Jahren, habe mir allerdings nie viel Gedanken darüber gemacht. Die schmerzenden Stellen sind werder rot noch geschwollen, man sieht überhaupt nichts. Mein Hausarzt hat mich zum Röntgen geschickt - alles ohne Befund. Im Moment bin ich in einem sogenannten Schmerzzentrum, wo der Arzt eben meint, das könnte beginnende Polyarthritis sein. Zur Zeit machen wir eine Stosswellentherapie - er meint, dass dadurch diverse Ablagerungen beseitigt werden, die Entzündungen fördern können. Er hat mir am Freitag Blut abgenommen und lässt alles genau auf alle möglichen Entzündungswerte untersuchen. Bin schon neugierig was dabei rauskommt. Ein weiterer Vorschlag seinerseits wäre die sogenannte Hyperthermie - der Körper wird künstlich in Fieber versetzt um das Immunsystem zu aktivieren und somit mögliche Entzündungsherde zu bekämfen. Ich muss zugeben, dass mich diese Möglichkeit sehr interessiert, da ich nie Fieber habe - selbst bei meiner letztjährigen Lungenentzündung war mein Höchstwert 37,1 - das kann ja auch nicht wirklich normal sein, oder?

    Ich hoffe, Ihr könnt mir ein bisschen weiterhelfen und freue mich schon auf die Antworten!

    liebe Grüße an alle,

    Monika
     
  2. bise

    bise Neues Mitglied

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    beg. cp?

    hallo Moni,

    das liest sich ja beinahe wie der beginn meiner krankengeschichte, ich hoffe von ganzem herzen, dass dies nicht zutrifft. der rheuma-internist sagte damals noch, dass ich event. nen schuss habe, gott sei dank machte rheuma doc- orthopädie - krach und sagte immer wieder - so auch dem lege - das ist ne beginnende cp. ihr müsst was tun. bald 2 jahre hat die auseinandersetzung zwischen den beiden gedauert. meine werte waren in der zeit immer super, röntgen natürlich o.b., dann kam ein immunologe auf den klugen gedanken der eingehenden antikörperbestimmung. da zeichnete sich dann ab, dass ich etwas ausbrüte. ich wollte damals - ahnungslos wie ich war - mir etwas gutes tun und schluckte daher immunstimulantien, der internist (rheuma-prof.) hatte nichts dagegen, na ja dann kamen die schübe und ich fiel ins loch.... also pass auf. es gibt in deutschland einige gute labors, die eine hervorragende antikörperbestimmung machen. tipp, informiere dich mal hier im archiv, was man besser alles nicht machen sollte, wenn man cp hat....
    gruss
    bise
    aber vielleicht/hoffentlich hast du ein ganz anderes schicksal.
     
  3. kukana

    kukana Moderatorin

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    hi moni,

    es gibt noch bessere untersuchungsmethoden als "nur" bsg , crp und Rheumafaktor zu bestimmen. auf der hauptseite von rheuma online findest du dazu einiges.

    schmerzen morgens, die zum nachmittag und abend hin verschwinden bzw. geringer werden könnten schon auf eine rheumatische erkrankung deuten. bei mir fing es ähnlich an und erst nach über einem halben jahr wartezeit durfte ich dann - hochakut entzündet am ganzen körper - ins krankenhaus. soweit muss es aber gar nicht erst kommen.

    die neuen untersuchungsmethoden sind vielen ärzten noch nicht bekannt. vielleicht druckst du das mal aus und nimmst es dem arzt mit? wenn er gut ist, dann honoriert er deine eigeninitiative und macht entsprechende untersuchungen. wenn er das als einmischung sieht und anzweifeln seiner kompetenz ( gibts leider auch) dann musst du evtl. weiter forschen und abwarten.

    artikel vom 30.5.

    gruss kuki
     
  4. Bleffi

    Bleffi Guest

    hallo

    ...bitte unbedingt einen rheuma-doc in deiner nähe aufsuchen. beim frühzeitigen erkennen sind die behandlungsmöglichkeiten vielseitiger.

    m.f.g.

    Bleffi
     
  5. moni2705

    moni2705 Guest

    polyarthritis

    Danke für die Antorten, morgen hab ich ja den Arzttermin, wo ich die Ergebnisse meiner Blutabnahme erfahre, dann weiss ich vielleicht schon mehr.

    Hat wirklich niemand von Euch von der Hyperthermie gehört?

    liebe grüße an alle!:)
     
  6. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Rheuma?

    Hallo Moni
    Also im medizinischen Sinne versteht man heute unter dem Begriff " Hyperthermie" die passive Überwärmung des Körpers oder einzelner Körperteile mittels physikalischer Methoden (z.B.Microwellen), durch die dem Körper Wärme von außen zugeführt oder auch direkt im Gewebe induziert werden kann.
    Hyperthermie ist eine Therapieform, die bei der Behandlung von verschiedenen chronischen Erkrankungen, insbesondere aber auch im onkologischen Bereich bei der Behandlung von Tumorerkrankungen eingesetzt wird. Entstanden ist das ganze aus der Tatsache daß krankes Gewebe bzw. Tumorzellen wärmeempfíndlicher als normales Gewebe oder Zellen sind.
    Heute ist diese Methode teils sehr umstritten?

    Die Frage ob der Körper bei einer solchen Überwärmung so reagiert, daß er die Entzündung wirkungsvoller bekämpft ist mir im Zusammenhang mit Rheuma nicht bekannt. Problematisch dürfte die Tatsache sein, daß Rheuma eine Autoimmunerkrankung ist und die Entzündung als Folge einer Fehlinformation und falschem Verhalten des Immunsystems ensteht.

    Ich würde auch sagen, daß Röntgen keine Befunde bei Anfangsverdacht Rheuma bringt. Es gibt meist noch keine Gelenkschäden, die durch Röntgen zu erkennen wären. Betreffs der Entzündung sollte man ein MRT machen, da diese Entzündungen meist geringe Flüssigkeitseinlagerungen verursachen, die bildtechnisch mit dem MRT erkannt werden können.

    Verschiedene Rheumabeschwerden verbessern sich bei Bewegung, treten teilweise nachts auf oder lassen sich mit "warm" oder "kalt" bessern. Wichtig ist ebenfalls die Frage, wie welche Medikamente wirken. Polyarthritis wäre eine Entzündung mehrerer Gelenke und da sollte ein Rheumarzt zur Diagnose herangezogen werden. Bei Blutuntersuchungen muß die Frage der seronegativen Rheumaformen beachtet werden, sprich es kann sein, daß dort klinisch keine Anzeichen nachweisbar sind, aber dafür kann man sich auf andere Merkmale stützen.

    Ja soweit erstmal. Gute Besserung "merre"
     
  7. moni2705

    moni2705 Guest

    blutbild

    :) nochmal danke an alle!

    hab gestern meinen blutbefund teilweise erhalten, bsg+ crp wieder super,
    rheumafaktor auch ein wenig besser als sonst ( 53 - normal wäre laut befund unter 31, also nicht wirklich dramatisch).
    ein paar werte fehlen noch, kennt jemand von euch den " c1q esteraseinhibitor"?

    Ist das auch so ein spezieller faktor, was auf polyarthritis hinweist?

    wünsche euch noch ein schönes wochenende!:D

    lg monika
     
  8. merre

    merre Aktives Mitglied

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    c1q

    ...also ganz kurz, weist auf eine Autoimmunerkrankung hin, eine Abwehrschwäche sozusagen.
    Man spricht auch von sogenannten Komplementdefekten, hat mit der körpereigenen Anwehr zu tun. Und Rheuma ist ja eine Autoimmunerkrankung, wo die körpereigenen Abwehr "durcheinander" ist..
    Aber muß man im Zusammenhang mit allen Untersuchungsergebnissen sehen.
    Gruß "merre"