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Bechterew? Umgang mit Partner

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Henry84, 9. Juli 2009.

  1. Henry84

    Henry84 Neues Mitglied

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    9. Juli 2009
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    Hallo,

    bin seit 4 Monaten frisch verliebt und habe den Verdacht das meine Freundin an Bechterew/oder ähnliches leidet...
    Es scheint so als ob sie im Moment einen ziemlich heftigen Schub hat...
    Ich hab Sie zwar schon angesprochen ob es ihr nicht gut geht (nicht direkt auf bechterew) und bekam die Antwort das alles passt!
    Denke aber eher Sie will nur den Schein einer perfekten Frau bewahren -> was sie auch mit Krankheit für mich wäre!!!
    Nun bin ich hin-und hergerissen was ich tun soll:
    Direkt auf die Krankheit ansprechen?
    Oder warten bis sie auf mich zu kommt?

    Würde Sie ja gerne ansprechen um endlich die ganzen Verheimlichungen(Fährt zum Radiologen/Orhopäden mit einer anderen Ausrede) und somit vielleicht(?) auch den Druck zu nehmen...
    Andererseits denke ich natürlich auch an sie und will sie nicht verletzen bzw. ihre Vorstellung: "mein Partner denkt ich wäre gesund".

    Wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir einen Weg weist was das Beste für sie (nicht für mich) wäre....

    LG Henry
     
  2. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    @Henry
    An Deiner Stelle würde ich mich in einer ruhigen Minute mit ihr zusammensetzen und das Thema ganz offen ansprechen. Sag ihr, daß Du Dir Sorgen machst und vor allem, daß sie trotzdem Deiner Liebe gewiß sein kann. Sie wird sich sicher kräftig unter Druck setzen, um eben diesen "gesunden" Eindruck zu hinterlassen. Vielleicht wurde sie ja schon mal wegen dieser Erkrankung von jemandem verlassen, so daß sie jetzt vorsichtig ist. Wenn ihr allerdings klar wird, daß sie sich trotzdem auf Dich verlassen kann, wird dieses Wissen ihr schon mal eine große Belastung abnehmen.
     
  3. Rheuma1984

    Rheuma1984 Neues Mitglied

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    Bechterew?

    Hallo Henry84,
    genau das Problem hatte meine Frau 1984 mit mir! Ich habe Schmerzen, Schübe gehabt und wollte es meiner Frau und den Kindern nicht sagen. Bis zu dem Augenblick, als mein kleiner Sohn(2Jahre) sagte; Papa - stell dich nicht so an!
    Da nahm sich meine Frau den Mut und redete ganz offen mit mir. So haben wir zusammen dann diese Krankheit in den Griff bekommen aber es hat ca. 8 Monate gedauert. Sie hat für mich die Reha 1984 eingereicht und hat dann 4 Wochen im Kurort mich begleitet. Toll:a_smil08:, kann ich nur sagen, denn ohne meine Frau hätte ich diesen Schritt und die Wege zu den Ärzten nicht so geplant. (Hausarzt, Rheumatologe, Krankenhaus und Reha.)
    Stehe deiner Frau bei und hilf ihr, so gut du kannst!:top:
     
  4. Henry84

    Henry84 Neues Mitglied

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    Danke...

    ...für die Ratschläge. Für mich sind sie sehr wertvoll da ich keinerlei Erfahrung mit dem Thema habe.
    Ich werde sie heute abend mal ansprechen - mal schauen wie sie reagiert :confused:
    Direkt die Krankheit (könnte mich ja mit Bechterew irren - es gibt bestimmt mehrere Arten von Rheuma?) ansprechen werde ich nicht sondern zum Ausdruck das ich merke das Sie krank ist und sie mir das sagen kann wenn es ihr schlecht geht damit ich dann die Chance habe darauf Rücksicht zu nehmen.

    Drückt die Daumen!

    VG Henry
     
    #4 9. Juli 2009
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2009
  5. Janiki

    Janiki Janíka

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    Hallo Henry, wenn du so gar nichts weisst, darf ich mal fragen, warum vermutest du Bechterew? Wie bist du zu dem Schluss gekommen?
    Natürlich sollte man und muss man darüber reden, aber ich kann deine Frau schon auch verstehen, ich habe meinem Mann selbst jahrelang die Krankheit verschwiegen, weil ich dachte, wer will schon eine kranke Frau. Aber irgendwann kommen so Schübe, wo Verbergen einfach nicht mehr möglich ist. Ich fand es sehr gut, dass mein Mann mich nie zum reden gedrängt hat, sondern einfach da war. Ich brauchte wohl meine Zeit des Vertrauens.
    Wünsche euch Beiden viel Glück. :top:
     
  6. Henry84

    Henry84 Neues Mitglied

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    Wie ich auf Bechterew komme.

    Hallo,

    also, wie ich schon gesagt habe, hätten die Symptome mich noch nicht irritiert.
    Aber da sie es verheimlicht das sie regelmässig zum Orhtopäden und Radiologen geht und ich es bei ihrer jetzigen Verfassung mitbekommen habe, dass sie schmerzen hat hab ich so meine Gedanken (google) gemacht:

    Sympthome ohne Schub:
    - Morgensteifigkeit
    ("wackelt" und geht unsicher wenn sie aufgestanden ist = fand ich aber immer süß an ihr:))
    - ab und an schlechte Haltung; nach vorne gekrümmt
    (merke aber das ihr das immer selber auffällt und sich dann diszipliniert)
    - lässt Sachen gerne fallen
    - vermeidet es sich an bestimmte Körpersteilen anfassen zu lassen
    (seitlich neben und unterhalb der Brust)
    - wacht oft um 2 bis 5 Uhr auf und kann nicht mehr schlafen.
    - Kälteempfindlichkeit
    (findet sehr kleinen Temperaturbereich für angenehm)


    Sympthome mit Schub:
    - vermutlich Gelenkschmerzen
    - empfindlich bei Berührungen
    - "verkrampft" ihre Hände und versucht sie zu vor mir zu verstecken
    - Müdigkeit
    - keine Libido

    Sprechen die Sympthome für beschterew?

    Im übrigen sollte ich noch erwähnen das ihre Mutter eine sehr gekrümmte Haltung hat. -> hab mir aber dabei auch nichts gedacht, weil sowas ja im Alter kommen kann, oder?

    Ich würde mir wünschen sie hätte genügend vertrauen und würde mir erzählen wenn es ihr schlecht geht. Sie braucht mir ja nicht die Krankheit zu sagen... Nur wie in diesen Fall, habe ich ihre Abweisungen und schlechte Laune auf mich bezogen und mir gedacht es liegt an meiner Person zumal sie auf meine Frage ob sie krank wäre geantwort hat "Nö, wieso?". Würde ich es wissen das es ihr schlecht geht - nehme ich natürlich Rücksicht darauf und versuche umso aufmerksamer zu sein.
    -> ich werde heute das Thema so ähnlich ansprechen ohne irgendwelchen bezug auf eine bestimmte Krankheit zu nehmen...

    Schöne Grüß & Vielen Dank
    Henry

    .
     
  7. Patty

    Patty Mitglied

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    Hallo Henry,
    erst mal ich finde es toll, das du dich so bemühst ihr zu helfen und für sie da bist. Aber dafür muß sie offen sein.

    Ein kleines Beispiel, meine Tochter hat Bechterev, allerdings ist sie erst 14,5 Jahre.Sie ist sehr verliebt, sie hat leider die Erfahrung gemacht, das manche sie wegen dem Rheuma meiden, sie schweigt nun leider auch.

    Ihren Freund hat sie im heftigen Schub kennen gelernt, so das er sehr schnell gemerkt hat, das etwas nicht stimmt, sie hatte die Wahl, ihm zu sagen, das sie Rheuma hat, oder als Zicke zu gelten.
    Sie hat ihm das dann nebenbei gesagt, als wäre es ein Schnupfen, weil sie angst hatte ihn zu verlieren.

    Er ist schlau und hat sich informiert und damit von ihr eine rießige Last genommen. Er stärkt ihr den Rücken, wenn sie wegen der Medis oder den Schmerzen, nicht so kann wie die anderen es gerne wollen.

    Nun zu dir, sei für sie da, erklär ihr, das du sie liebt wie sie ist, egal ob krank oder gesund.
    Das du ihr gerne helfen möchtest.
    Raten wird dir nichts nutzen, es gibt 450 Rheumaarten.

    Suche das Gespräch, das wäre mein Weg. Ob er für euch das richtige ist, weiß ich natürlich nicht.Setz sie aber nicht unter Druck, den hat sie glaube ich schon genug. Wer weiß welche Erfahrungen sie bisher gemacht hat.