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Beamter auf Probe, Amtsarzt

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von hsaytana, 14. Januar 2007.

  1. hsaytana

    hsaytana Neues Mitglied

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    Hallo,

    hoffe das Thema ist hier richtig. Bin 24 und Beamtin auf Probe, noch ca. 10 Monate (wenn alles gut geht) mit z.A.
    Mir wurde nun angedeutet, dass wegen meiner Erkrankung letztes Jahr (7 Wochen zu HAuse wegen schwerer Lungenembolie, 6 Wochen Wiedereingliederung) ich mit ner z.A.-Verlängerung rechnen muss und vielleicht zum Amtsarzt muss. Gleiches gilt natürlich für die Lebenszeitverbeantung. Dazu kommen ja nun auch die Beschwerden in den Gelenken. Die genaue Diagnose steht noch aus (bekomme ich mit Glück morgen). Habe nun das Problem, dass ich nicht weiß wie ich mich verhalten soll und was ich machen soll. Kann mir jemand vielleicht einen Tipp geben oder weiß womit ich rechnen muss? Antrag beim Versorgungsamt ist gestellt, Ergebnis werden wir dann sehen.

    Liebe Grüße

    shaytana
     
  2. rambo1978

    rambo1978 Registrierter Benutzer

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    Hallo Shaytana,

    ich werde mal versuchen, dir zu helfen, in dem ich dir von meinen Erfahrungen schreibe.
    Ich bin jetzt 28 und habe seit meinem ca. 13. Lebensjahr Rheuma(Fibromyalgie), was aber erst während meines Studiums diagnostiziert wurde. Dazu kommen jedoch noch weitere Erkrankungen.
    Deshalb hatte ich dann schon Probleme mit der Übernahme als Beamter auf Probe, erst recht dann zum Ende der Probezeit und dann erneut, als es um die Verbeamtung auf Lebenszeit ging, die ledier noch nicht durch ist.
    Bezüglich der Beurteilung des Amtsarztes kommt es auf deine Diagnose an.
    Damit das z.A. wegfällt, muss der Amtsarzt bestätigen, dass du aller Wahrscheinlichkeit nicht vorzeitg Dienstunfähig wirst und bis zum 65. bzw. 67.Lebensjahr arbeiten kannst.
    Und da haben die Amtsärzte schon Probleme mit Übergewicht.
    Angesichts deiner Erkrankung und Fehlzeiten wird sich der Arzt deshalb wohl leider mit einer positiven Prognose schwer tun.
    Da du das z.A. noch nicht weg hast, kann erst mal eine Verlängerung der Probezeit ausgesprochen werden, in der du dich weiter gesundheitlich bewähren kannst.
    Günstig wäre wahrscheinlich, wenn du einer Schwerbehindertenausweis sowie, falls du die 50 % nicht bekommen soltest, mindestens aber 30 n%, die Gleichstellung. Ist zwar sonst hinderlich , aber im ö.D. auf jeden Fall von Vorteil.
    Denn dann werden geringere Gesundheitsanforderungen gestellt und es muss nur wahrscheinlich sein dass du die nächsten 10 (nicht ganz sicher) Jahre nicht dienstunfähig aufgrund deiner Erkrankung wirst.
    Wenn du weitere Fragen hast, kann du mir gern eine pn schreiben.

    LG

    Ramona
     
  3. hsaytana

    hsaytana Neues Mitglied

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    Dank

    @Rambo1978

    Hallo,

    danke für die flotte Antwort. Habe Hoffnung um den Amtsarzt zum Ende z.A. herum zu kommen. Meine Dienststelle sieht es nicht so eng. Nur die Oberbehörde hat sowas anklingen lassen.
    Derzeit steht gerade meine Regelbewertung an. Mein Abteilungsleiter meinte ich solle Akten zur Beurteilung heraus suchen. Mache ich dann nächste Woche. Eigentlich hätte die Beurteilung im Oktober erfolgen müssen, wurde aber wegen der Umstrukturierung versäumt. Ist sicher mein Vorteil, da so ein wenig Zeit vergangen ist seit der Erkrankung.

    Ist alles nur blöd wegen den Arztterminen. Die machen nur morgens Termine, ich kann es mir aber nciht leisten zu fehlen.

    Drücke dir die Daumen für deine Verbeamtung! Weshalb ist die denn noch nicht ausgesprochen?

    Liebe Grüße

    shaytana
     
  4. mondbein

    mondbein Mitglied

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    "Günstig wäre wahrscheinlich, wenn du einer Schwerbehindertenausweis sowie, falls du die 50 % nicht bekommen soltest, mindestens aber 30 n%, die Gleichstellung. Ist zwar sonst hinderlich , aber im ö.D. auf jeden Fall von Vorteil.
    Denn dann werden geringere Gesundheitsanforderungen gestellt und es muss nur wahrscheinlich sein dass du die nächsten 10 (nicht ganz sicher) Jahre nicht dienstunfähig aufgrund deiner Erkrankung wirst."

    Für Schwerbehinderte sind es sogar nur 5 Jahre.
     
  5. rambo1978

    rambo1978 Registrierter Benutzer

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    @Shaytana

    Ich drücke dir dann mal ganz fest die Daumen, dass du um die Begutachtung zum Ende der Probezeit rumkommst :) .
    Meine Dienststelle sah das dummerweise ganz eng und ich hatte
    einen Chef, der der Oberbehörde mitgeteilt hat, dass er mich an meinem
    damaligen Arbeitsplatz nicht mehr brauchen könne, weil häufiger Fhelzeiten auftreten würden ( einmal 6 Wochen mit Bandscheibenvorfall..., aber das ist eine ganz andere Geschichte....).
    Versuche unbedingt, die Schwerbehinderung oder zumindest die Gleichstellung hinzubekommen, denn damit dürften dann wahrscheinlich keine Probleme mehr anstehen ( 5 Jahre, siehe Beitrag Mondbein, sollten
    ja zu schaffen sein).
    Bei mir war und ist das Problem, das zu dem Zeitpunkt, wo die Lebenszeitverbeamtung anstand, ich infolge eines Unfalls :mad: dienstunfähig bzw. nur eingeschränkt dienstfähig war und deshalb die Lebenszeitverbeamtung rausgeschoben wurde.

    LG

    Ramona
     
  6. mondbein

    mondbein Mitglied

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    Die Probezeit zählt übrigens mit zu den 5 Jahren. :)
     
  7. mondbein

    mondbein Mitglied

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    Ach ja, die Mindestversorgung beträgt für Alleinstehende ohne Kind zur Zeit etwa 1350 Euronen.
     
  8. zap

    zap Neues Mitglied

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    Hallo Shaytana ! :)

    Ist wirklich Mist, dass das ganze bei Euch noch vor der Lebenszeitverbeamtung so gekommen ist. Ich hatte zwar auch schon Beschwerden vor der Verbeamtung a.Lebenszeit, aber eben noch nicht so heftig und so oft. Die Diagnose habe ich erst seit letzter Woche !!
    Verbeamtet (a. Lz.) wurde ich zum Glück schon 2004 ! Ich musste aber vorher trotzdem zum Amtsarzt, da die "Oberbehörde" das generell so macht. Ich will Dir Deine Hoffnung nicht nehmen, kann ja sein, dass das bei Dir anders ist !!!! Ich muss nun erst mal sehen, wie es weiter geht. Bin seit Okt. 06 krank geschrieben und soll jetzt erst mal abwarten, wie das MTX so anschlägt. Wahrscheinlich kann ich jedoch keinen Schichtdienst mehr machen (auf Grund der MTX-Einnahme), da ich im kurzen Wechsel arbeite (1. Tag Spätschicht, 2. Tag Früh- und Nachtschicht, dann 2 tage frei). Mein Chef ist da auch recht kulant und versteht (wegen eignener Erfahrung mit dem Thema Rheuma in der Familie) die Lage.
    Ich drücke Euch die Daumen und wünsche Euch alles Gute, vor allem auch bei der Diagnosfindung !!!!

    Liebe Grüße von Zap :)
     
  9. hsaytana

    hsaytana Neues Mitglied

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    Danke

    Hallo,

    danke nochmals für die vielen Beiträge. Heute hatte ich meinen Arzttermin und prompt meinte der ich muss noch zu einem anderen. Komme mir vor wie ein Wettläufer, bei dem kurz vor dem Ziel immer wieder das Ziel weiter weg gestellt wird!:mad:

    @ Mondbein
    Danke für deinen Beitrag, habe aber noch folgende Frage. Wie meinst du dies, dass die Probezeit auf diese Prognosezeit angerechnet wird? Un welche MIndestversorgung meinst du? BEi Dienstunfähigkeit?

    @Zap
    Zum Amtsart vor der Verbeamtung auf Lz. werde ich sicher müssen. Das ist mir klar, hoffe nur sie vergessen die Idee mich zum Ende der z.A.-Zeit zur Begutachtung zu schicken. Dann kann sich alles mit Medis einpendeln. Schlimmer werden kann es so oder so. Aber so müsste ich zwei Mal zum Amtsdoc. Was machst du denn? Bist du bei der Polizei (wg Schicht?)?

    @rambo1978
    Drücke dir die Daumen, dass du es bald geschafft hast. Es ist sicher blöd wenn man nicht genau weiß was kommt. Ich warte nun auf den Brief des VErsorgungsamtes und hoffe auf mindestens 30 und bete um 50 %. Habe im Antrag aber nur PCO, FaktorV, Beinveneninsuffizienz und Thrombose angegeben. Wird wohl nicht langen. Ärztin meint dies sei wie Lotto. Was raus kommt kann man nie genau wissen.


    Werde also morgen die Akten raussuchen für die Bewertung und bestes hoffen.

    Liebe Grüße

    shaytana
     
  10. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

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  11. zap

    zap Neues Mitglied

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    Hallo shaytana !!

    Ja, bin bei der Polizei im Schichtdienst, mein Männl auch.
    Also, ich muss wirklich sagen, dass man schon glücklich sein kann, wenn man Beamter ist. Da ich nun, auf Grund der PSA und der Medikamente, seit Okt 06 krank geschrieben bin, wäre ich bei jedem anderen Job schon längst draussen. Von daher haben wir da schon einen sicheren Job !!! Wenn ich einiges so lese, beneide ich viele hier nicht !! Man hat mit der Erkrankung so schon genug am Hals, die Schmerzen, das Annehmen der Erkrankung und dann noch zusätzlich Angst um den Job, kann ja alles noch viel schlimmer machen. Hab auch Glück mit meinem Revierleiter. Er hat selbst einen Rheumafall in der Familie und hat dadurch doch bissl mehr Einblick und Verständnis, als einer, der denkt, dass Rheuma erst ab 60 auftritt !! Ist auch mal schön zu hören, dass man auf Arbeit fehlt und vermisst wird !! Nun, ich hoffe, dass meine Basis bald wirkt und ich wieder loslegen kann. Leider wird ja dann erst mal nur Innendienst draus werden, da ich momentan auch den Schichtdienst nicht machen könnte, wegen dem MTX. Ich nehm es extra Freitag abend, damit ich Montags wieder halbwegs auf dem Damm bin. Ich versau mir zwar mein Wochenende, aber wenn ich endlich wieder arbeiten gehen kann, ist es mir das wert !!
    Jetzt hab ich aber wieder viel geschrieben, sorry !!!!
    Ich drücke Dir die Daumen, dass sies vergessen, mit der nochmaligen begutachtung !!!!!!!!
    Gib mal Bescheid, wenns was Neues gibt !!!!

    Lilly: Danke für die Links !!! Hätt ich auch drauf kommen können !:)

    Liebe Grüße von Zap :)