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Autoimmunkrankheit und Erschöpfung

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Estelle, 27. August 2010.

  1. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben

    Bei mir wurde eine undifferenzierte Autoimmunkrankheit festgestellt, wobei sich die Symptome bei mir vor allem durch Sehnenschmerzen um die Gelenke äußern.

    Was mir am meisten Mühe bereitet, sind die Erschöpfungszustände nach Anstrengungen, welche für andere völlig normal sind. Heute ist auch wieder so ein Tag. Der Stress der letzten Tage macht sich bemerkbar. Dabei hätte ich noch so viel zu tun. Und morgen geht der Stress weiter.

    Gegen die Erschöpfung und das Gerädertsein nehme ich neben Plaquenil gegen die Autoimmunkrankheit alle möglichen Vitamine und esse auch, wobei ich eigentlich abnehmen will.

    Wie ergeht es euch so damit?
     
  2. moni3

    moni3 Aktives Mitglied

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    hallo estelle

    ich kenn das zur genüge.mach nur bischenw as im haushalt dann muss ich wieder rasten.oder geh mal einkaufen komme kao heim.bin nicht mehr die alte.bin auch geistig und psxchisch nicht mehr so belastbar wie früher.aber ich bin ja in rente da hab ich glück und teile mir die arbeiten ein.mach halt jeden tag ne kleinigkeit.brauche viel zeit für mich zum rasten und so.bekam vom arzt auch nichts gescheites gegen die müdigkeit nur centrum aber das hilft ja auch nichts.weis auch oft nicht wie ich mich aufraffen soll.hab oft tage da steh ich schon tod müde auf und das geht so dahin bis mittag.oft tut mir mein freund leid weil ich mir vorkomm wie ne alte schachtel.aber er versteht mich und hilft wo er kann.kopf hoch mit diesem laster müssen wir alt werden.lg.moni
     
  3. Aquarell

    Aquarell Sharpie

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    Hallo,
    schau doch mal mit der Suchfunktion nach "Erschöpfung" und "Müdigkeit" ...
    wir hatten mehrere threads zu diesem Thema in der letzen Zeit, mitunter ging es da auch um Antidrepressivas etc.
     
  4. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    @Moni: Schön, dass Dein Freund da so mitzieht. Ich hoffe, ich finde auch mal einen so tollen Partner, denn meine Familie gibt viel Arbeit und allein schaffe ich das nicht, vor allem wenn ich noch arbeiten gehen muss.

    @Aquarell: Also depressiv bin ich nicht, liegt an der Krankheit und den Schmerzen, die daraus resultieren. Würde wohl bei Fibro helfen, weil da ein Zusammenhang vermutet wird, aber ich hab ja nicht Fibromyalgie, hab meinen Arzt extra nochmal gefragt deswegen.
     
  5. kinga

    kinga Neues Mitglied

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    Hallo Estelle,

    das kenne ich auch sehr gut....
    Habe Morbus Wegener u.a. mit Gelenk- und Weichteilebeteiligung und bin mehr als 3-5 Tage im Monat zum nichst zu gebrauchen.
    Anfangs habe ich versucht mich dagegen zu vehren... nicht im Bett bleiben... was tun.... aktiv zu sein....aber nichts hat geholfen.
    Jetzt weiss ich mittelweile, dass ich den Tag einfach ruhig verbringen soll und mich zu nichts zwingen. Müdigkeit und Erschöpfzustände gehören zu meiner Krankheit dazu und habe es gelernt zu akzeptierien.
    Ich sag mir immer: "Morgen wird es wieder besser" und ist meistens so!
    Als ich noch Berufstätig war... war es sehr schwer...aber zur Zeit bin ich berentet und muss nicht arbeiten wie du.
    Wünsche Dir gute Besserung.
    LG
    kinga
     
  6. Aquarell

    Aquarell Sharpie

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    Estelle, ich meinte ja nur, daß oft auch Antidepris verschrieben werden gegen die Schmerzen (in niedrigerer Dosierung als für eine Depression).

    Zu meiner Mischkollagenose gehört die Erschöpfung auch dazu, leider :mad:
    Ich versuche halt ein Mittagsschläfchen einzuhalten, meistens lese ich statt zu schlafen. Aber alleine das Ruhen tut wir richtig gut und ich bin nachher wieder fit, also fitter als vorher ;) :D
     
  7. Cailean

    Cailean Neues Mitglied

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    genau die antipepressiva helfen halt auch mehr power zu bekommen. vor allem bei fatigue sollen sie helfen.
    aber, mein hausarzt und ich haben uns dagegen entschieden.
    aus dem einfachen grund:
    im körper läuft ein entzündungsprozess ab und der macht müde. springt man noch rum wie ein junges reh macht man es noch schlimmer und verdeckt das.

    bei mir ist das deutlich besser geworden durch das quensyl, aber das crp geht runter und die ds dns ak sind auch fast weg.
     
  8. rheumine

    rheumine Neues Mitglied

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    Hallo Estelle,

    mit chronischer Erschöpfung habe ich bedingt durch meine Kollagenose auch zu tun. Mir wurde es so erklärt, dass eben der chronische entzündliche autoimmune Prozess diese Erschöpfung/Müdigkeit verursacht. Mit dem Basismedikament hat es sich etwas verbessert, aber ist halt trotzdem nicht weg.

    Ich muss mir die verbliebenen Kräfte gut einteilen, dann klappt es einigermaßen. Halte ich mich nicht daran und übernehme mich, so verschlimmert sich das nur. Außerdem ist Stress bei Autoimmunerkrankungen nicht gut, da Stress zu mehr Aktivität und Schüben der Erkrankung führen kann. Für mich ist und war es deshalb wichtig Stress zu vermeiden und lernen mit Stress umzugehen, so dass er mir nicht schaden kann. Gelingt mir nicht immer, aber immer öfter.:) Ich übe stets weiter :cool:
     
  9. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu ihr Lieben

    Ich war beim Arzt und hab mir Schmerzmittel verschreiben lassen gegen die unerträglichen Schmerzen im linken Arm: Optifen 600 und Pantoprazole Spirig 40, damit ich die erstgenannten magentechnisch vertrage. Davor nahm ich Dafalgan 1g auf Eigenverschreibung, da mein Arzt gerade in Urlaub war.

    Dafalgan half, bei Optifen weiß ich noch nicht, sie sollen auch gegen die Entzündungen helfen, während Dafalgan nur gegen den Schmerz hilft. Aber ich merke schon jetzt, dass es zusätzlich müde macht.

    Stimmt, ich vertrage Stress auch nicht und kann damit nicht gut umgehen. Sind denn Autoimmunkrankheiten auch psychosomatisch, oder wie kommt dieser Zusammenhang zustande?
     
  10. Colana

    Colana Musikus

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    Liebe Estelle,

    der Körper ist krank - und kämpft nun die ganze Zeit ohne jegliche Erholung gegen die Erkrankung an. Das hinterlässt auch Spuren, wir werden müde, vor allem, wenn wir dem Körper nicht genügend Ruhepausen gönnen. Aus der stets und ständigen Müdigkeit, die auch auf irgendwann unweigerlich auf die Seele schlägt, wird dann Erschöpfung.

    Dazu kommen dann noch die Medis, die der Krankheit Einhalt gebieten sollen und auch oftmals müde machen. Im Grunde ist das ein Rattenschwanz ohne Ende....

    Was können wir machen?
    Den Tag mit Ruhepausen planen, denn was bringt mir eine topsaubere Wohnung, wenn ich am Ende lang liege... - gar nichts

    Auf unsere Ernährung achten mit wenig
    Schadstoffen für unseren Körper
    der richtigen Zusammensetzung der Nahrung mit

    wenig Fett (40 - 60 g reichen inkl der versteckten Fette + 2 TL sog gute Fette wie Walnuss-Öl, Lein-, Kürbis-, Oliven- oder 1 TL Öl und 2Walnüsse oder 4 Mandeln),

    mind 120 g Kohlenhydraten tgl (aber auch hier nicht zu viel wiederum), nur diese Menge benötigt u. a. auch das Gehirn

    genügend Eiweiß (pflanzlich und etwas tierisches), man sagt hier in etwa 0,8 - 1 g pro kg Körpergewicht ---> wer erreicht das wirklich von uns

    genügend Calcium mit der Nahrung aufnehmen
    (Tbl sind Hilfsmittel dazu, hier lautet die Empfehlung 4 x 250 mg tgl, da der Körper nicht mehr als 250 mg auf ein Mal aufnehmen kann)

    3 Handvoll Gemüse
    2 Handvoll Obst

    genügend trinken, d. h. mind 2 l
    um die Nieren gut zu durchspülen

    und viel frische Luft ---> ergo 1 x tgl langsam spazieren gehen z. B.

    Damit tun wir schon eine ganze Menge, um unseren kranken Körper zu unterstützen. Bei Rheuma-TV gibt es mind 3 o 4 Sendungen darüber.

    Und versuchen, sich ein positives Denken anzueignen,
    denn wenn wir stets und ständig mit unserem Schicksal hadern, dann werden wir noch mehr krank.

    Jeden Tag neu begegnen und ihm etwas Schönes abzugewinnen - der Herbst beginnt mit seinen farbenfrohen Blätterspiel, seinen warmen Farben, der würzigen Luft, den leckeren Früchten... oder

    ihr entspannt Euch bei einem Hobby, was ihr ausüben könnt.
    Denn wenn ihr schöne, gute oder auch positive Gedanken habt, wenn ihr über schöne Dinge auch lachen könnt, damit gebt ihr dem Körper auch Kraft und

    die Schmerzen werden weniger durch die Glücks-Hormone, die dabei ausgeschüttet werden....

    Hier hatte jemand mal ein Posting mit dem Titel

    Kraft durch gute Gedanken

    eröffnet und das fand ich toll....:top:
     
  11. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    Hallo Estelle

    Das was Colana geschrieben hat ,dem ist nichts mehr hin zuzufügen, es beantwortet alles. Ich kenne das aus eigener Erfahrung und die sind beiweiten noch nicht so viel,andere können viel mehr auf weisen durch das jahre lange Krankheitsbild.
    Der Stressfaktor ist nicht zu unterschätzen,lerne damit umzugehen und nimm die Krankheit an,auch wenn es oft nur durch Schmerzmittel geht.Schaue fröhlich in den Tag auch für uns Rheumi`s kann der Tag wunderschön sein.

    Ich wünsche Dir einen schmerzfreieren Tag
    LG. der Delphin

    dem es heute Morgen einfach mal besser geht, weil ich gut geschlafen habe, und die Herbstsonne schaut zum Fenster rein......auch das macht zufrieden....Lg :top:
     
  12. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu ihr Lieben

    Naja, das mit dem Stressfaktor kann ich nicht ändern, hab keine Rente, muss arbeiten und funktionieren, kann nicht auschlafen, mich auch sonst nicht groß ausruhen. Also bleiben mir nur die Medis, die hoffentlich bald anschlagen. Ich kann nur hoffen, dass mir die OP erspart bleibt. Davor graust es mich richtig. Ich hoffe, meine Mutter kommt bald wieder auf die Beine, muss jetzt auch ihre Arbeit erledigen, ist mir einfach alles zu viel, kann aber derzeit nichts ändern. Und dann muss ich noch auf Diät leben, damit das Gewicht weniger wird.