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Auslaßversuch

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von corinna, 18. April 2006.

  1. corinna

    corinna Neues Mitglied

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    @all

    Ich habe vor 4 Wochen MTX absetzen müssen wegen Übelkeit und anderer Nebenwirkungen... (hatte es 1 Jahr genommen 1mal s.c. 15mg)
    Nach 2 Wochen sollte ich mit Arawa anfangen.
    Doch bis jetzt geht es mir ganz gut und ich scheue mich regelrecht wieder mit einem Medikament anzufangen.
    Wer hat Erfahrungen mit Auslaßversuchen?????
    Bin mir überhaupt nicht sicher, ob es richtig ist. Doch wenn ich meine behandelnde Ärztin fragen würde, wüßte ich die Antwort. Vielleicht liegt die Wahrheit ja in der Mitte.
    Bitte schreibt mir doch Eure Erfahrungen. Ich würde mich sehr freuen.

    Corinna
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    hi corinna,

    mtx nehme ich seit märz 2000. seitdem habe ich einmal fast ein jahr mit nur 5 mg verbracht und 2005 ein halbes jahr ohne mtx. dann aber machten sich erste probleme wieder bemerkbar. aber - bei mir - zum glück kein starker schub sondern nur sehr leicht. diesmal habe ich jedoch probleme gehabt den zu 100 % wieder abzufangen seit november.

    du könntest deinen arzt ja mal fragen ob du das probieren kannst? das kommt ja auch auf deinen allgemeinzustand an.

    gruss kuki
     
  3. corinna

    corinna Neues Mitglied

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    Kuki,

    danke Dir für Deine schnelle Antwort.
    Bitte schreibe doch, was das für Probleme waren, die dann nach dem Auslaßversuch im Jahr 2005 aufgetreten sind.

    Herzlich Corinna
     
  4. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Corinna,

    im Spätherbst 2002 musste ich Mtx wegen zu starker Nebenwirkungen wieder absetzen. Die ersten Beschwerden kamen nach ca. 3 Wochen zurück. Über Weihnachten hatte ich dann meinen ersten richtigen Schub *aua*. Danach bekam ich Goldspritzen, die aber erst gut 3 Monate später zu wirken begannen. Seit 2 Jahren nehme ich Arava, habe weder Beschwerden noch Nebenwirkungen.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  5. corinna

    corinna Neues Mitglied

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    Danke auch Dir Monsti,

    Du schreibst, Du nimmst Arawa. Du hast keine Nebenwirkungen? Kein Haarausfall oder sonstiges??? Wie sieht es mit Müdigkeit und Schlappheit aus. Ich habe einen anstrengenen Job und über lege die ganze Zeit hin und her wie ich die Arbeit durchhalten kann. Da ich jeden Tag punktieren muß und einfach immer auf den Beinen mache ich mir große Sorgen um meine berufliche Zukunft.

    corinna
     
  6. Karina 0815

    Karina 0815 Guest

    Hallo Corinna,

    ich habe gerade eben erst einen Auslassversuch hinter mir und zwar ganze
    7 Wochen, und mir gings die ersten 4-5 Wochen prima, ohne jegliches Medikamt, vielleicht ab und zu mal ne Diclo.

    Wenn ich gewußt hätte, was mir bevor steht, hätte ich meine Medi's nicht weggelassen...aber das muß nicht heißen, daß es dir auch schlechter gehen wird.

    Für meinen Teil kann ich nur sagen, daß ich ungefähr jetzt wieder seit 9 Wochen eine Basis nehme (Sulfasalazin, weil ich gerne schwanger werden möchte). Meine Schmerzen wurden immer schlimmer, ehrlichgesagt hatte ich
    noch nie in meiner Rheumakarriere so starke Schmerzen (trotz 2x Diclo 75 id
    am Tag). Zu Beginn der der Basistherapie (also der jetzigen) war mein CRP-Wert noch bei 15, nach 4 Wochen dann bei 31, und jetzt nach 8 -9 Wochen
    bei 47 !!!
    Im Moment nehme ich 10 mg Prednisolon, 2 x Diclo 75 id, Sulzasalazin, Folsäure und Omeprazol, damit komm ich jetzt ganz gut aus. Hoffe nur, daß
    das CRP wieder mal sinkt statt zu steigen.

    Jetzt im Nachhinein weiß ich auch, daß die Zeit ohne Medi's nur eine Täuschung waren. Die Basismedikamente brauchen ja auch einige Zeit,bis sie
    Wirkung zeigen, ebenso verhält es sich auch mit dem Absetzen der Basismed.
    Man nimmt zwar keine Tabletten mehr, fühlt sich gut, aber die Basis wirkt ja noch ne Weile nach....

    Würde besser nochmal mit dem Arzt sprechen, was der meint, ich finde es wäre besser, wenn du wenigstens eine geringe Dosis an Basismed. nehmen würdest !

    Wünsch dir trotzdem alles Gute
     
  7. kukana

    kukana Moderatorin

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    hi corinna,
    die probleme die auftraten waren wie zu den anfangszeiten ohne medikamente. achillessehne schmerzte, fußabrollen ging schlecht, ferse tat weh, knie fingen an, handgelenke dazu. isngesamt gesehen aber nur zu 80% so schlimm wie ganz am anfang ohne diagnose und ohne medikamente. beim zweiten mal empfand ichs nur ca. 60% so schlimm. entweder habe ich schneller wieder zum mtx gegriffen oder aber mein schmerzempfinden hat sich geändert. das lässt sich jetzt aber nicht auf eine andere person 1 zu 1 übertragen. jeder hat sein ganz persönliches rheuma, da ist nie etwas zu 100% identisch.

    gruss kuki
     
  8. corinna

    corinna Neues Mitglied

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    Liebe Karina,

    da Du schreibst

    Würde besser nochmal mit dem Arzt sprechen, was der meint, ich finde es wäre besser, wenn du wenigstens eine geringe Dosis an Basismed. nehmen würdest

    habe ich mich entschlossen, mich noch einmal mit meiner Ärztin darüber zu
    unterhalten und sie doch davon in Kenntnis zu setzen.Wahrscheinlich ist es der innigste Wunsch von mir, keine Medikamente mehr nehmen zu müssen, der mich in diese "Falle" laufen läßt.

    Vielen Dank Euch!!!!

    Corinna
     
  9. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Hallo Corinna,
    ich bins schon wieder.
    Muß ja bald so aussehen, als hätte ich überall was zu zu sagen.
    Habe nach drei Jahren MTX bei meiner Rheumatologin mal bemerkt
    ich hätte den Eindruck es würde nicht auf die Uveitis wirken.
    Da hat sie es beleidigt abgesetzt und ich stand blöde da.
    Ging mir die ersten Wochen bestens und ich dachte schon toll -
    dann jetzt auf - wacker ein Baby. Dann kams richtig dicke und seit einem
    Jahr versuchen wir wieder Grund zu schaffen. Hab den Rheumatologen wiedre gewechselt. Die Dame war ein Versuch, hatte gedacht ich könnte es ein bischen näher und praktischer haben , aber nein, mam ist ja lernfähig. Bin jetzt Wieder beim altbewährten, sowohl beim Arzt, als auch bei den Medis.
    Grüßchen Kira
     
  10. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Schönen guten Morgen,

    Wenn ich hier auch grad mal was fragen darf - passt auf jeden Fall zum Thema.

    Obwohl ich noch nicht mal MTX nehme (erst demnächst, sobald der Haus-Doc aus seinem Urlaub kommt und ich ein Date habe), denke ich jetzt schon ans Aufhören damit ...

    Woran würde man (Arzt) denn erkennen (Blut?), dass man das MTX (oder ein anderes Basismedi) gar nicht mehr braucht? Kann doch nicht sein, dass man jahrelang diese Basismedi schlucken/spritzen muss (+ manch ein anderes Zeug) und es eigentlich gar nicht nötig wäre? Gibt es da Tests oder so was?

    Ich glaube Corinna, das geht mir schon jetzt so ... :(

    Schöööönen Tag!
    Rosarot
     
  11. matrose

    matrose *Festlandmatrosin*

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    Ich auch jetzt was dazu sage..

    ..also laut meinem Rheuma-doc wäre ich der *Idealfall* (laut Blutwerten) um nach 3 Jahren Humira, eine Humira-Pause einzulegen.(mögliche Remission) Ich spritze Humira seit Nov. 2003 - und konnte die Intervalle von den üblichen 2 Wochen sogar auf 4 Wochen ausdehnen und es ging mir sehr gut dabei, bis auf alle 2 Wochen einmal ein Movalis (Antirheumatikum) vielleicht.
    Im Feb. 2006 musste ich aufgrund einer hartnäckigen Bronchitis dann 6,5 Wochen pausieren - und nach der 5 Wochen war mir schon klar, dass ich Humira nicht zum *Spass* spritze...(ich überbrückte die Zeit dann mit tägl.einem Movalis) ..sehr froh war ich, dass ich dann Humira wieder spritzen konnte/durfte, und von 4 Wochen-Intervallen ist momentan auch keine Rede mehr. Bin froh, wenn die 2 Wochen um sind, und ich wieder spritzen kann. Oder bin ich schon gar zu *erfolgsverwöhnt* :D und will ganz schmerzfrei und vital durch die Gegend gehen ?
    Also - ich stehe diesen *Auslassversuchen* sehr sehr skeptisch gegenüber.
    Mtx nahm ich von Juli 2003 - bis Febr. 2005 - dass konnte ich schön langsam reduzieren und quasi ausschleichen, ohne etwas davon zu bemerken.

    Liebe Corinna, du musst es leider für dich selbst herausfinden, ob dein Körper schon bereit ist, ohne Medis auszukommen. Leider ist mir noch kein cP´ler begegnet, der ohne Medikation in Remission geblieben ist.

    Liebe Grüsse aus dem heute windstillen Burgenland
    v.d. matrosin