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Aus KH zurück - fassungslos!!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von charlyM, 29. März 2007.

  1. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Hallo, Ihr Lieben...
    gestern bin ich, nach knapp 3 Wochen !! aus dem KH entlassen worden und stehe nun total fassungslos vor dem "Nichts". Seit Mai o5 wurde ich ja auf polymy behandelt und mußte nun wegen schlechter gewordener Blut-Werte durchgecheckt werden.
    Was soll ich Euch sagen -ich werde wohl bald das Forum wechseln müssen...Denn am 2. Tag hieß es doch tatsächlich -aus dem Nichts heraus- dass man sich nicht sicher sei, OB es überhaupt polymy wäre..Wie Ihr euch vorstellen könnt, war ich total geschockt ...2 Jahre Behandlung für die Katz?? NEIN!! bekam ich zur Antwort, wenn es sich um etwas "Andres" handeln würde, hätte ich ja die gleichen Medik. bek.!! - Bedeutete also, Verdacht auf einen Tumor!! , wie in den offiz. Infos zur polymy beschrieben. Doch als ich auch noch wissen wollte, warum man damals nicht gleich nachgeforscht hätte....nun, d a hatten sie ja NUR Muskelschmerzen!! Richtig, doch die Muskelschmerzen waren und sind auch heute noch meine täglichen Begleiter, daran hat sich leider nix geändert. Doch nun hatte sie sich, der Himmel weiß warum, total auf den Magen-Darm-Bereich konzentriert und folglich wurde ich in den verg. Wochen durch sämtliche, zur Verfügung stehenden Röhren gejagd.. ohne Befund!!
    Zum Abschluß hieß es dann - jetzt kommts - es bliebe NUR noch eine Möglichkeit -( wörtlich: ihre letzte Chance!!) eine Untersuchung Namens "PET" - also vollpumpen mit spez. radioaktivem Zeugs um einen evtl Herd feststellen zu können...ambulant!
    Leute, ich bin gestern heim und hatte das Gefühl, man hätte mir nicht nur die Diagnose, sondern auch den Boden unter den Füßen weggezogen. Wie hieß es doch immer bei der polymy- man muß mit 2 Jahren in etwa rechnen...und die hätt ich im Mai hinter mir gehabt. okay, es hätte noch ein wenig länger dauern können... doch nun steh ich da und weiß nicht, wie`s weitergehen soll....mit dem Rücken, dem stark schmerzenden!! übrigens, zur Wand!!
    Tut mir leid, doch jetzt ist das letzte Krümelchen Vertrauen auch noch über den Jordan gegangen... nach 2 JAHREN so`ne Aussage!!- eine Frechheit. WARUM war ich denn damals zur Abklärung in dieser Klinik?? - wieso haben sie sofort polymy diagnostiziert?? , wenn auch andre Ursachen in Frage kamen??? - ich begreif es nicht.
    Überhaupt war der gesamte Aufenthalt unwahrscheinlich kraftraubend...von der nervlichen Anspannung ganz zu schweigen. Nicht wie üblich - ne Untersuchung und einige Zeit später das 1. Kurz- Ergebnis....nächster check und wieder ne kurze Info. NEE, taaaagelang hörte man NIX!! - trotz etlicher Nachfragen....sie konnten seltsamerweise nie die entsprechende Abt. erreichen.
    Kurz - es war für die Katz! - stehe ohne Befunde da und muß nun sehen, was ich damit anfange.

    Sorry, ich hätte Euch, nach all den guten Wünschen und eurem Daumendrücken, gerne ne erfreuliche Mitteilung gemacht .....doch damit kann ich leider nicht dienen.....und wer weiß, was noch kommt....
    Auf jeden Fall wünsch ich Euch alles Gute und drück EUCH die Daumen, dass Euch so`n Schreck erspart bleibt - charly
     
    #1 29. März 2007
    Zuletzt bearbeitet: 29. März 2007
  2. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Wirst Du nun die PET Untersuchung machen lassen ?
     
  3. rose

    rose Neues Mitglied

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    Hallo

    Tut mir für dich leid, das du solche negativen Erfahrungen gemacht hast.
    Ich habe seit Juli05 Polymyositis. Habe auch etliche Untersuchungen durchgemacht und bei der letzten( Muskelbiopsie wurde die Diagnose gestellt.
    Hatte auch imJuni06, Verdacht auf Darmtumor, der sich nach etlichen Untersuchungen und OP Gott sei dank, als kein Tumor herraus gestellt hat.
    Es stimmt, das man sagt(Ärzte),das ein versteckter Tumor ,der auslöser der Polymyositis sei. Aber ich glaube, da man noch recht wenig über diese Krankheit kennt, kann man das nicht mit bestimmtheit sagen.
    Sicher reißt einem die ganze Sache an den Boden, aber man darf nicht aufgeben,denn es gibt immer einen Weg, auch wenn man ihn im moment nicht sieht. Wünsche dir viel Glück und Gesundheit
    rose,
     
  4. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Hallo CharlyM

    in 2 Jahren kann viel geschehen. Die Technik hat sich rasant entwickelt und auch die Ausstattung der Kliniken.
    Ich kenne einige Kliniken, die erst in den letzten 2 Jahren ein MRT Gerät installiert haben. Manche Untersuchungen müssen wiederholt werden. Man kann sich nicht immer auf Ergebnisse vor 2 Jahren berufen (besser Bildauflösung der heutigen Geräte).
    Eine Krankheit kann sich ja auch entwickeln. Sie war möglicherweise vor Jahren schon da, aber sie konnte nicht nachgewiesen werden.

    Das mit dem PET interessiert mich. Es wird ambulant gemacht, schreibst Du.

    Frage:
    Wird es in der gleichen Klinik gemacht ?

    Gibt es Probleme bei der Kostenübernahme ?
     
  5. üpoi

    üpoi Neues Mitglied

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    Lass die PET machen!

    Entweder es sind Idioten, und die PET bestätigt dies (vielleicht). Oder es sind keine Idioten, und man findet eine abweichende Glucoseutilisation, die auf die wirkliche Ursache deiner Probleme hindeuten könnte.

    Ich denke, die Ärzteschaft weiß nichts (wirklich). Aber ich denke auch, die bemühen sich redlich. In diesem Forum ist KEINER, dem die Ärzte bisher bis zum völligen Ende seiner Beschwerden helfen konnte, denn sonst wären die Leute nicht mehr im Rheuma-Forum, sondern vielleicht im Forum "Ich langweile mich den ganzen Tag" oder "Welche Farbe für die Tapete im Gastekloo?"

    Mehr als Mühe geben kann man nicht, und so ne PET ist teuer. Lass machen, dann siehst du klarer. Tut nicht weh.
     
  6. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Ich denke, es ist eine Entwicklung.

    Als in Berlin vor über 100 Jahren die Menschen an Tuberkulose starben, da wusste man auch kein Mittel und es gab nur eine mangelhafte Diagnostik.

    20 Jahre später war es anders und man konnte die Mediziner davor nicht als Idioten bezeichnen, sie hatten keine andere Möglichkeiten.

    In der Medizin werden viele Untersuchungen gemacht. Einige davon, um eine Krankheit auszuschliessen ( also nicht nur, um eine Erkrankung nachzuweisen).

    Es gibt viele Erkrankungen, die nicht heilbar waren. Lues, Pest, Cholera, Tuberkulose... heute sind sie es. Und die technische Entwicklung der letzten Jahre ist schon erstaunlich. Dennoch kann nicht alles diagnostiziert werden.

    Und die Auswirkungen einer Erkrankung auf die menschliche Seele ist nun mal mit einem Röntgenapparat nicht zu erfassen.

    Dennoch: So ein PET ist eine feine Sache, wenn die Bezahlung geregelt ist. Das ist zu klären.
    Sollte die PET Untersuchung eine Klärung bringen, dann waren die Mediziner vorher keine Idioten. Sie hatten diese Methode eben nicht. Das gab es noch vor wenigen Jahren nur an wenigen Stellen in Deutschland. Im Ausland ist es viel weiter verbreitet.
     
  7. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Aus KH zurück

    Hallo, zusammen
    sorry, ich bin aber leider immer noch ziemlich geschockt...
    Dass sich die Medizin auch in den letzten 2 Jahren weiter entwickelt hat - ist klar.Doch schon damals bin ich durch sämtliche MRT und CT-Röhren geschoben wurden..wie es hieß, immer - ohne Befund!!
    Entsetzt bin ich vor allem über die Aussage eines Docs, den ich fragte, wieso jetzt auf einmal die polymy in Frage gestellt wird -" nun, es können etliche Stellen im Körper "betroffen" sein - von Tumoren - und wenn man nix findet, braucht das Kind eben einen Namen und dann nennt man`s halt POLYMY!! " - toll, nicht??
    Frank-S -- ob und wie die Bezahlung geregelt wird, keine Ahnung! Darum hab ich mich, ehrlich gesagt, noch nicht gekümmert. Im Grunde ist`s ja eine Untersuchung, die im Rahmen des stationären Aufenthaltes durchgeführt werden soll. Doch da die Termine nicht sooo schnell zu bek. sind, wird man erstmal entlassen und muß dann ambul. in diese Institute. Tja, und das wird das nächste Problem werden. Ich müßte die 100km nüchtern !! hinter mich bringen und da meinte sogar der beh. Arzt, dies sei ne verzwickte Sache, denn schließlich bin ich Typ2 Diab. ( durchs Kortison) ausserdem dauern diese Untersuchungen ziemlich lange....so an die 11/2 bis 2 Std.
    Ach, der Mist ist, dass die Uni-Kliniken sich alles so verdammt einfach vorstellen....man wird entlassen und dann soll in den dortigen Ambulanzen weiter behandelt werden. Ich müßte also zu diesem Institut und dann, wenn die Auswertung vorliegt, wieder zur Uni-Ambul. Und dies, obwohl ich`s hier nur mit zig Pillen und Nottropfen!!! zu meiner HÄ schaffe - wenn überhaupt!!

    Kurz gesagt - ich weiß nicht, w a s ich machen soll..mir fehlt im Moment echt ein Mensch, der Ahnung von den ganzen Problemen und Umständen hat und bereit wäre, mal mit mir darüber zu reden...Der nur mal ne 1/2 Std. opfert, um Klarheit in meinen Kopf zu bringen, denn das wurde in der Uni leider geschlabbert und so allein krieg ichs nicht mehr auf die Reihe.
    Hatte meine HÄ gebeten, sich doch bitte mal zu melden. ... keine Reaktion!
    Frank, wenn ich was wegen der Bezahlung erfahre, werd ich`s Dir mitteilen.
    jetzt machts erstmal gut und ein schönes Wo. Ende - charly
     
  8. karine

    karine Neues Mitglied

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    hallo

    tut mir sehr leid für dich!
    ich möchte dir nur auch einen rat geben, lass das PET machen!
    das ist auch gar nicht so schlimm und für einmal sowieso nicht, radioaktiv hin oder her, einfach gaaaaaanz viel trinken!
    mein mann hat krebs und musst so ein pet im letzten sept. auch machen.

    ich wünsche dir alles, alles gute!

    karine
     
  9. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Frank_Stuttgart,

    wenn ich es richtig verstanden habe, wird dieses PET, welches vor allem für die Onkologie, Neurologie und Neurologie genutzt wird, nur dann bezahlt, wenn man stationär aufgenommen wird?

    Ferner las ich im Internet, dass ambulante Ug davon vom Patienten bezahlt wird? Das verstehe ich nicht, denn die Ug dauert doch nur 1,5 - 2 h, es wäre doch viel billiger, den Patienten dann wieder nach Hause zu entlassen....

    Ich denke, wir sollen Kosten sparen und nicht machen. Wo ist die Ersparnis in der stationären Aufnahme....

    Viele Grüße
    Colana
     
  10. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    An einer Uniklinik ist manches anders, weil da einige Geräte anders finanziert werden. Der SAP Mitbegründer Herr Hopp stiftet beispielsweise pro Jahr ca für 1 Million Euro Geräte an die Uni-Frauenklinik in Heidelberg. Andere solche Geräte werden von der deutschen Forschungsgemeinschaft oder vom Land unterstützt.

    Im Normalfall gibt es bei einem stationären Aufenthalt einen Tagessatz in dem solche Leistungen enthalten sind.

    Ambulant gibt es keinen Tagessatz, da wird normal abgerechnet.

    Deshalb gliedern das manche Kliniken extra ambulant aus. Somit können sie es extra abrechnen und es ist nicht im Tagessatz enthalten. Uniklinik kann anders sein.

    PET ist im Umbruch. Zuerst gab es die Geräte nur an 5 Universitätskliniken. Dann kamen freie Radiologen zB in München dazu.
    Bei den Unis waren es Forschungsgelder, die das anfangs finanziert haben. Bei den freien Radiologen kostete es anfang zwischen 1400 und 4000 Euro, je nach Umfang ( sog. PET - CT)

    Inzwischen haben sich die Kassen bereit erklärt,die Kosten für eine PET Untersuchung zu übernehmen. Allerdings zunächst nur für das kleinzellige Bronchialcarcinom im Lungenbereich.

    Deshalb würde mich da interessieren, ob es neue Entwicklungen in dieser Finanzierung gibt.
     
  11. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Aus KH zurück

    Hallo, zusammen
    nur mal kurz als Info - habe eben mit der Kasse gesprochen, wegen PET.!!!
    Also -die Kosten für diese Untersuchung werden NICHT von ihnen übernommen!! - NUR bei Bronchial-Karzinom!!

    Ich weiß nicht, wie die Uni sich das vorgestellt hat... denn wie ich gelesen habe, ist diese Untersuchung nicht nur ziemlich zeitraubend, , sondern auch recht teuer.
    Mal sehen, wie`s nun weitergeht....
    Wünsch Euch nen schönen Wo. Anfang - charly
     
  12. Colana

    Colana Musikus

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    Und wie wäre es, wenn Du es stationär machen ließest? Irgendwo im Internet las ich, dass es dann wohl möglich wäre... Ambulant hast Du ja leider schon erfahren müssen...

    Liebe Grüße
    eine grübelnde Colana
     
  13. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Mit jeder Gesundheitsreform wird der Patient transparenter.

    Einige Kassen haben bereits eigene Abteilungen (DAK zum Beispiel) dafür. Die prüfen dann nachträglich die Notwendigkeit einer stationären Behandlung.

    Eine kurze stationäre Aufnahme wegen PET ist daher im Allgemeinen nicht möglich.

    Ansonsten gilt die Regelung, wie ich sie oben beschrieben habe.

    Kosten 1400 bis 4000 Euro, je nach Umfang beim PET-CT ( also erst PET und danach CT Untersuchung der gelb markierten Ergebnisbereiche)
     
  14. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Aus KH zurück

    Hallöchen
    Ne, Colana - auch stationär übernimmt die Kasse die Kosten nicht, deshalb kann ich nicht verstehen, wieso man mir diese Untersuchung empf hat und NIX wegen der Bezahlung erwähnt wurde. Ich warte jetzt mal ab, bis sich das Institut meldet und werd die mal fragen, wie sie sich d a s vorgestellt haben.
    Frank-S hat ja schon in seinem Schreiben vom 30. darauf hingewiesen, dass sie es nur noch bei nem Bronchial-Karzinom übernehmen.

    Aber....Frank, würdest Du bitte mal etwas eingehender auf den Hinweis eingehen,( oder nen Link angeben) dass manche Kassen extra Abt. eingerichtet haben, die die Notwenidigkeit von KH-Aufenthalten überprüfen.
    Was ist denn, wenn der HA eine Einweisung für erforderlich hält?? Entscheiden dann die Sachbearbeiter oder die "Ärzte" des Med., ob diese wirklich nötig ist?? - o h n e den Pat. zu kennen?? -fänd ich ne echte Unverschämtheit! ( genau wie die Beurteilung wg. meiner Reha....kennen mich nicht, wissen aber, was mir helfen würde.....puhh, manchmal könnt man echt platzen...)
    Bis dann mal - charly
     
  15. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Einen Link dazu gibt es nicht. Ich kenne aber Mitarbeiter der DAK, die in so einer Abteilung arbeiten.

    So wie sie mir erzählt haben, überprüfen sie beispielsweise ob Kniespiegelungen oder einfache Eingriffe (Fremdkörperentfernungen etc) stationär notwendig waren oder nicht und wie lange das gedauert hat mit dem Aufenthalt.
    Und natürlich auch die Notwendigkeit einer stationären Unterbringung bei Diagnostik. Richtwerte sind hierbei auch Daten aus anderen Ländern, in denen etwas mehr als hier ambulant gemacht wird.
    Damit soll einerseits erreicht werden, dass bestimmte Eingriffe nur noch ambulant gemacht werden. Andererseits soll dadurch gerade die stationäre Diagnostik eingegrenzt werden.

    An die Unikliniken haben sich diese Abteilungen noch nicht ganz vorgewagt, sie prüfen primär die Städtischen Krankenhäuser.

    Zunächst sind die Patienten noch nicht betroffen. Es werden den Kliniken die Leistungen gekürzt.

    Seit dem 1.4.07 gilt ja neu das sogenannte "Zweitmeinungsverfahren" (Gesundheitsreform). Dabei muss der Hausarzt teure Therapien und planbare stationäre Einweisungen durch einen Zweitarzt überprüfen/genehmigen lassen.

    Wer das sein soll, ist noch nicht einmal bestimmt und die Reform gilt schon seit gestern.
     
  16. Kleene

    Kleene Neues Mitglied

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    Hallöchen,

    ich habe 2 Jahre in der Nuklearmedizin gearbeitet und finde es auch furchtbar das die Pet oder auch CT - PET nicht von der gesetzlichen Kasse übernommen werden. Wenn man Glück hat kommt man als Krebspatient in eine Studie. Die Privaten Kassen zahlen. Das ist alles sehr ungerecht, wie überall in der Medizin. Privatpatienten haben meißt immer vorteile.
    Wie soll man sich diese Untersuchung als Patient leisten können? Ich versteh das nicht.:(

    Grüße
    Kleene
     
  17. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Hallo,
    dank Dir, Frank - wußte nicht, was sich im Hintergrund so alles abspielt...
    WER hat eigentlich damals über "big brother" und Orwell gelacht und seine Witzchen gemacht? - wir haben`s doch schon in allen möglichen Bereichen...

    Kleene - hast RECHT!! - man müßte Privat-Pat. sein, dann bekäme man nicht n u r die erforderlichen Untersuchungen!! - sondern all die Dinge, die einem das Leben leichter machen.
    Tja, ist schon ein verflixt mieser Zustand - als ich jung und noch einigermassen fit war, war ich Privat-Pat und wie oft hieß es da, w a s brauchen sie denn noch?? -so in der Art " darf`s ein wenig mehr sein??" und jetzt??
    Steht man oft da und es wird um Cent gefeilscht ...

    wünsch Euch was - auf dass wir noch mehr gegängelt und "durchleuchtet" werden.... charly
     
  18. Iti

    Iti Mitglied

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    Hallo

    Bei mir ist am 2. Februar diesen Jahres ein PET gemacht worden in einer Uniklinik ambulant.
    Bin privat versichert.
    Der Grund bei mir ist ein anderer und zwar ist im Januar eine Großgefäßvaskulitis mit einem langstreckigem Verschluss der linken Schlüsselbeinarterie und dadurch bedingt eine Blutflussumkehr in den Kopft diagnostiziert worden. Da sich bereits Umgehungsgefäße gebildet hatten wurde mein Arm noch einigermaßen durchblutet. Außerdem bin ich an einer undiff. Kollagenose, einer primär biliären Zirrhose (autoimune Leberentzündung), einem Glaukom u.s.w. erkrankt.
    Mit dem PET sollte das Ausmaß der Vaskulitis und eventuelle weitere Entzündungsherde abgeklärt werden.
    Der Antrag auf Kostenübernahme vor der Untersuchung wurde abgelehnt.
    Die Untersuchung ist trotzdem gelaufen wegen hoher Dringlichkeit und da es keine alternative nichtinvasive Untersuchungsmethoden gibt.
    Festgestellt wurde beim PET eine leichte Vaskulitis in der aufsteigenden Aorta und im Aortenbogen.
    Nach dem 1. Widerspruch hat die PKV einen histologischen Nachweis der Vaskulitis gefordert.
    Im 2. Widerspruch hat meine Rheumatologin noch einmal ganz eindrücklich auf die Vaskulitis im Sinne einer Takayasuarteriitis ausschließlich in den großen herznahen Gefäßen hingewiesen. Daraufhin hat die Versicherung abermals einen histologischen Nachweis gefordert.
    Im 3. Widerspruch hat die Rheumatologin folgenden Satz verwendet "eine Biopsie aus der Aorta ist nur im Rahmen einer Obduktion (Leichenöffnung) bzw während einer OP aufgrund einer Aortenruptur (Riss der Aorta) möglich".
    Vor wenigen Tagen hat die KV eine Zusage der Kostenübernahme geschickt.
    Wenn ich bedenke das eine Vaskulitis der großen Gefäße nicht selten innerhalb von Tage zu einer lebensbedrohlichen Situation führen kann und es keine alternativen Untersuchungsverfahren gibt finde ich es unmöglich das es sich 2 Monate hingezogen hat. Jede Antwort der Versicherung hat 2 Wochen gedauert.
    Eine alternative zu der Untersuchung wäre es gewesen eine Therapie mit Endoxan zu machen wie es vor Jahren üblich war. Jetzt kann ich mir den Versuch erlauben (weil nur leichte Entzündung) es erst einmal mit einer Dosiserhöhung von MTX und Corti zu versuchen.
    Bei einer Bekannten von mir die ebenfalls an einer Takayasuarteriitis erkrankt ist ist im Oktober 06 ebenfalls ein PET gemacht worden. Sie ist gesetzlich versichert und dem Antrag wurde gleich im ersten Anlauf innerhalb weiniger Tage stattgegeben (stationär).

    Denke es lohnt sich egal wie man versichert ist um gewisse Leistungen zu kämpfen auch wenn es manchmal physisch wie auch psychisch sehr schwer fällt. Ärgere mich dabei aber auch immer wieder über "gemachte Unnötigkeiten" wie bei den 3 Wiedersprüchen.
    Nur leider fehlt uns kranken oft die Kraft.

    Die Vorteile der PKV werden leider von vielen gesetzlich Versicherten überschätzt. Viele sehen einfach nur die zum Teil zügigeren Terminvergaben und zum Teil besseren Leistungen. Dem gegenüber steht aber auch ein höherer Aufwand für die Abwicklung der Versicherungsangelegenheiten und eine Vorfinanzierung der Arzt- und Medikamentenrechnungen. Ein nicht geringer Teil der gesetzlich Versicherten wäre übrigens auch in der Lage eine Zusatzversicherung abzuschließen und hätte dann auch die Vor- und Nachteile.

    Habe selber die Erfahrung gemacht je mehr ich der Versicherung koste um so pingeliger werden sie. Muss z. B. kämpfen um Calcium D3 um Folsäure (da Nahrungsergänzungsmittel) und auch immer wieder Rückfragen beantworten.

    Gruß iti
     
    #18 3. April 2007
    Zuletzt bearbeitet: 3. April 2007
  19. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Aus KH zurück

    Hallo, ITI
    tja, ne KH. Zusatz-Versicherung hab ich und bin sehr froh darüber...nicht n u r wg der Chefazt-Behandlung, oftmals sind die "normalen" Oberärzte nämlich sogar besser. Nein, auch wegen der (meist) möglichen Zimmerwahl.
    Doch sei froh und glücklich, dass Du auch ambul Privat-Pat bist...auch wenn dieses Vorstrecken der Gelder und das ewige Hin und Her der Rechnungen einem oft seeeehr lästig erscheinen. Ich hab damals auch manchmal gedacht- meine Güte, was haben die Kassenpat. es doch einfach, geben ihren ( den gabs da noch) Schein ab und damit basta!!
    Doch den gr. Unterschied bemerkt man dann leider erst, wenn man auf der andren Seite steht....Und da gehts NICHT nur um die Terminvergabe, die so häufig angeführt wird.
    Nur ein Beispiel - meine Schwägerin ist privat vers. und hat ab und zu mal mit dem Rücken zu tun...ihre Mitbewohnerin, n u r Kassenpat.und wurde kürzlich am Nacken operiert!! . ..SIE bekommt grad mal 6 Massagen, um die nächsten muß sie schon kämpfen... dagegen meine Schwägerin...na, 3x darfst Du raten....KG+ Massagen + Packungen + Osteopathie und " was brauchen sie noch?? " ...und dies nicht etwa nacheinander, neee - alles gleichzeitig!! verordnet.
    Soviel zu den Probl. der Privatvers. - ich weiß, es ist lästig und oft zeitraubend, die ganzen Papiere ewig zu sammeln und einzuschicken, doch dies würd ich heute gern wieder in Kauf nehmen...
    Alles Gute - charly