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Aufgepasst: Rabattverträge -GKV Versicherte

Dieses Thema im Forum "Krankenkassen und Pflegeversicherung" wurde erstellt von calla, 18. Februar 2011.

  1. calla

    calla Neues Mitglied

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    ich benutze seit jahren schon Lantarel spritzen, kann das medi bestens vertragen.
    (bei allen anderen herstellern gab es komplikationen an der einstichstelle).

    was muss ich jetzt stattdessen nehmen:
    die spritzen eines anderen herstellers, mit dem die gkv die sog. rabattverträge abgeschlossen hat.

    jetzt kommt der oberhammer:
    Lantarel, das originalpräparat, ist um etliches billiger als das aufgedrängte nachahmerpäparat. was soll das?
    soll der doc mit einem teueren medi in seinem budget belastet werden?
    haben die gesetzl. kassen soviel an überschuss erwirtschaftet, dass sie diesen per giesskannensystem "rauswerfen" können?

    bislang konnte ich das finanzgebaren der gkv noch verstehen, doch jetzt glaube ich nicht mehr an die "leeren kassen".
    gruss
    c.
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hallo,
    Möglichweise ist der rabattierte Preis geringer als dein MIttel. Das kann man so nicht wirklich vergleichen. Zudem verordnet der Arzt häufig den Wirkstoff und überläßt es den Kassen welche Arznei man bekommt, bzw. der Apotheker hat dann 3 zur Auswahl, wenn es einen Rabattvertrag gibt, muss er dieses dann nehmen.
    Der Arzt hat aber - z.B. bei Unverträglichkeiten - die Möglichkeit explizit ein bestimmtes Medikament zu verordnen. Das muss auf dem Rezept vermerkt werden.

    Gruß Kuki
     
  3. calla

    calla Neues Mitglied

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    natürlich war auf dem rezept aut idem angekreuzt.
    ich habe mir das medi zuschicken lassen, wohne in einem teilort ohne apotheke. und dennoch: wir müssen das andere medi nehmen. das medi wurde von mir jetzt zurückgesandt. das ist alles nervig, zeitaufwendig und kostenverursachend.

    aber klar doch, habe ich an die rabattverträge gedacht.
    doch wenn der doc mit xx € im budget belastet wird, gibt es wohl kaum nen geringeren preis für die kassen. oder werden hier evt. sog. luftnummern geschoben, was ich nicht glauben kann.

    gruss
    c.
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    Aut idem erlaubt doch dem Apotheker ein anderes Medikament auszuhändigen, das wirkstoffgleich ist. Soll es explicit ein bestimmtes sein muss das glaub ich durchgestrichen werden. http://www.abda.de/334.html
    Angeblich soll wohl die neue Rabattregelung patientenfreundlicher sein?

    Gruß Kuki

    Auch wenn es unten anders steht bei roco: aut idem ist latein und heisst : oder gleiches ? Wenn es also angekreuzt wird, heisst das für mich, es ist dieses oder ein gleicher Wirkstoff möglich, aber scheinbar denke ich genau falsch herum in diesem Fall.

    PS:
    Für Rabattarzneimittel haben die Kassen mit der Pharma zusätzliche Abschläge vereinbart. Somit sind die Rabattarzneimittel im Endeffekt günstiger als die nicht rabattierten Arzneimittel.
     
    #4 18. Februar 2011
    Zuletzt bearbeitet: 18. Februar 2011
  5. roco

    roco Guest

    angekreuzt ist durchgestrichen....

    du hättest das medikament von der firma bekommen müssen, welches auf dem rezept stand.

    des kann nur ein fehler gewesen sein, apotheker sind im mom auch sehr verunsichert.

    der ganze neue kram ist so undurchsichtig...:mad:
     
  6. calla

    calla Neues Mitglied

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    @ kuki,

    das mag ja alles stimmen,
    doch dann müsste dem doc der ausgehandelte preis angerechnet werden-
    so habe ich jetzt den eindruck, dass es sich um reine mischkalkulation handelt.
    etliche preislich höher liegende medis subventionieren quer die medis, auf die tatsächl. rabatt gewährt wird. ich kann mir nicht helfen, doch das ist in meinen augen eine milchmädchenrechnung, die die patienten bezahlen müssen.
    im übrigen, zu verschenken hat niemand etwas.

    gruss
    c.
     
  7. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Rabattverträge

    ja, inzwischen braucht man fast ein extra Studium um da noch durchzublicken. Vor allem sind die Rabattverträge oft recht kurzfristig. Wenn er in disem Quartal noch gegolten hat, kann er im nächsten schon unwirksam sein. Und jede Kasse hat mit jemand anderem Rabattverträge, so kann es durchaus sein, dass man als GKV-Versicherter bei der einen Kasse das Original kriegt und wenn man bei einer anderen Versicherung ist, nicht. Die Apotheken und Ärzte haben bald mehr mit diesem Verwaltungskram zu tun als mit den Patienten.

    Ich spritze jetzt seit 13 Wochen Enbrel, für die ersten beiden 4er Rezepte musste ich jeweils 10 Euro bezahlen für das dritte dann nicht mehr und für das 12er Rezept jetzt auch nicht. Auch mein Doc wusste nicht dass Weyth inzwischen mit der Barmer/GEK einen Rabattvertrag für das Original abgeschlossen hat und es so deutlich günstiger ist als vorher. Er hat nur zugern das Original vorgeschrieben.

    LG Gabi
    bibi, ro-lerin seit 06/2003
     
  8. calla

    calla Neues Mitglied

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    was mich am meisten empört ist die erhebliche preisspanne.

    173 € gegen 223 € abgabepreis (lt. medizinfuchs), der apotheker gibt natürlich das teuere ab, hinweis: ich muss das teuere abgeben, denn ihre krankenkasse hat einen rabattvertrag mit dieser firma abgeschlossen.
    50 € ist für mich ein beachtenswerter preisunterschied!!!

    und dann wird in anderer sache mit mir gerungen über kleinigkeiten.
    dauernd muss ich widersprüche bei der kasse einlegen. sobald ich hilfsmittel beantrage, erfolgt eine sofortige ablehnung, "sei zu teuer".
    das kostet alles nerven und kraft.

    gruss
    c.
     
  9. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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  10. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    Ich habe eine Anfrage bei Clarimedis (AOK) gestartet und heute ein langes Gespräch gehabt.

    Wenn ein bewährtes Mittel nicht ausgetauscht werden soll, muss das Kreuzchen gemacht werden und darf nicht ausgetauscht werden.

    Selbst der Apotheker darf austauschen, wie bei mir bei lactosehaltigen Medis, es muss es halt mit der Lactoseunverträglichkeit begründen. :confused:
    Mir hat der Apotheker gesagt, er darf es nicht.....was denn nun?

    Ich habe den Eindruck, keiner weiss genau, was da beschlossen worden ist und jeder geht den Weg des geringsten Regresses. :mad:

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  11. roco

    roco Guest

    is des kreuzchen da, darf keiner austauschen, auch der apotheker nicht.

    rezept wieder mitnehmen und in ne andere apotheke gehen. meist wirkt das schon bei der stammapotheke.

    dieses kreuzchen gibt dir auf jeden fall recht, ansonsten den arzt kontaktieren.

    habe selbst bei ner ärztin gearbeitet, wir mussten generell aut idem ankreuzen, weil sie sich nicht in ihre rezeptierung reinreden lässt.

    wehrt euch.
     
  12. Humpelstilzchen

    Humpelstilzchen Neues Mitglied

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    Hallo Zusammen!

    Der Apotheker richtet sich bei der Abgabe nicht nach dem teuersten Medikament, weil er nämlich an ALLEN Medikamenten genau gleich viel verdient, auch wenn man dies nicht gern glauben möchte.
    Ist das Aut-idem-Kreuz nicht angekreuzt, muss er das Rabattarzneimittel abgeben, sofern es eines gibt. Gibt es keinen Rabattvertrag, so muss er eines der drei preisgünstigsten Arzneimittel abgeben.
    Die Krankenkasse erhält vom Vertragspartner einen Rabatt, der streng geheim gehalten wird. Aus diesem Grund können die Preise auch nicht untereinander verglichen werden, weil niemand weiß, was die Krankenkasse letzten Endes dafür bezahlt. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Rabattarzneimittel das Budget des Arztes nicht allzu sehr belasten, die mit aut-idem Kreuz allerdings schon, deshalb lehnen manche Ärzte dies kategorisch ab.
    Ich bin mir auch sehr sicher, dass jeder Apotheker froh ist über jedes gesetzte Kreuz, weil er damit den lästigen Diskussionen aus dem Wege geht.
    Seit diesem Jahr gibt es übrigens die Möglichkeit, das gewünschte Medikament privat zu bezahlen,sich das Rezept quittieren zu lassen und von der Krankenkasse erstatten zu lassen. Was allerdings erstattet wird, kann keiner definitiv sagen. Müsste man ausprobieren.

    Einen wunderschönen Abend an alle, Humpelstilzchen
     
  13. Judy_Tiger

    Judy_Tiger Mitglied

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    rückerstattung

    zurückerstattet wird nach total komplizierten rechnungen. bei meiner kasse (dak) hieß es:
    57% des kaufpreises werden zurückerstattet abzüglich einer bearbeitungsgebühr von 5% des kaufpreises. Die Bearbeitungsgebühr beträgt jedoch mindestens 5 und maximal 15 €.
    Bei anderen kassen wird das zwar ein bisschen anders sein (bezgl. der Prozente) aber viel mehr werden die wahrscheinlich auch nicht zahlen...
     
  14. Lavendel14

    Lavendel14 Die Echte ;)

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  15. calla

    calla Neues Mitglied

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    das mag alles zutreffen, doch dann fehlt die transparenz für versicherte und ärzte.

    zum einen soll der arzt wirtschaftlich verordnen, ihm wird die einhaltung des budgets dauernd vorgehalten zum anderen weiss er nicht, wieviel kosten er überhaupt "verursacht" hat.
    auch der patient kann dies nicht überblicken. jeder versicherte hat das recht, von seiner ges. krankenkasse eine aufstellung der kosten zu verlangen, die für ihn "benötigt" wurden. bei auseinandersetzungen wird auch schon mal von seiten der kasse dem patienten vorgehalten, er sei ein sehr "teurer " patient. wenn dann in den aufstellungen der ladenverkaufspreis aufgeführt wird, mag das stimmen. und tatsächlich sind geringere beträge geflossen? geheimniskrämerei pur! das ist in meinen augen absolut unlauter und für versicherte unzumutbar. wie soll der versicherte dagegenhalten können? 173 € sind nun mal weniger als 223 €. das "stinkt" gewaltig.
    ausserdem ist dieses verhalten wettbewerbsschädigend für die pharmaunternehmer.
    minister Rössler sollte sich endlich mal darum kümmern. transparenz wird verlangt, dass jedermann durchblicken kann.

    gruss
    c.
     
  16. Rückenweh

    Rückenweh Neues Mitglied

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    Hallo calla,

    das glaubst du doch nicht im Ernst, selbst heftigst unter Opiaten ist das noch völlig abwegig:cool:
    Dieser Minister ist weder qualifiziert für das, was er machen soll, noch hat er das richtige Parteibuch dafür[​IMG]


    Gute Besserung
     
  17. roco

    roco Guest

    der hat besseres zu tun...

    quelle: http://www netdoktor.de/News/Honorarstreit-Roesler-weist-1134481.html

    nachtigall ick hör dir trapsen...;):mad:
     
  18. calla

    calla Neues Mitglied

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    jetzt sitze ich wahrscheinlich auf der leitung:
    meinen die beiden obigen user, dass die versichertengemeinschaft das nötige geld aufbringen soll dadurch, dass die chronisch kranken vermehrt für medi ausgaben zur kasse gebeten werden sollen?

    wenn ich lese, dass 56 % des ladenverkaufspreises abzüglich einer bearbeitungsgebühr für die ges.kasse bei erwerb des (billigeren) medis durch den versicherten erstattet werden sollen, sobald der versicherte nicht medis der hersteller nimmt, mit denen die gesetz. kasse rabattverträge abgeschlossen hat, drängt sich dieser verdacht bei mir geradezu auf. denn was anderes ist es doch nicht?
    warum können nicht weiter festbeträge festgelegt werden und die patienten dann eigenanteile leisten, wenn sie andere medis haben wollen, mit denen sie besser zurecht kommen? da sieht jeder versicherte klar.

    ist doch wohl nen witz: die kasse zahlt 223 € für ein medi eines herstellers, mit dem sie rabattverträge abgeschlossen hat und sobald der versicherte ein medi wählt zu 173 € (das er besser verträgt) eines herstellers, mit dem kein rabattvertrag abgeschlossen wurde, muss der patientüber 50 % der kosten selber übernehmen. oder sehe ich das jetzt so falsch? vergaloppiere ich mich vielleicht? dann lasst es mich bitte wissen!!!

    (@ Rückenweh, keine sorge, so voller opiate bin ich nicht, habe schon längst reduziert)

    gruss
    c.
    .
     
  19. roco

    roco Guest

    ich meinte, das rösler "besseres" zu tun hat, als alles für alle transparenter zu machen. nämlich den kassenpatienten die daumenschrauben noch kräftiger anzuziehen.

    das andere, ich glaube eher, das soviel undurchsichtigkeit geplant ist, wenn weder ärzte noch apotheker durchsteigen und auch die patienten nicht... wer verdient dann wohl am meisten? na?

    achja, ich immer mit meinen verschwörungstheorien.

    natürlich wäre es preiswerter für die kassen, das billigere medikament zu bezahlen. aber darum gehts doch garnicht mehr.
    ungehorsam wird bestraft und selber denken auch.

    mach gefälligst, was politik und krankenkassen/medikonzerne sagen, oder zahle...;):mad:
     
  20. Humpelstilzchen

    Humpelstilzchen Neues Mitglied

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    Glaubst du wirklich, die Kasse bezahlt für das rabattierte Arzneimittel mehr? Im Leben nicht. Der Preis liegt (wahrscheinlich bei weitem) unter dem günstigsten. Festbeträge gibt es trotzdem, diese kriegen die Patienten halt nur mit, wenn sie die sogenannten Mehrkosten selbst bezahlen müssen, weil der Hersteller den Preis ncht auf den Festbetrag abgesenkt hat (Bsp Cholesterinsenker Sortis: mehr als 40 Euro Mehrkosten).
    Die Aufzahlung der Differenz zum gewünschten Arzneimittel ist nicht möglich, weil dann die Quote beim Rabattvertragshersteller nicht stimmt. Man kann es also komplett selbst bezahlen, aut-idem-Kreuz machen lassen oder man arrangiert sich eben mit dem Kassen-Produkt.
    Einen schönen Abend