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Auf was muß ich achten?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von freeda, 30. April 2008.

  1. freeda

    freeda Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ich bin auf der Suche nach Erklärungen auf dieses Forum gestoßen. Tut mir leid, falls der nachfolgende Text etwas länger werden sollte, bedanke mich jetzt schon fürs Lesen.

    Bin Anfang 30, 1,73m groß und pendle immer zwischen 47 und 50kg (schon mein ganzes Leben untergewichtig).
    Anfang 2005 zog ich mir durch einen einfachen Sturz eine mediale Schenkelhalsfraktur zu. Zurück blieb eine Arthrose im Hüftgelenk. Wegen der doch heftigen Schmerzen nehme ich 2x 100mg Tilidin. Irgendwann wird ein künstliches Gelenk eingebaut werden müssen, aber dazu bin ich jetzt noch etwas jung. Wenn das mein einziges Problem wäre, ginge es ja noch.

    Ich fühle mich oft unspezifisch krank, müde, durchgebeutelt. Es gibt Phasen, wo sich das alles ins Unerträgliche steigert. Jetzt ist wieder so eine. Mir tun Gelenke weh (Nacken, Schultern, Wirbelsäule, Knie, Ellbogen, Hände und die Hüften sowieso), so dass ich nachts sogar davon wach werde. Morgens bin ich durchgeschwitzt und total steif, als wenn ich am Tag vorher acht Ster Holz gemacht hätte und mich vor Muskelkater kaum mehr bewegen könnte. Die letzte derartige Phase hatte ich August 2007. Gestern war es in den Knien so schlimm, dass ich zum Arzt bin. Meine Hausmittel haben nichts mehr gefruchtet. Er diagnostizierte eine Entzündung an den Sehenansätzen – alles Nebeneffekte der kaputten Hüfte wie auch die Kreuzschmerzen, die Verspannungen etc., nichts Neues also.
    Das habe ich bisher auch so akzeptiert, es erschien ja nur logisch, aber mich lässt das Gefühl nicht los, dass noch etwas anderes dahinter steckt. Am liebsten möchte ich so bald wie möglich eine Abklärung Richtung Rheuma machen lassen. Die Schmerzen sind in solchen Phasen anders als normal. Normal ergreifen sie nicht den ganzen Körper.

    Nun meine Frage: Ich habe gelesen, dass in vielen Fällen im Blut Entzündungen nachgewiesen werden. Auf welche Werte muß ich da besonders achten? Wie heißen die genau? Bei mir heißt es oft „Sie haben irgendwo eine Entzündung im Körper.“ (habe chronische Nebenhöhlenentzündung und Teile des Dickdarms sind auch entzündet, aber das ist schon seit Jahren so, damit habe ich mich arrangiert).
    Besser gefragt: Macht ein CheckUp auf Rheuma überhaupt Sinn oder mache ich mich beim Arzt damit lächerlich? Wenn die Beschwerden nicht so massiv und folglich zermürbend wären – Arztpraxen sehe ich am liebsten von außen - würde ich einfach die Zähne zusammenbeißen, doch langsam geht mir die Kraft dazu aus.
     
  2. Erato

    Erato Guest

    Macht Arzt Sinn?

    Hallo Freeda,

    natürlich macht es Sinn, mal einen Rheumatologen aufzusuchen bei Deinen Beschwerden! Hast Du darüber schon mal mit Deinem Hausarzt gesprochen?

    Spontan vielen mir nur so Sachen ein, die vielleicht mal geklärt werden sollten wie: Schilddrüse (wg. Untergewicht); M.Crohn und andere entzündliche Darmerkrankungen (oder wurde das bereits gemacht? Jedenfalls können die auch Gelenkbeschwerden verursachen); und rheumatische Erkrankungen, bei denen der Darm beteiligt ist, Spondyloarthritiden z.B. (da gibts aber noch zahlreiche andere). Seit wann hast Du denn Deine Beschwerden?

    Natürlich bin ich keine Ärztin. Deswegen mein Rat, dass Du das erst einmal mit Deinem Hausarzt besprichst.

    Viele Grüße und gute Besserung
    Erato
     
  3. freeda

    freeda Registrierter Benutzer

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    Lieben Dank für die Antwort, Erato.
    Die Blutuntersuchung hätte ich sowieso erst beim HA machen lassen. Der ist für meine Begriffe sehr kompetent, aber total überlastet, so daß nicht wirklich viel Zeit für die einzelnen Patienten bleibt und man am besten damit fährt, mit konkreten Angaben in die Praxis zu kommen. Erst mal abchecken, ob die Richtung stimmt, bevor ich zu einem Facharzt gehe.

    Schilddrüse wurde in den vergangenen 15 Jahren in regelmäßigen Abständen getestet, stets ohne Befund. Morbus Crohn wurde nach der Darmuntersuchungsprozedur 2001/02 ausgeschlossen. Es ist eine Colitis infolge einer Tropenkrankheit. Seit ich meine Ernährung umgestellt habe, haben sich die Beschwerden beträchtlich reduziert.

    Seit ich diese oben genannten Beschwerden habe...also so extrem spürbar seit ca. 6-7 Jahren. Die Phasen lagen damals aber wesentlich weiter auseinander, waren nicht so vehement und da ich einen ungünstigen Arbeitsplatz habe (unbeheizt, teilweise schwere körperliche Arbeit), habe ich die Beschwerden immer von daher hergeleitet. Der Mensch hält eine Menge aus, wenn er muß...bin selbständig und da muß man oft, auch wenn man nicht kann. Seit dem OHB habe ich beruflich einiges zurückgesteckt, weil die Hüftgelenksschmerzen meine Arbeit beeinträchtigen.
    Den ersten Hammer"schub" hatte ich dann so um den Juni 2007 rum. Das fing alles recht schleichend an, die Rückenschmerzen wurden trotz verminderter Belastung immer mehr, dann kamen Schultern und Ellbogen, die Finger. Die Schmerzen konnte ich mit den Analgetika, die ich sowieso schon hatte, in Schach halten, aber die oft erhöhte Temperatur nebst Krankheitsgefühl (wie am Anfang einer Grippe) nicht, das wurde immer schlimmer. Auf dem Höhepunkt im August bin ich zum HA wegen Borrelioseverdacht, was sich aber nicht bestätigte. So wie es sich aufbaute, baute es sich auch wieder ab bis auf ein gewisses Level. Die Tage, an denen ich mich richtig gesund und gut fühlte seither, kann ich an zwei Händen abzählen, aber es war insgesamt erträglich. Im Winter bekam ich das Tilidin verschrieben, das half auch ganz gut.
    Seit einigen Wochen hat es mich wieder erwischt und diesmal sind die Knie auch dabei. Untertags geht es mir komischerweise teils recht gut, brauche eben eine gewisse Anlaufzeit. Dafür sind die Schmerzen morgens und abends unbarmherzig und trotz Schmerztablette spürbar.

    Was eine Spondyloarthritis ist, weiß ich jetzt noch nicht, aber ich gehe gleich nachlesen. Danke für den Hinweis.
     
  4. freeda

    freeda Registrierter Benutzer

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    Nochmal ich:
    Ich habe unter "Krankheitsbilder" nachgesehen und als ich das hier
    fand, habe ich laut lachen müssen. Wir haben uns im Oktober neue Matratzen gekauft. Besser wurde es dadurch nicht.
    Auch das hier
    passt auf mich. Das ist es, was mich bisher so ratlos machte. Mein Mann meint nämlich schon, ich markiere, denn je mehr ich mich schone, desto größere Rückenschmerzen habe ich. Eigentlich müsste es ja umgekehrt sein.

    Du hast mir echt sehr viel geholfen. Am Freitag werde ich meinen HA bitten, mal in Richtung seronegative Spondarthritis zu forschen. Mehr als "Untersuchung ohne Befund" kann nicht passieren, aber dann ist das schon mal ausgeschlossen. Daß alles von der Hüfte her kommt, will mir schon lange nicht mehr richtig in den Kopf.
     
  5. daggi66

    daggi66 Neues Mitglied

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    Hallo Freeda,
    deine Beschwerden kommen mir total bekannt vor ist bei mir genau so nur statt Hüfte ist es bei mir das Knie bin im letzen Jahr schon mal durchgescheckt worden, bis das im Dezember eine Sehnerventzündung kam und seit dem bin ich auf nachdruck meines Hausarzt weiter durchgescheckt worden bin beim rheuadoc gewesen ohne befund nach einer Woche kamen die dicke gelenke, Blut wieder ohne Befund aber im gelenkwasser eindeutig und seitdem werde ich behandelt und mir geht super hoffe das bleibt.In meinem blut ist immer noch nichts nachzuweisen.
    viele Grüße Daggi66
     
  6. Liala

    Liala Neues Mitglied

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    Hallo Freeda!
    Ich würde Dir raten, Dich mal bei einem (internistischen) Rheumatologen durchchecken zu lassen! Meiner Erfahrung und vielen Beiträgen hier bei r-o nach haben Hausärzte (auch kompetente) da nicht wirklich viel Ahnung von. Dafür gibt es ja Fachärzte. Und schaden kann es ja eigentlich nicht, wenn Du beim Rheumatologen doch falsch bist, ist das wenigstens geklärt (obwohl natürlich auch nicht jeder Rheumatologe gleich alles richtig erkennt). Da eine möglichst frühe Diagnose und Therapie ja sehr wichtig ist, schnell Rheumatologen-Termin machen (am Besten mit HA-Hilfe, dann geht's meist schneller)!
    Viele Grüße, Liala :)
     
  7. Amy80

    Amy80 Neues Mitglied

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    Hallo Freeda,

    kommt mir alles sehr sehr bekannt vor! Ich habe Psoriasis Arthritis und habe bis heute keine Veränderung der Blutwerte! selbst in krass entzündlichen Phasen sind meine Blutwerte erstaunlich normal! Du solltest schleunigst zu einem internistischen Rheumatolgen (da kann ich mich den anderen nur anschließen). Bei mir ist es unetr Bewegung auch immer besser, Ruhe und Wärme verschlimmer die Beschwerden sher extrem. Nachts werde ich regelmäßig gegen 3 oder 4h wach entweder ist das Knie heiß und dick und tut weh und/oder der Rücken schmerzt........bei mir hat es über 2 Jahre gedauert bis die richtige Diagnose gestellt wurde!
     
  8. freeda

    freeda Registrierter Benutzer

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    Freitag war ich beim Arzt zur Blutabnahme. Untersucht wird u.a. auf HLA-B27. Die Ergebnisse sind noch nicht da, vielleicht kommen sie im Laufe des Tages oder morgen. Eine Überweisung zum Rheumatologen ist kein Problem, sagt er.
    Wegen der Hüfte bin ich in orthopädischer Behandlung in einer Gemeinschaftspraxis, dort ist auch ein Rheumatologe mit bei (wußte ich vorher gar nicht). Letztes Jahr wurde beim Röntgen eine Osteochondrose in der unteren LWS festgestellt. Es steht sowieso wieder ein CT an - eigentlich um die eventuelle Nekrose des Hüftkopfes im Auge zu behalten - und dann würde es praktisch "auf eins" gehen.
    Mal gucken, was die Blutwerte ergeben. Melde mich dann wieder.
    Danke für Eure Hilfe und Tipps.
     
  9. freeda

    freeda Registrierter Benutzer

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    Ich habe telefonisch nachgefragt. Die Sprechstundenhilfe sagte mir, Blutwerte normal, HLA-B27 negativ. Das ist schon mal gut:). Meine schlimmste Befürchtung war Morbus Bechterew, die Symptomatik wäre gut hingekommen. Am meisten hätte mich geschreckt, mein ganzes Leben lang immer wieder diese Schmerzen zu haben als hätte einen ein Esel getreten. Mit den Schmerzen und Folgen des Bruchs kann ich leben, sie sind absehbar. Ich hoffe darauf, wenn das Gelenk ausgetauscht wird, werde ich da viel weniger Probleme haben, mag es auch noch einige Zeit dauern bis dahin. Aber das, was sich seit dem letzten Jahr abgespielt hat immer und immer wieder, bis ich mit dem Regenwurm Karten spiele...ich würde im ersten Augenblick nicht wissen, wie ich mit so einer Diagnose umgehen sollte. Alle, die diese oder derartige Krankheiten haben, haben mein Mitgefühl und den größten Respekt.
    So bald wie möglich werde ich bei dem Rheumatologen vorstellig werden, damit mich der genauer unter die Lupe nimmt. Mein Mann kennt da eine der Sprechstundenhilfen, was dort echt von Vorteil ist. Mein HA würde mir die 150er Tilidin aufschreiben. Das Angebot werde ich ab der nächsten Packung auch annehmen.