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auch ich neu hier (Fibro)

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von leicht, 9. Februar 2011.

  1. leicht

    leicht Neues Mitglied

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    hallo an alle,

    ich habe im Dez. fibro diagnostiziert bekommen. Bin schon in einem anderen Forum aber irgendwie komme ich nicht richtig weiter. Vielleicht bin ich auch zu ungeduldig. Nun bin ich durch Zufall hier gelandet, da ich Diagnose und Stadt bei Google eingegeben habe.

    Ist es sinnvoll erstmal eine Kur zu beantragen? Ich selbst habe einfach ständig Schmerzen an verschiedenen Stellen. Sie sind zwar auszuhalten aber nervig. Zudem fühle ich mich schlapp und traurig. Dafür bekomme ich seit gestern ein medikament, hoffentlich bin ich dann bald wieder fröhlicher. Ich wohne in der Nähe von Hamburg und suche noch alternativ Medizin, damit ich nicht mein Leben lang Hammer Mdeikamente nehmen muss. Vielleicht hat jemand ein Tipp, welche Mediziner sinnvoll sind aufzusuchen ohne dass ich das Gefühl habe ich drehe mich im Kreis.

    weiß jemand eine Selbsthilfegruppe im Westen von Hamburg?

    Liebe grüße
    leicht
     
  2. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo Leicht,

    erstmal herzlich Wilkommen hier bei R-O.

    Es gibt hier soviele Leutchen mit Fibro, die werden bestimmt Deine Fragen beantworten können. Ich kann Deine Fragen leider nicht beantworten da ich kein Fibro habe sonder PSA.

    Fühl dich hier wohl !!

    Liebe Grüsse

    Louise
     
  3. jana1980

    jana1980 Neues Mitglied

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    hallo,
    wer hat den bei dir die diagnose fibro gestellt??
    und welches medikament nimmst du jetzt??
    habe selber fibro, und geduld musst du mitbringen, es geht nichts von heut auf morgen.
    du kannst hier im forum unter ärztesuche dir nen arzt in deiner nähe suchen,am besten einen facharzt für schmerztherapie oder du gehst in eine schmerzambulanz ins krankenhaus.
    im übrigen nehm ich jeden tag 14 tabletten wegen meiner fibro.:rolleyes:
    lg
     
  4. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo leicht,
    herzlich Willkommen bei R-O!

    Und:
    ... leicht wird es leider nicht.
    Fibro heißt:
    Geduld,
    Geduld,
    Geduld,
    Ausprobieren,
    Durchhalten,
    Geduld, .............

    Und schreiben, hier, weil:
    da wo Du jetzt bist waren wir alle schon mal oder sind es noch oder wieder.
    Es gibt hier eine Fülle an Infos, geh mal auf "suchen"- fibro.
    Oder noch eine Adr. im Inet: Dr. Weiß, Fibro....
    Da kann man auch sehr viel lesen und ausprobieren.

    Es gibt vieles, nur leider eines nicht: eine Pille gegen Fibro.
    Es gab mal ein schönes Gedicht zu dem Thema, viell. finde ich es wieder.
    LG von Juliane.
     
  5. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo,
    kein Gedicht, eher ein Bericht, von 2004 (Glitzerchen):

    Mein Name ist Fibromyalgie

    Wer mir diesen Namen gegeben hat, weiß ich nicht so genau.
    Ich bin ausgestattet mit Macht, List und Tücke und suche mir
    die Menschen aus, denen ich mit wahrer Freude und Begeisterung Schmerzen bereiten kann.
    Sie können sich nicht wehren, sind mir hilflos ausgeliefert.
    Jeden Tag kann ich mir neue Pein ausdenken.

    Sind heute Schmerzen im ganzen Körper angesagt, so sind es
    morgen Herzklopfen, Magenbeschwerden und viele andere Sachen.
    Mir sind da keine Grenzen gesetzt- noch nicht.

    Ich kann mit Freude zusehen, wie meine Opfer müde, abgespannt und steif aus ihren Betten aufstehen, wie Roboter einen Fuß vor den anderen setzten.
    So treibe ich sie jeden Tag vor mir her.

    Sie widersetzen sich mir neuerdings, nehmen hier ein Schmerzmittel,
    dort Rheumatabletten und immer häufiger auch Muskelentspanner,
    treiben Gymnastik und suchen einen Arzt nach dem anderen auf,
    wollen mich, die "Fibromyalgie", überlisten.

    Sie wagen es, Forschung zu betreiben.
    So haben diese Menschen doch tatsächlich heraus gefunden, das ich meinen Opfern keinen erholsamen Schlaf gönne,
    ihnen den Serotonin- und Kalzitoninspiegel beschneide.

    Ich kann doch nicht zulassen, meinen Machtstatus zu verlieren.

    Es gibt heute Selbsthilfegruppen, die es wagen gegen mich zu Felde zu ziehen.
    Sie tauschen Informationen aus und versuchen mich zu demaskieren.
    Jeden Tag erscheine ich meinen Opfern in einer anderen Form.

    Ich muß schon sagen, ich fühle mich in die Enge getrieben, doch so schnell gebe ich nicht auf.
    Es gibt Ärzte die glauben mich gibt es nicht, können noch nicht
    einmal mit meinem Namen etwas anfangen, verleugnen mich einfach.

    Doch meine Opfer wissen es besser, sie kennen mich genau.
    Ich werde erst von ihnen ablassen, wenn ich meinen Herrn und Meister
    gefunden habe, der mir die Maske vom Gesicht reißt.
    Erst dann werden meine geduldigen Opfer "Sieger" sein.

    (Geschrieben von Frau Christa Lunkenbein am 14.9.95 für die Selbsthilfegruppe der "Deutschen Fibromyalgie- Vereinigung".)

    Das soll Dir nicht die Hoffnung nehmen sondern Kraft geben.
    LG von Juliane.

    PS: wer Fehler findet, darf sie behalten.
     
  6. leicht

    leicht Neues Mitglied

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    Hallo Louise, Juliane und Jana,

    vielen Dank für Eure lieben Worte. Der Bericht hat mir erstmal Tränen in die Augen getrieben aber mir gut getan und Mut gemacht.

    Ich stelle mich erstmal kurz vor. Ich bin fast 43 Jahre alt, habe eine bescheidene Kindheit hinter mir und habe alle meine Symptome darauf bezogen. Vor 17 Jahren habe ich 1,5 Jahre eine Einzelgesprächstherapie gemacht. Danach ging es mir psychisch gut. Meine Kinder sind 16 und 11 Jahre. Nach meinem zweiten Kind fingen die Probleme wieder an. die Ehe lief nicht mehr so gut , ich hatte wieder überall Schmerzen meist Beine und kribbeln in den fingern. Kein Arzt konnte was finden. Nach Trennung (2001) und Scheidung habe ich mich beruflich umorientiert, mich frisch verliebt und alles ging wie von Leichtigkeit, trotz immer wiederkehrenden Schmerzen zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen körperregionen. Ich fühlte mich super gut.

    Vor 3,5 Jahren dann wieder Schicksalschläge Firma(bei der ich angestellt war) ging Insolvent und ich in der 10. woche unser Wunschkind verloren. Im Bekanntenkreis gab es auch Schicksalschlag, der mich sehr mitnahm. Neue Arbeitsstelle bekam ich zwar, hat auch Spaß gemacht, aber war sehr zeitintensiv, so dass ich schweren Herzen im August der Familie zu liebe aufhörte.

    Ende September bekam ich Herzschmerzen (hatte ich immer mal wieder ohne Ergebnisse), musste zum Vertretungsarzt der mich sofort ins Krankenhaus überwies, oh welch ein Wunder, es konnte nichts festgestellt werden. Ich ging nun selbst davon aus, dass ich ein Born out hatte.

    Beim nächsten Besuch beim Vertretungsarzt (nun mein neuer Hausarzt) schilderte ich meine Geschichte und dieser äußerte den Verdacht, ich könnte Fibromyalgie haben. Ich machte einen Termin bei einem Rheumatolgen bzw. Schmerztherapeuten, der dann im Dez. diese Diagnose bestätigte.

    Seit Nov. bin ich auch wieder in psycholgischer Behandlung, wo sich auch wieder Erfolge zeigen.

    Ich bekam erst Cybalta, von denen wurde mir übel hatte sie kurz vor Weihnachten abgesetzt. Mir ging es dann so gut, dass ich dachte so jetzt bin ich wieder gesund, leider hielt diese gute Laune nur bis zur Grippekrankheit vor 2 wochen an. Seitdem bin ich wieder antriebslos. Jetzt nehme ich 50 mg Opipramol am Abend. Mal schauen was wird.

    Im Grunde genommen bin ich ein positv denkender Mensch, liebe es unter Leuten zu sein und lache viel. In den letzten Wochen hat sich einiges geändert. Zum einen gibt es Freunde, die einen nicht ganz ernst nehmen und fragen wo die optimistische Frau geblieben ist, zum anderen habe ich aber wenige neue Freunde dazugewonnen, die mir neue Türen öffnen. Ich muss es nur noch annehmen, weil eigtl will ich alles selbstständig schaffen.

    Mein schmerztherapeut sagt, ich müsste die Krankheit annehmen wie wenn ich Bluthochdruck hätte, dann würde ich bestimmt auch Tabletten nehmen. Ich würde aber gern mehr physiotherapeutische Maßnahmen in Anspruch nehmen, aber alles wird ja auch nich tvon der Krankenkasse bezahlt.

    So, dass war kein kurzer Bericht. Übrigens meine Familie hält komplett zu mir und unterstützt mich so gut es geht. Das gibt sehr viel halt.

    Liebe Grüße
    Leicht (habe ich ausgewählt weil ich alles mit Leichtigkeit nehmen möchte)
     
  7. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    huhu,

    ich habe neben meiner polyarthritis auch fibro.

    du bist ja schon bei einem schmerztherapeuten und einem psychologen.

    das ansich ist ja schonmal gut.

    bei mir wurde die fibro erst vor kurzem festgestellt. und ich soll dringend eine schmerztherapie machen.

    ich bekomme opium. aber helfen tut das gegen die schmerzen auch nicht wirklich...
     
  8. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo,
    bei aller Schmerztherapie die Ihr bekommt
    solltet Ihr nicht der Meinung sein, es geht darum
    Euch die Schmerzen komplett zu nehmen,
    damit/weil Ihr Euer altes Leben wieder fortsetzten wollt.

    Das geht nicht.


    Was geht:
    die Schmerzen so weit zurück zu drängen,
    das Ihr Euer Tagwerk verrichten könnt und Eure Freizeit/ Familienleben
    neu und anders gestalten könnt.

    Dem alten Leben hinterher jammern bringt nix.

    Auf zu neuen Ufern!
    Und vor einiger Zeit gab es Beiträge zum Thema
    Fibro und Sport, oder so.
    Da wurde ganz viel zum Thema geschrieben,
    das kann man auch auf sein Berufsleben/ Familie
    übertragen.

    Das ist Euer Anfang eines neuen, anderen Lebens.
    Das genauso schön sein kann.
    LG von Juliane.
     
  9. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    ich weiß. mit fibro schmerzen ist es ein langer weg. und man kann da nur von linderung sprechen.

    noch viel wichtiger als medikamente sind bewegung, wärme oder kältebehandlungen, entspannungstechniken, psychologische beratung...