Arzt bitten Diagnose Rheuma bei Krankmeldung immer mit aufzuschreiben?

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von Kittie, 4. April 2018.

  1. Kittie

    Kittie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Januar 2018
    Beiträge:
    359
    Zustimmungen:
    102
    Hallo zusammen,

    jeder hier kennt ja die mit dem rheumabedingten häufigeren Krankmeldungen einhergehende Existenzangst. Kann ich meinen Hausarzt bitten bei Krankmeldungen, die im direkten oder indirekten (z.B. häufige Infekte bedingt durch die immunsuppressiva) Zusammenhang mit Rheuma stehen auf der Krankmeldung auch mit dem Diagnosecode für Rheuma zu versehen?
    Haben die Ärzte da Spielraum oder ist das streng reglementiert und somit nicht machbar?

    Hintergrund ist der, dass mein AG so besser Chancen hat ins KG zu kommen (Firma zahlt Differenz zum Lohn, stellt für mich also keinen Nachteil dar), auch wenn ich bisher in dieser Firma nie über 25 Krankentage kam, so war es in der Vergangenheit schon mal anders (war 5 Monate mehr weg als da und weil es keine Diagnose gab stand jedes mal eine andere Diagnose auf dem gelben Schein = kein KG = Folge: krankheitsbedingte Kündigung) und dadurch bedingt bin ich da jetzt sehr verunsichert und möchte meinen Job ungern wieder verlieren.

    Danke euch schon mal & viele Grüße
    Kittie
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    11.758
    Zustimmungen:
    1.598
    Ort:
    Köln
    Hi,
    für die Krankenkasse steht der Grund dabei. Den Arbeitgeber hat das aber nicht zu interessieren.
    Abgesehen davon kann er dich mit oder ohne Bezeichnung der Erkrankung krankheitsbedingt kündigen, sofern du nicht eine GB von 50 und mehr hast, oder weniger und Gleichstellung hast.
     
    Resi Ratlos gefällt das.
  3. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Wie kommt das Kittie, ist das ein extra Entgegenkommen deines Arbeitgebers, dass er das tut?
    Oder müssen bestimmte Voraussetzungen dafür erfüllt werden?
    Ich finde das jedenfalls sehr kulant von deinem Arbeitgeber, dass er das tut.
     
  4. Birte

    Birte Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    426
    Zustimmungen:
    318
    Ort:
    Leipzig
    Ich würde an der Stelle nicht rummauscheln wollen. Schließlich weißt du nicht hundertprozentig sicher, dass die Infekte durch die Immunsuppressiva häufiger sind. Abgesehen mal davon wird Krankengeld ja auch nur eine bestimmte Zeit gezahlt und wenn du einmal drin bist, gehst du bei der gleichen Krankheit innerhalb eines Jahres SOFORT wieder ins Krankengeld. Und es könnte eine Zeit kommen, bei der du um jeden einzelnen Tag länger Krankengeldanspruch froh bist.
     
  5. josie16

    josie16 PsA

    Registriert seit:
    16. Mai 2010
    Beiträge:
    2.300
    Zustimmungen:
    156
    Hallo Kittie!
    Genauso ist es, wie Kukana schreibt, die KK meldet sich dann, wenn Du die Zeit erreicht hast und aus der Lohnfortzahlung rausfällst
     
  6. norchen

    norchen Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    15. Januar 2011
    Beiträge:
    2.258
    Zustimmungen:
    350
    Ort:
    Thüringen
    Ich stimme Birte da absolut zu. Du glaubst gar nicht wie schnell 78 Wochen rum sind. Es zählt ja jeder einzelne Tag rückwirkend 3 Jahre.

    Ich würde eher schauen das ich einen Grad der Behinderung bekomme, am besten klar 50 aber ab 30 kann man eine Gleichstellung beantragen und man ist etwas besser im Krankheitsfall abgesichert
     
  7. Kittie

    Kittie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Januar 2018
    Beiträge:
    359
    Zustimmungen:
    102
    Das weiß ich, dass die Diagnosen nur ich und die KK bekommen und da achte ich auch sehr stritk drauf, dass jeder den Schein bekommt der ihm zusteht.

    Der AG kann so vieles, ob er damit durchkommt steht auf einem anderen Blatt.
    Fakt ist, dass man mit immer anderen Diagnosen bei langer Krankheitsdauer vor Gericht keine Chance hat und die Kündigung wirksam ist, was bei immer der gleichen Diagnose nicht der Fall ist, außer der Betrieb ist sehr klein.
    Mitglieder im BR haben übrigens ebenfalls Kündigungsschutz.
     
  8. Kittie

    Kittie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Januar 2018
    Beiträge:
    359
    Zustimmungen:
    102
    Ist einfach so. Unser AG ist in vielerlei Hinsicht sehr kulant. Hat natürlich andererseits auch wieder Schachstellen, aber das muss dann letztlich jeder für sich entscheiden wo seine Prioritäten als AN liegen. Ich kann nur sagen, dass ich dort an sich mehr als zufrieden bin.
    Eigentlich ist unser AG auch keiner der eben mal so Leute rauskickt, im Gegenteil, es weder so viele faule Schw... mitgetragen.
    Meine Vorgängerin hatte eine Fernbeziehung und war vorneweg 40-45 Tage pro Jahr "krank", weil sie den Montag immer noch dran gehängt hat (so hat man es mir zumindest erzählt) und da wurde nie auch nur an ein Gespräch gedacht.
    Das will ich natürlich eben nicht ausnutzen, um himmels Willen, ich habe immer mega das schlechte Gewissen gegenüber meiner lieben Kollegin, wenn ich krank bin :-(
     
  9. Kittie

    Kittie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Januar 2018
    Beiträge:
    359
    Zustimmungen:
    102
    Wobei ich 2013, da der Fall da akut war, mal mit meiner KK diesbezüglich telefoniert habe und die sagten sie melden sich eben nicht, sondern der AG muss aktiv auf die KK zukommen und fragen wie der Status bezüglich Krankengeld ist. Kann natürlich auch sein, dass der MA mir da Schmu erzählt hat, aber es klang für mich plausibel, denn welche Institution kommt schon freiwillig und sagt "Hier, ich zahle ab jetzt"?
     
  10. Kittie

    Kittie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Januar 2018
    Beiträge:
    359
    Zustimmungen:
    102
    Da bin ich quasi dran, fürchte aber, dass ich mit "nur" PsA und Sicca-Syndrom (das ist ja nun mal der aktuelle Stand, da Sjörgen nach wie vor nicht bestätigt ist) im blödesten Fall nicht mal die 30 GdB erreiche :-(
    Aber danke dir trotzdem für den Rat, ich werde das dann jetzt wohl wirklich mal angehen müssen.

    Und @Birte Danke auch dir. Hast vermutlich Recht.
     
  11. norchen

    norchen Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    15. Januar 2011
    Beiträge:
    2.258
    Zustimmungen:
    350
    Ort:
    Thüringen
    Kittie auf jeden Fall und ich finde PSA schon schlimm genug mit all den Gesichtern...
    Eine gute Freundin sagte mal zu mir...geh es an, ein nein hast du , aber das ja holst du dir jetzt...also wenn du es nicht angehst dann wird es nie was...
     
  12. Kittie

    Kittie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Januar 2018
    Beiträge:
    359
    Zustimmungen:
    102
    Da hast du wohl Recht. Dann werde ich das mal mit meinem Rheumatologen zusammen angehen. Und hier gibts ja auch ne Menge hilfreicher Threads zu dem Thema :)
     
  13. Kittie

    Kittie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Januar 2018
    Beiträge:
    359
    Zustimmungen:
    102
     
  14. schnurrie

    schnurrie Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    24. August 2007
    Beiträge:
    524
    Zustimmungen:
    63
    Ort:
    Mönchengladbach, NRW
    Ich arbeite im Steuerbüro und fertige auch die Lohnabrechnungen meiner Mandanten.
    Wenn ein Arbeitnehmer längere Zeit krank ist, dann fange ich automatisch an zu rechnen wann die 42 Tage Krankheitstage erfüllt sind. Zu Berücksichtigen sind natürlich auch die Vorerkrankungszeiten.
    Einige Krankenkasse schicken dem Arbeitgeber ein Schreiben raus, dass die Krankenzahlung beginnt und ein entsprechendes Formular auszufüllen ist. Von vielen Krankenkassen kommt aber nichts. Mittlerweile kann ich die Arbeitsunfähigkeitszeiten eines Arbeitnehmers online abrufen.
    Da ich richtigerweise den ICD Code nicht kenne, rufe ich bei der Krankenkasse an und frage nach.

    Die Frage ist aber für mich, wie gehe ich damit um? Spreche ich mit meinem Arbeitgeber darüber oder nicht. In sehr großen Betrieben ist dies vielleicht nicht einfach. Da bekommt man seinem Chef meistens kaum zu sehen. In kleinen Firmen sehe ich es immer als Vorteil, wenn man offen spricht. Vorausgesetzt man hat ein gewissen Vertrauen zum Arbeitgeber. Das nimmt einen Teil der Angst um den Verlust des Arbeitsplatz.
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden