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Arthritis durch Yersinien?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von freud, 11. Dezember 2003.

  1. freud

    freud Guest

    Hallo,

    bin zwar kein kleines Wildschwein - mit 61 eher ein altes - aber in diesem Forum trotzdem ein Frischling.
    Hier nun mein 3.Versuch diesen Beitrag loszuwerden, verstehe nicht, daß ich in diesem Forum solche Schwierigkeiten damit habe!!!???

    Zum Glück habe ich noch keine Odyssee bzgl. ärztlicher Kompetenz durchgemacht aber trotzdem ein Problem.
    Vor ca. 4 Wochen traten bei mir Schmerzen und richtig eklige Geräusche in allen Gelenken auf, wobei die Symptome nicht bei allen Gelenken gleichzeitig, sondern völlig unregelmäßig auftreten.
    Mein erster Weg führte mich zu einem Orthopäden, der mir sagte, daß es Bakterien gäbe, die solche Symptome hervorrufen können. Er ließ mein Blut auf Rheumafaktor und Antikörper gegen Borelien und Yersinien untersuchen.
    Und siehe da ein Treffer (IgG-Ak und IgA > 1000,markierte Banden > 36KD), na prima erstmal schon mal eine Diagnose.
    Nach Yersinien gegoogelt und nur in RO fündig geworden. Ein sehr guter Beitrag von Dr.Langer der auch für Laien verständlich ist.
    Alle Symptome stimmen überein - Therapie mit Doxycyclin schon ins Auge gefasst - aber mein Orthopäde überweist mich an einen Rheumatologen - ist ja im Prinzip o.k.
    Dieser macht noch eine Stuhlprobe auf Yersinien und den Risikomarker HLA B27 - kann ich auch noch nachvollziehen ist wohl immer noch besser als gleich mit antibiotischen Bomben nach mir zu werfen.
    Das Ergebnis dieser Untersuchung wird wörtlich mit "jungfräulichen Werten" kommentiert.
    Keine Yersinien im Stuhl (war wohl nach 14 Tagen auch nicht mehr zu erwarten), Risikomarker negativ (geben eigentlich nur an, ob man genetisch für diese Bakterien anfällig ist).
    Keine Therapie sondern, wir müssen weitersuchen - wonach eigenlich? -
    Da ich aber davon ausgehe, daß mir nur eine Therapie mit Doxycyclin helfen kann, weiß ich nicht so recht weiter. Meine Hausärztin würde mich damit ohne weiteres therapieren, aber sie ist halt keine Rheumatologin und eine Therapie ohne überwachende Blutuntersuchungen erscheinen mir doch etwas riskant.
    Was würdet ihr mir raten, hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gesammelt?

    Vielen Dank schon mal von freud
     
  2. ioanni

    ioanni Guest

    hallo frau/herr freud,

    ich hab zwar keine yersi... dafür "clamydien". bekannt ist mir nur das es formen von arthritis gibt, die durch solche bakterien ausgelöst werden können. das gute daran ist, dass diese nach vernünftiger behandlung mit basismedis ausgeheilt werden können. der zeitraum liegt zwischen 6 und 18 mon. lt. meinem doc.
    ein prob besteht sicher, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass rheumatische erkrankungen wirklich von bakterien kommen - es liegt dann nahe, dass es sich um rheumatoide arthritis (cp, psa...) handelt *grmpf*
    aus meiner sicht kann ich dir nur raten, lass die ärzte suchen, deinen beschwerden muss auf den grund gegangen werden - gehe selbst seeeeeehr ungern zum arzt. tabeltten nehmen ist eine qual, dauernd glaub ich, sie blieben mir im hals stecken :( und doch ist es notwendig.

    viel glück noch und eine möglichst beschwerdefreie zeit

    ioanni
     
  3. kukana

    kukana Moderatorin

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    hi freud,

    eine arthritis die nachfolgend einer evtl. yersinien oder chlamydien infektion kommt, begegnet man meist(nach einer antibiotika behandlung) erst mit nicht steroiden antirheumatika. die grossen hemmer wie mtx, arava etc. sind bei einer infekt bedingten arthritis zu heftig?

    ich selbst habe so eine erlebt und nicht anderes bekommen ausser antirheumatica, kein cortison. oft geht es innerhalb kurzer zeit wieder vorüber, manchmal je nachdem wie dein immunsystem reagiert, kann es länger dauern.

    meine jetztige cp ist z.b. vom schmerz und entzündungumfang wesentlich schlimmer gewesen zu anfang als es die infekt bedingte arthritis vor über 20 jahren war.

    dein hausärztin kann somit ein antirheumaticum mit sicherheit verantworten, laborwerte machen und entzündungswerte kontrollieren. sollte sich irgendwas negatives zeigen, hilft dir ein intern. rheumatologe eher weiter.

    ich hoffe du kommst gut über die feiertage und die begelit erkrankung klingt schnell ab.

    gruss kuki
     
  4. freud

    freud Guest

    Hallo,

    vielen Dank an alle die auf meinen Beitrag geantwortet haben.

    War gestern nochmal beim Arzt der abgeblich Rheumatologe ist. Alle meine Werte sind
    phantastisch ich könnte 100 Jahre alt werden - meint er!
    Allerdings habe ich das Gefühl, er denkt eher ich spinne, aber das Gefühl kennen sicher die meisten von euch auch. Meine Gelenke tun eben nur nach kurzzeitiger Belastung weh (wenn 200 m Laufen eine Belastung sein sollte) und nicht, wenn er mal kurz "zärtlich" anfasst.
    Was mich aber stutzig macht ist die Aussage, daß die Antikörper gegen Yersinien auf einmal
    im Normbereich (IGg > 20) liegen und das innerhalb von 14 Tagen ohne Therapie?!!!
    Kann sich darauf einer einen Reim machen, kann das sein? oder hat er nur die fehlenden Yersinien im Stuhl interpretiert.
    Verstehe das alles nicht mehr - na gut bin ja noch neu auf diesem Gebiet!
    Meine Hausärztin hat auch nochmal Blut gesaugt und wird noch einmal auf Yersinien testen.
    Dann geht bei mir auch die Odyssee nach einem vernünftigen Rheumatologen los.

    Bis auf weiteres von freud
     
  5. Gerhard S

    Gerhard S Guest

    Hallo,

    bin neu im chat und habe das gleiche Problem: Rheumatische Gelenkentzündung, verursacht durch Yersinien-Infektion, außerdem akuter Vitamin B 12-Mangel. Ich werde derzeit mit Doxycylin (Antibiotika) behandelt. Außerdem bekomme ich Vitaminspritzen und Vitamininfusionen.

    Gibt es bei Dir was neues?

    Liebe Grüße
    Gerhard
     
  6. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.438
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bärlin
    Yersinien ...

    Ein kleiner Hinweis zu Yersinien:

    Eine Infektion mit Yersinien verursacht zunächst mal Beschwerden, die einer cP entsprechen, allerdings sind die Chancen, daß diese nachher wieder verschwinden, recht gut ...

    Allerdsings gibt es die Möglichkeit, aus einer Yersiniose heraus eine richtige cP zu bekommen, die sich auch mit Antibiotika nicht mehr bezwingen läßt ...

    Von daher möchte ich dazu raten, in jedem Falle einen Rheumatologen einzubeziehen, zumindest bis alle Beschwerden völlig verschwunden sind.

    In diesem Sinne alles Liebe und Gute

    Robert