Arcoxia und Rheumaklinik

Dieses Thema im Forum "Sonstige Medikamente und Schmerztherapie" wurde erstellt von Sosidel, 16. März 2019.

  1. Sosidel

    Sosidel Mitglied

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    Hallo,

    hab mal wieder eine Frage aber weiß nicht so genau in welchem Bereich ich die Frage unterbringen soll. Nun dann schreib ich einfach mal los. Den Versuch mit Amitriptilin habe ich ja nun abgebrochen und auch das Diclo musste ich aufhören, weil ich schlimme Durchfälle bekommen habe. Der Orthopäde hat mir nun Arcoxia verschrieben und in der Schmerzambulanz war man einverstanden damit. Soweit prima. Arcoxia wirkt recht gut. Es bleibt tagsüber ein kleiner Grundschmerz hier und dort übrig. Schwer zu beschreiben. Und Nachts ist die Wirkung nicht so gut. Die Entzündungen an den Händen scheinen jedenfalls besser geworden zu sein.

    Jetzt zur Frage. Ich soll mich, veranlasst von der Schmerzambulanz, in der Rheumaklinik durchchecken lassen. Die wollen erst mal keine längere Schmerztherapie beginnen, wenn nicht geklärt ist welche Grunderkrankung(en) vorliegt. Ist es nun sinnvoll entzündungshemmende Medikamente einzunehmen bevor man auf genau diese untersucht wird? Außerdem spritze ich ja immer noch Etanercept, das wissen die in der Schmerzambulanz. Ich habe nicht nachgefragt als ich dort war, ob das sinnvoll ist, das kam mir erst jetzt in den Sinn.

    Ich kann am Montag in der Schmerzambulanz anrufen, aber ich weiß nicht ob und wann ich dort die für mich zuständige Ärztin erwische und der Termin in der Rheumaklinik ist schon sehr bald.

    Was sind eure Erfahrungen?

    LG
     
  2. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Meine Erfahrung ist vergleichsweise alt und fusst auf der damals noch schwierigeren
    Dianostik. Wenn ich dich richtig verstehe ist noch Diagnosebedarf offen.

    Ich wurde lange Jahre in Sachen Schmerzen behandelt, weil man nichts besseres
    hatte und auch den "Gegner" nicht benennen konnte. Langfristig hat mir das eine
    ganze Reihe Beschwerden eingehandelt die es vermutlich nicht gebraucht hätte,
    wäre die Behandlung zielgerichteter gewesen und nicht nur auf Schmerzbekämpfung eingeschossen.

    Mein Rat wäre von daher warte den Termin ab und schau vor allem, dass Rheumatologe
    und Schmerzambulanz mit dem Orthopäden eine gemeinsame Strategie finden. Die
    haben alle ihre eigene Sichtweise. Du wirst nicht umhin kommen die dazu zu bewegen
    miteinander zu arbeiten.

    Gruß
    kira
     
  3. Sosidel

    Sosidel Mitglied

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    Ja nun, der Rheumadoc bei dem ich eigentlich bin hat bisher auf die Verdachtsdiagnose PSA therapiert. Erst mit Cortison und jetzt mit Enbrel. Und tatsächlich ist der CRP niedriger geworden. In der Schmerzambulanz ist man davon nicht überzeugt und möchte auf Nummer sicher gehen. Natürlich mache ich mir Sorgen dass ich in die Psychoecke geschoben werde. Wobei ein paar kaputte Gelenke als mit-Schmerzverursacher eindeutig sind.

    Mir wurde außerdem gesagt dass, egal worauf die Schmerzen zurückzuführen sind, dringend eine Therapie begonnen werden sollte. Weil ich, laut psychologischer Anamnese deutlich mehr als nur depressive Verstimmungen habe. Ich weiß nicht wie ich das finde, stimmt ja einerseits, aber ich halte mich für stabil genug ohne Medikamente klar zukommen.

    Vorausgesetzt es passiert endlich was bei der Behandlung welcher Krankheit auch immer, vor allen die Schmerzen betreffend. Tja und da beißt sich vermutlich die Katze in den Schwanz. Mit Medikamente meine ich Amtidepressiva, ich finde das Amitriptylin schon in niedriger Dosis so schrecklich, ich kann mir nicht vorstellen sowas in hoher Dosis zu nehmen. Da ist man nicht mehr die Person die man ist. Oje, jetzt habe ich’s ganz schön lang gemacht. Aber mir liegt das alles ganz schön im Magen. Und man kann das kaum jemanden erzählen ohne schief angeschaut zu werden.

    Die Schmerzambulanz-Ärzte neigen zu der Diagnose Fibromyalgie, Polyarthrose eventuell noch was mit den Sehnen, weiß nicht mehr genau. Es wär halt blöd, wenn durchs unterdrücken mit Arcoxia am Ende nix festgestellt wird. Ich hab dann ja nirgendwo eine Entzündung. Sogar mein Rheumaknoten am Finger verschwindet (Hurra).

    Sorry fürs auskotzen lg
     
  4. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Wenn dich der Rheumatologe mit Enbrel behandelt wird er sich ziemlich sicher sein das du PSA hast. Der muss das ja auch abrechnen und darlegen oder so ähnlich und kann das doch nicht einfach so ohne Diagnose verordnen.

    Andauernde Schmezen oder chronische körperlicheche Erkrankungen können begleitend zu einer Depression führen und das gar nicht selten, sondern häufiger. Das bedeutet ja nicht das alles psychisch ist, sondern, dass in Folge oder begleitend einer körperlichen chronischen Erkrankung diese auftritt und dann zusätzlich auch behandelt werden sollte zB. in begleitender Psychotherapie oder Kombitherapie-Psychotherapie-Medikament-gegebenfalls Soziotherapie.
     
    #4 17. März 2019 um 22:39 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2019 um 23:10 Uhr
    Pasti gefällt das.
  5. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Vielleicht fragst du einfach mal in der Rheumaklinik nach, wie die es gern hätten. Von den Verdachtsdiagnosen würde ich erstmal gar nichts sagen, sonst legen die sich möglicherweise schon vorher fest.
     
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